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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Sundown - Der Rückzug der Vampire (1989)
BeitragVerfasst: 9. Sep 2013, 21:21 
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O-Titel: Sundown - The Vampire in Retreat
Alternativtitel: Der Tod im Morgengrauen
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1989
Darsteller: u. a. David Carradine, Morgan Brittany, Bruce Campbell, Jim Metzler, Maxwell Caulfield, Deborah Foreman, M. Emmet Walsh, John Ireland, Dana Ashbrook, John Hancock, Marion Eaton, Dabbs Greer
Regie: Anthony Hickox
FSK: 16

Inhalt:


Aus dem Off hört man die Vorgeschichte. Die Vampire haben gelernt sich durch Kunstblut zu ernähren...

Es ist dunkel. Juliet und Gwendoline spielen im Haus der Harrisons. Irgendwo draußen ein ZZ-Top-Verschnitt von Trio in langen Bärten und Sonnenbrillen aus dem Kaugummiautomaten sitzt an seiner Tankstelle auf einer Hollywoodschaukel - oder dem, was davon übrig ist. Nebenan in der Wüste fährt ein Typ in einem Buggy querfeldein und hält dann an einer der Zapfsäulen. Irgendein weißes Pulver findet den Weg in siene Nase. Die drei älteren Herren streiten, wer jetzt dran ist, den Wagen zu betanken. Mort ist der Auserwählte. Er geht nach drinnen und läutet das rote Telefon, so dass in der Stadt Alarm gegeben wird. Aber erst muss er sich vorbereiten: Feuerpaste für sein Gesicht, dicke Handschuhe und ein überdimensionierter Sombrero. Dann ganz vorsichtig zu Säule... nur keine Sonne abbekommen. Da angekommen, macht der Typ, sein Name ist Tom Bryant, einen Spruch, worauf ihm Mort einfach mal den Kopf vom Hals haut. Jack und Alice haben das von ihrem Campingplatz beobachtet. Mort fährt in die Stadt. Alles nur falscher Alarm...

Familie Harrison ist ebenfalls in der Wüste mit ihrem Wagen unterwegs. Ein Roadmovie halt. Sarah, David und die beiden Kinder. Mr. Jefferson hat die Harrisons mehr oder minder erwartet. David wird der weitere Weg erklärt. Der Mann draußen hat ihn bereits erwartet. Dann betreten sie einen Gemischtwarenladen, anscheinend der einzige weit und breit. Aber Knoblauch finden sie hier nicht. So was gibt es dort niemals.
Die beiden Zeugen des Mordes melden sich bei dem Sheriff der Stadt. Mort wird darauf eingesperrt, aber es wirkt eher ein wenig läppisch, da er nicht einmal Handschellen angelegt bekommen hat, und als beide gehen wollen, hält der Sheriff sie zurück und sperrt sie in die Zelle daneben. Sie haben gar nichts gemacht. Robert van Hal bleibt unterdessen mit seinem Wagen kurz vor der Stadt liegen. Ach ja, ihr Name ist Purgatory. Zwei Fledermäuse unterhalten sich darüber, wann sie zuschlagen sollen.

Die Harrisons bringen ihre Kinder zu Bett, und als Sarah allein in ihrem Schlafzimmer ist, kommt eine Fledermaus zu ihr reingeschwirrt. Dann steht ein Mann mitten im Raum. Sie schreit, doch ihr Mann hört das nicht. Dann ist es wieder eine Fledermaus. Die Kinder kommen hinzu, und sehen einen Mann auf dem Bett sitzen. Dan fliegt er als Fledermaus wieder weg. David weiß nicht so recht, was hier los ist, als er dazu kommt.

Zwei Fremde, die als Besucher in der Stadt sind, wollen gehen, doch Jefferson hält sie davon ab. Er will, dass sie für ihn kämpfen und als Dank will er ihnen ewiges Leben schenken. Dafür demonstriert er ihnen seine Armee für die Schlacht. Morgen nacht werden sie angreifen.

