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 Betreff des Beitrags: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 17:04 
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Vampir-Adel

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"The Seasoning House ist kein Ort, an dem sich Abgründe auftun, es ist der Abgrund."

"Im Seasoning House werden die Monster manifestiert, wo sie zweifellos leben: in den Menschen."

(Zitate auf dem Rückfrontcover der Mediabook-Ausgabe)

THE SEASONING HOUSE

(Grossbritannien 2012)


Rosie Day - ANGEL
Kevin Howarth - VIKTOR
Sean Pertwee - GORAN

Regie: PAUL HYETT

Laufzeit ca. 90 min

FSK ab 18 Jahren


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Der Schauplatz, Ort und Zeit: Ein Haus, irgendwo im Balkan des Jahres 1996.
Ein junges taubstummes Mädchen im Alter von ca. 16 oder 17 Jahren muß gezwungener Maßen in einem gewissen Haus diverse Arbeiten verrichten. Sie muß die Zimmer reinigen, andere junge Mädchen/Frauen sauber machen und ihnen diverse Rauschmittel mittels einer Injektion per Spritze verabreichen. Es ist ein Haus, wo junge Mädchen/Frauen zur Zwangsprostitution verdammt sind und sich zahlenden Kunden hingeben müßen, ob sie wollen oder nicht. Viktor ist der Herr des Hauses und mit seinen Untergebenen führt er ein skrupelloses strenges Regime. Das taubstumme Mädchen ist seine persönliche Sklavin, die ihm ab und zu ebenfalls Liebesdienste erweisen muß. Sie ist nicht glücklich in diesem Haus zu sein. Glücklich war sie einmal, als sie noch im Haus ihrer Eltern war. Aber dann kam der Krieg und irgendwelche Söldner überfielen ihr kleines Dorf. Sie versuchte sich im Schrank zu verstecken, aber sie wurde entdeckt und hinaus gezerrt. Ihre Mutter wollte sie mit einem Messer vor den Söldnern beschützen, aber sie wurde eiskalt erschossen und sank sterbend zu Boden.

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Mit anderen jungen Mädchen wurde sie in dieses Haus gebracht. Viktor stellte sich ihnen als ihr neuer Herr vor und machte ihnen auch gleich klar was passiert, wenn ein gewisses Vertrauen gebrochen wird, indem man versucht zu fliehen. Demonstrativ stach er einer jungen Frau einfach seitlich in den Hals. Die anderen Mädchen wurden daraufhin in ihre Zimmer gebracht, bis auf die Taubstumme. Viktor fand heraus, das sie taubstumm ist. Da sie eine Kette um ihren Hals trägt, die einen Engel zeigt, gab er ihr den Namen Angel.

Für die Mädchen ist das Haus ihr neues Zuhause und Viktor macht es ihnen klar

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Der Alltag im Haus gestaltet sich für Angel ziemlich trist und eher eintönig. Oft ist sie in ihrem Zimmer, dann wird sie geholt. Schon wieder den Dreck im Zimmer weg machen. Schon wieder ein anderes Mädchen sehen, das deutliche Spuren von Misshandlungen aufweist. Den zahlenden Kunden reicht wohl der Sex nicht alleine, nein, sie müßen dabei auch noch den eh schon hilflosen und unter Drogen gesetzten Mädchen gegenüber auch noch gewalttätig beim Sex werden. Angel kennt nur zu gut diese ganzen Vorgänge im Haus. Sie weiß, das sie die Mädchen mit Drogen gefügig macht, denn Viktor hat es ihr ja bei gebracht. Fast jeden Tag die gleiche Prozedur. Dann wieder ein Mädchen sauber waschen, aber dies ist mal wieder nicht nötig, denn sie ist Tod. Hat die Gewalt eines Kunden nicht weiter überlebt. Dabei wollte Angel dieses Mädchen reinigen, damit sie halbwegs wieder hübsch aussieht. Stumm erträgt Angel alles, was soll sie auch gegen das alles tun können. Ein anderes Mädchen will mit ihr sprechen, bittet sie um Hilfe, aber Angel kann nicht. Fast gefühlos betritt sie die Zimmer der Mädchen, wäscht sie, spritzt ihnen die Drogen und entfernt sich wieder. Redet kein Wort mit ihnen. Wie sollte sie auch.

