Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Melancholia (2011)
BeitragVerfasst: 5. Mär 2013, 16:48 
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Vampir-Adel

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Guten Tag !

Der Versuch einer Deutung, Review oder was auch immer zum Fim Melancholia ! Zu diesen Film etwas zu verfassen war / ist eine echte Herausforderung, weil es nun mal kein einfacher Film ist und dieser für mehr oder weniger Leute schwer zugänglich sein mag! Ich habe es trotzdem gewagt, aber damit ist bestimmt noch nicht alles gesagt und ich erhebe auch keinen Anspruch darauf, aber meinen Eindruck, persönliche Gedanken und sonstiges möchte ich soweit kundtun!

Man kann es sich extrem einfach machen und sich sagen, man schaut einen Film und das war es dann und gut ist. Es gibt einfache Filme, wo man sich so schön berieseln lassen kann, die einfach nur unterhalten wollen, was auch gut so ist. Auf der anderen Seite gibt es viele Filme, wo man zwar auch einen gewissen Unterhaltungswert hat, die spannend sind, aber man über das Gesehene möglicherweise noch nach denkt! Und es existieren Filme, die niederschmetternd sind, weil sie verstörend sind und auch niederschmetternde Enden haben!

MELANCHOLIA will in keine Kategorie so recht hinein passen, zu vielschichtig ist dieses Werk und z.T. zu gewaltig in seiner Bildsprache!
Regisseur LARS VON TRIER inszenierte meiner Meinung nach seinen bisher besten Film, den er in zwei Teilen präsentiert, obwohl ich widerum drei Teile sehe, wenn ich die ca. 8 minütige Einführung mitzähle, bevor überhaupt der Filmtitel erscheint!

DER PROLOG oder DIE EINFÜHRUNG

In sehr extremen langsamen Zeitlupenaufnahmen bin ich mit einem Bilderrausch sondergleichen überfallen worden. Ich sehe das Gesicht einer Frau, der alles gleichgültig geworden ist, Vögel fallen im Hintergrund vom Himmel, ein riesiger Planet befindet sich auf Kollisionskurs mit der Erde, eine Frau im Hochzeitskleid versucht sich vorwärts zu bewegen, wird aber anscheinend von Ästen und Wurzeln festgehalten, eine andere Frau will mit ihrem Kind auf den Arm irgendwo hin und der große Planet stößt mit der Erde zusammen und verschlingt sie buchstäblich! Der blaue Planet existiert somit nicht mehr!

LARS VON TRIER beginnt mit dem Ende, dem Ende des Planeten Erde, untermalt mit Richard Wagners -Tristan und Isolde-, wie es schöner nicht sein kann! Was für ein Szenario und VON TRIER macht von Anfang an gleich reinen Tisch, aber ihm scheint das Ende nicht so wichtig zu sein, wozu auch, denn es ist sowieso endgültig, aber der Weg dorthin ist entscheidend und das erzählt er in den kommenden zwei Akten!

Bild

MELANCHOLIA

1. Akt : JUSTINE

Ich sehe JUSTINE, wie sie mit MICHAEL durch Komplikationen mit ihrer Limousine ca. 2 Std später zu ihrer eigenen Hochzeitfeier eintreffen, die JOHN der Ehemann ihrer Schwester CLAIRE arrangiert hat! Sie schaut zum Himmel hinauf und sieht den Stern ANTARES im Sternbild des Skorpion, bevor sie das Haus betritt. Die Feier ist aufwendig und ausschweifend. JUSTINE scheint glücklich, aber der Schein trügt, denn das was sie möchte, sich erhofft hatte, findet sie nicht. JUSTINE belügt sich selbst, indem sie lächelt, sich MICHAEL und den anderen gegenüber glücklich gibt, aber das kann es für sie nicht sein. Sie wird schwermütig, so schwermütig und die Depressionen, die schon immer in ihr schlummerten, brechen aus. In ihrer Seelenwelt ist kein Platz für das Glück, es erdrückt sie, sie will frei sein, warum muß alles immer so perfekt sein in ihrem Leben, alles vorher bestimmt sein, wie bei einem Ritual! Sie will dieses Leben nicht, sie braucht es nicht. Sie weiß nicht wohin mit sich! JUSTINE will raus aus diesen gesellschaftlichen Zwängen, die sie versuchen festzuhalten, was auch deutlich wird, als es beinahe zum Beischlaf mit ihrem Mann kommt, sie sich ihm aber entzieht und das Schlafgemach verläßt, nach draussen geht! Dort kommt ihr der Sohn des Werbekonzernchefs JACK entgegen. Diesen schubst sie zu Boden, öffnet den Schritt seiner Hose und setzt sich auf ihn. Ihre Depression, ihre Schwermut, ihr ganzes innerlich zerrüttetes Dasein wird in diesem agressiven Geschlechtsakt deutlich! Der Hochzeitsabend gerät zum Desaster! Später, sind die Gäste verschwunden, auch MICHAEL verabschiedet sich von JUSTINE, weil er nichts von ihr erwarten kann und sie ihm nichts geben kann!