Van Hal ist an der Tankstelle angekommen. Er braucht ein Abschleppwagen für sein Auto. Er sucht schließlich eine Stadt namens Purgatory. Ein Telefon ist ebenfalls nicht vorhanden. Die ZZ-Tops schicken ihn weiter.
Juliet glaubt, dass es ein Vampir war, der ihre Mutter angegriffen hat.
Van Hal betritt das Diner. Er ist weiter unterwegs zu der angesprochenen Stadt, ohne zu wissen, dass er dort schon angekommen ist.Er zeigt der Bedienung, Sandy, ein Foto von einem Mann, den er sucht. Graf Mardulak. Jeder in der Stadt kennt ihn.

Shane und David sind in Streit geraten über etwas, was beide in gewissen Anteilen designed aber nur einer als Patent angemeldet hat - das Kunstblut. Und dann macht Shane ihn praktisch mühelos fertig, so als wäre er zehnmal so stark wie David. Im Haus spielen Juliet und Gwen mit einem Globus in der Bibliothek und öffnen dadurch einen Geheimgang. Sie wollen sehen, was es dort unten gibt. Ein Sarg. Und jemand steigt aus ihm heraus. Doch beide bekommen Angst und rennen in die Bibliothek zurück und zu ihrer Mutter. Als Sarah nachsieht, steht ein Mann in ihrem momentanen Wohnsitz. Er stellt sich vor. Er sei der Nachbar, und der Gang unter dem Haus führe direkt zu den Harrisons. Dann verschwindet er ebenfalls durch den Gang wieder.

Robert van Hel trifft sich außerhalb von Purgatory mit Sandy. Er solle sich lieber dort fernhalten. Dann entdeckt er, dass sie sich nicht in den Chromfelgen des Wagens spiegelt und zückt sofort seinen Pfahl. Die ganze Stadt besteht aus Vampiren. Sie zeigt es ihm. Der Sheriff steht etwas weiter den Hügel abwärts Shane gegenüber. Mr. Jefferson ist auch da. Er zieht eine Kanone und schießt auf den Sheriff - verstärktes Holz, keine Kugeln. Der Sheriff ist tot.

Sarah hatte ein Verhältnis, und wie David leider erfahren muss, mit Shane. Es könnte sogar soweit kommen, dass Juliet nicht seine leibliche Tochter ist. Deshalb will er von hier weg. Die beiden Geschwister sind mit ihren Rädern in der Stadt unterwegs, und werden auch von allen Einwohnern beobachtet. Beide betreten einen Laden. Shane verlässt diesen gerade. Er war der Vampir aus Juliets träumen.

Alice und Jack erfahren, was es mit der Stadt und den Vampiren auf sich hat. Entweder werden sie getötet oder verwandelt.
Eine Limousine fährt vor und Mardulak steigt aus. Vor den Bewohnern der Stadt hält er eine Rede. Zu leben bestand für die meisten von ihnen aus morden.

Als die Harrisons mit dem Auto wieder unterwegs sind - ein Roadmovie halt - entdecken sie die Fahrräder, wie sie aus der Limousine herausragen, weshalb David seinen Wagen wendet und der Nobelkarosse hinterher kachelt. Die Sonne geht langsamt unter, und Jefferson beschwört seine Anhänger auf den Angriff ein. Van Hel und Sandy sind auf das Dach der Villa von Mardulak geklettert und können von oben hinein sehen. Die Zeit der Vampire mag sich geändert haben, aber Van Hel besteht darauf den Pfahl anzuwenden. Die Harrisons sind auch da. Graf Mardulak will mit Juliet über ihre Träume reden, weshalb er alle zu sich rein bittet.

Shane stachelt die Meute auf. Er will Sarah und auch Juliet - lebend. Jefferson will die Bewohner der Stadt und vor allem Graf Mardulak vernichten.

Juliet soll von ihrem Traum berichten und über den Krieg zwischen den Vampiren. Mardulak weiß sofort, von wem Sarah spricht. Dann fällt Van Hel durch das Dachfenster in das Geschehen. Er ist der Urenkel des großen Van Helsing. Er will das Schicksal seiner Familie erfüllen. Sandy hält ihn davon ab, den Pfahl zu benutzen, denn ihre Hände befinden sich an seinem Hals. David und Sarah wollen nach Hause und Mardulak schickt sie fort. Dann wird van Hel von Sandy gebissen und er verliert das Bewusstsein.

