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 Betreff des Beitrags: Das Kabinett des Professor Bondi (1953)
BeitragVerfasst: 12. Dez 2012, 22:55 
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Das Kabinett des Professor Bondi
(House of Wax)
mit Vincent Price, Frank Lovejoy, Phyllis Kirk, Carolyn Jones, Paul Picemi, Rpy Roberts, Angela Clarke, Paul Cavanagh, Dabbs Greer, Charles Bronson, Reggie Rymal
Regie: Andre De Toth
Drehbuch: Crane Wilbur / Charles Belden
Kamera: Bert Glennon / J. Peverell Marley / Robert Burks
Musik: David Butolph
FSK 16
USA / 1953

Beim Brand seines historischen Wachsfigurenkabinetts wird das gesamte Werk des Bildhauers Bondi zerstört, er selber entkommt knapp dem Flammentod. Fortan hat der grausam entstellte Bondi nur ein Zeil: blutige Rache an den Brandstiftern, seinem ehemaligen Geschäftspartner und dessen Braut, zu nehmen. Er ersinnt einen neuen - und mörderischen - Weg, sein Wachsfigurenkabinett wieder zu erneuern...


Irrtümlicherweise gehen immer noch viele Leute davon aus, das es sich hier um das Original zum 2005 neu verfilmten "House of Wax" handelt, in dem ja auch Miss Hilton mitgespielt hat. Dem ist aber nicht so, handelt es sich doch auch hier um ein Remake des 1933 entstandenen Filmes "das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts" von Michael Curtiz. In der Hauptrolle agiert der unvergessene Schauspieler Vincent Price wieder einmal absolut herausragend und drückt auch diesem Film durch seine grandiose Mimik seinen ganz eigenen Stempel auf. Die Rolle des verbitterten Bildhauers ist ihm wie auf den Leib geschneidert und wird durch seine allgegenwärtige Präsenz mit einer schier unglaublichen Authenzität dargestellt, das es wirklich eine wahre Freude ist, diesem großartigen Darsteller bei seiner Arbeit zuzuschauen. In einer Nebenrolle erkennt man sogar die spätere Schauspiel-Ikone Charles Bronson, der einen von Professor Bondis Helfern spielt und ihm bei seinen Greueltaten immer hilfreich zur Seite steht.

Nun mag man zu diesen Klassikern der alten Schule stehen wie man will, Regisseur Andre De Toth hat seiner Geschichte ein äusserst atmosphärisches Ambiente mitgegeben, wobei auch immer wieder Momente in den Vordergrund treten, bei denen ein echtes Grusel-Feeling beim Zuschauer entstehen kann. Aus heutiger Sicht werden vor allem die meisten jüngeren Zuschauer das sicherlich ganz anders sehen, aber "Das Kabinett des Professor Bondi" kann man durchaus zu den älteren Filmen zählen, die streckenweise sogar eine mysteriöse-und unheimliche Aura umgibt. Besonders die nächtlichen verfolgungsjagden in herrlich düsteren Straßen sind ein absoluter Höhepunkt des Filmes, menschenleere Gassen und eine unheimliche Geräuschkulisse ziehen einen dabei ganz unwillkürlich in ihren Bann. Und dann sind da nicht zuletzt die Taten des dem Wahnsinn verfallenen Professors, die einem kalte Schauer über den Rücken jagen.

Das liegt aber keinesfalls in irgendwelchen Härten begründet, denn von diesen gibt es hier nichts zu sehen, aber allein schon die Vorstellung, was der gesiteskranke Mann mit seinen Opfern anstellt, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Meine offensichtliche Begeisterung für dieses Werk mag sicherlich nicht jeder teilen, aber ich liebe diese extrem atmosphärischen Klassiker, die durch den Einsatz der minimalistischsten Mittel ein maximales Gänsehautgefühl beim Betrachter hervorrufen. Zudem wohnt der Geschichte auch noch ein gut aufgebauter Spannungsbogen bei, was auch durch die Offensichtlichkeit der Ereignisse auf keinen Fall beeinträchtigt wird. Der verwendete Score und das äusserst kräftige Farbenspiel tun ihr Übriges, um dieses Werk zu einem eindrucksvollen Filmvergnügen zu machen.

Einziger kleiner Wermutstropfen im gesamten Szenario ist ganz sicher die Figur der Cathy Gray, die in der deutschen Fassung mit einer furchtbaren Synchronstimme ausgestattet wurde. Ihre piepsige Stimme raubt einem innerhalb kürzester zeit den allerletzten Nerv, so das man keinesfalls verärgert darüber ist, das auch sie dem Professor als Opfer dienen muss. Ansonsten habe ich persönlich keinerlei Grund zur Beanstandung und kann jedem diesen tollen Klassiker nur ans Herz legen, der ganzzeitig herrlich atmosphärische Gruselunterhaltung vom Feinsten bietet. Und wer nach der Sichtung des Werkes immer noch nicht genug hat, kann als Bonus auch das auf der DVD enthaltene Original aus dem Jahre 1933 bewundern, das allerdings leider nur im englischen Original vorliegt, aber mit deutschen Untertiteln versehen ist.


Fazit:


2 tolle Filme auf einer DVD, die zudem auch noch in erstklassiger Qualität vorliegen, das das allein müsste für Liebhaber der alten Klassiker schon Grund genug sein, ein paar Euro zu investieren. Ausserdem handelt es sich um wirklich sehenswerte Werke, die in keiner gut sortierten Sammlung fehlen sollten.


8/10

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