Angel, bei einem der Ein- und Ausgänge zu den Hohlräumen

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Dann ist da aber ein Mädchen namens Vanya. Sie beherrscht zufällig die Gebärdensprache und für Angel kehrt sowas wie eine gewisse Freude ein, sofern man es unter diesen Umständen als Freude bezeichnen kann. Endlich ist jemand da, mit dem sie sich verständigen kann, aber sie müssen vorsichtig sein, denn Angel soll die Mädchen nur waschen und Drogen verabreichen. Was Viktor und seine Männer nicht wissen ist, das Angel sich seit geraumer Zeit in den Hohlräumen zwischen den Wänden des Hauses bewegen kann. Dadurch kann sie überall in die verschlossenen Zimmer der Mädchen gelangen, wenn diese Abends von Viktors Männern zugeschlossen werden. So besucht sie ihre neue Freundin Vanya des öfteren, aber sie muß höllisch aufpassen, denn die Männer machen immer ihre Kontrollgänge. Sie hört die Männer nicht kommen, aber sie nimmt sie denoch wahr und zwar durch die Vibration des Bodens. Eines Tages kehren vier Söldner unter der Führung von Goran ins Haus ein und irgendwie spürt man, das Ärger in der Luft liegt. Als einer der Söldner Vanya derartig Gewalt beim Sex antut, sieht dies Angel durch ein kleines Gitter. Sie kriecht aus dem Hohlraum heraus und sticht mit einem Messer auf den Söldner ein. In einem extrem blutigen Handgemenge gelingt es Angel in den Hohlraum zu entkommen. Der Söldner ist tot, aber auch ihre Freundin Vanya. Goran ist außer sich und will diese "Missgeburt" töten. Alle machen nun Jagd auf dieses zierliche taubstumme Mädchen.

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Regisseur Paul Hyett ist kein Unbekannter, allerdings ist dieser Film hier sein Regiedebüt. Hatte er vorher in vielen Filmen die Special Make-up Effekte, wie z.B. THE DESCENT, DOOMSDAY, UNKNOWN IDENTITY usw. kreiert, so führte er bei diesem Film erstmals Regie. Und er überzeugt auf ganzer Linie. Der Film THE SEASONING HOUSE hat eine unglaubliche triste und sehr düstere Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Auch ist das Werk mit einer extremen Spannung gesegnet, denn so monoton wie sich der Alltag von Angel im Haus zuträgt, so ist dies alles andere als langweilig anzusehen. Darin liegt auch die große Regiestärke von P. Hyett, denn man verfolgt die Ereignisse regelrecht gebannt vor dem Bildschirm. Dabei hat es der Regisseur bei all dem ganzen vermieden hier in irgendwelche Klischees abzugleiten. Nichts ist von all dem zu sehen. Wenn Angel mit einem mit Wasser gefüllten Eimer durch das Haus in die Zimmer geht und von dort ins nächste usw., sie ihre Arbeit an den Mädchen verrichtet, man ihr Gesicht dabei sieht und man erahnen kann, was in ihr vorgeht, so ist dies wirklich perfekt in Szene gesetzt. Hierbei tragen auch die sehr gute Kameraführung inkl. diverser Kamera-Perspektiven und auch die absolut geniale Filmmusik von PAUL E. FRANCIS dazu bei, die grandiose Atmosphäre hervorragend zu unterstützen. Die britischen Filmemacher wußten ganz genau, was sie wollten und sie haben es erreicht. Desweiteren sind alle Darstellerleistungen einfach phänomenal und wirken total glaubhaft.

Angel sieht und weiß um das Leid der Mädchen

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Rosie Day, als Angel habe ich im Laufe meiner Erstsichtung ein wenig ins Herz geschlossen und daran hat sich auch bei der Zweitsichtung des Films nichts geändert. Sie ist unglaublich intensiv in ihrem Part, so das man mit ihr mitfühlt und am liebsten eigenhändig den menschlichen skrupellosen Abschaum des Hauses zur Hölle schicken will. Und das muß man sich mal vorstellen; Ausgebildete und im Kampf erprobte Söldner gegen ein zierliches Mädchen, das auch noch taubstumm ist. Zum Zeitpunkt der Entstehung des Films, war Rosie Day tatsächlich noch 17 Jahre alt und ist für die Rolle sehr gut ausgesucht worden. Ein junges weibliches Talent, von dem man noch in Zukunft aller wahrscheinlichkeit nach noch mehr sehen und hören wird.

