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 Betreff des Beitrags: Into the Wild (2007)
BeitragVerfasst: 13. Aug 2013, 23:47 
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Deutscher Titel Into the Wild – Die Geschichte eines Aussteigers
Originaltitel Into the Wild
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 148 Minuten
Altersfreigabe FSK 12

Regie Sean Penn

Besetzung:

Emile Hirsch
Vince Vaughn
Marcia Gay Harden
William Hurt
Jena Malone
Brian Dierker
Catherine Keener
Kristen Stewart
Hal Holbrook

Inhalt:

Der 22 jährige Christopher McCandless erträgt sein altes Leben nicht mehr.Immer diese Ordnung nach der sich sein Leben richtet.Immer alle Erwartungen erfüllen zu müssen.Er beschließt,dass er dieses Leben nicht mehr führen möchte.Er verbrennt seinen Ausweis,seine Kreditkarte und macht sich auf den Weg in die Wildnis.Er hat alles dabei was er braucht und beschließt ein neues Leben zu beginnen und erlebt sein größtes Abenteuer...

Kritik:

"Anstatt Liebe, Berühmtheit oder Geld oder Vertrauen oder Fairness...gebt mir Wahrheit"

"Into the Wild" ist mit einer der emotionsgeladensten Filme,den ich jemals in meinem Leben gesehen habe.Vor allem ist er auch meine Nr.1 was meine Lieblingsfilme betrifft.Anfangs war ich sehr skeptisch,was diesen Film betrifft.Sean Penn hat mit seiner Regiearbeit zu "Das Versprechen" mit einen der schlechtesten Filme geschaffen,den ich bisher gesehen habe.Doch was er aus dieser Thematik gezaubert hat fasziniert mich bei jeder weiteren Sichtung immer und immer mehr.

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht einfach alles hinter sich zu lassen und sein altes Leben einfach mal zurück zu lassen? Christopher McCandless setzte dieses Wunschdenken in die Tat um und erlebte ein Abenteuer,dass sein Leben grundlegend verändert hat.Mit sehr großer Sorgfalt ging Sean Penn an dieses Werk heran und erschuf einen wunderschönen Film,der in so vieler Hinsicht einfach nur grandios ist.

Allein diese Thematik ist wohl schon Grund alleine sich diesen Film anzuschauen.Die Umsetzung dieser Geschichte ist Sean Penn sehr gelungen.In ruhigen Bildern erzählt er diese wahre Geschichte und begeistert den Zuschauer durch seine wunderschönen Landschaftsaufnahmen und die intensive Story.Da es auf wahren Begebenheiten beruht ist der Zuschauer auch bemüht von Anfang an mit zu fiebern.Man sieht das Leben von Christopher McCandless aus zwei Sichten.Zum einen wird seine Figur beleuchtet vor der großen Reise in die freie Wildnis.Die Figur ist deprimiert und ist seines selbst nicht sicher.Eine bedrückende melanchonische Stimmung ist in diesen Abschnitten klar zu vernehmen.Und dann wird er gezeigt wie er sich verändert in der freien Wildnis.Er blüht auf und man erkennt,dass es genau das richtige war für ihn.
Auch seine Taten sprechen für ihn.Er macht nichts unüberlegt,wie es in seinem alten Leben so war.Jede Tat hat eine Folge,die weniger oder mehr nach sich zieht.Er ist auf sich alleine angewiesen.Trotzdem begegnen ihm während seiner Reise die unterschiedlichsten Menschen,zu denen er eine feste Beziehung aufbaut und die sich auch für ihn zu einer Art Familie entwickeln.

Emile Hirsch verkörpert hier Christopher McCendless,der ihm auch optisch sehr ähnlich sieht.Es ist die beste Leistung seiner Seits,die er jemals abgelegt hat.Von Szene zu Szene verkörpert er Christopher McCendless mit einer solchen Leidenschaft und einer Intensität,dass man ihm diese Rolle von der ersten Sekunde abkauft.Man erkennt jede Emotion die er durchlebt.Ein Talent,dass oftmals unterschätzt wird,denn er ist ein wirklich sehr interessanter Charakterdarsteller,der leider immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt bekommt.Sehr schade,denn in ihm steckt viel mehr!

Die wunderbaren Naturaufnahmen rauben einem fast den Atem.Wunderschöne Kulissen,zum größten Teil auch Originalschauplätze von Chris,die er wirklich besucht hat.Doch nicht nur diese wurden hier in den Film mit eingebracht.Auch an den Orten wo er war wurden echte Leute,keine Schauspieler vor die Kamera gestellt.Faszinierend,da diese nicht einen Cent verdient haben,es nur aus Spaß an der Freude gemacht haben.

Doch auch das schönste Bild vermag zu trüben.Was so schön aussieht,entwickelt sich zu einem Albtraum,der einen eine Gänsehaut einjagt.Sean Penn zeigt langsam und mit ruhigen Bildern wie es immer näher und immer bitterer wird,auch wenn es vorerst nicht den Anschein hat.Gerade im letzten Drittel des Filmes wird es für den Zuschauer immer schwieriger sich von diesem Film los zu reisen.Die Spannung steigt immens an und lässt auch erst wieder nach,sobald der Abspann gezeigt wird.

Mit poetischen Dialogen und tiefgründigen Fragen wird der Zuschauer hier konfrontiert und ist am überlegen,was er der Natur denn eigentlich antut.Es ist viel ökonomisches Denken hier gefragt,was ich sehr gut fand.Es wird mal unterschwellig gezeigt,dann wird es offen zugegeben.Darin besteht der Reiz sich diesen Film anzuschauen.Man fragt sich nach dem Ende des Filmes,ob man denn nicht selbst mehr für seine Umwelt tun kann.Dies sind die Momente bei denen man merkt,dass ein Film seine volle Wirkung erzielt hat.

Passend zu den wunderschönen Landschaftsaufnahmen,wird hier ein unfassbarer und bezaubernder Soundtrack von Eddie Vedder beigesteuert,der sich als intensiv heraus stellt.Er hebt die Szenen gekonnt hervor und hinterließ mir auch einen Ohrwurm.Mit seinem Song "Hard Sun",fasziniert er mich immer noch.Ich bekomme regelrechte Gänsehaut Attacken bei diesem Film.Für mich wirklich einer der schönsten und auch traurigsten Filme,den ich jemals gesehen habe,der leider sehr unterschätzt wird.

Wer mal wieder Lust auf einen Film mit sehr hohem Anspruch hat,der ist bei "Into the Wild" genau an der richtigen Adresse.Ein Film,der intensiv erzählt wurde,bei dem niemals auch nur ein Ansatz von Langeweile auftaucht.Es gibt eigentlich nur ein Wort,mit dem man diesen Film kurz und knapp beschreiben kann...MEISTERWERK!!!!!!


Wertung: 10/10

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"Alles, was ich habe auf dieser Welt, sind meine Eier und meine Wort, und das breche ich nicht, für niemanden, ist das klar?" -Tony"Scarface" Montana


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