Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Wie im Himmel (2004)
BeitragVerfasst: 16. Mär 2013, 20:39 
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Regisseur: Kay Polak
Schauspieler:

Michael Nyqvist: Daniel Daréus
Frida Hallgren: Lena
Lennart Jähkel: Arne
Ingela Olsson: Inger Berggren
Niklas Falk: Stig Berggren
Helen Sjöholm: Gabriella
Barbro Kollberg: Olga
André Sjöberg: Tore
Axelle Axell: Florence
Lasse Petterson: Erik
Mikael Rahm: Holmfrid
Per Morberg: Conny
Ulla-Britt Norrman-Olsson: Amanda
Ylva Lööf: Siv
Mircea Krishan: als er selbst (Musikagent)


Handlung:
Der Protagonist des Films ist ein international erfolgreicher schwedischer Dirigent mit dem Künstlernamen Daniel Daréus. Kurze Rückblenden zeigen zunächst prägende Stationen des Heranwachsenden: Der Junge wächst ohne Vater in Ljusåker auf, einem Dorf im Norden Schwedens. Während seiner Schulzeit wird Daniel das Ziel von Gewalt durch seine Mitschüler. Später kommt dann sein außergewöhnliches musikalisches Talent als Geigenvirtuose zum Vorschein. Im Alter von acht Jahren zieht er mit seiner Mutter in die Stadt, wo ihn der Musikagent Mircea unter die Fittiche nimmt. Als Jugendlicher muss er mitansehen, wie seine Mutter infolge eines Autounfalls stirbt, als er eben im Begriff ist, an einem internationalen Jugendmusikwettbewerb teilzunehmen. Schließlich − als Mittvierziger − wird Daniel Daréus ein gefeierter Stardirigent. Während eines großen Sinfoniekonzerts erleidet er einen Herzinfarkt und legt deshalb seine Arbeit nieder. Er zieht sich zurück an den Ort seiner Kindheit, nach Ljusåker. Er behält seinen Künstlernamen bei, deswegen erkennt ihn in dem Dorf zunächst niemand wieder. Daniel träumt von einer Musik, die die Herzen der Menschen öffnet und verbindet.

Zurückgekehrt nach Ljusåker, kauft er die ehemalige Dorfschule und zieht dort ein. Er lernt die junge Verkäuferin Lena kennen, die auch im örtlichen Kirchenchor singt. Der Sportladen-Besitzer des Dorfes, Arne, versucht, ihn als Leiter für diesen Chor zu gewinnen. Daniel besucht widerwillig eine Chorprobe und entscheidet sich dann, die vakante Kantorenstelle zu übernehmen, den Chormitgliedern Gesangsunterricht zu erteilen und sie für die Essenz des Musikmachens zu begeistern. Der anfangs kleine und schlechte Chor wächst und wächst. Auch Tore, der eine geistige Behinderung hat, darf mitmachen, da er eine ursprüngliche Herangehensweise an das Singen hat. Daniel erhält von den Chormitgliedern großen Zuspruch, auch da er eigenwillige Unterrichtsmethoden einführt, die den Chormitgliedern helfen, sich zu öffnen und den Zugang zur Musik zu finden.

Zwei weitere Handlungsstränge stellen die häusliche Problematik im Dorfleben dar: die begabte Sängerin Gabriella und ihr gewalttätiger Mann Conny sowie das Pfarrerehepaar Stig und Inger. Bei letzteren wird konfliktreich die Bigotterie des dörflichen Kirchenlebens, namentlich des Pfarrers selbst, offengelegt.

Daniel erlebt intensive Stunden mit dem Chor, und der Zusammenhalt wächst durch die gegenseitige Unterstützung bei den Sorgen und Problemen Einzelner, die der Enge des Dorflebens geschuldet sind und die eindrücklich in Nebenschauplätzen oder Einzelschicksalen dargestellt werden. Der Pfarrer Stig, dessen Frau auch im Chor singt und die den neuen Kantor unterstützt, sieht seinen Status und seine Autorität durch die Beliebtheit Daniels untergraben und entlässt ihn mit Hilfe von Verleumdungen vor Ablauf der Probezeit durch einen Kirchenvorstandsbeschluss. Der Chor folgt jedoch Daniel und probt weiter in dessen Haus. Daniel und Lena bauen eine immer intensiver werdende Beziehung auf. Es wird jedoch offenkundig, dass der Dirigent Schwierigkeiten hat, einer Liebesbeziehung zu trauen und sich Menschen persönlich anzuvertrauen.

