Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: James Bond 007 Skyfall (2012)
BeitragVerfasst: 3. Mär 2013, 21:07 
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Skyfall
(Skyfall)
mit Daniel Craig, Judi Dench, Javier Bardem, Ralph Fiennes, Naomie Harris, Berenice Marlohe, Albert Finney, Ben Whishaw, Rory Kinnear, Ola Rapace, Helen McCrory, Nicholas Woodeson, Bill Buckhurst
Regie: Sam Mendes
Drehbuch: Neal Purvis / Robert Wade / John Logan
Kamera: Roger Deakins
Musik: Thomas Newman
FSK 12
Großbritannien / USA / 2012

Auf der Jagd nach einer Liste von Undercoveragenten, die mit diesem Dokument enttarnt und in den sicheren Tod geschickt werden könnten, stürzt James Bond, von einer Kugel getroffen, in eine tiefe Schlucht. Von Freund und Feind für tot gehalten, hält sich 007 versteckt, bis ihn ein Bombenanschlag auf seinen Geheimdienst zum Handeln zwingt. So kehrt Bond zum MI6 zurück, kämpft gegen einen unbekannten Gegner, der nur ein Ziel kennt: Dem britischen Geheimdienst empfindlich zu schaden und dessen Chefin M zu töten.


Es dauert manchmal eine geraume Weile, bis man sich mit einer totalen Stiländerung anfreunden kann wie sie beispielsweise die James Bond Reihe erfahren hat. So erging es auch mir und bei meiner ersten Sichtung von "Skyfall" habe ich den Film mit einer Wertung von gerade einmal 3 Punkten abgestraft, da die Enttäuschung über den rigorosen Kurswechsel doch zu groß war. Mittlerweile sehe ich das vollkommen anders und muss eingestehen, das hier ein absolut erstklassiger Bond-Film vorliegt, der äußerst konsequent den eingeschlagenen Weg weitergeht. Daniel Craig ist mittlerweile kaum mehr aus der Rolle des britischen Gehimagenten wegzudenken und ist mit seiner rauen-und ziemlich trockenen Art genau der richtige Mann, um den neuen Kurs der Bond-Reihe glaubhaft darzustellen. Zwar ist hier überhaupt nichts mehr von den Eigenschaften vorhanden die diese Reihe vier Jahrzehnte lang begleitet haben, doch ehrlich gesagt kann man diesen Aspekt durchaus verschmerzen. 007 ist nun einmal in der Gegenwart angekommen und genau so präsentieren sich nun auch seine Abenteuer, die fast vollkommen frei von den ansonsten üblichen technischen Spielereien sind. Knallharte Action ist angesagt und gerade in dieser Beziehung bekommt man einen kompromisslosen Agenten zu sehen, der weder sich noch seine Gegner schont.

Sicherlich mag man an der ein-oder anderen Stelle manchmal den typischen Charme vermissen, den Darsteller wie Connery oder Moore versprühten, dafür sind die Geschichten aber weitaus ernster zu nehmen und beinhalten nicht mehr den stellenweise albernen Touch, der in etlichen Vorgängern zu verspüren war. Gerade "Skyfall" ist hierfür ein ausgezeichnetes Beispiel, präsentiert sich die Story doch im Prinzip ohne jeglichen Humor, ist dafür jedoch umso spannender ins Bild gesetzt worden. Auch in Sachen Action kommt man wieder einmal voll auf seine Kosten, beinhaltet das Geschehen doch etliche Passagen, in denen es ordentlich zur Sache geht. Wie immer macht Craig dabei eine sehr gute Figur und man nimmt ihm seine Rolle auch jederzeit ab, zudem sind die entsprechenden Szenen hier nicht so hektisch geschnitten, wie es noch in "Ein Quantum Trost" der Fall war. Und so entfaltet sich hier ein wirklich in allen Belangen sehr überzeugender Agenten-Thriller, in dem Bond streckenweise weit über seine Grenzen gehen muss, um sein Vaterland und seine Chefin "M" vor drohendem Unheil zu bewahren. Selbst der neue "Q" hat mir dieses Mal besser gefallen, auch wenn es immer noch extrem gewöhnungsbedürftig erscheint, einen so jungen Darsteller in der Rolle zu sehen, die doch von dem großartigen Desmond Llewelyn so viele Jahre lang absolut geprägt wurde.

