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 Betreff des Beitrags: The Tournament (2009)
BeitragVerfasst: 29. Mär 2013, 16:28 
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The Tournament
(The Tournament)
mit Robert Carlyle, Kelly Hu, Ian Somerhalder, Ving Rhames, Liam Cunningham, Sebastien Foucan, Craig Conway, John Lynch, Nick Rowntree, Rachel Grant, Andy Nyman, Iddo Goldberg, Scott Adkins, Camilla Power, Tamika Cameran
Regie: Scott Mann
Drehbuch: Gary Young / Jonathan Frank
Kamera: Emil Topuzov
Musik: Laura Karpman
SPIO / JK / 18 +
Großbritannien / 2009

Der brutalste Wettkampf der Welt hatte bisher nur eine Regel: Töte, bis du der einzige Überlebende bist. Doch diesmal wurden die Bedingungen des Spiels, zu dem 30 der besten internationalen Auftragskiller alle sieben Jahre antreten, verschärft. Es gibt ein Zeitlimit von 24 Stunden. Sollten dann mehr als ein Teilnehmer am Leben sein, werden ihre implantierten Ortungssender zu Bomben. Schließlich hat der exclusive Millionärsclub, der die einzigartige Live-Übertragung des Blutbades zu sehen bekommt und hohe Wetten platziert, nicht ewig Zeit. Willkommen zum Battle Royale der Killer - 10 Millionen Dollar Preisgeld sowie der Rang des weltbesten Profi-Killers werden vergeben.


Gerade der Action-Bereich hat in den letzten Jahren bis auf einige wenige Ausnahmen doch hauptsächlich Durchschnitt präsentiert und so ist "The Tournament" mal wieder ein sehr wohltuendes Highlight, das dem geneigten Action-Fan das Herz höher schlagen lässt. Denn das, was einem hier geboten wird, kann man getrost ohne jede Übertreibung als eine waschechte Action-Granate bezeichnen. Von der ersten Minute an wird hier fast nahtlos eine hochwertige Action-Passage nach der anderen geliefert, so das es während des gesamten Films kaum eine Möglichkeit gibt, als Zuschauer einmal etwas Luft zu holen und das gerade Gesehene zu verarbeiten. Immer dann, wenn man der Meinung ist, das es etwas ruhiger zur Sache geht, wird man schon in der nächsten Einstellung eines Besseren belehrt.

Sicherlich ist die vorhandene Geschichte nicht gerade sehr tiefgründig und die Thematik ist altbekannt, denn es handelt sich um eine Art "Battle Royale", nur das der Wettstreit hier unter Profi-Killern stattfindet. Hört sich im ersten Moment vielleicht etwas banal an, ist es aber nicht, denn die hier gewählte Umsetzung des Ganzen ist ebenso schlicht wie genial. Allein die enorm temporeiche Erzählweise der Story sorgt schon für einen Adrenalinschub nach dem anderen und so bleibt es nicht aus, das man beim hier dargestellten Szenario richtig mitgeht und phasenweise das Gefühl vermittelt bekommt, selbst ein Teil des Geschehens zu sein.

Wieder einmal ist es den Briten gelungen, einen Film zu präsentieren, der den Betrachter wirklich fasziniert und mitreisst, denn der Actiongehalt dieses Werkes ist mehr als nur beachtlich. Und auch wenn es natürlich einige Sequenzen gibt, die sich eher jenseits der Realität abspielen, so sollte man hier doch ganz eindeutig den Unterhaltungswert sehen und der ist enorm hoch angesiedelt. Hinzu kommt ein Härtegrad, der sich durchaus sehen lassen kann, selbst in der etwas gekürzten JK-Version, die in den Regalen der Kaufhäuser stehen wird. Bei all den vorhandenen und erstklassig in Szene gesetzten Action-Passagen, die dieser Film zu bieten hat, wird man sowieso kaum Zeit haben, sich über eventuelle Schnitte Gedanken zu machen, die für die JK-Freigabe nötig waren

Was mir persönlich besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, das trotz aller Action und Härte auch noch Platz für teils geniale Situationskomik gelassen wurde, die einige Situationen (Kampf in der Tankstelle oder im Doppeldecker-Bus) schon recht skurril erscheinen lassen. Der sich dabei entfaltende Humor wirkt dabei zu keiner Zeit albern oder gar kitschig, sondern verleiht dem ganzen eine sehr witzige und passende Note, die dem Film extrem gut zu Gesicht steht.

Auch die hier agierende Darstellerriege ist nahezu perfekt ausgewählt worden und liefert durch die Bank absolut überzeugende und glaubhafte Leistungen ab. Doch drei Charaktere stechen hier noch ganz besonders hervor und stehen im Focus der Geschichte. Zum einen ist da der letztmalige Champion des Wettstreits Joshua Harlow, der von Ving Rhames einfach nur großartig und absolut cool dargestellt wird. Desweiteren wären da noch die Profi-Killerin Lai Lai Zhen (Kelly Hu) und der heruntergekommene Pfarrer Joseph MacAvoy ( Robert Carlyle), der eigentlich nur durch einen dummen Zufall in den Wettbewerb hereingeraten ist und nun auch um sein Leben fürchten muss. Alle drei Schauspieler / innen spielen die von ihnen dargestellten Charaktere absolut brillant und sind ganz nebenbei auch noch sehr wichtig für die geschichte an sich, was in einem Neben-Erzählstrang mit der Zeit immer deutlicher wird.

