Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Der Turm der schreienden Frauen (1960)
BeitragVerfasst: 21. Dez 2013, 19:11 
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O-Titel: Tormented
Alternativtitel: Tormented Terror, Delitto del faro, Sangre en el faro
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1960
Darsteller: u. a. Richard Carlson, Susan Gordon, Juli Reding, Lugene Sanders, Joe Turkel, Lillian Adams, Gene Roth
Regie: Bert I. Gordon
FSK: 16

Inhalt:


Tom Stewart ist ein erfolgreicher Jazzpianist, der beste der Welt. Aber er hat eine kurzweilige Liebschaft gehabt, Vi, und die will ihn nicht gehen lassen. Als sie auf der Insel ist, um ihn zurück zu bekommen, obwohl Tom bereits kurz vor der Hochzeit mit Meg steht, kommt es zum Streit in dem alten Leuchtturm, denn Vi will Meg alles erzählen über sich und Tom. Als sie oben an der Brüstung sind, knickt auf einmal das Geländer weg, doch Vi kann sich gerade so über dem Abgrund festhalten. Doch anstatt ihr zu helfen, wartet Tom ab, bis Vi in die Tiefe stürzt.

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Von da an verfolgt der Geist von Vi ihn. Er sieht Dinge, die nicht da sind. Als er Vi aus den Fluten des Meeres holt, finden sich nur noch Algen am Strand. Und noch mehr ist seltsam: Der Fährmann, der Vi auf die Insel gebracht hatte, bekommt noch Geld von der Überfahrt von ihr. Doch Sie ist nicht mehr bei ihm aufgetaucht und mit der Fähre ist sie auch nicht gefahren. Folglich muss sie noch auf der Insel sein. Aber er weiß nicht, wo sie ist. Sie hatte einen Namen genannt, wo sie hin möchte: Tom Stewart, und genau diesen Tom Stewart sucht der Fährmann auf. Erst will er nur die fünf Piepen für die Überafahrt haben, doch dann kombiniert er, dass Vi nur aus einem einzigen Grund die Insel bisher nicht verlassen hat, nämlich weil sie bereits tot ist, und deshalb werden aus den fünf ganz schnell fünftausend.

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Megs kleine Schwester Sandy merkt auch, dass mit Tom etwas nicht in Ordnung ist, denn er verhält sich merkwürdig. Als er ihr den Ring zeigt, den er für Meg besorgt hatte, verschwindet dieser auf mysteriöse Weise. Und der Kopf von Vi spricht zu ihm, dass sie überall herumerzählen wird, dass Tom sie ermordet hat, doch bisher kann nur Tom sie sehen.

Als die Probe für die Hochzeit läuft, taucht der Fährmann wieder auf. Und er muss mit Tom reden. Als sie sich drauf im Leuchtturm treffen, eröffnet der Fremde dem Jazzpianisten direkt, was er glaubt, was geschehen ist, und er fügt hinzu, dass er Geld von Tom sehen möchte. Der Geist von Vi haust im Turm und sie bezirzt Tom den Fährmann zu ermorden. Doch Tom hat nicht damit gerechnet, dass er von Sandy dabei beobachtet wurde. Und diese ist am Zweifeln, ob sie die Hochzeit nicht verhindern soll. Als Meg und Tom allerding vor dem Traualtar stehen und gerade gefragt wird, ob noch jemand etwas gegen diese Ehe einzuwenden hat, schweigt zwar Sandy doch die Tür geht auf und ein schwarzer Schatten umgibt die Gäste. Die Blumen fangen an zu verwelken und die Hochzeit wird abgebrochen.

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Tom geht zum Leuchtturm aber er wird von Sandy verfolgt. Und dieser kommt auf die absurde Idee auch Sandy loswerden zu wollen. Meg und ihre Eltern sehen Licht im Turm, weshalb sie glauben, dass die inzwischen als vermisst bemerkte Sandy dorthin gegangen ist, und sie machen sich ebenfalls auf den Weg zum Turm. Tom geht mit Sandy bereits auf die Brüstung. Es wirkt so, als wenn er vor hat auch Sandy dort zu erledigen. Doch der Geist von Vi taucht auf, und vor Schreck weicht Tom ein paar Schritte zurück und stürzt in den Abgrund in die Felsen im Meer. Als die anderen herbeieilen finden sie nicht nur die Leiche von Tom sondern auch die von Vi dort, und Sandy entdeckt, dass der verschwundene Ring an Vis Finger ist.

Wertung:


Der Film ist in schwarz-weiß gehalten, was aus dem Cover durch die farbigen Aushangfotos leider nicht ersichtlich gewesen war, aber der Film hat durchaus einen gewissen Unterhaltungswert. Gerade was auch an einfachen Effekten zu Beginn der 60er Jahre hier verwendet wurde, ist schon in Ordnung gewesen. Da sind zusätzliche Fußspuren, verwelkende Blumen, sich in Algen verwandelnde Leichen. Die Geschichte ist dabei fast einer Krimigeschichte ebenbürtig, nur, dass es keinen Inspektor gibt, der sich auf der Insel auf Spurensuche begibt. Stattdessen wird Tom von dem gleich zu Beginn unsympathisch erscheinenden Fährmann erpresst und dieser ist letztendlich die Ursache dafür, dass Sandy mitbekommt, was für ein Mensch Tom ist und dass es eigentlich nicht gut ist, wenn er ihre Schwester Meg heiratet.

Richtigen Horror darf man dabei natürlich nicht erwarten, aber in der damaligen Zeit galt sowas als Grusel- oder Horrorfilm. Dabei ist es heute zusätzlich auch die Bildqualität, die entsprechend dazu beiträgt, dass man sich vor diesem Film nicht fürchten braucht, denn die Qualität an sich genommen ist einfach grausam. Da wimmelt es von Bildfehlern und Schmutzstellen. Teilweise sind Areale sogar richtig schwarz. Die Konturen wirken unscharf, aber es ist immerhin eine Fassung des Films, die auf DVD vorliegt. Entsprechend den anderen Veröffentlichungen und den Kommentaren dazu, wird wohl die Bildqualität identisch sein. Der Ton ist in Ordnung, wenn er auch nur in einer Qualität entsprechend des vorliegenden Filmmaterials vorhanden ist. Wenigstens kann man sich diesen aber auch in der englischen Originalversion ansehen.

Von der schauspielerischen Seite her gibt es absolut keine Glanzleistungen zu sehen. Gerade Susan Gordon als Sandy wirkt auch durch die Synchronisation einfach "altklug", obwohl sie im Film ein gerademal 8jähriges Mädchen spielt. Es gibt nur eine Person, die man zwar nicht hier im Film aber in späteren Rollen bestimmt nicht vergessen hat. Und das ist Joe Turkel. Hier im Film spielt er den Erpresser. Viel mehr bekannt wurde er aber als Lloyd. Er ist der Barmann, der Jack Torrance im Overlook Hotel hinter der Bar erschien und bei welchem er mehrere Drinks zu sich nahm, dem Anfang seines Wahnsinns.

Abschließend gesehen war das hier mit allergrößter Wahrscheinlichkeit kein Glanzlicht seines Genres, aber der Film hat mich unterhalten, auch wenn er nicht wirklich zum Gruseln gewesen ist. Alles in allem gibt es dafür aber trotzdem 07/10 Punkten. Entgegen der Darstellung auf der Rückseite des Covers handelt es sich hier übrigens um die alleinige s/w-Version. Kein Technicolor oder ähnliches auf diesem Exemplar vorhanden.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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