Neben der total neuen Charakter-Darstellung der Hauptfigur ist wohl ganz besonders ein weiterer Aspekt der neuen Richtung sehr augenscheinlich, die Zeit des größenwahnsinnigen Superschurken scheint ein-für allemal vorbei. Ehrlich gesagt wäre das wohl auch nicht mehr ganz zeitgemäß, andererseits hat insbesondere dieser Punkt doch oft genug für gewisse Reizpunkte gesorgt, die den Filmen etwas ganz Besonderes verliehen haben. Nun aber handelt es sich vielmehr um stinknormale Verbrecher, was jetzt aber keineswegs ein negativer Kritikpunkt ist, denn das entspricht ganz einfach viel besser dem heutigen Zeitgeist. Und so hat Regisseur Sam Mendes hier mit Javier Bardem einen großartigen Gegenspieler für 007 installiert, der durch seine gelungene Performance den gesamten Film ein wenig veredelt. Besonders die Dialoge zwischen ihm und Craig sind ein Höhepunkt des Geschehens, das nicht gerade spärlich mit Highlights ausgestattet ist.

Ich habe nun endlich meinen Frieden mit den neuen Bond-Filmen geschlossen und kann diesen auch mittlerweile eine ganze Menge abgewinnen. Um das zu erreichen, musste ich mich aber erst einmal von den Altlasten befreien, um zu einer wirklich objektiven Sichtweise zu gelangen. Wenn man diese aber anlegen kann, dann bekommt man einen neuen 007 präsentiert, der härter und rasanter als je zuvor agiert. Natürlich immer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig offenbaren sich so jedoch Geschichten, denen man ihre vorhandene Faszination keinesfalls absprechen kann. Mit Daniel Craig wurde die Hauptfigur nahezu perfekt besetzt, denn für die neue Richtung ist der gute Mann wirklich die erste Wahl. Offenbart er doch auch Schwächen und eine manchmal ungewohnt menschliche Seite eines Agenten, die in dieser extremen Form noch nie zu sehen war. Und auch wenn der neue Bond sicherlich nicht jeden Geschmack trifft, freue ich mich jetzt schon auf das nächste Abenteuer, das hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.


Fazit:


Nüchtern, hart und absolut kompromisslos, das ist der neue James Bond. Ohne jegliche Gnade bekämpft er seine Gegner, wobei er mehr als einmal über seine Grenzen gehen muss und sein Leben an einem seidenen Faden hängt. Viele altbewährte Zutaten wurden durch neue ersetzt und wenn man sich selbst und den Filmen eine faire Chance gibt, dann findet man mit der Zeit auch seinen Gefallen an einer Richtungs-Änderung, die einem am Anfang noch sehr schwer im Magen gelegen hat.


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 4. Mär 2013, 05:03 
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Witzigerweise fand ich den Film genau aus den von Dir genannten Kritikpunkten (die ich halt positiv sehe) so genial, weil er die Reihe auf ein neues Level bringt. Ich kann ja verstehen, dass einige Bondfans etwas wehmütig werden, wenn man zu viel verändert, aber irgendwann hat man doch nur noch immer den gleichen Film gedreht. Ich habe in den letzten Monaten alle Bondfilme geschaut und spätestens nach einigen Moore-Bonds hatte ich eigentlich keine Lust mehr, weil man dann eben doch feststellt, dass die Filmreihe besser so funktioniert, dass man alle paar Jahre einen im Kino sieht, nicht aber unbedingt in einem kurzen Abstand. So wurden mir allerlei Stärken, Schwächen und Mechanismen der Filmreihe umso klarer.

