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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: The Last Stand (2013)
BeitragVerfasst: 9. Jun 2013, 12:04 
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The Last Stand
(The Last Stand)
mit Arnold Schwarzenegger, Forest Whitaker, Titos Menchaca, Peter Stormare, Richard Dillard, Eduardo Noriega, Luis Guzmán, Sonny Landham, Jaimie Alexander, Mathew Greer, Johnny Knoxville
Regie: Kim Jee-Woon
Drehbuch: Andrew Knauer
Kamera: Ji-yong Kim
Musik: Mowg
keine Jugendfreigabe
USA / 2013

Ex-Drogen-Cop Owens bekämpft seit einiger Zeit nur noch die Verbrechen in der verschlafenen Grenzstadt Sommerton Junction. Deren ländliche Idylle ist jedoch vorbei, als der berüchtigte Drogenboss Gabriel Cortez aus einem FBI-Gefängnistransport entkommen kann. Begleitet von einer Bande gesetzloser Söldner, die vom eiskalten Burell angeführt wird, rast Cortez mit einer getunten Corvette Z1 Richtung mexikanischer Grenze. Sein Weg führt ihn dabei direkt durch Sommerton Junction. Und genau dort wollen John Bannister und seine Gesetzeshüter den gejagten Verbrecher stellen. Owens will sich zunächst aus dem unausweichlichen Duell heraushalten, greift dann aber doch ein. Schließlich ist dies seine Stadt und hier ist ER das Gesetz …


Das Comeback des Jahres



So wird der neueste Film mit Gouvernator Arnold Schwarzenegger groß angekündigt und unzählige Fans waren gespannt, ob der alte Action-Hero noch einmal an die alten Zeiten anknüpfen kann. Diese Frage kann man letztendlich nur sehr bedingt mit ja beantworten, denn schon die ersten Einstellungen des Filmes zeigen einem ganz eindeutig auf, das die vergangenen Jahre rein optisch nicht spurlos am Ex-Terminator vorbeigezogen sind. Natürlich ist dies der ganz normale Verlauf der Natur, doch Arnie erscheint einem manchmal ein wenig müde und ausgelaugt, was seine Rolle als Provinz-Sheriff jedoch mit mehr Glaubwürdigkeit ausstattet, als man es eventuell vermuten möchte. So ist dann auch "The Last Stand" keinesfalls das absolute Action-Feuerwerk, das viele Leute wahrscheinlich erwartet haben und Arnie kann auch erst im letzten Drittel der Geschichte ein wenig aus sich herausgehen, wobei insbesondere der finale Kampf gegen den Drogen-Baron meiner Meinung nach durchaus authentische Züge erkennen lässt.

Die Geschichte an sich ist relativ kurzweilig gestaltet und beinhaltet ein ordentliches Erzähltempo, man sollte die eigenen Erwartungen aber von Beginn an in realistische Bahnen lenken und hier keinen Vergleich zu früheren Action-Krachern der Schauspiel-Legende ziehen, denn in diesem Bezug kann "The Last Stand" keinesfalls mithalten. Vielmehr gestaltet sich ein für Schwarzenegger-Verhältnisse eher normaler Film, in dem der Aktionismus ziemlich gut über die gesamte Laufzeit verteilt ist. Dadurch erscheint das Geschehen auch zu keiner Zeit überladen und beinhaltet seinen eigentlichen Höhepunkt auch nicht in Passagen mit Arnies Beteiligung, sondern vielmehr in der erstklassig in Szene gesetzten Verfolgungsjagd der Bundesbehörden, die um jeden Preis den entkommenen Drogen-Boss wieder einfangen wollen. Dabei offenbart sich ein bis ins Detail perfekt umgesetzter Fluchtplan, der auch einige richtig sehenswerte Szenen beinhaltet und so dafür Sorge trägt, das erst gar keine Langeweile aufkommen kann. Zudem beinhalten die Ereignisse auch phasenweise eine recht humorige Note, dioe dem gewonnenen Gesamtbild sehr gut zu Gesicht steht. Dafür werden jedoch die Harcore-Fans von Mr. Schwarzenegger wohl eher eine kleine Enttäuschung erleben, ist der Held doch längst nicht so oft in Aktion, wie sich das der ein-oder andere wahrscheinlich gewünscht hätte.

Bei diesem Aspekt sollte man aber auch nicht vergessen, das es wohl äußerst unrealistisch erscheinen würde, wenn ein 66-Jähriger Mann hier alles im Alleingang bewerkstelligen würde und dabei immer noch in unzählige körperliche Auseinandersetzungen verwickelt wäre, wie es in seinen älteren Werke oft der Fall war. Gerade dieser Punkt hat mir persönlich sehr gut gefallen, ist Arnie hier doch auf die Hilfe einiger anderer Personen angewiesen, wobei es selbst unter diesem Aspekt immer noch recht fragwürdig erscheint, das die kleine Truppe dazu in der Lage ist, hier mit einem richtigen Killer-Kommando aufzuräumen. Wie dem aber auch sei, "The Last Stand" ist definitiv ein sehenswerter Film und auch wenn hier das ganz große Spektakel fehlt, macht doch vor allem dieser Umstand das Ganze umso sympathischer. Der einstige Held ist älter-und verletzbarer geworden und wo er noch vor einigen Jahren fast spielerisch im Alleingang ganze Horden von Gegnern aus dem Weg geräumt hat, ist mittlerweile ein Hauch von Realität eingezogen. Manch einer mag dies als negativen Kritikpunkt ausmachen, doch mir persönlich ist der "neue" Arnie äußerst sympathisch. Das bezieht sich in vorliegendem Fall aber auch auf den gesamten Film, denn von Anfang bis Ende offenbart sich ein Szenario, das in eigentlich allen Belangen einen ziemlich guten Gesamteindruck hinterlässt.

Und so kann man letztendlich durchaus von einem sehr gelungenen Comeback reden, in dem ein in die Jahre gekommener Action-Held immer noch solide und routiniert agiert, aber dennoch den ganz großen Biss verloren hat. Ob man dies als negativ bewerten muss weiß ich nicht, denn schließlich macht das Alter auch nicht vor Prominenten halt. "The Last Stand" ist ganz sicher nicht der wahrscheinlich von vielen Leuten erwartete Kracher, bietet aber dennoch gute Unterhaltung und ein verhältnismäßig glaubhaftes Szenario, was ja in einem Film mit Arnold Schwarzenegger sicher nicht der Normalität entspricht. Ich fühlte mich jedenfalls bestens-und sehr kurzweilig unterhalten, so das ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen kann.


Fazit:


Zwar ist hier vom einst strahlenden Helden nicht mehr allzu viel zu sehen da Herr Schwarzenegger ganz augenscheinlich in die Jahre gekommen ist, aber dennoch reicht das immer noch vollkommen aus, um einen gelungenen Film zu präsentieren, in dem sich die Action-Anteile jedoch nicht so zahlreich präsentieren, wie es manch einer erwartet hat. "The Last Stand" wird die Meinungen sicherlich spalten, aber ich empfand das Werk als angenehm realistisch, wenn man einmal ältere Werke der Action-Ikone zu Grunde legt.


7/10

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