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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Meat Grinder (2009)
BeitragVerfasst: 7. Sep 2013, 13:35 
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Meat Grinder
(Cheuat Gon Chim)
mit Mai Charoenpura, Rattanaballang Tohssawat, Duangta Tungkanamee
Regie: Tiwa Moeithaisong
Drehbuch: Keine Information
Kamera: Keine Information
Musik: Keine Information
Keine Jugendfreigabe
Thailand / 2009

Die schöne Köchin Buss betreibt eine kleine Suppenküche. Als der Verlobte ihrer früheren Angestellten Aoi an die Tür klopft und lästige Fragen zum Verschwinden der jungen Frau stellt, zögert Buss keine Sekunde. Sie hackt dem neugierigen Mann ein Bein ab und nagelt ihn auf ein Brett im Keller. Seine Versuche zu fliehen enden mit dem Verlust immer weiterer Körperteile. Fleisch, welches Buss zu ihren kulinarischen Spezialitäten verarbeitet. Mehr und mehr Menschen verschwinden, während das Geschäft von Buss expandiert. Doch schon bald treten Komplikationen auf ...


"Meat Grinder" ist ein Film, den man sich keinesfalls mal so nebenbei anschaut, diesem thailändischen Horrorfilm sollte man von der ersten Minute an seine volle Aufmerksamkeit schenken, das es ansonsten ziemlich schnell zu etlichen Verwirrungen führen kann, da die Erzählweise der Geschichte doch in etlichen Passagen recht durcheinander und kaum zusammenhängend erscheint. Das liegt ganz einfach darin begründet, das man fast permanent mit immer wieder auftretenden Rückblenden konfrontiert wird und einige Neben-Erzählstränge eingeführt werden, die es dem Zuschauer nicht gerade leicht machen, dem Geschehen lückenlos zu folgen. So ist es also durchaus angebracht, sich dieses Werk in aller Ruhe anzuschauen und selbst dann kann es durchaus passieren, das es zu einigen Verwirrungen kommen kann, denn erst ganz am Ende ergibt alles einen wirklichen Sinn, den man während des Films sonst eher nur erahnen als erkennen kann.

So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, das die erzählte Geschichte größtenteils seltsam zerstückelt wirkt und eigentlich sehr selten ein richtiger Erzählfluss zustande kommt. Ständig ertappt man sich selbst dabei, wie man versucht, die einzelnen Erzählstränge miteinander in Einklang zu bringen, aber bis zum bitteren Ende doch immer wieder daran scheitert, die wahren Zusammenhänge zu erkennen. Nun mag es sicherlich viele Leute geben, die eine solche Erzählstruktur sogar als besonders interessant ansehen, aber ich persönlich empfand es doch als ein wenig anstrengend, dem Geschehe zu folgen. Damit will ich aber keineswegs behaupten, das es sich hier um einen schlechten Film handelt, denn eher das Gegenteil ist der Fall, nur ist es äusserst mühsam, denn ständigen Sprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und den eingefügten Neben-Erzählsträngen lückenlos zu folgen, damit man den roten Faden nicht verliert.

Was "Meat Grinder aber wirklich auszeichnet, ist die dreckige und sehr beklemmende Atmosphäre, die eigentlich von der ersten bis zur letzten Minute vorhanden ist und von der eine ungeheure Faszination ausgeht, die sich ganz unweigerlich auch auf den Betrachter überträgt. Dabei ist das Szenario phasenweise sehr blutig in Szene gesetzt worden, so das auch die Freunde der etwas derberen Gangart voll auf ihre Kosten kommen dürften. Manche Passagen sind dabei sogar recht eklig geraten und entfalten im Kopf des Zuschauers einen immensen Härtegrad. Allein die Vorstellung, was sich in der Suppe befindet, die hier von etlichen Leuten gegessen wird, sorgt doch so manches Mahl für ein extrem flaues Magengefühl und hinterlässt einen äusserst starken Beigeschmack. So hinterlässt dieses Werk einen durchaus sehr zwiespältigen Eindruck, denn ist die Geschichte einerseits sehr interessant und spannend, so wirkt sie doch andererseits durch ihre gewöhnungsbedürftige Erzähl-Struktur manchmal sehr mühsam und aneinandergestückelt, was es nicht gerade leichter macht, ihr ohne Probleme zu folgen und auch wirklich alle Zusammenhänge deutlich zu erkennen.