Um es kurz zu machen: Skyfall bekommt von mir als einer der ganz wenigen Bondfilme die volle Punkzahl, weil er im Gegensatz zu den tausendfach durchgekautem Thema um unseren eindimensionalen Superagenten endlich mal eine richtige Geschichte spinnt, die für sich alleine stehend nicht genial ist, aber im Bondmaßstab schon Tiefenpsychologie darstellt. Die Darsteller sind in meinen Augen brilliant, die Kamerarbeit und der Look atemberaubend und der Film bietet genug Augenzwinkern und Respekt vor der gesamtem Filmreihe, ohne sich sklavisch an den Elementen festzuhalten, die man bereits zig mal verwendete. Javier Bardem konnte seine Rolle gar nicht versauen, dass er Bondbösewicht-Potential hat, sollte jedem bei "No Country for old men" klar geworden sein. Bei Dir hat er wohl keinen Eindruck hinterlassen, da Du ihn nicht erwähnst? Dazu haben wir den ersten Bondsong, der sich auch so anfühlt, seit "The World is not enough". Finde das Zusammenspiel aus Song und dem künstlerischen Intro grandios. Adele war nach Gurken wie Madonna, oder Jack White/Alicia Keys genau die richtige Wahl. Craig macht seine Sache hervorragend, spielt mittlerweile nicht mehr den ungeschliffenen Diamanten aus "Casino Royale", sondern hat schon die Eleganz, die Bond früher ausmachte. (Wie er sich den Ärmel richtet, nachdem er gerade in einen halb zerstörten Zug reingesprungen ist, war unheimlich genial) Er ist auch einer der wenigen Darsteller, neben Lazenby, der Bond überhaupt Tiefe verleihen durfte. Damit stehe ich ja auch relativ alleine da, ich fand "Im Geheimdienst ihrer Majestät" gerade wegen des untypischen Endes und des (natürlich verschenkten) Potentials für die weitere Filmreihe so toll. Damals hätte man aus Bond eine Figur machen können, aber man entschied sich lieber dazu, ihn weiter als eine Schablone zu zeichnen, was für reine Unterhaltungszwecke absolut okay ist.

Den Humor empfand ich als hintergründig und intelligent, weil er die Filmreihe reflektierte. Was an den früheren, stumpfsinnigen Onelinern, die auch noch absolut bescheuert ins deutsche übersetzt wurden, so toll sein sollte, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Als Moore erschien, wurden die Sprüche immer schwächer und Connerys Augenzwinkerei weichte immer bescheuerteren Sprüchen. Das klingt nun krass, aber gerade durch die oft völlig unpassenden Sprüche haben die "Austin Powers"-Filme ihre Berechtigung erhalten.

Die Actionszenen, die für meinen Geschmack erfrischend rar gesät waren, sind aber immer noch so übertrieben und unrealistisch, dass ich nicht so ganz verstehen kann, warum Bonds "Over the top"-Action fehlen soll. Es muss ja nicht immer der Weltraum oder eine unterirdische Anlage sein.


Und was bleibt nun nach Skyfall?
Am Ende wird halt doch wieder alles auf den klassischen Anfang gesetzt. M ist wieder ein Mann, Moneypenny und Q sind wieder da.
Im Prinzip stehen die Chancen gar nicht schlecht Master, dass das nächste Abenteuer Dir wieder gefallen könnte, wenn es wieder die alte Schiene fährt. Ich wünsche mir das allerdings nicht, weil Skyfall mich absolut begeister hat. :D Du müsstest Dich halt mit Craig anfreunden, oder lieber ganz auf den nächsten Bond verzichten.

10/10

Ich kann völlig verstehen, dass die Hardliner ihren Bond beschmutzt sehen, da Casino Royale und Skyfall eben zum Teil auch eine Demontage der Figur und des Prinzips sind. Aber mal ganz ehrlich: ist es nicht mal langsam Zeit, dass nicht immer und immer wieder der gleiche Film gedreht wird? Noch ein Bondfilm, der sich keine Zeit für die Figuren nimmt, von Actionszene zu Actionszene hetzt und einen Bösewicht zeichnet, der genauso gut aus einem schlechten Comic kommen könnte, kann ich nicht mehr ertragen. :lol22:

