Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Black House (2007)
BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 15:35 
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Black House
(Geom-eun jib)
mit Jeong-min Hwang, In-gi Jung, Shin-il Kang, Seo-hyeong Kim, Ji-young Moon, Seung-Mok Yoo, Seon Yu
Regie : Terra Shin
Drehbuch : Yusuke Kishi / Young-jong Lee
Kamera : Ju-young Choi
Musik : Seung-hyun Choi
Keine Jugendfreigabe
Südkorea / 2007

Beim Besuch in einem abgelegenen, heruntergekommenen Haus entdeckt der Versicherungsagent Jeong Juno einen leblos von der Decke hängenden Jungen, den Sohn des verstörten Chung-bae. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin. Doch der Tod des Jungen war versichert und immer wieder hat sein Vater durch Verstümmelungen hohe Summen kassiert. Juno schöpft Verdacht als er erfährt, dass auch die Frau des Alten hoch versichert ist und macht sich auf den Weg das grausame, schockierende und alptraumhafte Geheimnis des alten Hauses zu lüften. Er stößt an die Grenzen des psychisch Ertragbaren und wird Teil eines morbiden Plans...


Regisseur Sin Tae-ra hat es mit dieser Produktion gelungen, eine sehr gute Mischung aus Psycho/Thriller und Grusel/Horror zu kreieren, die es wirklich schafft, den Betrachter teilweise in eine Art Schockzustand zu versetzen. Denn der subtile Horror, der von diesem Film ausgeht, entfacht eine so starke Grausamkeit, das man es kaum für möglich halten kann. Die extreme Härte und Brutalität, die hier freigesetzt wird, geht nicht von den eher selten gezeigten härteren Szenen aus, sondern sie entwickelt sich aus der Thematik des Films. Nachdem die Geschichte eigentlich verhältnismäßig ruhig beginnt, merkt man doch ziemlich schnell, wie sich der Spannungsbogen und die Grundstimmung verändern.

In kürzester Zeit entwickelt sich eine Stimmung, die an Dichte und Bedrohlichkeit kaum zu überbieten ist. Je mehr sich die Geschichte entwickelt und man der Lösung des Rätsels näher kommt, desto mehr steigert sich auch die morbide und unheilvolle Atmosphäre, die vom Geschehen ausgeht. Auch die vorhandene Spannungsschraube wird stückchenweise immer fester angezogen, bis sich am Ende des Films alles in einem finalen Showdown entlädt. Man merkt als Betrachter sehr deutlich, wie von einem selbst eine ungeheure Anspannung abfällt, was ja ein untrügliches Zeichen dafür ist, wie sehr man in das Szenario eingetaucht war. Ich habe selten eine so ungeheure Faszination bei einem Film verspürt, die mich richtiggehend gefangengenommen hat, ohne das es mir so richtig bewust war.

Dazu haben auch ganz sicher die meiner Meinung nach ausgezeichneten Schauspieler beigetragen, die mich allesamt vollkommen überzeugt haben, ihre leistungen waren durch die Bank sehr ausdrucksstark und mehr als nur gut. Zwei Charaktere haben dann aber doch etwas über den anderen gestanden, auf der einen Seite der teils schüchterne und manchmal sogar etwas unbeholfen wirkende Versicherungsagent und im Kontrast dazu die Mutter des toten Jungen. Unterschiedlicher können Charaktere eigentlich nicht sein und gerade dieser hier aufgezeigte Kontrast verleiht dem Film etwas extrem Bedrohliches. Vor allem die Darstellung der soziophatischen Mutter ist absolut brillant in Szene gesetzt worden, diese Frau jagt einem durch ihr Verhalten kalte Schauer über den Rücken. Durch ihre starre Mimik, die keinerlei Gefühlsregung verrät, werden hier echte Angstgefühle ausgelöst, wenn man sich in die Rolle der Opfer versetzt.

Auf jeden Fall ist dieser südkoreanische Film meiner Meinung nach ein Werk, das aus der Masse der asiatischen Grusel-und Horrorfilme heraussticht, denn es handelt sich hier wirklich nicht um den mittlerweile einheitsmäßigen Standardbrei, sondern um einen sehr niveauvollen Horror/Thriller, der einem die Luft abschnürt und subtilen Horror bietet, der unter die Haut geht und auch nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt. Ein Film, den man auf jeden Fall kennen sollte und der beste und spannende Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute bietet.


8/10

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