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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: The Riffs III - Die Ratten von Manhattan (1984)
BeitragVerfasst: 4. Jan 2013, 20:24 
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The Riffs III - Die Ratten von Manhattan
(Rats - Notte di terrore)
mit Ottaviano Dell'Acqua, Geretta Geretta, Massimo Vanni, Gianni Franco, Ann-Gisel Glass, Jean-Christophe Bretigniere, Fausto Lombardi, Henry Luciani, Cindy Leadbetter, Christian Fremont, Moune Duvivier
Regie: Bruno Mattei /
Drehbuch: Claudio Fragasso / Bruno Mattei
Kamera: Franco Delli Colli / Henry Frogers
Musik: Luigi Ceccarelli
FSK 18
Frankreich / Italien / 1984

New York 2025: Die Stadt ist durch einen Atomkrieg verwüstet, nur eine Handvoll Rocker hat die Katastrophe überlebt. Bei der Untersuchung eines geheimnisvollen Labors werden sie das Opfer bösartiger Ratten, die ihre Opfer regelrecht zerfleischen...


So kurz und knapp wie die Inhaltsangabe gestaltet sich auch die extrem ausgedünnte Rahmenhandlung dieses Films, der als inoffizieller dritter Teil der "The Riffs-Reihe" deklariert wird. Dabei gibt es im Prinzip überhaupt keine inhaltlichen Zusammenhänge und lediglich einige verbale Andeutungen der wenigen Rocker aus einer Gruppe Überlebender lassen erkennen, das es sich wohl um ehemalige Mitglieder der "Riffs" handelt. Ansonsten aber handelt es sich eher um einen eigenständigen Film, der auch nicht einmal annähernd an die beiden extrem unterhaltsamen Filme von Castellari herankommt. Dieses Mal führte Bruno Mattei Regie und hat ein Szenario entworfen, das sich zeitlich gesehen gut 35 Jahre nach den beiden Vorgängern ansiedelt. Mittlerweile hat ein Atomkrieg die Erde verwüstet und der Fokus des Geschehens richtet sich auf eine Handvoll Überlebender, die in einem Labor nach Überlebensmöglichkeiten suchen.

Dort treffen sie auf unzählige Ratten und die possierlichen Nager entpuppen sich mit der Zeit als ungemein angriffslustig. Nun könnte man das Werk eigentlich als recht netten Ratten-Horrorfilm bezeichnen der vollkommen abweichend von Teil 1 & 2 seine ganz eigene Geschichte erzählt, doch selbst aus dieser Sichtweise heraus kann "The Riffs III" nur teilweise einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Rein atmosphärisch gesehen kann man hier trotz eines räumlich sehr begrenzten Schauplatzes einige Pluspunkte sammeln, doch das war es dann im Prinzip auch schon mit den wirklich positiven Gesichtspunkten. In Sachen Action-und Spannung weist das Werk nämlich ganz erhebliche Defizite auf und offenbart mit zunehmender laufzeit auch so manche Länge, die man ganz bestimmt hätte vermeiden können. Und rein inhaltlich braucht man sich gar keine Gedanken zu machen, denn die Story würde wohl gerade einmal ausreichen, um einen halben Bierdeckel zu füllen.

All das könnte man aber sogar noch verschmerzen, doch das Schauspiel der Akteure ist es dann letztendlich, das einem so richtig die Suppe verhagelt. Das man in einem Film dieser Art keinen neuen Oscar-Anwärter finden wird, dürfte dabei von Beginn an feststehen und auch tiefer gehende Charakter-Beleuchtungen oder gar interessante Dialoge sollte man nicht unbedingt erwarten. Was man dann aber von der Darsteller-Riege geboten bekommt, ist nicht nur einfach unterhalb des normalen Durchschnitts angesiedelt, sondern geht einem mit der Zeit ganz mächtig auf die Nerven. Wenn es sich nun lediglich um teilweise zum Vorschein kommendes Overacting handeln würde könnte man diesem ja noch mit einem gewissen Schmunzeln gegenüber treten, doch das Schauspiel ist phasenweise so schlecht, das einem das Lachen im halse stecken bleibt. Ganz besonders die weiblichen Mitglieder der Gruppe treten wie hämmernde Zahnschmerzen in Erscheinung und ihr ständiges-und vollkommen künstliches Gekreische lässt mehrmals den Wunsch in einem aufkommen, die Stop-Taste des DVD Players zu betätigen, um die Qual zu beenden. Aber auch die Männer sind nicht untätig und bestechen insbesondere durch sogenannte Hahnenkämpfe, in denen sie völlig aus der Spur geraten und sich theaterreife Szenen liefern, die vollkommen überzogen und künstlich erscheinen.

