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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Doomsday - Tag der Rache (2008)
BeitragVerfasst: 30. Dez 2012, 13:41 
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Doomsday - Tag der Rache
(Doomsday)
mit Caryn Peterson, Adeola Ariyo, Emma Cleasby, Christine Tomlinson, Vernon Willemse, Paul Hyett, Daniel Read, Karl Thaning, Stephen Hughes, Jason Cope, Ryan Kruger, Nathan Weathley, Cecil Carter, Jeremy Crutchley, Rhona Mitra
Regie: Neil Marshall
Drehbuch: Neil Marshall
Kamera: Sam McCurdy
Musik: Tyler Bates
SPIO / JK
Deutschland / Großbritannien / Südafrika / USA / 2008

Ein tödliches Virus "The Reaper" genannt, hat Hunderttausende von Menschen befallen. Um eine Pandemie zu verhindern, entscheidet sich die britische Regierung, eine riesige Sperrzone einzurichten. Infizierte werden von ihren Mitmenschen isoliert. Schottland wird vom Rest der Welt abgetrennt - für immer.

30 Jahre später scheinz die Katastrophe vergessen, aber Schottland ist noch immer von der Welt abgeschnitten. Zu den Überlebenden gibt es keinen Kontakt. Doch dann geschieht, womit niemand mehr gerechnet hat - ein neuer Fall einer Infektion, mitten in London. Der Schlüssel, das Virus zu bekämpfen liegt aber in Schottland in den Händen Dr. Kanes. Eden Sinclair nimmt den waghalsigen Auftrag an, mit einem Elite-Team in der Sperrzone nach Dr. Kane zu suchen...


Sicherlich zählt "Doomsday" nicht zu der Art von Filmen, bei denen man sich einer realistischen Story erfreuen kann, doch darauf kommt es meiner Meinung nach auch nicht unbedingt an. Denn auch, wenn die Geschichte eher hanebüchen daherkommt, so ist sie sehr interessant und wurde vor allem extrem temporeich und spannend in Szene gesetzt. Von der ersten Minute an geht es hier rasant und enorm actionreich zur Sache, so das man als Zuschauer erst gar keine Möglichkeit erhält, sich etwas mit der Thematik anzufreunden. Das soll aber keine negative Kritik darstellen, eher das Gegenteil ist der fall, denn so wird man ohne Umschweife in ein sehr apokalyptisches Endzeit-Szenario hineingeworfen, das an Härte und Intensität alles bietet, was Filme dieser Art so besonders auszeichnet.

Die ganz großen Stärken dieses Filmes sind sicherlich der temporeiche Erzählstil und der hohe Actiongehalt, denn beide Elemente sorgen dafür, das man kaum einmal dazu kommt, etwas Luft zu holen, da ein Highlight das andere jagt. Hierbei sticht ganz besonders der Härtegrad des Filmes hervor, der äusserst beachtlich ist und es einem verständlicher macht, das dieses Werk bei uns in Deutschland nicht ungeschnitten zu erhalten ist. Es gibt jede Menge blutige Passagen, Gliedmaßen fliegen durch die Luft und das in einer streckenweise derben Art und Weise, das jedem Freund der härteren Gangart das Herz vor Freude im Leib hüpfen dürfte.

Ein weiteres Highlight ist die hier hervorragend zur Gelrung kommende Stimmung, die das Geschehen erzeugt, alles hinterlässt einen sehr trostlosen und auch bedrückenden Eindruck, was durch die perfekten Schauplätze nur noch zusätzlich unterstützt wird. Besonders beeindruckend habe ich hier die Fahrt des Elite-Teams durch das zerstörte und verfallene Glasgow empfunden, bei der ein erstklassiges Endzeit-Feeling aufgekommen ist, das man nicht besser hätte einfangen können. Im Gegensatz dazu stehen die Phasen, in denen man mit der trotz allem scheinbar unberührten Natur in Berührung kommt, was einen tollen Kontrast zu der größtenteils apokalyptisch anmutenden Atmosphäre darstellt, die ansonsten vorherrscht.