Was ich absolut nicht verstehen kann, ist, wenn man Daniel Craig als Bond furchtbar findet, Casino Royale nicht mochte und dann trotzdem Skyfall schaut. So ist man erstmal sowieso völlig voreingenommen und zum anderen ist die Enttäuschung doch vorprogrammiert. Andererseits bin ich auch kein Oberfan der Reihe, wahrscheinlich würde es mir auch zu sehr in den Fingern kribbeln. Ich sehe in Craig mittlerweile eine gute Mischung aus den besten Zutaten. Rau und elegant wie Connery, dabei aber so cool, wie kein Bond zuvor, ohne jemals unmenschlich zu wirken. Dabei ist er optisch auf jeden Fall kein Babyface oder wunderschöner Typ, aber auch das unterstreicht die Weiterentwicklung, die in meinen Augen so bitter nötig für diese Reihe ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 7. Mär 2013, 17:14 
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Absolut unterhaltsamer Actionfilm 7,5/10 Pkt

Pluspunkte:

Craig als Bond taugt mir total
Reichlich Actiongeknalle
Der Schluss
endlich ist die nervige Kuh abserviert


Minuspunkte:

Keine Bondatmosphäre (exotische Kulissen in der Welt der Reichen & Schönen - 5 min Macao ist einfach zu wenig)
Zu wenig (garkeine) Q-Gadgets
Kein wirklicher (milliardenschwerer) Superschurke mit eigener Organisation - eher ein durchgeknallter Freak mit Söldnerarmee

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 8. Mär 2013, 18:12 
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Cromwell hat geschrieben:
Absolut unterhaltsamer Actionfilm 7,5/10 Pkt

Minuspunkte:
Zu wenig (garkeine) Q-Gadgets
Kein wirklicher (milliardenschwerer) Superschurke mit eigener Organisation - eher ein durchgeknallter Freak mit Söldnerarmee


Das ist durchaus beabsichtigt, guten Morgen. :D Wieso immer das Gleiche wollen? Ich verstehe das nicht. Superschurken/Nationen sind nicht mehr angesagt (das ist ein schöner Metakommentar von M im Film) und wirken in einer Film-Welt, in der die Bösewichter immer vielschichtiger und psychologisch-ausgefeilter werden, einfach fehl am Platz. Das hat es früher mehr als genug gegeben und das war auch okay. Bond muss aber mit der Zeit gehen, sonst wäre er genau so altbacken und veraltet, wie der Film das mit dem MI6 thematisiert. Im Grunde ist "Skyfall" ein absolutes Zugeständnis, an das Christopher Nolan-Publikum und wäre er das nicht, wäre er wieder so belang und seelenlos wie "QoS".

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 8. Mär 2013, 18:55 
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Dann frage ich mich aber, wo ist der Unterschied zu anderen High Budget Actionfilmen? Dann brauch ich die Figur Bond nicht mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 8. Mär 2013, 19:00 
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Die Figur Bond ist meiner Meinung nach auch mit Daniel Craig zu Grabe getragen worden. Ich habe nichts gegen Neuerungen, aber ein Format, das 50 Jahre hervorragend funktioniert hat dermaßen zu ändern, halte ich persönlich für die vollkommen falsche Maßnahme. Auch das Argument vieler Leute, das Craig der literarischen Vorlage am Nächsten kommt halte ich für absolut daneben. Ich kann doch nicht die ganzen Jahrzehnte über einen bestimmten Typ Bond auf die Mattscheibe zaubern und modele danach wirklich alles um. Sorry, aber das geht gar nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 8. Mär 2013, 20:46 
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Naja, da würde ich wiedersprechen. Wenn man sich die Filme innerhalb eines nicht allzu langen Zeitraums anschaut, ohne rosarote Fanbrille, dann müssen einem eigentlich spätestens nach sieben oder acht Filmen Abnutzungserscheinungen auffallen, die bei der Thematik einfach logisch sind. Wo andere Filmreihen dann einfach dichtmachen, wird bei Bond dann halt der Darsteller ausgetauscht und munter weitergemacht. Das hat man damals immer wieder versucht, zu übertünchen, indem man immer größer, immer spektakulärer und immer realitätsfremder inszeniert hat. In meinen Augen ist es im großen und ganzen eine Reihe Remakes gewesen, was man auch immer wieder daran sieht, dass die Filme so gut wie nie aufeinander aufbauen, oder Bezug zur Vergangenheit herstellen und dabei aber trotzdem immer wieder das gleiche Konstrukt aufweisen.

