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 Betreff des Beitrags: Northmen - A Viking Saga (2014)
BeitragVerfasst: 18. Jan 2015, 20:17 
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Northmen - A Viking Saga
(Northmen - A Viking Saga)
mit Ryan Kwanten, James Norton, Ed Skrein, Charlie Murphy, Tom Hopper, Leo Gregory, Ken Duken, Anatole Taubman, Danny Keogh, Darrell D'Silva, Nic Rasenti, Joe Vaz, Johan Hegg, Richard Lothian
Regie: Claudio Fäh
Drehbuch: Bastian Zach / Matthias Bauer
Kamera: Lorenzo Senatore
Musik: Marcus Trumpp
FSK 16
Schweiz / Deutschland / Südafrika / 2014

873 nach Christus: Vom eigenen König verbannt, nimmt eine Horde furchtloser Wikinger Kurs auf Britannien. Ihr Ziel: das Kloster Lindisfarne mit seinen Goldschätzen, die sie unter ihrem draufgängerischen Anführer Asbjörn (Tom Hopper) plündern wollen, um sich vom auferlegten Bann freizukaufen. Von einem schweren Sturm überrascht, zerschellt ihr Drachenboot jedoch an den Felsen vor der schottischen Küste. Gestrandet auf feindlichem Gebiet, ist ihre einzige Chance, sich in das Danelag, eine entfernt gelegene Wikingersiedlung zu retten. Auf ihrem beschwerlichen Weg durch die Highlands bringen die Krieger Lady Inghean (Charlie Murphy), die mutige Tochter des schottischen Königs Dunchaid (Danny Keogh), in ihre Gewalt. Die Verbannten wittern ihre Chance auf ein beträchtliches Lösegeld. Doch Dunchaid hetzt den Entführern sein berüchtigtes "Wolfsrudel" auf den Hals. Dieser Söldnertrupp ist wegen seiner Grausamkeit im ganzen Land gefürchtet. Nur durch die Unterstützung des geheimnisvollen Mönchs Conall (Ryan Kwanten) entkommen die harten Nordmänner im allerletzten Moment den Angriffen der zu allem entschlossenen "Wölfe" und ihres erbarmungslosen Anführers Hjorr (Ed Skrein). Conall führt die Wikinger auf den längst vergessenen "Pfad der Schlange", den einzig sicheren Weg ins Danelang. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt - eine Jagd auf Leben und Tod.


Wikinger haben schon oft genug den Stoff geliefert, der für etliche erstklassige Genrefilme gesorgt hat und "Northmen - A Viking Saga" kann sich fast nahtlos in diese Riege einreihen. Ist der Schweizer Regisseur Claudio Fäh bisher noch eher durch mittelmäßige Fortsetzungen wie beispielsweise "Hoolow Man 2" oder auch "Sniper: Reloaded" aufgefallen, so hat er doch mit seinem neuesten Film durchaus bewiesen, das man ihm auch guten Gewissens größere Produktionen anvertrauen kann. Zuerst einmal fallen dem Zuschauer die perfekt ausgewählten Schauplätze auf und bei deren Anblick kann man kaum glauebn, das der Film in Südafrika gedreht wurde. Es entsteht nämlich viel eher ein hoch authentischer Eindruck zum filmischen Schauplatz Schottland, an dessen Küste die kleine Gruppe ausgestoßener Nordmänner gestrandet ist, um schon kurz darauf die Königstochter zu entführen, damit man ein hohes Lösegeld für diese fordern kann. Gleich zu Beginn der Geschichte wird der Zuschauer auch schon mit den ersten sehenswerten Kampfszenen konfrontiert, von denen es auch im weiteren Verlauf noch genügend zu sehen gibt. So bekommt man gleich den richtigen und sehr temporeichen Einstieg in ein Geschehen, das sich durchgehend interessant und spannend gestaltet und verspürt auch gleichzeitig das ganz spezielle Feeling, das Filme mit der vorliegenden Thematik immer wieder mit sich bringen.

