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 Betreff des Beitrags: Icarus (2010)
BeitragVerfasst: 24. Feb 2013, 20:21 
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Icarus
(Icarus)
mit Dolph Lundgren, Stefanie von Pfetten, Samantha Ferris, David Lewis, Lindsay Maxwell, John Tench, Bo Svenson, Slavi Slavov, Stephen Chang, Igor Morozov, Mike Carpenter, Marian Koprada, Chantal Forde
Regie: Dolph Lundgren
Drehbuch: Raul Inglis
Kamera: Marc Windon
Musik: James Jandrisch
Keine Jugendfreigabe
Kanada / USA / 2010

Der KGB-Killer (Codename Icarus) hat vor einigen Jahren als Schläfer in den USA gearbeitet. Als die Sowjet-Union zusammenbricht, findet er sich schnell in einem fremden Land wieder, wo er niemandem vertrauen kann. Er versucht einen Neuanfang und nimmt eine neue Identität an, gründet eine Familie und ein legales Business. Nach einem unglücklichen Missgeschick fliegt seine Identität auf. Der Jäger wird zum Gejagten, aber bald merkt er, dass er nicht das Ziel ist. Er sieht sich einem der gefährlichsten Killer gegenüber, der vor nichts stoppt, um Icarus zu kriegen. Er muss gegen alles kämpfen, um das einzige zu retten, was er in seinem Leben richtig gemacht hat. Er muss aufdecken, wer hinter ihm her ist und rechtzeitig zu seiner Familie gelangen, bevor alles verloren ist. Wird er diesen Wettlauf gewinnen?


Dolph Lundgren war noch nie ein ausdrucksstarker Schauspieler und hat meiner Meinung nach auch nur in relativ wenigen wirklich guten Actionfilmen mitgewirkt. Mit "Icarus" ist nun endlich einmal wieder ein richtig guter B-Actioner auf den Markt gekommen, bei dem er auch gleichzeitig für die Regie verantwortlich zeichnet. Der Film erzählt eine nicht neue, aber jederzeit interessante Geschichte und die Rolle des coolen KGB-Killers ist dem blonden Schweden wie auf den Leib geschneidert, muss er doch nicht durch grandioses Schauspiel überzeugen, sondern vielmehr den scheinbar emotionslosen Killer geben, dem es auf einmal selbst ans Leder gehen soll. In bester 80er Jahre Manier entwickelt sich so ziemlich schnell ein temporeich erzählter Story-Plot, der zwar nicht unbedingt innovativ daherkommt, aber ganzzeitig spannende Action-Unterhaltung bietet.

Der geneigte Fan kommt jedenfalls auf seine Kosten, beinhaltet das Geschehen doch jede Menge blutige Shootouts und durchaus sehenswerte Nahkämpfe, in denen die Action-Ikone wieder einmal unter Beweis stellen kann, das er es immer noch drauf hat. Erstaunlicherweise agiert Lundgren aber nicht nur als seelenlose Killermaschine, man entdeckt auch eine emotionale Seite an ihm. Als nämlich seine Ex-Frau und seine kleine Tochter bedroht werden, zeigt der Mann wahre Gefühle. Diese Seite war dem Zuschauer bisher doch eher unbekannt, doch ehrlich gesagt verleiht dieser Aspekt dem Ganzen sogar ein klein wenig Tiefe, was den insgesamt guten Gesamteindruck des Werkes noch einmal zusätzlich unterstreicht.

Ganz generell bin ich der Meinung, das Lundgren hier im Bezug auf das Schauspiel eine seiner besten Leistungen abliefert. Die von ihm dargestellte Figur enthält endlich einmal mehr als nur eine Fawcette, was auf Lundgrens Person bezogen schon eine ganz erhebliche Steigerung im Gegensatz zu seinen bisherigen Rollen darstellt. Nun wird der gute Mann dennoch keinen Oscar abräumen, aber ich finde es sehr gut, das man hier eine ganz klare Weiterentwicklung erkennen kann. Das bezieht sich jedoch auf den gesamten Film dessen Focus zwar ganz klar auf die vorhandenen Action-Passagen ausgerichtet ist, der sich aber dennoch sehr wohlwollend von den meisten Lundgren-Werken abhebt. Das Gesamtpaket wirkt viel stimmiger und es wurde sogar versucht, der Story ein wenig Tiefe zu verleihen, was in meinen Augen auch durchaus gelungen ist. "Nun ist "Icarus" deswegen sicherlich kein Film der das Prädikat "besonders wertvoll" verdient, stellt aber immerhin einen Film dar, den man nicht nur wegen der gelungenen Action als sehenswert einstufen kann.

Insgesamt gesehen hat mich Dolph Lundgren mit diesem Werk sehr positiv überrascht, denn nicht nur die gelungenen Action-Sequenzen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Zudem wird man mit einer temporeich erzählten Geschichte konfrontiert, die auch inhaltlich zu überzeugen weiß. Ein glänzend aufgelegter Dolph Lundgren überrascht dabei mit einem Schauspiel, die für seine Verhältnisse extrem fawcettenreich daherkommt und so wohl die größte Überraschung in einem Film darstellt, den man bedenkenlos weiterempfehlen kann.


Fazit:


"Icarus" ist kein filmisches Meisterwerk und beinhaltet im Prinzip auch keinerlei Innovation, bietet aber sehr gute-und kurzweilige Action-Unterhaltung. Eine spannende Geschichte, ein gut aufgelegter Dolph Lundgren und ein wenig inhaltliche Tiefe ergeben ein in allen Belangen überzeugendes Gesamtpaket, das man sich nicht entgehen lassen sollte.


7,5/10

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