Man muss es so heute so sehen: altbackene Actionkonzepte, so sehr ich sie auch teilweise liebe, sind zur Zeit nicht gefragt. Schaut Euch an, was mit Schwarzenegger, Stallone und co. passiert, die letzten Filme der beiden sind dermaßen gefloppt und zeigen leider, dass man mit der Zeit gehen muss, weil man sonst untergeht. Irgendwann ist doch mal schluss und ich tue mich schwer, zu glauben,, dass man einen Film wie "Stirb an einem anderen Tag" besser findet, als die Craig-Bonds, da "Die" in meinen Augen die Reihe gegen die Wand gefahren hat. Casino Royale hat quasi die Karre aus dem Dreck geholt mit frischen Ideen und einem anderen Ansatz.

Fairerweise muss ich aber zugeben, dass ich wohl genau so reagieren würde, wenn nun ein Indiana Jones-Film herauskommen würde, der alle Elemente, die zur Reihe gehören, anpasst oder über den Haufen wirft. Andererseits ist die Reihe auch noch lange nicht so aufgebraucht, wie das Bond-Thema, bei dem über Jahrzehnte eigentlich immer nur Handlungsorte, Darsteller, Bösewichter, Songs und Intros ausgetauscht wurden.

Ich liebe AC/DC, wenn die im nächsten Album auf einmal einen auf Kuschelrock machen, würde ich das vielleicht auch nicht toll finden. :lol22: Für mich ist das bei Bond wohl einfach so eine nüchterne Angelegenheit, weil ich kein wirklicher Fan bin, sondern die Reihe bzw. ein paar Filme der Reihe recht gut finde.

Gibt es überhaupt jemanden, der die Bond-Romane gelesen hat? Ich kenne da niemanden. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 8. Mär 2013, 21:02 
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Die Erwähnung von "Casino Royale" finde ich in diesem Zusammenhang immer witzig und nicht wenige Leute beschreiben den Film als besten Bond aller Zeiten. Sicherlich Geschmackssache, doch für mich offenbarte sich ein Film ohne jegliche Strukturen, der an Langeweile kaum zu überbieten ist. Man konnte noch nicht einmal einen Leitfaden erkennen, so das dieses üble Machwerk für mich die Einleitung zum Untergang einer Ikone darstellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 9. Mär 2013, 15:57 
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Master of Horror hat geschrieben:
Man konnte noch nicht einmal einen Leitfaden erkennen, so das dieses üble Machwerk für mich die Einleitung zum Untergang einer Ikone darstellt.


Wie einem da langweilig sein kann, verstehe ich nicht. War doch mal ein neuer Blickwinkel auf das Thema und in dem Sinne sollte man eigentlich, wenn man nicht allzu vertieft darin ist, Craig scheiße zu finden, gespannt sein, was mit der Figur angestellt wird und was da unerwartetes passiert. Aber gut, was so spannend an dem immer gleichen Einheitsbrei ist, kann ich ja auch nicht verstehen oder will mir anscheinend keiner erklären.

Strukturen? Leitfaden? Klingt für mich nach einem anderen Wort sich an Regeln und Konventionen festzuketten oder denen hinterherzutrauern. Für mich hatte CR seinen ganz eigenen Leitfaden, welcher sich nun durch die neuen Bondfilme zieht. Es ist leichter, sich einfach auf beständigem Material auszuruhen, wie bereits zig mal getan, als erfolgreich eine neue Struktur zu etablieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Skyfall
BeitragVerfasst: 9. Mär 2013, 16:41 
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Das hat nun mit Hass gegen Craig rein gar nichts zu tun, ich finde das sogenannte neue Konzept ganz einfach extrem schlecht, den Filmen fehlt es an Spannung und ein Bond-Feeling kommt erst gar nicht mehr auf. Ist ja OK, wenn du diese neuen Strukturen gut findest, deshalb muss es aber nicht jedem gefallen. Für mich sind die neuen Filme ganz einfach langweilig und ich würde den alten Einheitsbrei bei dieser Reihe auf jeden Fall bevorzugen.

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