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 Betreff des Beitrags: Karate Jack – Ich bin euer Henker (1972)
BeitragVerfasst: 28. Jul 2013, 08:42 
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Ein Easter-Western um einen sanften, aber als Karatekämpfer unüberwindlichen Asiaten, der nach Texas reist, um Cowboy zu werden.
Wegen seines freundlichen Verhaltens verspottet, kommt es zur unausweichlichen Konfrontation. Mit seiner vernichtenden Kampftechnik bezwingt er alle Gegner und gilt von nun an als Held und Verfechter der Freiheit und Gerechtigkeit.
Hierdurch in seinen schmutzigen Geschäften gestört, beschliesst der brutale Gangsterboss der Gegend, den Fremden zu erledigen. Er beauftragt die 5 gefürchtesten Killer, Karate Jack (Shanghai Joe) zu töten….

Es ist bekannt das manche Filme verschiedene Titel tragen, dies hat auch oft einen Promotion Hintergedanken, und Karate Jack hat viele verschiedene Titel, um hier mal die bekanntesten zu nennen „Knochenbrecher im Wilden Westen“, „Karate Jack – Ich bin euer Henker“, „Karate Jack – Ich bin euer Richter“ und „Mein Name ist Karate Jack“.

Es gab und gibt heute immer noch Regisseure die eine Vorliebe für verschiedene Namen haben, auch der Regisseur von Karate Jack hatte eine Vorliebe dafür, er schrieb sich insgesamt drei weitere Namen zu unter denen er Regie führte. Sein richtiger Name lautet: Mario Caiano, und seine Pseudonymnamen lauten: Allen Grünewald, Fred Wilson und William Hawkins. Zu seinen weiteren Werken zählen Filme wie: „Django spricht das Nachtgebet“ von 1968, „Die letzte Rechnung schreibt der Tod“ von 1976 und „Die Killer – Meute“ von 1977.

Karate Jack ist ein Eastern – Film der im Wilden Westen angesiedelt ist, die Idee war nicht neu, denn aufgrund von Aufzeichnungen gab es tatsächlich zu Zeiten von Billy the Kid Chinesen im Wilden Westen. Doch Karate Jack nimmt sich dieser Thematik auf seine ganz eigene Weise an sich. Gespickt mit Humor, etwas Splatter und harte Martial Arts Fights fanden ihr Stell dich ein im Film. Für die Hauptrolle des Shanghai Joe wurde Chen Lee engagiert, leider sind kaum Infos über diesen Darsteller weiter verfügbar, außer das er für die Fortsetzung von Karate Jack ebenfalls die Hauptrolle übernahm, die zwei Jahre später entstand.

In weiteren Rollen sind Claudio Undari alias Robert Hundar zu sehen, unter seinen Aliasnamen spielte er in Filmen wie „Buddy haut den Lukas“ von 1980 als Alienboss, und „Das Schlitzohr und der Bulle“ an der Seite von Tomas Milian im Jahr 1976, die Rolle des Mario. Und noch zwei sehr bekannte Gesichter sind im Film Karate Jack zu entdecken, der Schauspieler Gordon Mitchell und Klaus Kinski. Wer denkt nachdem er den Titel des Films und das Entstehungsjahr gelesen hat, hier auf eine Western – Komödie zu treffen, der wird sogar noch mehr positiv überrascht sein. Regisseur Caiano ist bekannt für eine gewisse Härte und Brutalität in seinen Filmen und dies bekommt der Zuschauer auch hier präsentiert. Auf einer Skala von 1 – 10 kann man getrost eine 5 vergeben, was die Splatter Effekte angeht.

Natürlich kommen Martial Arts Fans auch voll auf Ihre Kosten und Chen Lee zeigt eindrucksvoll wozu Akupunktur noch fähig sein kann. Demzufolge ist Karate Jack auch erst ab 18 Jahren geeignet. Alle Schauspieler machten ihre Arbeit sehr eindrucksvoll und überzeugend, vor allem sollte man nicht vergessen das fast alle namhaften Darsteller sich auf Nebenrollen beschränkten und dem unbekannten Chen Lee den Vortritt ließen. Musikalisch kann Karate Jack auch auf ganzer Linie überzeugen, wohltuende Klänge von Trompeten, Gitarren und Flöten und nicht zu vergessen sparsamer Chorgesang ( gehört zu einem Western) sind sparsam aber wirkungsvoll an den richtigen Stellen eingesetzt worden. Auch fand noch eine kleine Liebesgeschichte Platz im Drehbuch, die auch die Gesamtstory nicht stört oder behindert und dem Zuschauer auch mal eine kleine Verschnaufpause gönnt.

Karate Jack macht Spaß, hat einen hohen Unterhaltungswert, und Action, Eastern und Western Fans kommen gleichermaßen auf Ihre Kosten, denn jedes Genre ist gut dosiert ins Drehbuch geflossen und in Bildern festgehalten worden. Die Story geht in einem ruhigen Tempo voran und birgt genug Zeit und Spielraum um Shanghai Joe besser kennen zu lernen, lässt aber dennoch ein paar Fragen offen, über die man aber getrost hinwegsehen kann, dafür wird man mit vielen anderen Dingen verköstigt und entlohnt.

Karate Jack gibt es auf VHS und DVD, doch hier ist Vorsicht geboten denn einige Auflagen sind geschnitten, und für Fans von ungeschnittenen Filmen sei die Version vom Label „X – Rated“ ans Herz gelegt, die Erstauflage auf VHS von Gloria Video ist zwar ungeprüft aber geschnitten. Fazit: Harte Fights im Wilden Westen mit guter Härte, klasse Schauspieler und eine angenehme Sounduntermalung, was will man mehr!

Ich gebe Karate Jack 10 / 10 Punkten

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