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 Betreff des Beitrags: Guns and Girls (2011)
BeitragVerfasst: 12. Mär 2013, 01:19 
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Guns and Girls
(Guns, Girls and Gambling)
mit Christian Slater, Gary Oldman, Tony Cox, Dane Cook, Jeff Fahey, Helena Mattsson, Powers Booth, Megan Park, Chris Kattan, Sam Trammell, Matthew Willig, Eddie Spears, Gordon Tootoosis
Regie: Michael Winnick
Drehbuch: Michael Winnick
Kamera: Jonathan Hale
Musik: Jeff Cardoni
FSK 16
USA / 2011

Der Chief der Apachen wurde bestohlen. Eine antike Kriegsmaske ist aus seinem Büro im Spielcasino des Stammes verschwunden. Irgendeinem raffinierten Dieb ist es gelungen, das kostbare Artefakt aus dem gesicherten Raum zu klauen. Für ihn selbst völlig überraschend hält jeder sofort den harmlosen John Smith für den Dieb. Plötzlich lauert hinter jeder Ecke und jeder Tür, jedem Baum oder Busch eine zwielichtige Gestalt, die auf die Maske scharf ist. Um der gefährlich gierigen Meute heil zu entkommen, bleibt dem verzweifelten Biedermann nur ein Ausweg: Er muss den Dieb der Maske selbst finden, sonst ist sein Skalp längstens seiner gewesen!


Nach dem 2006 erschienenen "Dark Shadows" ist vorliegender Film erst die zweite Regie-Arbeit von Michael Winnick, mit der er zudem auch noch eine vollkommen andere Richtung einschlägt. Nach dem genannten Horror/Thriller bekommt es der Zuschauer nun mit einer Kombination aus Roadmovie und Action/Komödie zu tun, die man wohl schon zu diesem noch frühen Zeitpunkt als eines der Highlights des Jahres 2013 bezeichnen kann. Dabei deuten weder das eher unscheinbare DVD-Cover und auch nicht die Inhaltsangabe auch nur annähernd darauf hin, welch göttliches Film-Vergnügen sich dem Zuschauer präsentiert, doch zumeist sind es ja immer wieder die sogenannten B-Movies, die letztendlich für die positivsten Überraschungen sorgen. Auch der Titel "Guns and Girls" suggeriert einem nicht unbedingt die Hoffnung, das man es hier mit hochwertiger Filmkost zu tun bekommt, denkt man doch viel eher an einen der handelsüblichen B-Actioner, die zuhauf in der weiten Welt des Filmes herumschwirren, doch in diesem Bezug soll man einem absoluten Trugschluss aufsitzen. Das Werk von Michael Winnick bietet nämlich nicht nur nette-und kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch, sondern bietet vielmehr eine Geschichte, die voller Witz, Tempo und überraschender Wendungen ist und außerdem noch mit einer Darsteller-Riege aufwartet, die sich jederzeit sehen lassen kann.

In der Hauptrolle ist dabei ein grandios aufspielender Christian Slater zu sehen, der ganz offensichtlich seinen dritten Frühling erlebt und an Spielfreude nur schwerlich zu überbieten ist. Ihm zur Seite stehen mit Gary Oldman, Jeff Fahey oder auch Powers Booth einige sehr bekannte Gesichter zur Seite, die allesamt durch ihre glänzenden Performances allein schon die Sichtung dieses Filmes rechtfertigen. Insbesondere die Erzählweise der Story nimmt den Zuschauer von Beginn an mit, merkt man doch ziemlich schnell, das die Geschehnisse extrem witzig und mit einer Menge Tempo daherkommen. Brillanter Wortwitz und teils skurrile Situationskomik geben sich hier förmlich die Klinke in die Hand und tragen Sorge dafür, das die gut 81 Minuten Netto-Spielzeit wie im Flug vergehen. Ehe man sich versieht ist das Ganze nämlich schon wieder zu Ende und man empfindet wahres Bedauern darüber, denn eine solch intelligente-und innovative Geschichte hätte auch gut und gern noch eine geraume Weile weitergehen können. Andererseits ist die Laufzeit jedoch absolut passend gewählt, entstehen doch so überhaupt keine langatmigen Passagen und die Ereignisse sind äußerst knackig verpackt.

Herausragend empfand ich die vorhandenen Dialoge, die einerseits mit etlichen Klischees und Andeutungen angefüllt sind und auf der anderen Seite diesen herrlich bissigen Wortwitz beinhalten, der einen wirklich durchgehend begleitet und das Ganze so wunderbar erfrischend erscheinen lässt, das man sich vor Begeisterung kaum mehr einkriegen will. Auch die einzelnen Charaktere werden absolut herausragend dargestellt, wobei für manche Figuren der Begriff grotesk wohl ziemlich angebracht ist. Doch genau von solchen Dingen lebt die Geschichte, alles wird zumeist vollkommen überspitzt dargestellt, bewegt sich aber dennoch in einem Rahmen, den man sich auch durchaus in der Realität vorstellen könnte. Wenn man dann noch berücksichtigt das die Story mit der Zeit einige nicht vorhersehbare Wendungen einschlägt, sollte man letztendlich eigentlich zu einem brillanten Gesamteindruck gelangen, der diesem Film auch vollkommen gerecht wird. Und so handelt es sich bei "Guns and Girls" um ein äußerst sehenswertes Szenario, das durch etliche Kapriolen und Kuriositäten ins Auge fällt, jedoch zu keiner Zeit auch nur im Entferntesten albern erscheint. Winnick hat genau die richtige Mischung gefunden, um dem Betrachter ein geschehen zu präsentieren, an dem man einfach seine helle Freude haben muss.

Nur zu oft werden diverse Blockbuster werbewirksam vermarktet und dem Zuschauer wie Sauerbrei offeriert, die letztendlich dann aber doch nicht das halten können, was man sich von ihnen verspricht. Hier hat man es einmal mit einer eher kleineren Produktion zu tun an die man keinerlei große Erwartungen knüpft und wird mit einem Film-Vergnügen belohnt, das diese Bezeichnung auch wirklich verdient. Abweichend vom ansonsten oft vorgesetzten Einheitsbrei ist "Guns and Girls" eine herrlich erfrischende-und innovative Abwechslung, die man nur in den höchsten Tönen loben kann. Spritzig, witzig und voller Überraschungen muss man sich mit Cowboys, Indianern, hübschen Frauen und einigen Elvis-Imitatoren auseinandersetzen, die allesamt zum Gelingen dieser großartigen Geschichte beitragen. Dies macht man jedoch nur zu gern und hat die vorliegende DVD aus dem Hause Ascot Elite auch ganz bestimmt nicht das letzte Mal in den heimischen Player gelegt, handelt es sich doch um einen Film, den man sich immer wieder gut anschauen kann.


Fazit:


Und wieder einmal bekommt man bestätigt, das es zumeist die eher unscheinbaren Filme sind, die das größte Potential beinhalten. "Guns and Girls" zählt definitiv dazu, denn neben erstklassig agierenden Schauspielern beinhaltet der Film extrem viel Charme und Witz und wartet zudem noch mit etlichen Überraschungs-Momenten auf, die man schwerlich vorhersehen kann. Insgesamt gesehen ergibt sich so ein erstklassiger Gesamteindruck und man kann dieses grandios unterhaltende Werk nur wärmstens weiterempfehlen.


9/10

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