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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: New Blood (2002)
BeitragVerfasst: 20. Mai 2013, 18:29 
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New Blood
(Hyn huet ching nin)
mit Yuet-Ming Chiu, Bernard Chow, Chi Kui Chow, Niki Chow, Winnie Leung
Regie: Pou-Soi Cheang
Drehbuch: Kam-Yuen Szeto / Pou-Soi Cheang
Kamera: Keine Information
Musik: Keine Information
FSK 16
Hongkong / 2002

Die junge Yau und ihr Freund Jack sehen in ihrem Leben keinen Sinn mehr. Doch der gemeinsame Selbstmordversuch scheitert durch das beherzte Eingreifen des Polizisten Lok. Im Krankenhaus gelingt es, Jack durch eine Blutspende seitens Lok und zweier weiterer Spender zu retten, doch fr Yau kommt jede Hilfe zu spt. Aber mit ihrem Tod beginnt fr die drei Blutspender ein beklemmender Albtraum. Etwas Unheimliches folgt ihnen in dieser Nacht, etwas, das nicht von dieser Welt stammt und auf Rache aus ist.


Bei der Fülle von asiatischen Filmen, die sich seit "Ring" mit der Thematik von Rachegeistern beschäftigen, ist es sicherlich schwer, etwas Innovatives in das doch ziemlich ausgelutschte Thema einzubringen. So ist es dann auch nicht wirklich verwunderlich, das sich "New Blood" zwar die größte Mühe gibt zu überzeugen, dieses Unterfangen aber doch nur sporadisch erfolgreich gestaltet. Zu vorhersehbar ist doch die erzählte Geschichte, die im Prinzip ohne jegliche Höhepunkte auskommen muss. Nun gibt es allerdings genügend Filme, die trotz mangelnder Highlights sehr unterhaltsam daherkommen, doch selbst davon ist diese Hongkong-Produktion zumeist weit entfernt. Das kiegt einerseits ganz bestimmt am fehlenden Spannungsbogen, plätschert die Geschichte doch größtenteils eher belanglos vor sich hin. Am meisten muss man aber die mangelnde Grusel-Atmosphäre anprangern, denn der subtile asistische Horror gibt sich leider nur sehr selten zu erkennen, was dem Film viel von seiner Stärke nimmt.

Dabei ist hier durchaus genügend Potential für erstklassigen Asia-Horror vorhanden, nur hat es Regisseur Pou-Soi Cheang nicht verstanden, dieses auch in seine Story einfließen zu lassen. Zwar ist das Szenario rein optisch ziemlich ansprechend umgesetzt worden und erzeugt durch die blasse Farbgebung manch atmosphärischen Moment, ist allerdings in seiner Gesamtheit nicht wirklich stimmig. Zudem erscheinen etliche Passagen extrem künstlich in die Länge gezogen und verursachen beim Zuschauer ab und zu regelrechte Ermüdungserscheinungen. Stellenweise entpuppt sich das Geschehen dabei äusserst zähflüssig und langatmig, so das nur selten so etwas wie ein echtes Filmvergnügen entsteht.

Ein weiteres Manko sind sicherlich die viel zu schwach gezeichneten Charaktere, zu denen man die gesamte Laufzeit über keinen wirklichen Bezug herstellen kann. Dadurch verfolgt man die Ereignisse eher teilnahmslos und manchmal schon fast gelangweilt, wodurch das Zuschauen streckenweise eine regelrechte Quälerei wird und man das Ende sehnlichst herbeisehnt. Und gerade der Schluß der Geschichte ist wohl als Überraschungseffekt geplant gewesen, stellt sich jedoch vielmehr als kleiner Rohrkrepierer heraus, so das man doch eher unbefriedigt aus einem Film entlassen wird, der sehr schnell wieder in Vergessenheit gerät. Mit etwas mehr Hingabe und besseren Darstellern wäre eine Menge mehr möglich gewesen, so aber hat man es versäumt, einen wirklich guten und überzeugenden Asia-Grusler zu präsentieren.

Letztendlich zählt "New Blood" zu der Sorte Filmen, die man sich zwar durchaus einmal anschauen kann, aber auch nicht gerade viel verpasst wenn man es nicht tut. Einige nette Ansätze reichen hier keinesfalls aus, um für ganzzeitig kurzweilige Unterhaltung zu sorgen. Viel zu selten gibt sich einmal der echte Horror zu erkennen, der zudem durch das mittelmäßige Schauspiel der Akteure nicht richtig zur Entfaltung kommt. Eine zähflüssige Erzählweise und einige zumeist verwirrende Passagen stören den Filmgenuss beträchtlich, so das man lieber zu anderen Werken aus Asien zurückgreifen sollte, wenn man ein echtes Horror-Feeling erleben möchte.


Fazit:


"New Blood" bewegt sich gerade einmal am unteren Mittelmaß und bleibt doch in den meisten Passagen viel schuldig. Zu unausgegoren und durchschaubar gestaltet sich die Geschichte, aus der man weitaus mehr hätte machen können. So steht am Ende ein Film, den man höchstens einmal anschaut und das auch nur, wenn gerade nichts anderes vorhanden ist.


4,5/10

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