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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (2007)
BeitragVerfasst: 4. Apr 2016, 21:25 
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O-Titel: Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street
Herstellungsland: GB/USA
Erscheinungsjahr: 2007
Darsteller: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Timothy Spall, Sacha Baron Cohen, Jamie Campbell Bower, Laura Michelle Kelly, Jayne Wisener, Ed Sanders, Gracie May, Ava May, Gabriella Freeman
Regie: Tim Burton
FSK: 16


Inhalt:


Sweeney Todd kommt in Begleitung des jungen Anthony mit dem Schiff nach Hause, nach London, zurück. Als Benjamin Barker hat man ihm damals alles genommen, was ihm lieb und teuer war. Allen voran seine Frau und seine Tochter. Er muss irgendwo unterkommen. Bei Mrs. Lovett, die in ihrem Laden Pasteten verkauft (es sind zwar die miserabelsten in ganz London, aber das ist ihr egal), findet sich ein Zimmer in der Fleet Street im ausgelagerten Dachgeschoss. Von Lovett erfährt Barker, dass seine Tochter Johanna bei Richter Turpin lebt. Dieser hat sie nach Barkers Verbannung adoptiert. Barkers Frau soll sich vergiftet haben. Benjamin Barker ist ein Barbier, und er ist stolz auf seine Handwerkskunst. Als auf dem Mark die Dienste des Signor Adolfo Pirelli angepriesen werden, kommt es zum Duell zwischen den beiden Barbieren, und Barker kann es für sich entscheiden.

Pirelli will Barker einen Besuch abstatten und diesen Erpressen. Doch Barker tötet den Widersacher. Um seine Leiche loswerden zu können, wird diese kurzerhand bei Mrs. Lovett zu einer ausgezeichneten Fleischpastete verarbeitet. Und damit die Verarbeitung reibungsloser vonstatten geht, wird ein Fallmechanismus konstruiert, der die Opfer des Barbiers direkt nach unten zur Verwertung schafft. Und von da an kommen einige Männer zum Barbier doch sie werden im Anschluss nicht mehr gesehen...


Wertung:


Eine Inhaltsangabe ist hier extrem schwierig, da es sich bei diesem Film um ein Musical handelt. Es ist kein Musikfilm und auch kein Spielfilm mit Gesangselementen sondern ein astreines Musical, weshalb die Dialoge natürlich gesungen werden, und das macht diesen Film sehr speziell. Man kann ihn auch als Horrormusical bezeichnen, denn gerade die Tötungseinlagen sind recht brutal ausgefallen und stehen einem härteren Horrorfilm in nichts nach, wenngleich der Hintergrund hier doch ein anderer ist und auch eine unheimliche Atmosphäre nicht aufkommt. Das Szenario ist ganz Tim Burton like: düster mit vielen Grautönen, wie man es aus vielen seiner Filme kennt. Wenn man seine Filme nicht mag, dann mag man wahrscheinlich auch diesen hier nicht.

Was mich hier am Meisten beeindruckt hat, ist der enorm gute Soundtrack, was sowohl die Auswahl der Gesangsstimmen als auch die Art und Weise des Auftreten der Themata betrifft, denn gesanglich hat mich gerade Johnny Depp in Gestalt von Barker und Helena Bonham Carter als Mrs. Lovett sehr überrascht, und das im positiven Sinne. Von Depp kann man sowas sogar erwarten, aber von Carter nicht, wenn man sie noch als heruntergekommene Marla Singer in "Fight Club" vor Augen hat. Auch Alan Rickman als Richter Turpin bietet eine gute Gesangsdarbietung, obwohl diese geringer ausgefallen ist als bei den beiden erstgenannten Protagonisten. Rein von der gesanglichen Darbietung kann man diese auch ohne den Film zu kennen hören. Es hat schließlich auch kein geringerer als Stephen Sondheim, der auch für die Broadway-Inszenierung verantwortlich ist, die Musik zum Film beigesteuert. Unter anderem hat er in den 50ern die West-Side-Story geschrieben. Für Sweeney Todd gab es aus musikalischer Sicht einen Grammy für Sondheim.

Insgesamt eine aus meiner Sicht viel zu wenig beachtete Geschichte kann dieses Musical deutlich überzeugen und reiht sich ein in eine Abfolge der großen Verfilmungen wie "Evita", "Hair" oder "Moulin Rouge". Musikliebhaber und Fans von Musicals sei "Sweeney Todd" wärmstens empfohlen. Wer einen Horrorfilm hier sucht, der kann getrost zum nächsten Film weiter ziehen, denn das sucht man hier vergebens. Ist man nicht gänzlich der englischen Sprache mächtig dann bleibt auch nicht mehr als die Untertitel mitzulesen. Dabei bleibt der Musikgenuss aber auch etwas auf der Strecke. Insgesamt 09/10 Punkten!

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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