Insgesamt gesehen ist es Regisseur Scott Mann gelungen, hier ein echtes Action-Spektakel zu kreieren, bei dem man nicht unbedingt den Realitätsgehalt einiger Action-Szenen bewerten sollte, sondern viel eher froh darüber sein, das sie so toll gelungen sind. "The Tournament" ist einfach ein regelrechtes Gewitter, das über den Betrachter hereinbricht und an dem man seine helle Freude hat.


Fazit:


Schon in den ersten 30 Minuten bekommt man hier so viel Action geboten, wie man sie meistens nicht in zwei Filmen zusammen zu sehen kriegt. Dabei ist die Qualität der Szenen absolut hochwertig und beeindruckend und dürfte so jeden Fan des Genres restlos begeistern. Hier wird einfach alles geboten, was Filme dieser Art so sehenswert macht, tolle Darsteller, ein angemessener Härtegrad und jede Menge hochwertige Action sind der Garant für extrem gute und kurzweilige Unterhaltung. Auf jeden Fall ist "The Tournament ein Film, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte, denn ansonsten hat man wirklich etwas verpasst und das wäre verdammt schade.


9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: The Tournament (2009)
BeitragVerfasst: 19. Aug 2013, 20:15 
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Archivmeister
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Beiträge: 1716
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Endlich habe ich mir auch mein Wunschexemplar dieses Films sichern können und ihn auch gestern bereits gesichtet. Und das erste Fazit dazu lautet: Phänomenal! Und das hat mehrere Gründe.

Dazu muss man als erstes natürlich voraussetzen, was man von einem Actionfilm erwartet, und das ist in erster Linie Spannung, Unterhaltung und Actionszenen, und genau das bekommt man hier geboten. Dabei ist es unerheblich, dass die ein oder andere Szene fast Martial-Arts-mäßig aufwartet, denn genau das verleiht dem Film eine gewisse Geschwindigkeit, die ihm gut tut. Die Story ist zusätzlich zumindest geringfügig innovativ: Ein Wettstreit zwischen den verschiedensten Profikillern - um Leben und Tod, um Ruhm und Geld, und genau das macht diesen Film in erster Linie aus, denn die Charaktere sind dabei durchaus differenziert. Und Ving Rahmes nimmt dabei aus meiner Sicht gar nicht die Hauptcharakterrolle ein, sondern Kelly Hu, auch wenn einem das Cover etwas anderes suggerieren möchte, denn es ist Lai Lai Zhen, die in ihrer Rolle als eiskalte Killerin und gleichzeitige Beschützerin des Pfarrers die Hauptrolle einnimmt. Joshua handelt aus Rache, da seine Frau von einem der anwesenden Killer getötet worden ist. Und gerade zum Ende hin hat der Film dann doch ein wirkliches Überraschungsmoment, weshalb er noch viel besser wird.

Auch was danach folgt, ist einfach nur genial umgesetzt (ich möchte hier aber nicht zu viel verraten). Auch die Szenen sind in ihrer Heftigkeit auch nicht unbedingt gewöhnlich, so dass dies vielleicht sogar der Grund sein mag, weshalb The Tournament nicht ganz Mainstream geworden ist. Den Film kann ich aber auf jeden Fall wärmstens empfehlen.

Ein Wort zur Veröffentlichung an sich: Wer kann, der sollte sich diesen Film in einer Amaray uncut besorgen, denn das Mediabook lohnt nicht wirklich. Die Optik von außen ist gut und auch die Klappendeckel sind in Ordnung. Was die Begeisterung etwas schmählert, ist die Tatsache, dass textlich nicht viel geboten wird. Es gibt einen kleinen Artikel aus dem Deadline-Magazine, der man gerade 4 Seiten mit etwa 100 Wörtern umfasst. Darin weiter enthalten sind 4 verschiendene Coverbilder, wovon das Titelbild von [rk] von '84 Entertainment designed wurde. Zusätzlich finden sich insgesamt 12 Bilder aus dem Film im Innenteil - und das war's, und das ist schon ein wenig mager. Limiterungsnummer oder irgendeinen Hinweis auf eine Limitierung findet sich nirgends. Deshalb muss jeder selbst wissen, in wie weit er oder sie bereit ist, für dieses Ding Geld aus zugeben. Einzig die enthaltene Blu Ray, die meines Wissens nicht einzeln erhältlich ist, mag der Ansporn zum Kauf in dieser Variante sein.

Für den Film gibt es von mir insgesamt jedenfalls 10 von 10 möglichen Punkten. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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