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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Blood Father
BeitragVerfasst: 13. Nov 2016, 14:53 
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Blood Father
(Blood Father)
mit Mel Gibson, Erin Moriarty, Diego Luna, Michael Parks, William H. Macy, Miguel Sandoval, Dale Dickey, Richard Cabral, Daniel Moncada, Ryan Dorsey, Raoul Max Trujillo, Brandi Cochran, Katalina Parrish, Cameron Cipta
Regie: Jean-François Richet
Drehbuch: Peter Craig / Andrea Berloff
Kamera: Robert Gantz
Musik: Sven Faulconer
FSK 16
Frankreich / USA / 2016

Tätowierer John Link hat in seinem Leben einen Haufen Mist gebaut. Nun sieht er einen Silberstreif am Horizont, denn er ist seit zwei Jahren trocken und seit einem Jahr aus dem Gefängnis raus. Jetzt muss er sich bloß noch die Bewährungsauflagen halten, dann ist er bald ein freier Mann. Dann aber meldet sich seine lang vermisste Tochter Lydia bei ihm. Die steckt in tiefem Schlamassel, dealt mit Drogen und hat rachsüchtige mexikanische Gangster an den Hacken. John will ihr helfen, doch das gefährdet nicht nur seine Rehabilitation.


Zwar ist der gute Mel Gibson mittlerweile sichtlich in die Jahre gekommen und hat in den letzten Jahren auch durch die ein oder andere private Eskapade auf sich aufmerksam gemacht, aber im Bezug auf seine schauspielerischen Fähigkeiten hat der Mann überhaupt nichts verlernt. Dies wird einem in der vorliegenden Produktion "Blood Father" eindrucksvoll unter Beweis gestellt, denn die Rolle des des augenscheinlich am Leben gescheiterten John Link ist Gibson wie auf den Leib geschneidert, so das seine Performance einen äußerst authentischen und glaubwürdigen Eindruck hinterlässt. Ganz generell ist dies jedoch auch auf den gesamten Film umzumünzen, denn Jean-François Richet hat hier eine nicht unbedingt neue, aber dennoch sehr interessante Geschichte auf den Weg gebracht, die insbesondere in atmosphärischer Hinsicht etliche Pluspunkte sammeln kann.

Es handelt sich um eine gelungene Mixtur aus Road Movie und Actionthriller, wobei die Action Anteile aber nicht im Überfluss vorhanden sind. Das dürfte allerdings auch nicht sonderlich verwundern, denn schließlich hat der gebürtige Australier immerhin auch schon runde sechs Jahrzehnte auf dem Buckel. Die enthaltenen Passagen sind dafür aber absolut sehenswert, zudem wirkt das gesamte Geschehen größtenteils sehr realistisch, was bei überzogenem Aktionismus sicherlich nicht der Fall gewesen wäre. "Blood Father" weiß insgesamt gesehen absolut zu gefallen, das Werk hinterlässt einen wirklich herrlichen Oldschool Eindruck beim Betrachter und hat trotz seiner eher ernsten Thematik auch immer wieder etliche humorige Ansätze, die sich insbesondere in den Dialogen zwischen Vater und Tochter zu erkennen geben. Diese sind nämlich streckenweise bissig, gleichzeitig lässt sich aber auch eine Prise Sarkasmus erkennen und so manches Mal treten auch ganz einfach coole Sprüche in den Vordergrund.

Diese Mischung ist mehr als gelungen und ganz generell legt Regisseur Richet viel Wert auf die Beziehung zwischen Vater und Tochter und beleuchtet dabei zumindest auch ansatzweise die Motive die dazu geführt haben, das die beiden sich etliche Jahre nicht gesehen haben. Das Zusammenspiel zwischen Gibson und Erin Moriarty ist dabei absolut gelungen und trotz aller Probleme aufgrund der vorherrschenden Situation entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die von echten Emotionen geprägt ist. Man sollte allerdings keinerlei Befürchtungen hegen das die Chose dadurch schnulzig wirken könnte, denn das Ganze wurde dermaßen passend in das Szenario eingefügt, das der Gesamteindruck des Filmes sogar noch ein wenig aufgewertet wird. Sämtliche Zutaten der Story wurden hervorragend zusammen gefügt, wodurch letztendlich ein extrem stimmiger Gesamteindruck entsteht.

Letztendlich handelt es sich bei "Blood Father" um eine eher kleine, dafür aber sehr feine Produktion, die auch ohne allzu spektakuläre Action-Passagen absolut überzeugen kann. Zwei glänzend agierende Hauptdarsteller, eine atmosphärische und spannende Geschichte und diverse gelungene Action-Passagen machen dieses Werk absolut sehenswert und sorgen dafür, das man gut 90 Minuten erstklassig unterhalten wird.


Fazit:


Das man auch in einem höheren Alter noch erstklassige darstellerische Leistungen abrufen kann, stellt "Mad Max" Mel Gibson einmal mehr unter Beweis. Ihm zur Seite steht mit der jungen Erin Moriarty die nahezu perfekte Partnerin und allein das Zusammenspiel der beiden Akteure ist schon eine Sichtung wert. "Blood Father" bietet also kurzweilige Unterhaltung und offenbart ein äußerst stimmiges Gesamtbild, so das man an dieser Stelle ohne Weiteres eine dicke Empfehlung aussprechen kann.


8/10


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