Viktor Bild

Kevin Howarth ist Viktor. Trotz seines skrupellosen Charakters scheint er für Angel gewisse Gefühle zu haben. Er behandelt sie soweit gut. Sie ist zwar unter Zwang in diesem Haus bei ihm, aber er schlägt sie nicht und misshandelt sie zumindest beim Sex ebenfalls nicht. Durch seine extreme miese Art wirkt er auf Angel eher bedrohlich. Er versucht sogar seine Gefühle ihr gegenüber irgendwie verständlich zu machen. Er redet mit ihr, versucht ihr begreiflich zu machen, was er für sie empfindet. Aber ob er sie nur ausnutzen will und Angel ihn tatsächlich verstehen kann bleibt fraglich. Als später die Jagd auf Angel eröffnet wird, so ist dies Viktor eher gar nicht recht, denn es ist sein Haus, "seine Mädchen". Klasse Darstellung dieses Schauspielers.

Sean Pertwee ist Goran. Ein Schauspieler dessen Gesicht dem einen oder anderen in diversen Filmen mit sicherheit schon unter gekommen ist. Goran ist ein Söldner, der für sein Land kämpft und einen Krieg führt, der inzwischen unmenschliche Ausmaße angenommen hat. Die allgemeine Verrohung Goran's und seiner Söldner sind nur allzu deutlich erkennbar. Als einer der Söldner mehr oder weniger sich über Vanya hermacht und sie beim Sex schlägt usw., ist auch für Angel das Maß voll und sie beginnt nun ihrerseits gewalttätig zu werden. Goran, der ja inzwischen eh nix anderes mehr gewohnt ist, nimmt diese Herausforderung an und setzt alles daran Angel ins Jenseits zu befördern. Ebenfalls klasse Darbietung dieses Darstellers.

gefesselt, missbraucht, misshandelt

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Ferner vermeidet es der Film, die sexuellen Gewalttätigkeiten an den jungen Mädchen direkt zu zeigen. Aber man kann es sehr gut erahnen, was in den Zimmern so vor sich geht. Das laute Wimmern und die teilweisen Schreie der gepeinigten und missbrauchten Mädchen reichen hier vollkommen aus und dürften Bände sprechen. Auf der anderen Seite gibt denoch überraschende extrem blutige Gewalttätigkeiten zu sehen, die man wohl in der Art und weise nicht so erwartet hätte. Diese sind weder selbstzweckhaft noch als spekulativ einzuordnen, aber sie sind äußerst realistisch und brutal anzusehen! Angel muß sich nun gegen die Söldner wehren, bzw. auch vor ihnen flüchten. Dabei mutiert sie nicht zu einer Kampfamazone, wie es meistens in anderen Filmen eher unglaubwürdig gezeigt wird. Sie bleibt sie selbst und versucht mit ihren Möglichkeiten zu überleben. Es ist einfach nur große klasse, wie es im Film hier umgesetzt gesetzt wurde. Nichts wirkt widersprüchlich oder gar übertrieben und auch darin liegt die große Stärke dieses fast schon kleinen Meisterwerkes.

Fazit:
Ein Film und ein Drama, das mit seiner ausgezeichneten düsteren glaubwürdigen Atmosphäre, seiner überaus professionellen realistischen und intensiven Inszenierung eigentlich niemanden kalt lassen dürfte. Ein Drama, das im Grunde genommen noch lange nachwirken sollte. Der Film hat mich überzeugt und ist einfach nur der HAMMER! Ein absoluter Geheimtipp! Jetzt schon eine wahre Filmperle und eine DER Filmentdeckungen des Jahres. Es ist auch definitv kein Film, den man sich einfach mal so nebenbei anschauen kann. Hier muß man schon intensiv dabei sein!

