Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
Aktuelle Zeit: 27. Mär 2017, 12:41

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 472

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Sie nannten ihn Stick (1985)
BeitragVerfasst: 21. Aug 2013, 21:49 
Offline
Forum Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.2012
Beiträge: 2751
Geschlecht: männlich
Bild




Sie nannten ihn Stick
(Stick)
mit Burt Reynolds, Candice Bergen, George Segal, Charles Durning, Castulo Guerra, Jose Perez, David Cadiente, Gary Cervantes, Jorge Gil, Lamar Jackson, Monica Lewis, Sachi Parker, Bert Rosario, Alex Rocco
Regie: Burt Reynolds
Drehbuch: Elmore Leonard
Kamera: Nick McLean
Musik: Joseph Conlan / Barry De Vorzon
FSK 16
USA / 1985

Ernest "Stick" Stickley kommt gerade aus dem Knast und hat sich fest vorgenommen, nie wieder auf die schiefe Bahn zu geraten. Leider läuft ihm just in diesem Moment sein alter Kumpel Rainy über den Weg, mit einer absolut sicheren Sache: eine Geldübergabe. Stick lässt sich darauf ein. Die Übergabe ist aber doch nicht so harmlos, Rainy wird erschossen, und Stick kann nur mit Glück entkommen. Nun ist er fest entschlossen, die Mörder zu finden und seinen Freund zu rächen. So gerät er doch wieder in die Spirale aus Gewalt und Verbrechen.


Bei diesem Film handelt es sich um die vierte Regie-Arbeit von Burt Reynolds, der auch gleichzeitig die Titelrolle übernommen hat. Eines kann man diesem Werk keineswegs absprechen und das ist das typische 80er Jahre Feeling, das sich dem Zuschauer offenbart. Hinzu kommen einige recht witzige Momente, die aber auch nicht über den insgesamt eher durchschnittlichen Eindruck hinwegtäuschen können, den der Film hinterlässt. Reynolds selbst ist mit seiner charmanten und frechen Darstellung des Hauptcharakters noch das Beste an der hier erzählten Geschichte, die für eine Mixtur aus Actionfilm-und Krimi ganz einfach zu wenig Action und Spannung enthält, so das das Geschehen in weiten Teilen doch eher belanglos und streckenweise sogar langatmig erscheint.

Ist der Anfang der Geschichte noch recht vielversprechend und weckt doch so einige Erwartungen beim Betrachter, so fällt der Film danach in eine Art schwarzes Loch, aus dem er nur gelegentlich und vor allem zum Ende hin wieder etwas hervorkommt. In der Zwischenzeit jedoch wird man lediglich mit einigen recht amüsanten Szenen konfrontiert und muss teilweise endlos lang wirkende Dialoge über sich ergehen lassen, die nicht unbedingt die Qualität beinhalten, um einen kurzweilig zu unterhalten. Einige wenige Action-Passagen sind für einen Film mit gut 100 Minuten Laufzeit einfach nicht genug, damit hier nicht schon fast zwangsweise so etwas wie Langeweile aufkommt, lediglich die Hoffnung, das die Geschichte irgendwann einmal so richtig Fahrt aufnimmt sorgt dafür, das die Konzentration des Zuschauers einigermaßen aufrechterhalten bleibt.

Aber leider sind es nur die letzten gut 15 Minuten, die für etwas Kurzweil sorgen, denn hier passiert jetzt endlich einmal Etwas, was man sich schon zu einem viel früheren Zeitpunkt gewünscht hätte. Doch anscheinend war es Mr. Reynolds wichtiger, seine eigene Person in den Vordergrund des Geschehens zu rücken, als dafür zu sorgen, das neben einer recht netten Charakterzeichnung des Titelhelden "Stick" noch etwas mehr nötig ist, um eine größtenteils unterhaltsame und kurzweilige Story zu präsentieren. So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, das eigentlich zu keiner Zeit echte Spannung in das Szenario einkehrt, immer wenn es den Anschein erweckt, das sich ein konstanter Spannungsbogen aufbauen könnte, fällt dieser Ansatz gleich wieder in sich zusammen und sorgt so doch für leise Enttäuschung beim Zuschauer.

So bekommt man letzten