Am nächsten morgen reiten JUSTINE & CLAIRE mit ihren Pferden aus, dann machen sie halt und JUSTINE schaut zum Himmel auf. Sie bemerkt das ANTARES nicht mehr zu sehen ist. ANTARES ist weg!

Links der Mond und rechts MELANCHOLIA

Bild

2. Akt : CLAIRE

Einige Tage später.
JUSTINE fühlt sich noch schlechter, als vorher und ruft ihre Schwester CLAIRE an! Sie trifft per Taxi auf dem Landsitz erneut ein und ist zu nichts fähig, selbst ihre Beine wollen nicht gehorchen, fürchtet sich sogar davor ein Bad zu nehmen und das Essen schmeckt ihr wie Asche! Als sie im Bett liegt erzählt sie CLAIRE, das sie sich fühlt, als wenn sie von spinnwebartigen Garn festgehalten wird und sich deswegen nicht bewegen kann! Und hier sehe ich ein Bild, das symbolisch schon im Prolog zu sehen war, nämlich JUSTINE im Hochzeitskleid, die wegrennen will, aber von Wurzeln festgehalten wird und selbst die Äste der Bäume nach ihr greifen! Hier macht dieses Bild Sinn, hier schließt sich der Kreis! CLAIRE hat zunehmend Furcht vor MELANCHOLIA, je näher er der Erde kommt und als CLAIRE'S Sohn JUSTINE etwas von diesen Planeten erzählt und das er vorbeifliegen würde und CLAIRE diese Unterhaltung zu unterbinden versucht, um JUSTINE nicht zu belasten, meint diese :

" Ich bin nicht so dumm, das ich vor einen Planeten Angst habe! "

Ab diesen Zeitpunkt fühlt sich JUSTINE zunehmend besser und CLAIRE fühlt sich immer unwohler! Als beide am nächsten Tage Gartenarbeit verrichten, singen und zwitschern die Vögel so eigenartig bei Sonnenschein und plötzlich fällt Schnee und JUSTINE genießt es! Später bekommt JUSTINE auch von JOHN zu hören, das der Planet vorbei fliegen würde, aber er sorgt mit diversen Vorräten vor, die er vom Wagen ablädt, falls MELANCHOLIA doch zu nahe kommt, wie er meint. JUSTINE & CLAIRE reiten wieder aus und als sich das Pferd permanent weigert weiter zu laufen, schlägt es JUSTINE, bis sich das Pferd einfach hinsetzt, um sich zu verweigern! Ich bemerke, das JUSTINE ihren Willen durchsetzen will. Sie will, was sie will, aber sie scheitert an der Natur, zumindest erstmal an der Natur des Pferdes! Dabei sehe ich, was sie sieht, nämlich MELANCHOLIA, der nun deutlich näher an der Erde dran ist! JUSTINE'S Gesicht sieht aus, als ob sie in dem Planeten eine Erlösung sieht, ihn herbei sehnt und sie macht nur eine Bemerkung :

" Da ist er, euer Vorbeiflug ! "

CLAIRE wird immer unruhiger, nervöser, fühlt sich unwohl und hat Angst. JOHN versucht sie zu beruhigen, redet ihr ein, das der Planet nur vorbei fliegen würde, um sich danach wieder von der Erde zu entfernen! Er bastelt CLAIRE eine kreisförmige Drahtschlinge durch die sie besser feststellen kann, ob der Planet näher rückt oder sich entfernt! War es im 1. Akt JUSTINE, die sich alles andere als wohl fühlte, so ist es im 2. Akt CLAIRE, die sich immer unwohler fühlt. Die bevorstehende Nacht, in der MELANCHOLIA ganz dicht an der Erde vorbei fliegt, beunruhigt CLAIRE so sehr, das sie mit JUSTINE darüber reden will, aber sie sagt :