An der Tankstelle gibt es ein Problem. Es sind immer noch nur zwei ZZ-Tops vorhanden. Ein Mann kommt auf einem Pferd angeritten und kann einen der Tankwarte erschießen. Shane ist mit von der Partie. Er verteilt Benzin an den Zapfsäulen und zündet es an, so dass die Tankstelle in Flammen aufgeht.

Die Familie Harrison fährt davon - ätschebätsch - doch sie erleiden einen Unfall und kommt vor der berittenen Vampirarmee an einer Hauswand zum Stillstand.

Als Alice und Jack zu sich kommen, haben sie sich verändert. Sie haben spitze Zähne bekommen und sind Vampire. Die ganze Stadt ist auf den Beinen und sie sehen die Armee vor sich stehen. Die Harrisons sollen sich zu Mardulak aufmachen. Jefferson stellt sie alle vor die Wahl: Folgen oder sterben. Das ist kein Leben ür Vampire. Dann gehen sie auf die Stadtbewohner los, wie im wilden Westen nur ohne Westen. Sie sollen in die Fabrik flüchten, und diejenigen, die das schaffen, versuchen sich dort zu verteidigen.

Van Hel erwacht wieder - als Vampir. Mardulaks Gefolgsleute sollen die Armbrüste bereit machen. Die restlichen Bewohner der Stadt wehren sich nach Leibeskräften mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, vor allem Gewehre und allerlei Holzpfähle. Shane sucht das Mädchen, aber sie ist nicht da. Die Harrisons sind zu Fuß weiter geflüchtet, aber Shane kann sie finden. Er will Sarah und Juliet, seine Tochter. Doch eine weiße Limousine fährt vor - Mardulak und seine Männer. Doch auch die restliche Kavallerie ist da. Sie zielen auf Jeffersons Herz und erst lassen sie die Waffen auf seinen Befehl sinken. Die Harrisons entkommen mit Pferden und dann geht die Schießerei wieder von Neuem los. Die Kinder sollen in den Geheimgang flüchten und sich unten irgendwo verstecken. Shane ist im Haus. Und wieder beginnt vor ihrem Haus eine Schießerei. Sandy will David durch den Geheimgang in die Bibliothek führen, damit er ins Haus gelangen kann. Von Van Hel erhält er ein wenig Weihwasser, was ihm noch nützlich sein kann. Die anderen geben Feuerschutz.

Shane steht vor Sarah. Er will sie in einen Vampir verwandeln. Er soll sie beißen, doch dann schreit sie doch um Hilfe und David ist da und schießt auf ihn - vorbei - weshalb Shane nicht tot ist und auf David losgehen kann. Er würgt ihn, aber David kann das Weihwasser aus seiner Tasche holen und es auf Shane träufeln. Dieser weicht zurück und Sarah kann David die Schusswaffe zu werfen, damit David dieses Mal auch wirklich das Herz von Shane nicht verfehlt. Shane ist tot.

Draußen ist die Hölle los, weshalb David auf eine Idee kommt, und alles was aus Holz besteht kleinhackt. Dann schaffen er und Sarah alles aufs Dach. Die Kinder hatten sich im Sarg versteckt. Sandy kann drinnen einige der Angreifer erledigen, doch sie nehmen sie gefangen, und mit ihrer Hilfe will Jefferson erreichen, dass Mardulak aufgibt, wenn er Sandy lebend wieder haben möchte. Das Tor wird geöffnet, und damit endlich herausgefunden werden kann, wer der stärkere der beiden Vampire ist, bietet Graf Mardulak seinem Gegenüber ein eins zu eins Duell an, was dieser auch annimmt. Beide stehen sich schussbereit gegenüber. Mardulak besiegt Jefferson mit Leichtigkeit, da er der ältere ist, denn er ist Graf Dracula. David und Sarah richten einen aus Holz gebauten Gegenstand, der sich bei näherer Betrachtung als Kreuz entpuppt, auf dem Dach auf, und die Revolutionäre fangen an zu brennen. Die Bewohner jedoch nicht, denn ihnen wurde vergeben. Und die Harrisons können wieder nach Hause zurückkehren.