Es gab/gibt A SERBIAN FILM, aber nun gibt es auch THE SEASONING HOUSE. Beide Filme handeln mehr oder weniger vom Balkankonflikt und/oder dessen Nach- und Auswirkungen. Beide handeln von Frauen als Ware, die man nach Gebrauch einfach entsorgt, wenn diese ausgedient haben. Ich will nun keinen der beiden Filme gegeneinander stellen oder irgendeinen auf- und abwerten, aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, so ist mir THE SEASONING HOUSE näher gegangen.

Das schöne Mediabook vom Label Capelight Bild

Ich lieh mir den Film vor ca. einem Monat erstmal aus und ich fand/finde den so klasse, so das ich mich dazu entschloss mir gleich die Deluxe-Edition zu kaufen in Form eines Mediabooks. Zu einem besonderen Film, will ich auch ab und zu eine besondere Veröffentlichung haben. In dem Heftchen innerhalb des Mediabooks ist zu lesen, das mit dem Film THE SEASONING HOUSE eine Kriegstrilogie in neuem Maßstab eröffnet worden ist. Na,...dann darf man echt gespannt was als nächstes kommt. Ob Ausleihe oder Kauf eurerseits, aber eine 100%ige Sehempfehlung meinerseits! Sehr lobenswert, aber auch überraschend ist es, das die FSK den Film nur mit einer 18er Freigabe davon kommen ließ, zumal er uncut ist.


Für mich ganz klare 10/10 taubstummen Kriegswaisen :Up: :Up: :Up:
GrafKarnstein :draculacape:

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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 17:51 
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Der liegt hier schon bei mir zu Hause. Mal sehen, wann ich zur Sichtung komme. Aber sehr schönes Review von dir :Up:

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 17:57 
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Nach Sichtung des Beitrages auf der Will-haben-Liste! :Up:

Hier noch der Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 30. Nov 2013, 01:51 
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Ich habe diesen Film eben gerade gesehen, und halte ihn für einen der besten Filme des Jahres, auch wenn offiziell 2012 als Erscheinungsdatum angeführt wird. Denn hier wird die andere Seite des Krieges gezeigt, wobei dies nur ein Teil des Films ist, denn das "Rape-Revenge-Thema" wird hier auf so ganz andere Weise inszeniert und dargeboten, wie man es vorher wohl noch nicht gesehen hat.

Dabei ist nicht nur die körperliche Gewalt, die hier schon recht drastisch in Szene gesetzt wird, sondern auch die psychische Gewalt spielt hier eine große wenn nicht gar eine größere Rolle. Dabei kommt vor allem ein auf: Mitleid und Traurigkeit - allein über die Situation, in welcher sich die Mädchen befinden - dabei ist es fast schon nebensächlich, dass die Hauptdarstellerin mit ihrer Taubstummheit nicht schon genug vom Schicksal gebeutelt worden ist. In gewisser Weise gibt sie diesem Film auch eine besondere Note, denn sie ist nicht nur Opfer. Durch ihre Peiniger wird sie selbst auch zur Täterin, denn sie ist es letztendlich, die die anderen Mädchen mit "Stoff" versorgt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch bei ihr kommt Mitleid und Nächstenliebe hinsichtlich eines anderen Mädchens auf, nämlich der einzigen, die sie aufgrund ihrer Gebärdensprache verstehen kann.

Lediglich an einer einzigen Szene habe ich etwas auszusetzen, und das ist die, wo die beiden Soldaten im Wald sind und Viktor die taubstumme Angel vor sich hält. Beide Soldaten haben keinen Grund nicht zu schießen, aber sie tun es einfach nicht. Das ist vielleicht die einzige Situation, wo der Film geringfügig unglaubwürdig erscheint, zumindest in meinen Augen. Der Rest strotzt geradezu von Realismus, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein kleines Mädchen einen John-Rambo-Doppelgänger vernichten kann - möglich ist es vielleicht.

Und was besonders im Gedächtnis bleibt ist die asuweglose Situation, denn obwohl Angel entkommen ist und sich woanders hin flüchten kann, so ist die Situation dort ebenso schlimm für sie. Und gerade das macht das Ende so absolut perfekt, denn es ist nicht erwartet, und auch wenn es anders ausgegangen wäre, so wäre es immer noch ein gutes Ende gewesen.