So bekommt man es mit einem insgesamt gesehen sehr interessanten, aber gleichzeitig auch recht anstrengendem Horrorfilm zu tun, den man sich eventuell sogar zweimal ansehen sollte, um alles schlüssig und sinvoll zu erhennen. Nichtsdestotrotz ist "Meat Grinder" ein sehr atmosphärischer Genre-Beitrag, in dem auch die Darsteller durch solides Schauspiel zu überzeugen wissen. Ich persönlich hätte mir allerdings eine etwas weniger konfuse Erzählweise gewünscht, da es teilweise schon recht anstrengend ist, die ganzen Geschehnisse und Erzähl-Stränge miteinander in Einklang zu bringen.


Fazit:

"Meat Grinder" beinhaltet eine im Prinzip recht simple Story, deren Simplizität man allerdings erst am Ende des Films so richtig erkennen kann. Bis dahin wird der Zuschauer mit etlichen Verwirrungen und ineinander verschachtelten Passagen konfrontiert, die phasenweise wie ein Wollknäuel erscheinen, das man erst im Laufe der Zeit entknoten kann. Dennoch handelt es sich insgesamt um solide Horror-Kost, die aber nicht für alle leicht zu verdauen ist.


7/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Meat Grinder (2009)
BeitragVerfasst: 7. Sep 2013, 15:51 
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Danke ihr beiden. War zu einem Review selbst nicht fähig, da ich die Atmosphäre des Films aufsaugen musste. Und im Nachhinein sowas wieder zu geben, war nicht drin. Der Film ist für mich ein echtes Splatter-Drama, was ich so auch noch nie gesehen habe. Heftig und blutig ist er, aber was Buss da insgesamt wiederfahren ist, hat auch eine gewisse Tragik. Neben Red to Kill der bisher beste der CAT III Reihe, und auch hier gibt es 10/10 Punkten!

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Meat Grinder (2009)
BeitragVerfasst: 13. Okt 2013, 13:45 
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Meat Grinder - ein asiatischer Cat. III, der vor Splatterszenen und Kannibalismus nur so strotzt. Eigentlich kein Film, der auf meinem "Noch-zu-sehen"-Stapel ganz oben liegt. Nun gut, die Entscheidung fiel gestern Abend trotzdem auf Meat Grinder.

Was mich von Anfang an fasziniert hat, war die düstere Atmosphäre, die den kompletten Film beherrscht, diese Ausweglosigkeit, vor der es keine Fluchtmöglichkeit gibt. Leider hilft sie nicht immer, die zuweilen vorhandenen Längen zu überspielen, aber sie hilft, weiterhin konzentriert zu bleiben.

Um ehrlich zu sein, der Film ging mir ordentlich an die Nieren. Eigentlich hatte ich erwartet, dass mich das Zerstückeln der Leichen um Suppe daraus zu kochen anekeln würde, doch das war nicht der Fall. Die Darstellung dieser Szenen erlaubt es einem, sich genug abzuschotten. Viel mehr war es die Entwicklung der gesamten Story, die mich stärker berührt hat, als ursprünglich gedacht. Buss' Schicksal, das mit jedem Teil, das sich erschließt, immer schockierender wird, lässt sich nicht einfach beiseite schieben. Die Vergangenheit trifft den Zuschauer viel mehr als die abgetrennten Körperteile. Und auch wenn diese Szenen keine Rechtfertigung für Buss' Handeln darstellen, erregen sie doch Mitleid und gewähren ein gewisses Verständnis für die enorme psychische Störung, die sie zweifelsfrei hat.

Achtung Spoiler, aber das muss ich noch los werden:
Was mich anfangs verwundert hat ist, dass ihre kleine Tochter bei ihrem blutigen Treiben immer wieder dabei war, dass das kleine kranke Kind durch Blutlachen stapfte. Erst später, als sich heraus stellt, dass das Mädchen schon längst tot war und nur noch in der Vorstellung ihrer Mutter weiter lebte, wurden diese Bilder verständlicher.


Alles in allem ein verstörendes Werk, dessen wahre Brutalität nicht zwingend auf den Kannibalismus beschränkt bleibt. Mein Fazit: 8 von 10 Nudelsuppen

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Es kotzt mich an, dass ich nicht Leben kann, wo ich will
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