Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Million Dollar Baby
BeitragVerfasst: 6. Nov 2013, 22:19 
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O-Titel: Million Dollar Baby
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Darsteller: u. a. Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, Brían F. O'Byrne, Anthony Mackie, Margo Martindale, Riki Lindhome, Michael Peña, Benito Martinez
Regie: Clint Eastwood
FSK: 12

Inhalt:


Ein Boxkampf. Schwarzer gegen Weißen. Der Gong rettet vor dem Knock Out. Der Erzähler fing in den 60ern als Trainer und Manager an. Eine Runde gibt er ihm noch. Der Schwarze soll sich von seinem Gegner schlagen lassen. Er blutet im Gesicht. Frank Dunn versteht es, Wunden zu behandeln. Aber die Blutung stoppt nicht lange, er hat nur wenige Sekunden Zeit. Die Menschen lieben Gewalt. Beim Boxen geht es vorallem um Anerkennung. Und der Schwarze schlägt den Weißen k.o.
Im Anschluss an den Kampf kommt eine Frau zu Frank in die Katakomben. Sie will einen Vorkampf. Aber Frank Dunn trainiert keine Frauen. Sein Schützling fährt bei ihm mit. 2 - 3 Kämpfe noch, dann ist er bereit für den Titel. Beim Boxen läuft alles rückwärts.
Frank war in der Kirche. Er redet mit dem Pfarrer. Hat er seiner Tochter geschrieben? Aber natürlich.

Ein Boxer besteht aus Herz. Er lernt in seinem Boxclub ein junges Talent namens "Danger" kennen. Eddie Scrap ist dort als Reinigungskraft angestellt. Danger will Weltmeister im Weltergewicht werden. Er ist ein Großmaul. Er soll weiter trainieren. Frank möchte nicht, dass Danger weiter in seinem Stall boxt. Es bricht ihm das Herz.

Die Maggie Fitzgerald, die Frau, die schon bei Frank angefragt hatte, taucht in seiner Trainigshalle auf. Wer ist seine "Neue"? Es gibt genug Trainer, die Frauen trainieren, aber nicht Franky. Sie lebt in Armut mit einem einfachen Job als Aushilfe in einem Schnellimbiss. Sie muss sich sogar die Reste der Gäste mitnehmen. Aber sie kommt täglich zum Trainieren. Sie hat für 6 Monate im Voraus bezahlt. Danger hat nicht bezahlt.

Als Mr. Scraps das Licht abends aus macht, ist Maggie noch da, als Letzte. Er zeigt ihr, wie sie sich besser für bestimmte Schläge bewegen kann, denn auch Scrap war einmal ein Boxer. Aber er ist kein Trainer. Er gibt ihr eine unbenutzte Boxbirne von Frank, auch wenn dieser mit Sicherheit was dagegen hat. Maggie selbst kann sich keine leisten. Sie soll die Tür zuziehen, wenn sie geht. Boxen ist für Maggie alles für einen Traum zu riskieren, den nur man selbst kennt.

Am nächsten Tag ist sie wieder da. Die anderen ziehen Danger auf. Mr. Scraps meint, dass die Kleine was drauf hat. Aber Frank will seine Boxbirne zurück, denn jeder, der mit einer seiner Geräte trainiert, könnte denken, dass er auch der Trainer ist. Maggie ist schon 31. Es dauert 4 Jahre, bis man Boxer ist. Aber sie berührt sein Herz, weshalb sie seine Boxbirne weiter benutzen darf.
Es klingelt Abends bei Frank an der Tür. Es ist Willie, den Frank zum Weltmeistertitel führen wollte. Er verlässt Frank wegen Micky Mack, einem anderen Manager. Frank ist vor den Kopf gestoßen.