Genug von meinen Ausschweifungen zur späten Stunde. Ich kann diesen Film einfach nur weiter empfehlen und kann eine 2er-Wertung in der OFDB einfach nicht nachvollziehen. Ja, dieser Film ist brutal auf mehreren Ebenen, aber er ist auch so realistisch, und wer weiß was die Zivilbevölkerung während eines Krieges noch so alles zu ertragen hatte. Es kann deshalb nur eine Wertung übrig bleiben, nämlich die 10/10, denn alles andere wäre gegenüber der Handlung, den Darstellern und des gesamten Machwerks nicht fair gegenüber anderen Werken.

Die Veröffentlichung von Capelight ist übrigens insgesamt absolut gelungen, da sie nicht nur preislich und optisch sich angenehm aus der Masse heraus hebt, sondern vom Umfang, Extras und auch dem begleitenden Buchteil alles bietet, was so einer Version würdig ist.

Habe fertig!

Mir fällt da doch noch was ein: Dieser Film ist hier in der Kategorie Drama eingeordnet, aber ist es wirklich ein Drama? Angepriesen wird der Film als Thriller. Drama passt in sofern, dass die Geschichte rund um die Mädchen absolut tragisch und auch traurig ist. Aber es liegen hier auch knallharte Momente vor, wie man sie in einem Drama garantiert nicht zu sehen bekommt. Und dazu ist dieser Film noch spannend. Soll sich aber jeder sein Urteil selbst bilden.

Den Vergleich zu ASF wollte ich auch erst ziehen, denn auch dieser ist eine andere Verarbeitung des Krieges. Man darf hier nicht vergessen, dass es sich bei diesem Werk um einen englischen Film handelt, mit britischen Darstellern, und soweit mir bekannt, hat keiner den Balkankrieg aus Sicht der Zivilbevölkerung miterlebt.

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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 3. Dez 2013, 16:00 
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Blaine, der Mono hat geschrieben:
Der Rest strotzt geradezu von Realismus, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein kleines Mädchen einen John-Rambo-Doppelgänger vernichten kann - möglich ist es vielleicht.

Mir fällt da doch noch was ein: Dieser Film ist hier in der Kategorie Drama eingeordnet, aber ist es wirklich ein Drama? Angepriesen wird der Film als Thriller. Drama passt in sofern, dass die Geschichte rund um die Mädchen absolut tragisch und auch traurig ist. Aber es liegen hier auch knallharte Momente vor, wie man sie in einem Drama garantiert nicht zu sehen bekommt. Und dazu ist dieser Film noch spannend. Soll sich aber jeder sein Urteil selbst bilden.

Den Vergleich zu ASF wollte ich auch erst ziehen, denn auch dieser ist eine andere Verarbeitung des Krieges. Man darf hier nicht vergessen, dass es sich bei diesem Werk um einen englischen Film handelt, mit britischen Darstellern, und soweit mir bekannt, hat keiner den Balkankrieg aus Sicht der Zivilbevölkerung miterlebt.


Servus Blaine,

Danke für Deine Meinung :Up:

Ich denke auch, das es sehr gut möglich ist, das Angel diesen Söldner nieder machen konnte, da sie den Überraschungseffekt auf ihrer Seite hatte. Der Söldner war eh gerade mit Vanya beschäftigt und fühlte sich eh sicher im Haus.

Als Thriller konnte ich den Film nicht einstufen, ebenso wenig wie diverse Bemerkungen zur Inhaltangabe. Da war u.a. davon die Rede, das Angel ihr Schicksal nicht länger ertragen und nun zurück schlagen würde usw. Das hört sich dann wieder eher nach einem Rache-Thriller an, was der Film meiner Ansicht nach, aber nicht ist. Ferner würde man fälschlicherweise annehmen, das Angel hier nun zum Racheengel mutiert, was ja auch nicht der Fall ist. Wegen all dem, entschied ich mich diesen Film eher als Drama einzuordnen.

Laut Filminfos im Heftchen und anderswo, hatte der Regisseur Paul Hyett zumindest intensiv recherchiert, was den Balkankrieg betrifft und begann dann mit seinem Film.

:kaffee:


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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 3. Dez 2013, 17:04 
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Hallo Graf.