" Die Erde ist schlecht ! Wir brauchen nicht um sie zu trauern ! Niemand wird sie vermissen ! "

Hier höre ich einen universell denkenden Menschen, JUSTINE, die losgelöst von allen Konventionen und Emotionen klare Dinge sieht und ich verstehe sie! Das Universum regelt sich selbst, es bedarf der Erde nicht um existieren zu können! Wer sollte sie vermissen! Die Menschliche Existens wird mit dem Ende des Planeten Erde ausgelöscht und niemand wird sich daran erinnern! CLAIRE klammert sich an den Gedanken, wo ihr Sohn LEO aufwachsen soll, das Leben noch irgendwo woanders existiert. JUSTINE sagt ganz klar, das es Leben nur auf der Erde gibt und woanders nicht! Ich denke, das es irgendwo in in den Weiten des Universums irgendeine Form von Leben existiert, aber es so extrem weit entfernt ist, so das es nie zu einem Kontakt kommen kann, weil es sich in der Tat um unendliche Weiten handelt! Fragen wie, wo beginnt und endet das Universum / Weltall?, hat es irgendwo ein Ende?, wenn ja, was kommt dann?, ein Nichts?, endet alles im Nichts? Ein Teil meiner Fragen, die niemand beantworten kann, auch existieren keine Beweise für die Existens anderen Lebens! Der Mensch kann nirgendwo anders hin, er geht mit dem Planeten Erde unter und niemand im Universum wird sich dafür interessieren! Wenn die Sonne unseres Sonnensystems aufhört zu existieren, ist spätestens Schluss hier, mit dem Sonnensystem, den Planeten, dem Menschen, wobei dieser nach dem Stand der Dinge weit vorher aufgehört hat zu existieren, wenn es hier auf dem Planeten so weitergeht, wie bisher! Außerdem ist es für mich nicht selbstverständlich, das die Erde, seit bestehen der Menschheits-Zivilisation bisher von größeren Meteoriten oder sonstigen fliegenden Massen aus dem Weltall verschont worden ist!

In einer der eindrucksvollsten Nachtszenen der Filmgeschichte, taucht MELANCHOLIA ziemlich dicht am Nachthimmel auf und erhellt die Nacht mit seinem türkisfarbenen Licht und es ist schön anzusehen!

Am nächsten Tag stellt CLAIRE durch die Drahtschlinge fest, das sich MELANCHOLIA nicht von der Erde entfernt, sondern näher kommt! Dies hat auch JOHN schon längstens erkennen müßen und stiehlt sich durch Suicid aus dem Leben! CLAIRE reagiert, wie vermutlich sehr viele Menschen auf das kommende Ende mit irgendeiner Hektik und Emotionalität, die versucht noch etwas zu retten, wo es nichts mehr zu retten gibt! JUSTINE sieht klar, hat sich längst mit dem Ende abgefunden. Sie hat keinen inneren Schmerz mehr! Aus ein paar Stöcken / Ästen, haben sich JUSTINE, CLAIRE und ihr Sohn LEO eine Art imaginäres Zelt aufgebaut und es beginnen die letzten Minuten / Sekunden des Planeten Erde! Diese Schlußsequenz darf als eine der eindrucksvollsten Filmenden der Filmgeschichte angesehen werden!

Bild

Für mehr oder weniger Menschen mag der Film langweilig sein, andere sehen ihn als ein Meisterwerk an! Es muß jeder natürlich für sich selbst wissen! Der Film kann als eine Mischung aus Drama und Science Fiction angesehen werden, wenn man so will. Darüber hinaus schildert er das Krankheitsbild der Depression, das selten so gut im Film verarbeitet worden ist und anscheinend nur von Menschen dargestellt bzw. inszeniert werden kann, die das selbst kennen inkl. des Gefühls der Melancholie! LARS VON TRIER und KIRSTEN DUNST kennen das wohl nur zu gut, wie zu erfahren war! Dies kam dem Film 100%ig zugute! Technisch ist der Film mit seinen vielen Bildern inkl. der genialen Kamera auf der Höhe der Zeit und wer hier denkt, das hier wieder Dogma-mäßig Wackelkamera ect. angesagt ist, der irrt! Zwar gibt es MAL hier und da einige Schwenks, aber das war es auch schon, von Dogma ist MELANCHOLIA soweit entfernt, wie die Erde zur Sonne! Also ich sah davon so gut wie kaum / nichts davon! Ferner verzichtet der Film auf die üblichen Weltuntergangsszenerien, was ihn mehr realistisch macht, als er ohnehin schon ist und das ist gut so, alles andere hätte hier gar nicht reingepasst! Wozu auch! Wer sich intensiv auf ihn einläßt, auch auf die Figuren, im besonderen JUSTINE, wird u.a. mit einem schönen Bilderrausch belohnt, dessen intensive
Wirkung nur dann zur Geltung kommt, wenn man den ganzen Film ungestört sehen kann, denn es ist 100%ig kein Film, den man sich mal so nebenbei ansieht! Nur wer Zeit hat bzw. sie sich nimmt und geniessen kann, nur dann sollte man den Film sehen, alles andere wäre daneben!