Wertung:


Warum steht der jetzt unter "Diverse", ist doch schließlich ein Vampirfilm? Ja, und nein, denn es ist irgendwas, aber kein typischer Vampirfilm, denn es gibt hier Roadmovie-Momente - wen wundert's - Horrormomente, komische Momente, und davon waren einige vorhanden, sowie Wild-West-Orgien und Schussduelle. Alles findet man in diesem Film. Was man nicht erwarten darf, ist eine immer logische Handlung, denn diese weist doch an einigen Stellen Schwächen auf. Obwohl Juliet erzählt, dass sie vom Krieg der Vampire gertäumt hat, kommt dies nicht wirklich im Film vor. Wer jetzt wann warum in welchem Haus ist oder dorthin geht, ist ebenfalls nicht ganz klar. Anfangs ist auch diese Designfabrik völlig deplaziert, da sie eigentlich sich nicht in die Handlung integrieren möchte. Erst später wird klar, dass David und Shane dort einen Zwist haben, der sich anscheinend um Juliet und Sarah dreht. Sonst ist die Geschichte in soweit in Ordnung, aber darauf kommt es bei diesem Film nicht an, denn hier soll in erster Linie der Spaß im Vordergrund stehen, und den hat man wahrhaftig hier in Hülle und Fülle.

Gerade die Western-Schießereien wirken recht gut gemacht, weshalb das Prädikat "Western" auch in jedem Fall auf diesen Film zutrifft, auch wenn er eigentlich damit gar nix am Hut hat. Und Komödie trifft es am ehesten, da ich in letzter Zeit selten bei einem Film so gelacht habe, und auch das vermag gute Unterhaltung zu vermitteln. Dabei ist es uninteressant, dass der eigentliche Horroraspekt fpr eine Horrorkomödie zu kurz kommt, aber man hat es hier wenigstens noch mit halbwegs echten Vampiren zu tun, und nicht mit einem Twighlight-Verschnitt.

Da Bruce Campbell auf dem Cover erwähnt worden ist, hat man auch gewisse Erwartungen an den Film. Er ist der Rolle des Robert van Hel zu sehen, und diese füllt er exzellent aus. Daneben findet man Bill aus Kill Bill in persona von Graf Mardulak, auch wenn er hier ein wenig anders aussieht. Auch die anderen Schauspieler sind keine Unbekannten, aber sie stechen auch nicht wirklich hervor. Jim Metzler als David Harrison ist noch einer der markantesten Charaktere, auch wenn er mir als Schauspieler überhaupt nichts sagt. Auch Shane ist eher ein etwas unbekannterer Darsteller.

Von der technischen Seite gibt es überhaupt nichts auszusetzten. Der Film wirkt praktisch so, als wenn er gestern gedreht worden wäre, und nicht bereits 24 Jahre auf dem Buckel hat. Das Bild ist gestochen scharf, der Ton klar, wenn auch die Dialoge etwas unter zu gehen scheinen.

All denen, die mit purer Unterhaltung ohne zu viel Sinn und Verstand etwas anfangen können, sei dieser Film empfohlen. Mir hat er vorher nichts gesagt, und ich habe es nicht bereut ihn gesehen zu haben. Wenn man was Vergleichbares sucht, dann findet man vielleicht in Wild Wild West etwas, was ganz entfernt ein Fünktchen Ähnlichkeit hat, aber da gibt es dann keine Vampire, es gibt keine Hochtechnologie und die Hauotrolle spielt kein Superstar. Für eine Topwertung sind die Logikfehler und auch die etwas unsinnige Story zu viel vorhanden. Für eine gute 07/10 reicht es aber allemal, und es ist auch ein Film, den man sich auch ein zweites Mal ansehen kann.

_________________
Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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