Ist ja eigentlich auch völlig wurscht, wo der Film jetzt einkategoriert wird, Hauptsache er ist hier in diesem Forum vertreten, und er ist es allemal Wert hier Erwähnung zu finden.

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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 3. Dez 2013, 21:35 
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Mit Seasonung House ist es dem Regisseur Paul Hyett gelungen, einen zwar enorm ruhigen, aber extrem stimmigen und intensiven Film zu schaffen, der packender kaum sein kann. Schon von Anfang an wird einem klar, das es sich hierbei nicht um Popcornkino handelt.
Vielmehr handelt es sich um einen dramatisch veranlagten Streifen, der sich mit den Tiefen der menschlichen Seele auseinandersetzt. Das Krieg einen Menschen zu einem Tier werden lassen kann, ist ja jedem Menschen bewusst. Und auch das wurde gekonnt in den Film eingebracht. Und das nicht gerade auf die liebliche Art. Schon in den ersten Minuten, in denen die Krankheit Mensch aufs bestialischste agiert, bekam ich Wut, Hass und Trauer zugleich. Und wie gesagt, wenn ein Mensch etwas genommen bekommt, was ihm sehr am Herzen liegt, so verändert es demnach auch diesen Menschen.
Das Neue muss aber nicht unbedingt gut sein, wie es der Film beweist. Das einzig Positive am neuen Leben ist die enorme Stärke, die die junge Frau bekommt. Was aus ihr geworden ist, kann man sehr schwer beschreiben. Auf der einen Seite ist sie von der Vergangenheit geprägt und eingeschüchtert und verhält sich demnach auch sehr zurückgezogen. Auf der anderen Seite schlägt sie gnadenlos zurück, als sie ihre Peiniger auf´s erneute zu Gesicht bekommt. Und diese Rache ist nicht von schlechten Eltern. Einen I spit on your Grave oder ähnliches sollte man hierbei aber nicht erwarten. Vielmehr ist es ein äußerst herbes Drama, das unter die Haut geht. Und unter die Haut geht im wahrsten Sinne so einiges. Nicht nur Nadeln, die dazu dienen die jungen Frauen durch Drogen gefügig zu machen, nein es wird auch gut gesplattert. Bei einigen Szenen wunderte es mich doch, das man die Perle so in der Machart frei kaufen kann. Denn real und explizit sind diese auf jeden Fall.
Besonders hervorheben möchte ich die darstellerische Leistung der jungen Hauptdarstellerin. Man konnte buchstäblich das Leid und die Rachegefühle mit ihr spüren. Wie in den ersten Zeilen schon erwähnt handelt es sich um einen ruhigen Film, dessen Atmosphäre aber enorm bedrückend wirkt. Dazu beigetragen haben auch die kühlen Farben und die rohe und dreckige Kulisse.
Für mich einer der besten Filme, die ich in der letzten Zeit geschaut habe.

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Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurrück


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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 4. Dez 2013, 11:34 
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Aufgrund eurer überragenden Kritiken habe ich mir soeben das MB gegönnt, ich vertraue hierbei auf euren Geschmack, auf den ich mich ja in den meisten Fällen verlassen kann. :Up:

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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 4. Dez 2013, 19:23 
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Wollen wir's hoffen :lol22:

Aber ist schon interessant, dass hier mal wieder das Forum einer Meinung zu sein scheint :Up:

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 Betreff des Beitrags: Re: The Seasoning House (2012)
BeitragVerfasst: 20. Dez 2013, 14:59 
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The Seasoning House
(The Seasoning House)
mit Rosie Day, Sean Pertwee, Kevin Howarth, Anna Walton, Jemma Powell, Alec Utgoff, David Lemberg, Dominique Provost-Chalkley, Ryan Oliva, Laurence Saunders, Daniel Vivian, Abigail Hamilton, Tommie Grabiec
Regie: Paul Hyett
Drehbuch: Paul Hyett / Conal Palmer / Adrian Rigelsford
Kamera: Adam Etherington
Musik: Paul E. Francis
keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2012

Auf dem vom Krieg zerrissenen Balkan steht das Seasoning House. Ein düsterer und seelenloser Ort, wo junge Mädchen prostituiert und verkauft werden. Zuhälter Viktor hält sich die junge taubstumme Angel als persönliche Sklavin. Unbemerkt von ihrem Peiniger, bewegt sie sich zwischen Hohlräumen in Wänden und Decken durch das Haus und schmiedet Pläne für ihre Flucht. Als ihre engste Freundin brutal getötet wird, erträgt sie ihr Schicksal nicht länger und schlägt mit aller Härte zurück.


