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 Betreff des Beitrags: Into the Sun - Kampf über den Wolken (2012)
BeitragVerfasst: 31. Jan 2013, 16:45 
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Into the Sun - Kampf über den Wolken
(R2B: Ri-teon-too-be-i-seu)
mit Rain, Joon-sang Yoo, Seong-su Kim, Ha-na Lee, Kong-Suk Lee, Seok-won Jeong, Bong-gi Baek, Soo-ho Ha, Kyeong-hoon Jeong, Se-Kyung Shin, Jun-Sang Yu
Regie: Dong-won Kim
Drehbuch: Sang-hoon Ahn / Dong-won Kim
Kamera: Hyo-jin Kim
Musik: Jae-hak Lee
FSK 16
Südkorea / 2012

Diesmal hat es Tae-hun, Top-Pilot der berühmten "Black Eagles"-Eliteeinheit, zu weit getrieben: Wegen eines waghalsigen Manövers wird er in ein anderes Kampfgeschwader strafversetzt. Auch dort eckt er schnell mit seiner Disziplinlosigkeit an und flirtet lieber mit der hübschen Technikerin Se-young. Das alles ändert sich schlagartig, als während einer Routinemission ein Teamkollege von einem feindlichen Flieger abgeschossen wird! Schnell stellt sich heraus, dass eine nordkoreanische Splittergruppe eine Militärbasis besetzt hat, um Südkorea anzugreifen! Wird es Tae-hun und seinem Geschwader gelingen, die Kampfjets abzuwehren, die in Kampfposition unbarmherzig Richtung Grenze donnern?


Ein wenig Top Gun, ein bisschen Der stählerne Adler und noch einige andere Anlehnungen an diverse Genre-Vertreter, schon ist diese südkoreanische Produktion bestens beschrieben. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der manchmal etwas über die Stränge schlagende Kampf-Pilot Tae-hun, der sich im Prinzip an keinerlei Regeln halten will und sich somit immer wieder den Unmut seiner Vorgesetzten zuzieht. Erst als es zu einer kriegerischen Handlung einiger nordkoreanischer Offiziere kommt, vollzieht sich bei dem jungen Mann eine charakterliche Wandlung und er erlangt endlich die Ernsthaftigkeit, die für seinen Job erforderlich ist. Nun könnte man aufgrund der Inhaltsangabe annehmen, das es sich hier um einen Film handelt, der mit Action und herrlich Flug-Szenen nur so vollgestopft ist, doch in der ersten Stunde hält sich das Szenario vielmehr mit Belanglosigkeiten auf, wobei das ganze aber dennoch recht unterhaltsam gestaltet ist. So wird man ein wenig mit dem gewöhnungsbedürftigen asiatischen Humor konfrontiert der an einigen Stellen doch schon ein bisschen albern erscheint. Desweiteren bekommt man die etlichen Disziplinlosigkeiten des Hauptdarstellers präsentiert und wird gleichzeitig Zeuge einer langsam aufkommenden Liebesbeziehung.

Gerade in dieser Phase des Filmes sind die Ähnlichkeiten zu Top Gun absolut nicht zu leugnen und nachdem nun schon über die Hälfte des Szenarios vorbei ist, hält nun endlich auch die Action und eine Menge Spannung Einzug in die Geschichte. Fast schlagartig verändert sich auch die Grundstimmung des Geschehens, denn war die erste Stunde noch hauptsächlich von Unbeschwertheit und Humor geprägt, so lassen sich nun richtig bedrohliche Züge erkennen. Ein Atomkrieg steht kurz bevor und von südkoreanischer Seite aus versucht man mit einer mehr als heiklen Mission, das Schlimmste zu verhindern. Beschwert man sich als Betrachter zumeist immer über den arg patriotischen Anstrich der meisten US-Filme, so gestaltet sich auch "Into the Sun - Kampf über den Wolken" nicht unbedingt politisch neutral. Fast schon selbstverständlich wird Südkorea als die gute Seite und Nordkorea als die Macht des Bösen dargestellt. Fairerweise sollte man dabei jedoch anmerken, das es sich bei den nordkoreanischen Aggressoren um eine Splittergruppe handelt, die Offiziere aus den eigenen Reihen getötet hat, um eine Militär-basis zu besetzen, die mit Langstrecken-Raketen ausgestattet ist.

Die zweite Hälfte des Filmes bietet dann auch das, was man sich letztendlich von dieser Produktion erwartet, nämlich sehr gut ins Bild gesetzte Flug-Szenen und eine Menge Action. Nun geht es also richtig rund und es präsentiert sich der typische Stoff, aus dem Helden geboren werden. Einige im Netz zu findende Kritiken über diesen Film fallen ja eher schlecht aus was sicherlich auch darin begründet ist, das man in der ersten Stunde ein bisschen zu viel Belanglosigkeiten serviert bekommt, bevor es dann endlich ans Eingemachte geht. Dennoch erscheint das Werk im Prinzip in einem relativ guten Licht und kann letztendlich auch als gutes Gesamtpaket bezeichnet werden. Allerdings hätte man die Einführungs-Phase der Geschichte auch durchaus etwas kürzer halten können, um die Kriegshandlungen ein wenig ausführlicher zu gestalten. Dafür bekommt man jedoch eine sehr gute-und intensive Charakter-Zeichnung der Hauptfigur geboten, die man auch von Beginn an in sein Herz schließt und mit etlichen Sympathie-Punkten versieht.

Im Endeffekt ist "Into the Sun - Kampf über den Wolken" ein durchaus sehenswerter Blockbuster, den man jedoch etwas ausgewogener hätte inszenieren können. Zwei vollkommen unterschiedliche Film-Hälften mögen manch einem eher störend erscheinen, doch insgesamt gesehen ergibt sich immer noch ein Werk, das sich etwas über dem üblichen Durchschnitt ansiedelt. Etwas weniger von dem manchmal albernen Humor und etwas mehr Ernsthaftigkeit hätten einen noch besseren Gesamteindruck entstehen lassen. Dennoch entschädigt insbesondere das letzte Drittel des Filmes für Vieles, auf das man in der ersten Stunde vergeblich gewartet hat, so das sich eine Sichtung dieses Werkes allemal lohnt.


Fazit:


Die offensichtlichen Anlehnungen an diverse Genre-Kollegen sollte man nicht unbedingt negativ auslegen, denn auch ohne die nötige Eigenständigkeit handelt es sich immer noch um ein kurzweiliges Film-Vergnügen, das einem Regisseur Dong-won Kim hier präsentiert. Kurzweilige Unterhaltung ist garantiert und auch wenn es sich bestimmt um kein filmisches Meisterwerk handelt, kann man jederzeit eine Sichtung wagen, ohne dabei Zeit zu verschwenden.


6,5/10

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