Arne, der informelle Führer der Gruppe, meldet den Chor zu dem Gesangswettbewerb Let the Peoples Sing in Österreich an. Daniel ist zunächst dagegen, aber die anderen überreden ihn, und so willigt er doch noch ein.

Einige Tage vor der Abfahrt, mitten in der Chorprobe, taucht Gabriella mit ihren Kindern auf. Sie hat Gesichtsverletzungen und verkündet, nicht mehr zu ihrem Mann zurückzukehren. Kurze Zeit später taucht dieser auf und will seine Frau mit Gewalt zurückholen, wird aber von der Gruppe daran gehindert. Er droht daraufhin, sich zu rächen. Einige Zeit später prügelt er Daniel, der im Bach badet, bewusstlos. Er wird festgenommen und landet im Gefängnis. Daniel offenbart der Gruppe, wer er wirklich ist und dass er seine Kindheit in Ljusåker verbracht hat.

Schließlich fährt die Chorgruppe mit dem Bus nach Innsbruck. Dort angekommen, erhält Daniel durch seine vormalige Popularität sofort Presseaufmerksamkeit. Zudem trifft er dort auf seinen ehemaligen Agenten Mircea, dem er gesteht, seinen Traum, die Herzen der Menschen durch Musik zu verbinden, gefunden zu haben. Er erkennt, dass der Chor ihn liebt und umgekehrt. Daraufhin schafft er es endlich, auch Lena seine Liebe zu offenbaren. In ihrem Hotelzimmer kommen sich die beiden näher.

Euphorisiert von den jüngsten Ereignissen fährt Daniel später wie von Sinnen mit dem Fahrrad durch die Stadt und hat anscheinend die Zeit vergessen. Schließlich erinnert er sich an den bevorstehenden Auftritt und hetzt zurück. Auf dem Weg in die Halle, wo seine Gruppe schon auf der Bühne steht, erleidet er einen weiteren Herzinfarkt. Er schleppt sich in die Toilette des Gebäudes, stürzt taumelnd mit dem Kopf gegen den Heizkörper und bricht verletzt zusammen. Der Chor fängt schließlich an zu improvisieren, und Daniel hört über Lautsprecher den Gesang seines Chors, der die anderen Chöre so sehr in seinen Bann zieht, dass sie aufstehen und mitsingen. Daniel liegt blutend in der Toilette und hört, dass der Gesang die Menschen erreicht und verbindet. Der Film endet, nachdem Daniel aufgehört hat zu atmen.



Meinung:
Empfohlen wurde mir der Film von meinem italienisch Lehrer, und ja er lag goldrichtig mit dem tipp.
Leider zeiht sich der Film zeitenweisse, was dem ganzen aber KEINEN Abbruch tut. Auch die gesangseinlage mit dem Chor ist super in Szene gesetzt. Und ÜBERRASCHUNG, der Film spielt am Ende sogar in meiner Heimatstadt. In dem Chor ist auch ein geistig behinderter Bub, wo die Anderen sagten "Der kann das nicht" oder "Der ist zu dumm dafür". War er aber nicht, und ich sage ja IMMER:"Wieso, sollen solche menschen nicht auch eine Chance bekommen?". Ebne, da samcht den Film interessant, weil wirklich JEDER Charakter seine Eigenheiten hat(Alki, behindert, Inzüchtler, etc.) Was auch herauszuheben ist, ist das super epische Ende.

So, habe gerade den SOuntrack aufgelegt, und Tränen in den Augen, und vergebe erstmal:

9/10

_________________
Veggie...now
http://www.peta2.de/web/schrittfuerschritt.1102.html


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