Im Seasoning House werden die Monster manifestiert, wo sie zweifellos leben: in den Menschen" mellowdramatix.de


Schon nach einer relativ kurzen Zeitspanne wird dem Zuschauer erschreckend klar, wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt, denn mit "The Seasoning House" hat Paul Hyett einen mehr als beeindruckenden Regie-Erstling präsentiert, der einem größtenteils das Blut in den Adern gefrieren lässt. In der Hauptsache behandelt der Film dabei die Thematik der Zwangsprostitution, wobei mir auf Anhieb keine andere filmische Umsetzung einfällt, die dieses Thema so absolut schonungs-und kompromisslos ins Bild gesetzt hat. Gleichzeitig wird man jedoch auch mit dem Bürgerkrieg auf dem Balkan konfrontiert, so das man sich ohne Weiteres denken kann, das sich im Endeffekt eine unglaublich schockierende Mixtur ergibt, die einem spürbar unter die Haut fährt. Nun kann man einigen Kritiken im Netz entnehmen, das nicht wenige Leute das dargestellte Geschehen als vollkommen unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen empfindet, wobei ich diese Einschätzung beim besten Willen nicht teilen kann. Vielmehr ist es Hyett meiner persönlichen Meinung nach absolut perfekt gelungen, ein in eine raue-und bösartige Grundstimmung verpacktes Szenario zu kreieren, in dem es phasenweise absolut gnadenlos und ohne jegliche Kompromisse zur Sache geht, was sich letztendlich auch auf den enthaltenen Härtegrad auswirkt.

Entfalten die Ereignisse schon einen unglaublichen psychischen Druck auf den Betrachter, so wird dieser durch etliche äußerst derbe-und blutige Einstellungen noch unterstützt, im Grunde genommen ist die gesamte Geschichte eine einzige Vergewaltigung der eigenen Seele, da es einfach unmöglich erscheint, sich der Grausamkeit der Abläufe zu entziehen. Das "Seasoning House" ist nämlich alles andere als ein schöner Ort, was sich schon durch die reine Optik des zerfallenen Gebäudes zu erkennen gibt. Man vermeint stellenweise viel eher, hier direkt in der Hölle angekommen zu sein, die von skrupellosen Mädchenhändlern regiert wird, die weder Mitleid noch Barmherzigkeit, sondern ausschließlich die eigene Bereicherung kennen. Von erstklassig agierenden Schauspielern dargestellt hinterlässt dieser Abschaum der Menschheit einen sehr glaubwürdigen Eindruck und man möchte diesen finsteren Typen keinesfalls allein begegnen. So kann man sich dann auch einen äußerst guten Eindruck davon machen, wie diese Männer erst auf die unschuldigen und jungen Mädchen wirken müssen, die ihnen hilflos ausgeliefert sind. In der Folge spielen sich dann Ereignisse ab auf die man eigentlich nicht näher eingehen möchte, denn die Intensität und Härte der Abläufe kann man wirklich erst richtig nachempfinden, wenn man diesen Film selbst gesehen hat. Manch einer mag dabei diverse Passagen als überzogen empfinden, doch für mich war es vielmehr ein tiefer Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele, wobei man sich im Prinzip kaum vorstellen kann, das die Mädchenhändler wie auch die Freier überhaupt so etwas besitzen.