Auch im schauspielerischen Bereich gibt es keinerlei grund zur Beanstandung, die Leistungen sind durch die Bank überzeugend und hinterlassen einen authentischen Eindruck. In erster Linie fällt einem hier die Hauptdarstellerin Rhona Mitra ins Auge, die in der Rolle der Eden Sinclair den Begriff Frauenpower perfekt zum Ausdruck bringt und ihm auf eine gewisse Art und Weise eine neue Dimension verleiht. Es ist eine sehr schöne Abwechslung, das es mittlerweile immer mehr Produktionen gibt, in denen das weibliche Geschlecht die Führungsrolle für sich beansprucht und die Männer etwas in den Hintergrund stellt. So entwickelt sich auch die Figur der Eden Sinclair im Verlauf der Geschichte zu einer regelrechten Kampfmaschine, die dazu noch eine äusserst coole und lässige Art an den Tag legt, die nahezu perfekt in das Szenario hineinpasst.

Regisseur Neil Marshall, der ja anscheinend ein Faible für Filme hat, die mit dem Buchstaben D beginnen (Dog Soldiers, The Deascent), hat hier meiner Meinung nach mal wieder einen großen Wurf gelandet, in dem die Kombination aus Action, SCI/FI und Härte sehr gut gelungen ist. Und auch, wenn die erzählte Story eher an den Haaren herbeigezogen wirkt, so beinhaltet sie auf jeden Fall einen extrem hohen Unterhaltungswert und sorgt so für absolute Kurzweil beim Zuschauer, der von der ersten bis zur letzten Minute voll auf seine Kosten kommt.


Fazit:


"Doomsday - Tag der Rache" ist ein erstklassiges Action-Spektakel, das sehr viel Freude und Spaß bereitet. Mann sollte hier keinesfalls über Sinn oder Unsinn der erzählten Geschichte nachdenken, sondern einfach einen bestens unterhaltenden Action-Kracher erwarten, der ein hohes Maß an Härte beinhaltet und mit einer dichten und bedrückenden Grundstimmung aufwarten kann. Und so kann man eigentlich als Fan des Genres nur zu einer Bewertung kommen und die lautet....


...10/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Doomsday - Tag der Rache
BeitragVerfasst: 31. Dez 2012, 20:12 
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Archivmeister
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Beiträge: 1716
Geschlecht: männlich
Doomsday habe ich eher zufällig gesehen und halte ihn für einen der besten Endzeitfilme, die es gibt, wobei ich nicht alles, was man kennen sollte (z. B. Mad Max) gesehen habe.

Anfangs hat man noch den Verdacht, dass es sich um einen Abklatsch eines schon mehrmalig vorgekommenen Szenarios handelt: Ein Virus löscht große Teile der Menscheit aus und in einem abgezäunten und ummauerten Gebiet (hier in Schottland) gibt es einige bis viele Überlebende.

Die gesamte Story bekomme ich hier nicht mehr hin. Dieser Film hat auf jeden Fall einiges an Action zu bieten und ist nebenbei noch eine kleine Brutalitätenschau. Ich finde allerdings nicht, dass er als Actionfilm gezählt werden sollte, da es aufgrund des dargestellten Bildes schon eher ein Science-Fiction ist, auch wenn es keine Laser-Strahlen gibt.

Und wie Master schon geschrieben hat: Das Tempo ist extrem hoch bei diesem Film. Es gibt fast keine Verschnaufpause, und man kommt sich fast wie in einem abgedrehten Crank-Superlativ vor. Die ganze Welt, die dargestellt wird, hat in Ansätzen etwas von "Waterworld". Sowas wie Kleidung und Art und Weise Dinge zu bauen. Erinnert mich zumindest ein wenig daran, auch wenn Doomsday den eben genannten Film locker in die Tasche steckt.

Die SPIO/JK trägt er aus meiner Sicht zurecht. Die Gore-Szenen sind zwar nicht das Hauptaugenmerk des Films und er hätte auch ohne sie funktioniert, aber sie sind nunmal vorhanden. Abgetrennte Gliedmaßen oder abgetrennte Köpfe gehören in dieser Zukunft nunmal zu der Tagesordnung.

Von mir bekommt dieser Film auch 10/10 und ich kann hier jedem, der die Gelegenheit hat, Doomsday mal zu sichten, dies auch zu tun.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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