Ich sehe den Film als ein wahres MEISTERWERK dieses neuen Filmjahrtausends an, der aber anscheinend noch nicht so ganz von der breiten Masse angenommen worden ist, was ich verstehen kann, da der Film es den meisten nicht leicht macht, sich ihm anzunähern! Vielleicht ist er aber auch nur was für Cineasten und Arthaus Zuschauer! Das wird die Zeit klären!

10 / 10 Depressionen, Weltschmerzen, Sonnen, Planeten, Galaxien ect.
GrafKarnstein
:draculacape:


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 Betreff des Beitrags: Re: MELANCHOLIA
BeitragVerfasst: 5. Mär 2013, 16:53 
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Tolle Vorstellung und ich glaube es ist nie leicht, bei einem Film von Lars von Trier die richtigen Worte zu finden.

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 Betreff des Beitrags: Re: MELANCHOLIA
BeitragVerfasst: 5. Mär 2013, 17:58 
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Chapeau!

Mit Abstand der beste Beitrag den ich 2013 lesen durfte - und das trotz der Messlatte die die geschätzten Kollegen schon recht hoch geschoben haben!
Pro Monat ein Review DIESER Qualität, mehr bräuchte Herr Graf für dieses Forum nicht zu leisten :D

Ein paar sehr persönliche Anmerkungen zu diesem Meisterwerk seien mir gestattet: Das - grandiose - Ende hat mich betroffen gemacht, nachdenklich...
Wirklich berührt hat mich aber der Gedanke was die Tiere / Pferde fiktiv empfinden. Natürlich stimmt man JUSTINE zu:

" Die Erde ist schlecht ! Wir brauchen nicht um sie zu trauern ! Niemand wird sie vermissen ! "

Was wäre die Erde ohne die Menschheit? Oder mit einer anderen, weiseren? Diese, derzeitige hat ihren Untergang verdient - unsere Mitgeschöpfe nicht.

Mainstream wird MELANCHOLIA nie werden, der Durchschnittsseher holt sich einen Bruce Willis und Action zum Thema und muss nicht nachdenken, es
ist ja auch "Arbeit" die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen und zu beobachten, auch eine Zumutung klassische Musik einzuspielen, gegen den Strich
und Sehgewohnheiten zu arbeiten. Man muss sehr froh sein dass Kulturschaffende wie Lars von Trier so ein ausgeprägtes Ego haben und einen Dogville,
Antichrist oder eben diesen Film drehen ohne auf den Kommerz zu sehen!

Ein - jetzt schon - Klassiker 10/10

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 Betreff des Beitrags: Re: MELANCHOLIA
BeitragVerfasst: 7. Mär 2013, 18:17 
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Vampir-Adel

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Clyde hat geschrieben:
Chapeau!

Mit Abstand der beste Beitrag den ich 2013 lesen durfte - und das trotz der Messlatte die die geschätzten Kollegen schon recht hoch geschoben haben!
Pro Monat ein Review DIESER Qualität, mehr bräuchte Herr Graf für dieses Forum nicht zu leisten :D

Ein paar sehr persönliche Anmerkungen zu diesem Meisterwerk seien mir gestattet: Das - grandiose - Ende hat mich betroffen gemacht, nachdenklich...
Wirklich berührt hat mich aber der Gedanke was die Tiere / Pferde fiktiv empfinden. Natürlich stimmt man JUSTINE zu:

" Die Erde ist schlecht ! Wir brauchen nicht um sie zu trauern ! Niemand wird sie vermissen ! "

Was wäre die Erde ohne die Menschheit? Oder mit einer anderen, weiseren? Diese, derzeitige hat ihren Untergang verdient - unsere Mitgeschöpfe nicht.