Das zieht sich dann auch wie ein roter faden durch den gesamten Film und am Ende ist man doch ziemlich froh darüber, wenn das Grauen endlich ein Ende hat. Bis auf einige ganz nette Ansätze hat das Werk von Mattei herzlich wenig zu bieten und sollte auf keinen fall im gleichen Atemzug wie Castellari's Teile genannt werden, denn diese Ehre hat sich "The Riffs III" keinesfalls verdient. Aus Gründen der Komplettierung kann man den Film durchaus in der Sammlung haben, ob es jedoch zu mehrmaliger Sichtung ausreicht, muss ein jeder für sich selbst entscheiden, denn der Qualitäts-Abfall zu den beiden vorherigen Filmen ist doch immens. Gleichzeitig eröffnet sich auch nur ein bedingter Unterhaltungswert, so das man letztendlich nur zu einem unterdurchschnittlichen Gesamteindruck gelangt und keinesfalls eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann.


Fazit:


Schlechte Darsteller, sinnlose Dialoge, kaum Spannung und eine nicht gerade substanzielle Story sind nicht unbedingt Qualitäts-Merkmale für einen Film. "The Riffs III - Die Ratten von Manhattan" beinhaltet leider jede einzelne dieser Zutaten und ist aus diesem Grund nicht zu den Werken zu zählen, die man unbedingt gesehen haben muss.


4/10

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 Betreff des Beitrags: Re: The Riffs III - Die Ratten von Manhattan
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 13:48 
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Mir gefiel er! Billig, fies & dreckig...also der perfekte Italo für Zwischendurch ;)

8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: The Riffs III - Die Ratten von Manhattan
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 13:50 
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Mich haben hier echt die miesen Darsteller genervt, insbesondere die weiblichen. Dieses theatralische Gekreische geht einem mit der Zeit so richtig auf den Sack.

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 Betreff des Beitrags: Re: The Riffs III - Die Ratten von Manhattan
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 13:55 
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Deswegen sind Frauen in Horrorfilmen eigentlich auch nur zum sterben da ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: The Riffs III - Die Ratten von Manhattan
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 14:01 
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Leider nach den zwei Original Teilen von THE RIFFS leider eine Enttäuschung!
Das wird auch daran liegen das man denkt man bekommt einen dritten Teil um Trash und seine Gang.
Dies trifft aber leider nicht zu und so bekommt man hier einen billigen Italo Endzeit Horrorfilm der für Trash Fans immer noch genießbar ist aber nicht den Kultstatus der ersten beiden hat.

Leider wird es bei diesem Teil hier schnell langweilig durch die belanglosen Dialoge und die schlechten Darsteller.
Man bekommt aber trotzdem noch einen Film geboten den man sich einmal anschauen kann.
Ich benutze für solch eine Art Film ja immer gerne das Wort "Krauchfilm" (und da gibt es wahrscheinlich auch so viele Filme dieser Art das man es zu einem eigenem Subgenre des Exploitationfilm machen könnte :lol22: ); hier wird ja fast die ganze Zeit über durch enge Tunnel und Gänge gerobbt um die Handlung in die länge zu ziehen.

3 von 10 Gullideckeln

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 Betreff des Beitrags: Re: The Riffs III - Die Ratten von Manhattan
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 14:14 
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Das es sich hierbei um keine direkte Fortsetzung handelt, hat mich gar nicht einmal gestört. Es ist ganz einfach die insgesamt sehr schwache Inszenierung die nicht sonderlich viel Begeisterung auslöst. Selbst als eigenständige Geschichte kann dieses Werk nicht überzeugen.

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