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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: John Rambo (2008)
BeitragVerfasst: 30. Dez 2012, 15:42 
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John Rambo
(Rambo)
mit Sylvester Stallone, Julie Benz, Matthew Marsden, Graham McTavish, Reynaldo Gallegos, Jake La Botz, Tim Kang, Maung Maung Khin, Paul Schulze, Cameron Pearson, Thomas Peterson, Tony Skarberg
Regie: Sylvester Stallone
Drehbuch: Art Monterastelli / Sylvester Stallone
Kamera: Glen MacPherson
Musik: Brian Tyler
Keine Jugendfreigabe
Deutschland / USA / 2008

John Rambo führt ein zurückgezogenes Leben im Norden Thailands. An der Grenze des Landes zu Burma wütet allerdings schon seit sechzig Jahren der weltweit längste Bürgerkrieg: der Burmesen-Karen Konflikt. Rambo, der in den Bergen lebt, und seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf selbst gefangener, giftiger Schlangen verdient hat das Kämpfen jedoch schon lange aufgegeben. Das ändert sich auch nicht, als Sanitäter, Rebellen und Flüchtligen an ihm vorbei durch das von Krieg zerrüttete Land ziehen. All dies soll sich aber ändern, als eine Gruppe von Missionaren auftaucht und den "Amerikanischen-Fluss-Führer" Rambo bittet, sie den Fluss hinauf zu einem Flüchtlingslager zu führen, da Tretminen die Reise dorthin zu gefährlich macht. Sie wollen den dort lebenden, verfolgten Bergstamm Karen mit Medizin, Nahrungsmitteln und Bibeln versorgen. Zögernd willigt Rambo schließlich ein, sie und die anderen Helfer zu führen. Wochen später erfährt Rambo, dass die Missionare nicht vom Flüchtlingslager zurückgekehrt sein, die Helfer aber lebend gesehen worden sind, eingeschlossen in einem Burmesischen Armee-Camp. Obgleich Rambos Abneigung gegen Gewalt noch immer allgegenwärtig ist, weiß er, dass seine Hilfe notwendig ist. Was dann folgt ist der Abstieg in die Hölle auf Erden.


Als ich davon hörte, das Stallone seine beiden Kultreihen "Rocky" und "Rambo" um jeweils einen Teil erweitert, da war ich doch sehr skeptisch und dachte, das er sich dadurch selbst nur schaden würde. Doch nach den schon sehr gelungenem sechsten Teil der Rocky - Saga hat Stallone hier noch einmal einen draufgesetzt, denn dieser vierte Teil kann sich jederzeit sehen lassen

Mit "John Rambo" ist es ihm gelungen, einer längst verschollenen Filmfigur neues Leben einzuhauchen. Ich hätte es ihm ehrlich gesagt in seinem Alter nicht mehr zugetraut, diese Rolle noch einmal zu verkörpern, aber ich muß sagen, das es ihm sehr eindringlich gelungen ist. Lediglich im Gesicht sieht man Stallone ganz deutlich an, das das Rad der Zeit auch vor ihm keinen Hakt gemacht hat, diverse Gesichtsoperationen tun ihr Übriges, das man bei einem Blick in sein entstellt erscheinendes Gesicht einen leichten Schrecken erfahren kann.

Manch einer sieht in diesem Film sicherlich nur ein reines Gemetzel, aber ich finde, das hier ein sehr harter, realistischer und kompromissloser Actionfilm entstanden ist, der in Sachen Härtegrad seinesgleichen sucht. Es gibt wirklich so manche Splatterszenen, das man unwillkürlich glaubt, man befände sich mitten in einem Horrorfilm. So ist es dann auch keine große Überraschung, das "John Rambo" der mit weitem Abstand härteste Teil der Reihe ist, denn selbst eingefleischte Gorehounds werden hier keinerlei Grund zur Beanstandung finden und regelrecht begeister sein

Ich bin der Meinung, das es bei diesem Film durchaus sinnvoll ist, auch diese Härte zu zeigen, denn dadurch wirkt er meiner Meinung nach nur realistischer und man bekommt einen Einblick in die Schrecken des Krieges, der sich hier abspielt. Dabei gehen einem die Massenmorde ganz schön unter die Haut und hinterlassen auch jede Menge Spuren auf der eigenen Seele, denn die Qualen der Bevölkerung in Burma, die von eigenen Landsleuten in Uniform auf sadistischste Art und Weise gequält und gefoltert werden, lassen den Zuschauer keinesfalls unberührt. Fast schon zwangsläufig stellt man sich dabei die Frage, wieviel sadistischer Anteil in einem Menschen stecken muss, der zu den hier in Szene gestzten Greueltaten fähig ist.

Stallone spielt die Rolle auch wieder in altgewohnter Art und Weise, nämlich ziemlich wortkarg und sich immer auf das Wesentliche beschränkend. Sicher ist es keine darstellerische Glanzleistung um ihn für den Oscar zu nominieren, aber für diesen Film ist es absolut perfekt. Zudem wusste man ja schon immer, das Stallone's Stärken nicht unbedingt in seinen schauspielerischen Fähigkeiten begründet ist, die schon immer ziemlich begrenzt waren. Auf jeden Fall kommt kein Actionfan an diesem Film vorbei, der hart und extrem kompromisslos in Szene gesetzt wurde und einen äusserst hohen und sehr harten Actionanteil beinhaltet.


9/10

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