Danke Clyde!

Ich habe schon seit Jahren mich mit vielen Dingen beschäftigt, gewisse Erkenntnisse zusammen getragen, die immer wieder ein wenig ausgebessert werden mußten ect. usw.! Nur ein Bruchstück dessen habe ich in der Filmvorstellung mit eingebracht! Ich hätte noch viel mehr erläutern können, aber dann wäre es zu einem Rundumschlag gegen alles und jeden gekommen, was ich mir nun doch erspart habe, da ich der Ansicht bin, das mir die wenigsten folgen können und hätten beipflichten müßen! Weltschmerzen kenne ich nur zu gut, ebenso die anderen Dinge! Weise kann man soviel sein, wie man will, aber nur in Verbindung mit Radikalität läßt sich was ändern, aber dazu müßen die leider heutzutage im Übermass vorhandenen Menschen umdenken, sich anders verhalten ect. usw.!

Der Pöbel dieses Planeten hier nimmt sich mit seinem Mittelpunkts-Wahn sowieso viel zu wichtig. Wer sind die denn, das sie es wagen, sich gegenüber dem Universum als Krone der Schöpfung anzusehen. Verschiedene Menschen untereinander halten sich ja schon für sowas besonderes. Da sind welche, die halten sich für das auserwählte Volk Gottes. Wer sagt das???. Welcher Gott??? Und dann diese anderen religiösen Fanatiker, die glauben sie sind Menchen und der Rest ist Dreck, weil die Ihnen nicht folgen oder an irgendwas anderes glauben! Ha ha, wie schnell sie eines besseren belehrt werden zeigt sich immer dann, wenn der Planet sich wehrt in Form diverser Katastrophen und der Mensch wird zum Spielball der Natur, da ist dann nichts mit Gott und diesen ganzen anderen Mist!

In der Chronik des Planeten Erde, also auch der Evolutionsskala, die man sich z.B. als Zentimeter-Lineal vorstellen kann, nimmt der Mensch gerade mal ca. 2 - 3 mm ein! Die Erde, das Sonnensystem, die Galaxie und das Universum ansich sind ur ur alt! In seiner somit kurzen Existens hat der Mensch hier dem Planeten, Flora und Fauna erheblichen Schaden zugefügt und zwar durch vieles!

So, reicht erstmal! Aber Deinen Rat Clyde überdenke ich mal :D
GrafKarnstein vamp11


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 Betreff des Beitrags: Re: MELANCHOLIA
BeitragVerfasst: 7. Mär 2013, 20:26 
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Herr Graf, das war kein Rat sondern eine Feststellung, sicher hat niemand Einwände gegen mehr dieser brillianten Reviews - wenn es die Zeit hergibt natürlich! :Up:

Selbes Grundthema, aber ganz andere Herangehensweise, mir drängt sich OPFER / OFFRET LE SACRIFICE immer mehr auf je mehr ich mich mit MELANCHOLIA
beschäftige. Auch eine Art Gegenentwurf - die Moral und Konsequenz eines Alexander stehen in einem sehr schroffen Kontrast zu den Handelnden dieses Films.
Beiden zu eigen sind hypnotische, gewaltige Bilder die für sich stehen können - hat man die Fantasie und Vorstellungskraft explodieren Filmbilder im eigenen Kopf,
gleichzeitig sorgt die Grundaussage beider Filme für eine stabile Bodenhaftung. Vergleicht man beide ist es doch sehr interessant dass Tarkowskij einen Film
gedreht hat der Glaube und Religiosität in den Vordergrund rückt, von Trier zeigt die Apokalypse eher wie ein Naturschauspiel, ohne Glaube und ohne Hoffnung.

... wird fortgesetzt!

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 Betreff des Beitrags: Re: MELANCHOLIA
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 11:20 
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Beim stöbern bin auf das hier gestossen und finde die Kritik höchst interessant:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


So richtig ist mir das noch gar nicht bewusst geworden wie sich unterbewusst Musik und Film zu diesem grandiosen Film ergänzen.
Tristan und Isolde sowie der Film selbst liegen mal schon bereit zum Hören und Sehen!

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