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 Betreff des Beitrags: Dschingis Khan - Die Legende der 10 Reiter
BeitragVerfasst: 16. Aug 2013, 20:07 
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Dschingis Khan - Die Legende der 10 Reiter
(Genghis: The Legend of the Ten)
mit T. Altanshagai, B. Amarcanihan, C. Ariunbyamba, Ayurdadi, Baacanjab, Bodi, Buyanhexig, D. Ganqeqeg, D. Gurse, D. Sosorbaram, C. Tserenbold, G. Zolboot, Y. Tsog
Regie: D. Jolbayar / U. Shagdarsuren
Drehbuch: O. Erdene
Kamera: G. Battolga / Hasbold
Musik: B. Chinbat
FSK 16
Mongolei / 2012

Dschingis Khan verfolgte einen perfiden Plan, um sich loyale Soldaten heranzuziehen. Er sammelte Waisenkinder auf und ließ sie von seiner Mutter großziehen. So wurden sie seine Brüder und die loyalsten Offiziere, die man sich nur vorstellen kann. Auf einer Mission mit zehn seiner besten Leute nimmt sich Khan eines Babys an, das das Kind seines ärgsten Feindes ist. Der Feind nimmt die Verfolgung auf, während Khans Männer weiterhin versuchen, ihre Mission zum Abschluss zu bringen. Ein Wettlauf ums Überleben beginnt.


Beim Namen Dschingis Khan mag es jetzt sicherlich etliche Leute geben, die bei diesem Film ein historisches Action - Epos erwarten, was diese mongolische Produktion jedoch ganz bestimmt nicht darstellt. Doch auch die in der Inhaltsangabe umrissene Thematik schimmert eher nur ansatzweise durch, denn im Grunde genommen geht es schlicht und ergreifend darum, das zwei verfeindete Gruppen eines Mediziners habhaft werden wollen, der anscheinend wahre Wunderdinge vollbringen kann. So sucht man dann auch während der gesamten Laufzeit nach einem roten Faden, der einen geradlinig durch das Geschehen führt, wird im Endeffekt aber nicht wirklich fündig, da dieses Werk von allen Dingen ein wenig zu bieten hat, in seiner Gesamtheit aber leider ein klein wenigunausgegoren erscheint.

Zuerst sollte man aber festhalten, das den Zuschauer alles andere als ein echtes Action-Spektakel erwartet, doch vielleicht liegt es auch gerade darin begründet, das die Geschichte trotz offensichtlicher Schwächen einen ganz eigenen Reiz-und Charme entwickelt, dem man sich irgendwie nicht entziehen kann. Dabei handelt es sich wohl in erster Linie um den sehr authentischen Eindruck der Schauplätze und der eher kargen Ausstattung, was an dieser Stelle komischerweise eher als Stärke in den Vordergrund tritt. Auch die Darsteller ercheinen äußerst glaubhaft, doch man bekommt dabei keinesfalls durchtrainierte und verwegene Haudegen zu sehen, wie man sie eventuell gerade aus den Reihen von Dschingis Khan erwarten würde, viel eher handelt es sich teilweise sogar um etwas korpulente Krieger, was jedoch durchaus glaubhaft erscheint.

Wenn man in diesem Film eine echte Schwäche ausmachen will dann ist es sicherlich das fast vollkommen Fehlen jeglicher Spannung, sind die Ereignisse doch abspolut vorhersehbar und ganz generell will sich kein wirklicher Spannungsaufbau erkennen lassen. Irgendwie ist es schon ein recht komisches Werk das sich dem Betrachter hier offenbart, denn trotz diverser offensichtlicher Defizite unterhält einen das Geschehen dennoch äußerst kurzweilig. Ziehen sich die ersten gut 40 Minuten dabei noch etwas in die Länge und kommen im Prinzip vollkommen ereignislos daher, so wird man auf einmal auch mit einigen Action-Passagen konfrontiert, die man in der gezeigten Form nun wirklich nicht erwartet hätte.

Insgesamt gesehen ist "Dschingis Khan - Die Legende der 10 Reiter" ziemlich schwer einzuordnen, wobei erst recht die Bewertung nicht leicht von der Hand gehen will. Für viele Zuschauer wird sich wohl die absolute Langeweile präsentieren, wobei andere diesen etwas anderen Historienfilm durchaus zu schätzen wissen. Ein großer filmischer Wurf ist an dieser Stelle definitiv nicht gelungen, jedoch sollte man diesem Werk ruhig mal eine Chance geben, denn ganz ohne Reiz gestalten sich die Ereigniosse dann doch nicht. Als negativ muss man sicherlich die mangelnde Spannung und die nicht wirklich herausgearbeitete Thematik ankreiden, auf der positiven Seite stehen dem ein glaubwürdiges Ambiente und ein gewisser historischer Charme gegenüber.


Fazit:


Kein bombastisches Historien-Epos, sondern ein an vielen Stellen etwas unentschlossener Film präsentiert sich hier dem Zuschauer, der so manches Mal nicht richtig weiß, wie er diese Produktion einschätzen soll. Zum einmaligen Ansehen sicherlich geeignet, hinterlässt der Film aber keinesfalls einen nachhaltigen Eindruck.


5,5/10

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