Danger macht weiter seine Show. Er trainiert mit Scraps. Für Frank war es hart, dass Willie gegangen ist. Er hat ihn benutzt, um ihn vor der Meisterschaft zu beschützen. Maggie trainiert unterdessen weiter, Tag für Tag. Frank beobachtet sie dabei. Abends sieht Frank den Kampf mit Willie im Fernsehen, und tatsächlich wird Willie neuer Weltmeister. Anschließend begibt er sich nochmals in sein Studio, um Scraps einen Cheesburger vorbei zu bringen. Dann hört er drinnen ein Geräusch und entdeckt Maggie, die immer noch am Trainieren ist. Sie weiß, wenn Frank Dunn ihr Trainer ist, dann wird sie Champion. Er ist sauer über ihre Sturheit. Wenn sie nicht Zweifelt und nichts sagt oder Fragen stellt, dann will er versuchen zu vergessen, dass sie eine Frau ist. und dann beginnt er ihr zu zeigen, wie man boxt. Er will ihr anschließend einen Manager besorgen und dann macht sie eine Million Dollar. Und er trainiert sie.

Sie will einen Kampf, aber vorerst nur einen Sparringskampf. Aber Frank schiebt sie anschließend einfach zu einem x-beliebigen Manager weiter. Ihr erster richtiger Kampf läuft nicht wie geplant. Frank und Scraps sehen von der Tribüne aus zu. Für Maggie läuft es nicht gut. Und Frank kann es nicht weiter mit ansehen, weshalb er sich zum Ring runter begibt. Er redet mit ihr. Der Ringrichter mischt sich jedoch ein. Ist sie seine Boxerin? Ja, sie ist seine Boxerin, der andere war nur als Vertretung da, bis Frank eintrifft. Und tatsächlich schafft sie es den Kampf zu gewinnen. Sie soll sich für das Wochenende frei nehmen. Ein weiterer Kampf. Kurz nach Angong ist er aber mit einem Knockout durch Maggie wieder zu Ende. Sie soll sich vornehmen, dass die Gegnerinnen nicht in der ersten Runde k.o. gehen. Der erste sechs Runden Kampf lief nicht so glatt: Die Gegnerin ging erst am Ende der ersten Runde k.o.

Da viele nicht mehr gegen Maggie kämpfen wollten, arrangiert Frank einige Kämpfe und bezahlt dafür. Er lässt sie außerdem in der nächsthöheren Gewichtsklasse antreten. Bei ihrem Kampf dort bekommt sie einen Schlag ab und beginnt zu bluten. Frank stoppt die Blutung. Sie hat 20 Sekunden, bevor ihr das Blut aus dem Gesicht schießen wird. Und sie schafft es die Gegnerin zu besiegen.

Nach dem 12. k.o.-Sieg bekommt er bereits gute Angebote für sie. Und auch die Fans lieben sie. Aber sie ist schon 33 geworden. Scraps hat beim Boxen ein Auge verloren. Franky hätte den Kampf mit einem Handtuchwurf beenden können. Es war Scraps 109 Kampf. Und Frank macht sich deshalb Vorwürfe. Wenn Maggie ihn verlassen will, dann soll sie es gleich tun. Franks Briefe an seine Tochter Kathy gehen mit dem Vermerk "Annahme verweigert" an ihn zurück. Seit Jahren schon.

Frank hat für Maggie einen Aufbaugegner. Auch einen anständigen Boxermantel hat er dabei. Sie war ihm Rahmenprogramm eines Mittelgewichtsfights der Männer zu sehen, aber alle erinnern sich nur an ihren Kampf. Und sie schickt ihre wesentlich jüngere Gegnerin auf den Ringboden. Die Menge brüllt ihren Namen: Mo Cushile. Das steht zumindest auf ihrem Mantel drauf. Es ist irgendein gälischer Ausdruck. Von dem Geld, was Maggie mit dem Boxen verdient, kauft sie ihrer Mutter ein Haus, aber anstatt ihr dafür zu danken, ist sie tierisch verärgert darüber. Jetzt kann sie sich die Unterstützung von der Sozialhilfe abschminken. Wovon soll sie denn bitte ihre Medikamente bezahlen? Sie will das Haus nicht.

