Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Fährmann Maria (Deutschland 1936)
BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 11:00 
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O-Titel: Fährmann Maria
Herstellungsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1936
FSK: 12

Inhalt:

Die junge Maria kommt auf der Suche nach Arbeit in eine Gegend, deren Fluss als verflucht gilt. Nachdem sie trotz aller Warnungen Fährmann geworden ist, trifft sie einen Soldaten, der von seinen Verfolgern schwer verwundet wurde. Sie nimmt ihn mit zu sich nach Hause, doch kurz darauf befördert sie einen geheimnisvollen Mann, der den Fremden "holen" will. Maria führt ihn ins Moor, und hofft, so den Soldaten retten zu können.

Wertung:

Soweit die Amazon-Inhaltsangabe und wenn ich ehrlich sein soll, ist das auch kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne, sondern ein sehr unheimlicher Film, der mit unbeschreiblich schönen, düsteren Bildern, mit einer wunderschönen Hauptdarstellerin und exzellenter Kamera und Lichttechnik besticht. Und diese Atmosphäre schafft schauerlich schönen Grusel-Kribbel- Effekt. Phantastischer Film oder Legenden-Film wäre sicher die richtige Bezeichnung. Gedreht wurde 1935 in der Lüneburger Heide. Auffallend und unvergesslich auch, dass die Schmitz ihre Rolle unglaublich modern, von innen heraus, spielt, während den anderen Mimen immer noch etwas theatralisches anhaftet. Aber das ist ja aus der Zeit bekannt.
1936 gedreht, zeigt dieses Meisterwerk, was trotz Joseph Goebbels permanenter Intervention in das Filmschaffen möglich war. Goebbels empfand den Film als "Experiment, aber kein gutes". Hauptdarstellerin Sybille Schmitz war übrigens eine der wenigen Damen des zelluloiden Gewerbes, die sich weigerte, das Bett mit dem Bock von Babelsberg zu teilen. Honoriert hat ihr das keiner. 1955 nahm sie eine Überdosis Schlaftabletten. Rainer Werner Fassbinder setzte ihr dann doch ein Denkmal in „Die bitteren Tränen der Veronika Voss“. Danke Rainer, ich ziehe mal eine line auf dein Wohl, Danke Sybille, ich trink einen Schampus auf dich, gemixt mit 12 Paracetamol 500. Der Film sollte seit 8 Jahren schon auf dem Markt sein, wurde immer wieder verschoben. Warum weiß keiner. Es existiert sogar schon ein Cover… aber wird vielleicht noch. Gesehen hab ich ihn im Filmmuseum Potsdam.
Regisseur Wysbar, der Ende der 30iger in die USA emigrierte drehte dort 1945 ein Remake:"Strangler of the swamp" -allerdings mit platten Horroreffekten auf den Publikumsgeschmack getrimmt.


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