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 Betreff des Beitrags: The Aswang Chronicles (2012)
BeitragVerfasst: 5. Mär 2014, 14:20 
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The Aswang Chronicles
(Tiktik: The Aswang Chronicles)
mit Dingdong Dantes, Lovi Poe, Joey Marquez, Janice de Belen, Roi Vinzon, LJ Reyes, Ramon Bautista, Mike Gayoso, Harley Pacana
Regie: Erik Matti
Drehbuch: Erik Matti / Ronald Stephen Monteverde
Kamera: Ricardo Buhay III
Musik: Von de Guzman
keine Jugendfreigabe
Philippinen / 2012

Um die Liebe seiner Ex-Freundin Sonia zurückzugewinnen, reist Makoy in das abgelegene Dorf Pulupandan. Die Aussöhnung mit Sonia hat für Makoy oberste Priorität, schließlich erwartet seinen Angebetete ein Kind von ihm. Mit seinem arroganten Auftreten macht sich Makoy alles andere als Freunde. Viel schlimmer, er zieht damit die Aufmerksamkeit einiger Aswangs auf sich. Diese leichenfressenden Monster in Menschengestalt beschließen, sich das ungeborene Baby aus Sonias Bauch zu holen. Plötzlich sieht sich Makoy übermenschlichen Feinden gegenüber, die vor nichts und niemandem haltmachen.


Bei einer eher kleinen Produktion von den Philippinen erwartet man im ersten Moment sicherlich kein großartiges Film-Erlebnis und geht dementsprechend mit sehr geringen Erwartungen an die vorliegende Geschichte heran. Mit umgerechnet knapp 1,3 Millionen Euro ausgestattet präsentiert sich dann auch ein Szenario, das insbesondere bei den vorhandenen Effekten nicht unbedingt viel zu bieten Hat, fallen die CGI's doch zumindest teilweise eher ein wenig billig aus und reißen einen nicht zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Auf der anderen Seite erhält die von Haus aus äußerst hanebüchene Geschichte jedoch einen ganz eigenen Trash-Charme, der ihr wiederum extrem gut zu Gesicht steht und definitiv für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Erik Matti sorgt für ein angenehmes Erzähl-Tempo, wobei die ersten gut 45 Minuten des Filmes noch hauptsächlich mit der Einführung in die folgenden Ereignisse beschäftigen und dem Zuschauer eine eher seichte-und oberflächliche Beleuchtung der Haupt-Charaktere servieren. Im Mittelpunkt steht dabei der junge Makoy, der auch gleichzeitig durch sein mehr als arrogantes Auftreten in der Provinz dafür Sorge trägt, das die Aswangs überhaupt auf den Plan gerufen werden.

Angereichert mit einer ordentlichen Portion Humor bekommt man so also in der ersten Hälfte wenig wirklich Sehenswertes, geschweige denn den erhofften Härtegrad zu sehen, den man aufgrund der Inhaltsangabe schon irgendwie erwartet hat. Dennoch ist dieser Teil von "The Aswang Chronicles" keinesfalls als langweilig oder gar uninteressant zu bezeichnen, wobei dieser Punkt der jeweiligen Betrachtungsweise des Zuschauers unterworfen ist. Mit zunehmender Laufzeit erfährt die Story dann aber einen richtigen Stilbruch, denn auf einmal ist es ohne größere Vorwarnung mit der fadenscheinigen Ruhe vorbei, denn das Tempo der Erzählung nimmt doch mächtig an Fahrt auf. Gleichzeitig zieht nun auch ein Härtegrad in das Geschehen ein, der sich zumindest phasenweise wirklich sehen lassen kann. Nun sollte man aber keinesfalls ein wahres Splatter-Gore Spektakel erwarten, doch eröffnet sich so manche Passage, in der es herrlich blutig zur Sache geht. Einzig und allein die eher mittelmäßigen Effekte trüben dabei ein wenig den insgesamt guten Gesamteindruck, doch meiner persönlichen Meinung nach kann man diesen Punkt durchaus großzügig übersehen.

Erik Matti ist wirklich sehr bemüht dem Zuschauer ein witziges Monster-Filmchen zu präsentieren und rein prinzipiell ist ihm das auch ohne Weiteres gelungen. Natürlich handelt es sich bei dieser Produktion um alles andere als ein filmisches Meisterwerk, doch hat man in den letzten Jahren schon genügend andere Genre-Vertreter zu Gesicht zu bekommen, die nicht einmal annähernd so kurzweilig-und unterhaltsam daher kommen, wie es bei "The Aswang Chronicles" der Fall ist. Die Mixtur aus Horror, ein wenig Fantasy-und teilweise etwas gewöhnungsbedürftigem Humor ist dabei viel besser gelungen, als manche Kritik es eventuell vermuten lässt. Ob das Werk dabei auch einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt muss ein jeder für sich selbst entscheiden, doch Fans des Genres sollten definitiv einmal einen Blick riskieren, der sich im nachhinein sehr wohl als lohnenswert herausstellen könnte.

Insgesamt gesehen wird hier eine Geschichte erzählt, die man ganz sicher nicht nach ihrer inhaltlichen Substanz bewerten sollte. Die Geschehnisse erscheinen nämlich schon relativ stark an den Haaren herbei gezogen, doch gerade dadurch entfaltet sich halt auch diese wunderbar trashige Note, die sich wie ein roter Faden durch die gesamten 98 Minuten Spielzeit zieht. In darstellerischer Hinsicht sollte man keinerlei Wunderdinge erwarten, erscheint das Schauspiel doch an mehreren Stellen ein wenig überzogen und fast schon theatralisch. Dennoch erscheint es absolut passend und das an den Tag gelegte Overacting einiger Akteure steigert in diesem Fall sogar noch das Vergnügen, das man bei der Sichtung dieses skurrilen Werkes empfindet. Von mir gibt es jedenfalls definitiv eine Empfehlung an alle die, bei denen der Spaß-Faktor im Vordergrund steht und etwaige kleinere Schwächen nicht allzu hoch gehängt werden. Mit der richtigen Erwartungshaltung kommt man hier auf seine Kosten und kann sich jederzeit an dem teils witzigen Szenario erfreuen.


Fazit:


Ein cineastischer Hochgenuss sieht sicherlich anders aus, doch für solche Ansprüche ist ein Film wie "The Aswang Chronicles" auch keineswegs ausgelegt. Hier steht der Spaß am Skurrilen im Vordergrund, zudem sorgt ein ansehnlicher Härtegrad dafür, das man insgesamt gesehen einen wirklich ordentlichen Horrorfilm präsentiert bekommt.


6,5/10


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