Maggie hat einen Titelkampf. Gegen Blue Bear aus Europa. In Vegas. Scraps will nicht mit hin. Als er im Boxstudio ist wird er auf die Toilette gelotst, da diese absichtlich zum Überlaufen gebracht wurde. Dann hört er Geräusche aus dem Ring. Als er zurück eilt, sieht er, dass Danger von den anderen verdroschen wird. Darauf nimmt Scraps sich selbst die Boxhandschuhe und kann Dangers Gegner besiegen. Maggie hat unterdessen Probleme mit Blue Bear, denn diese kämpft mit unfairen Mitteln. Auch Frank ist darüber aufgebracht. Doch als beide einen Moment lang unachtsam sind, kommt es zu einer Tragödie, die das Leben von Maggie und auch Frank nachhaltig verändern wird.

Wertung:


Auch hier lasse ich einfach wieder das Ende weg, denn auch dieses ist schlimm, denn was dort passiert, sollte einem Sportler egal in welcher Sportart nicht passieren. Die Geschichte dahinter ist nicht so einfach, wie man augenscheinlich glaubt, denn man könnte meinen, dass es um einen reinen Boxerfilm geht. Weit gefehlt, denn in der Hauptsache geht es darum, wie mit Maggie von ihrer Familie und auch von Frank umgegangen wird, denn erst erlebt sie Ablehnung. Und zwar in allererster Linie von Frank, denn es braucht eine ganze Weile, bis er sich dazu bereit erklärt sie zu trainieren. Dann bekommt sie Ablehnung durch ihre Familie, denn ihre Mutter weißt ihre Tochter zurück als sie, ganz selbstlos, etwas Gutes in Form eines Hauskaufes versucht zu tun. Als sie berühmt wird, findet sie Akzeptanz bei Frank und auch bei der Menge. Doch dann kommt es zur Tragödie, und gerade ihre Familie besteht aus denjenigen Leuten, die sie verletzen, denn diese lebt in Armut, und auf einmal dreht sich alles ums Geld. Geld, was Maggie für ihre sportlichen Leistungen erhalten hat, und nun, will ihre Familie doch ein Stück von dem Kuchen haben. Einen Kuchen, der ihnen eigentlich nicht zusteht und ihnen auch am Anfang gar nicht geschmeckt hat.

Daneben gibt es die Beziehung zwischen Frank und Maggie. Frank hat keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter, aus welchem Grund auch immer, aber Maggie müsste schätzungsweise im Alter seiner Tochter sein. Vielleicht entwickelt sich hier eine Art Vater-Tochter-Beziehung, und das macht das Ende vor allem für Frank noch viel schlimmer, der dann auch Dinge macht, von denen er selbst nicht glaubte, dass er sie tun könnte, und auch der Pfarrer, den er jede Woche aufsucht, kann ihm dabei mit keinen richtigen Rat zur Seite stehen, außer, dass er ihn von seinem Vorhaben nur warnen kann.

Schauspielerisch gibt es hier absolute Glanzleistungen. Vor allem stechen natürlich Hilary Swank als auch Clint Eastwood, der hier ja auch Regie geführt hat, und Morgan Freeman heraus. Und alle drei haben für diesen Film einen Oscar erhalten. Insgesamt gab es 4. Als bester Film und Clint Eastwood hat nicht für seine schauspielerische Leistung sondern für seine Regiearbeit einen erhalten. Morgan Freeman war bester Nebendarsteller und Hilary Swank bekam ihn für die beste Darstellerin. Daneben gab es zahlreiche andere Preise. Insgesamt 4 Oscars (von 7 Nominierungen), 2 Golden Globes und zahlreiche kleinere Preise räumte dieser Film ab - absolut verdient.

Wahrscheinlich kennen viele diesen Film, und manch einer mag diesen Film auch bestimmt nicht. Vielleicht auch, weil man etwas wie Rocky erwartet, aber das ist es mit Sicherheit nicht. Ich finde den Film, so wie er ist, fantastisch, weshalb es hier von mir auch 10/10 Boxhandschuhe gibt.

_________________
Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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