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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Fluchtpunkt San Francisco (1971)
BeitragVerfasst: 14. Jul 2013, 18:32 
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Kowalski (Barry Newman) arbeitet als Autoüberführer in Colorado und bekommt den Auftrag einen getunten Dodge Challenger nach Kalifornien zu fahren. Kurz nach Beginn wettet er mit seinem Drogendealer, dass er es schaffen könne den Wagen in weniger als 15 Stunden abzuliefern.
Vollgedröhnt mit Speed beginnt eine halsbrecherische Jagd durch die Staaten, bei der er die skurrilsten Gestalten kennenlernt. Immer wieder von Erinnerungen seines früheren Lebens übermannt, versucht er mit Hilfe des Radiomoderators Super Soul der Staatsmacht zu entkommen..

Fluchtpunkt San Francisco ist ein Road – Movie in der Urfassung, was ich damit meine? Nun ganz einfach, Fluchtpunkt San Francisco befasst sich mit nur mit den typischen Klischees eines Road – Movies, sei es der Rebell in diesem Fall der Autofahrer und sein Auto, die einsamen Straßen, die Wegbegleiter und Verehrer des Rebells und die böse Gegenseite, in diesem Fall wieder mal die Gesetzeshüter! Die Gesetzeshüter schneiden hier mal wieder extrem mies ab, sie sind brutal und hinterlistig. Fluchtpunkt San Francisco ist ein Lieblingsfilm vom Regisseur Quentin Tarantino, und in diesem Streifen führte Richard C. Sarafian die Regieanweisungen. Zu seinen weiteren Werken auf dem Regiestuhl zählen unter anderem: „Starfire“ von 1990, was auch sein letztes Werk war und „Street Justice“ von 1987.

Für die Hauptrolle des Rebells im Film wurde der bekannte Schauspieler Barry Newman engagiert, der auch schon die Rolle des Anwaltes „Petrocelli“ in der gleichnamigen TV – Serie verkörperte und auch in Filmen wie „Stadt in Flammen“ von 1979 und „Daylight“ aus dem Jahr 1996 auf der Leinwand zu bewundern war.

Fluchtpunkt San Francisco ist ein Film der sofort wild drauf los geht, die Spannungskurve ist bereits zu Anfang auf einem hohen Level, und wird durch harte Schnitte, wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, der weitere Verlauf spiegelt die Handlung in Rückblenden wieder, um so den Zuschauer ausgiebig auf die einzelnen Charaktere und deren Rollen vorzubereiten. Schon zu Beginn wird der Zuschauer mit wilden Verfolgungsjagden und Manövern ausreichend versorgt, untermalt werden diese Szenen durch einen Soundtrack, der Rockmusik mit Countryflair gekonnt mischt und in Szene setzt, das Gefühl von Freiheit eines Menschen in seinem Auto auf einsamen Straßen durch die Wüste, wird dadurch noch sehr verstärkt, und man kann als Zuschauer nur erahnen wie Frei sich der Mensch fühlen kann!

Durch Rückblendungen über den Rebell, erfährt man zwar einiges über sein Leben und seine Vergangenheit selbst als Gesetzeshüter, aber leider nur sehr oberflächlich und angekratzt, ein wenig mehr Drama hätte der Klassifizierung der Rolle gut getan, und hätte dem Zuschauer die Verwirrung genommen, die leider manchmal aufkommt. Ein wenig mehr von Mad Max oder Easy Rider hätte den Gesamteindruck ein wenig mehr Härte und Ausdrucksstärke gegeben. Die Kameraarbeit und Führung sind sehr anspruchsvoll und sehr gut festgehalten. Die Landschaftsaufnahmen der einsamen Highways in der Wüste passen stimmig auf die Freiheit und Einsamkeit des Rebells.

Gelenkt wird Fluchtpunkt San Francisco auf ein Finale was beim Zuschauer die Möglichkeit bietet, das man sich selber Gedanken macht, wieso jetzt der Rebell so reagiert hat? Aus welchen Gründen, aus welchen Veranlassungen hat er sein Leben in diese Richtung gelenkt? Dies war vom Regisseur beabsichtigt, und ist im vollkommen gelungen. Der Film bietet ein paar Nebenplots in der Story an, die so nach und nach sich der Hauptstory einfügen und diese noch mehr Ausdruck verleihen. Auch viele Nebenrollen tragen ihren Teil zur Geschichte des Rebells im Auto bei.

Fluchtpunkt San Francisco gibt es auf VHS und DVD, und hat eine Freigabe von 16 erhalten. Man kann ruhigen Gewissens, den Film zu Filmen wie Easy Rider und dergleichen hinzuzählen, denn auch er vermittelt das Flair der Auflehnung gegen das System und ihre Folgen, die Hippie – Zeit lässt grüßen.

Fazit: Unterhaltsamer Streifen mit anregenden Handlungen und Gedanken, klasse Kulissen und ein ohrensanfter Soundtrack runden das ganze ab. Für Road – Movie Fans ein Pflichtprogramm! Im Jahre 1997 wurde ein Remake verfilmt, was weniger auf Dramatisierung und Darstellung der Hippiebewegung ausgelegt war und ist bis dato nur auf VHS erhältlich. Mit dem Titel „Höllenjagd nach San Francisco“.

Ich gebe dem Film Fluchtpunkt San Francisco 9 / 10 Punkten

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