Verschärft wird das Ganze dann noch einmal ganz erheblich, als eine Gruppe Soldaten unter der Führung von Goran in das siffige-und verdreckte Bordell kommen und die Qualität der Härte noch einmal eine zusätzliche Steigerung erfährt. Die stumme Angel kennt den Anführer der brutalen-und rücksichtslosen Miliz nämlich noch, war er doch schließlich für die Ermordung ihrer Mutter und unzähliger anderer Menschen verantwortlich, was einem zuvor schon in knallharten Bildern präsentiert wurde. Die von Beginn an schon ziemlich hoch angesiedelte Gewaltspirale erfährt nun eine weitere Steigerung und nun kommt man auch schließlich zu den Passagen des Filmes, die man eventuell wirklich als ein wenig unglaubwürdig bezeichnen könnte. Geht es dabei doch um die Flucht der jungen Angel vor den Männern die sie um jeden Preis in die Finger bekommen wollen, da sie im Bordell einen der ihren getötet hat. Für den Spannungsverlauf des Szenarios ist es bestimmt förderlich, das der Teenager seinen Jägern immer wieder entkommen kann, andererseits stellt man sich schon ganz unweigerlich die Frage, ob anscheinend perfekt ausgebildete Soldaten nicht dazu in der Lage sein müssten, ein kleines Mädchen einzufangen. Wie dem aber auch sei, die Abläufe beinhalten eine Menge an Tempo und sind jederzeit interessant ins Bild gesetzt worden, allerdings muss man auf keinen Fall ein Hellseher sein um zu erahnen, das alles auf einen finalen Showdown zwischen der jungen Angel und dem Psychopathen Goran hinausläuft. Diese Vorhersehbarkeit ist aber in meinen Augen keinesfalls negativ zu bewerten, da man bis zur letzten Minute selbst wie unter Strom steht und ganz automatisch mit dem jungen Mädchen mitfiebert. Den Peinigern hingegen wünscht man förmlich die Pest an den Hals und freut sich richtiggehend, das hier einige der Peiniger auf brutale Art und Weise ihr Leben aushauchen.


"The Seasoning House" ist wahrlich ein Film, der abseits jeglichen Mainstreams angesiedelt ist und auch ganz bestimmt nicht jeden Geschmack treffen wird. Zudem könnte ich mir sehr gut vorstellen, das insbesondere Frauen größte Schwierigkeiten haben dürften, sich diese Geschichte anzuschauen, doch selbst hartgesottene Männer dürften durchaus Probleme bei der Verarbeitung des Gesehenen bekommen. Der Spagat, hier den Balkankrieg und das Thema Zwangsprostitution unter einen Hut zu bringen, ist Paul Hyett absolut grandios gelungen und was einige andere als eher unglaubwürdig ansehen, kommt in meinen Augen unglaublich realistisch rüber. Dazu tragen auch die teils knallharten SFX bei, denn in den meisten Fällen hält die Kamera voll drauf, was dem Ganzen eine noch härtere Note verleiht, als sie von Haus aus schon gegeben ist. Die dreckige-und düstere Atmosphäre, der schmierige Schauplatz und die teils grandios agierenden Schauspieler sind die weiteren hervorstechenden Zutaten, um letztendlich eine Geschichte zu offenbaren, die keinesfalls spurlos am Betrachter vorüber geht. "The Seasoning House" hinterlässt definitiv einen nachhaltigen Eindruck und führt einem einmal mehr als eindrucksvoll vor Augen, das der Mensch selbst das größte Monster ist, das auf diesem Planeten lebt. In dieser Story tun sich nicht nur Abgründe auf denn der gesamte Film stellt einen einzigen Abgrund dar. Und ohne es eigentlich wirklich zu wollen wird man immer tiefer in ihn hinein gezogen und phasenweise selbst zu einem machtlosen Spielball des Geschehens, das einen in den Zustand der totalen Hilflosigkeit manövriert, so das man wie paralysiert und absolut ungläubig die Qualen verfolgt, die Menschen von anderen Menschen angetan werden.


Fazit:


Nach der Sichtung dieses beeindruckenden Filmes ist man ehrlich gesagt eine ganze Zeit lang nicht dazu in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen, da man zu nachhaltig unter dem verstörenden Eindruck dessen steht, das sich da eben auf dem Bildschirm abgespielt hat. Das eher offene Ende der Geschichte hinterlässt einen zusätzlich bitteren Beigeschmack und man beschäftigt sich noch immens lange mit einem Szenario, das man kaum härter-und kompromissloser hätte in Szene setzen können. Hyett hat mit seiner ersten Regiearbeit ein Werk geschaffen, über das man garantiert noch lange reden wird und das man nie wieder vergessen wird, wenn man es denn einmal gesehen hat.


9/10

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