In den vorhandenen Action-Passagen liegt aber gleichzeitig auch das einzige kleine Manko begründet, denn diese hätten durchaus etwas blutiger ausfallen können um die hohe Authentizität der Ereignisse noch stärker in den Vordergrund zu rücken. Mir persönlich hat das nicht sonderlich viel ausgemacht, doch so manch einer hätte sich an dieser Stelle wahrscheinlich ein weitaus blutigeres Spektakel a la "Ironclad" gewünscht. Doch auch in der vorliegenden Form ist "Northmen - A Viking Saga" ein absolut lohnenswerter Beitrag und nicht immer muss es unbedingt ein visuell expliziter Härtegrad sein, der einen Wikinger Film so richtig gut macht.Letztendlich kommt es doch viel eher auf das Gesamtpaket an und dieses ist Fäh absolut gelungen. Auch die eher unbekannte Darsteller-Riege weiß zu überzeugen, die einzelnen Figuren wurden mit glaubwürdigen Schauspielern besetzt, so das es auch in dieser Beziehung überhaupt nichts zu bemängeln gibt. Besonders positiv empfinde ich dabei den Aspekt, das die Spielanteile der einzelnen Akteure sehr gleichmäßig verteilt sind, so das sich das Hauptaugenmerk nicht auf eine einzige Person legt.

Weiterhin fällt äußerst positiv auf, das man das Szenario nicht auf Hochglanz poliert hat, sondern vielmehr auf eine gelungene und raue Grundstimmung setzt, was gerade bei einem Film dieser Art geradezu überlebenswichtig ist, um dem Betrachter ein möglichst authentisches Filmerlebnis zu bescheren. Desweiteren beinhaltet die Geschichte auch ein ordentliches Tempo und einige gut eingesetzte Wendungen, so das zu keiner Zeit auch nur der Anflug von Langeweile aufkommen könnte. Für genügend Abwechslung ist also gesorgt und die vielen Kampfeinlagen tun ihr Übriges, um den Betrachter durchgehend bei Laune zu halten. Und auch wenn diese für einen Wikingerfilm eher unblutig ausfallen sind sie keinesfalls schlecht in Szene gesetzt, so das man letztendlich eigentlich zu einem überzeugenden Gesamteindruck eines Filmes gelangen sollte, den man meiner persönlichen Meinung nach auf keinen Fall an sich vorüberziehen lassen sollte. Das dieses sehr gut inszenierte Werk auch unter deutscher Beteiligung entstanden ist, kommt dann auch sicherlich dem heimischen Filmmarkt zu Gute, denn schließlich ist es ja nicht gerade an der Tagesordnung, das schon im Vorfeld mit einer riesigen Marketing-Kampagne für europaweites Aufsehen gesorgt wird. In vorliegendem Fall ist dies aber absolut berechtigt, denn diese Geschichte sollte einem möglichst breitem Publikum präsentiert werden das hoffentlich auch die vorhandene Klasse erkennen wird.

Im Endeffekt gibt es also fast nur Positives von "Northmen - A Viking Saga" zu berichten und ehrlich gesagt hätte ich Claudio Fäh eine so gelungene Erzählung überhaupt nicht zugetraut. Der gute Mann hat jedoch sämtliche in diesen Film gesetzten Erwartungen erfüllt und hätte lediglich die enthaltene Action ein wenig expliziter ins Bild setzen können. Mit diesem kleinen Defizit kann man aber durchaus leben, denn insgesamt gesehen präsentiert sich ein äußerst stimmiges und gelungenes Gesamtbild, so das man ohne jegliche Bedenken eine dicke Empfehlung aussprechen kann.


Fazit:


Voller Spannung und mit großen Erwartungen bin ich an diesen Film heran gegangen und im Endeffekt haben sich auch sämtliche Wünsche erfüllt. Eine spannende Geschichte, tolle Schauplätze, gute Darsteller und jede Menge temporeiche Action machen dieses Werk zu einem filmischen Erlebnis, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.


8/10


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