Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: A Taste of Blood (1967)
BeitragVerfasst: 27. Jan 2013, 01:14 
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Originaltitel: A Taste of Blood
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1967
Darsteller: u. a. Bill Rogers, Elizabeth Wilkinson, William Kerwin, Lawrence Tobin, Ted Schell, Otto Schlessinger, Eleanor Vaill, Gail Janis, Herschell Gordon Lewis, Judy Waterberry, Dolores Carlos
Regie: Herschell Gordon Lewis
FSK: KJ

Inhalt:


Ein Lieferbully hält vor einem Gebäude. Er soll einem John Stone ein Paket per Expresssendung zustellen. Die Sekretärin Hester Avery nimmt es entgegen. Der Zusteller macht noch Witze darüber, dass dort bestimmt eine Bombe drin ist. Dann verschwindet er. Das Paket kommt aus Pertfleet, einem Vorort von London. Am Telefon sagt sie ihrem Chef noch Bescheid, dass eine Sendung für ihn da ist. Sie solle es zu ihm mit anderen Unterlagen mitbringen.

Seine Frau Helene vermutet, dass die Stewarts, die sie im Urlaub kennen gelernt hatten, einen Stein vom Old Bailey geschickt haben. Als Hester das Paket mitbringt und John es kurze Zeit später öffnet, sieht er, dass es eine Karte und eine halbwegs edle Truhe enthält. Helene hat inzwischen wirklich den Gedanken, dass eine Bombe enthalten sein könnte, doch sie sollte sich täuschen.

Die Nachricht enthält ein anwaltliches Schreiben, in welcher ihr Lloyd & Lloyd mitteilen, dass er der letzte Nachkomme von Baron Vade Khron von Moldawien sei. Er sei nun der Herr über Corfax, ein Anwesen in Pertfleet kurz vor London. Ein Treuhandvermögen sowie auch einige Kunstgegenstände gehören ebenfalls dazu. Die Mutter von John war adliger Abstammung, und das wusste er selbst. Zwei Flaschen Pflaumenbrandy Slibowitz. Und eine öffnet John ohne Bedenken und trinkt einen Schluck. Kurz darauf bricht er zusammen, aber er hat sich nur einen Spaß mit den beiden anwesenden Ladies erlaubt.

Später. John will gerade einen Scotch zu sich nehmen, als ihm der Brandy wieder einfällt. Er entscheidet sich um, und trinkt wieder ein wenig Brandy und leert es in einem Zug. Die Flasche verschwindet wieder in der Truhe.

Seit drei Wochen kann John nun nicht richtig schlafen und seiner Frau ist nicht mehr wohl dabei, da sie ihren Mann vermisst. Da es schon fast wieder Tag oder Morgen ist, möchte sie gerne den Sonnenaufgang mit ihm ansehen, doch John hat kein Interesse daran. Er wirkt kalt. Auch einen Kuss will er ihr nicht geben. Er geht zu Bett. Helene stellt die andere Flasche weg, und sieht, dass er weiter Tag für Tag den Brandy getrunken hatte. Als sie ins Schlafzimmer geht um ihren Mann danach zu fragen und ihn zu wecken, gelingt ihr dies jedoch nicht.

Weil sie so ein Problem mit John hat, geht Helene am nächsten Tag zu Dr. Hank Tyson, einem befreundeten Arzt. Sie erzählt ihm von der Sachlage: John geht nicht mehr ins Büro. John selbst is gefühlskalt geworden und sie hat den Verdacht, dass dies an dem Brandy liegen könnte. Hank verspricht ihr deshalb am Abend vorbei zu kommen. Sie geben eine Cocktailparty.

Als die Party beginnt, ist John noch oben. Als sie sich im Schlafzimmer umziehen möchte, taucht John plötzlich hinter ihr auf und überreicht ihr ein Geschenk in Form eines Armbands zum Hochzeitstag. Als sie ihn dafür küsst, erschauert sie. Und sie fragt ihn nach dem Slibowitz, doch John tut das lapidar ab, dass er ihn nicht mehr habe.

Als Hank auf der Party eintrifft, hält er John für ganz normal. John hat bisher jeden Hochzeitstag vergessen, nur diesen halt nicht. Hank hat ihr ein Medaillion mitgebracht. Am Abend kommt es deshalb zwischen John und Helene zum Streit. Auch das sie ihm nichts vom Treffen mit Hank erzählt hatte, lässt Misstrauen in John hochsteigen und er versetzt ihr einen Schlag ins Gesicht. Dann verzieht er sich ins Wohnzimmer, wo der Brandy abermals auf ihn wartet.

John ist eine Weile in Europa unterwegs, um sein Erbe in Augenschein zu nehmen, und Helene sucht wieder Rat bei Dr. Tyson. Sie wusste, dass der Brandy noch da war. Und beide vermuten, dass John weiß, dass Hank immer noch in Helene verliebt ist. In London erschüttern unterdessen Schlagzeilen von einer Mordserie die Bevölkerung. Die Ladung von Johns Erbe ist in einem Schiff verstaut worden. Darunter ist auch eine große Kiste.

Das Anwesen, welches John geerbt hat, schuldet Lord Gold noch Geld. Doch als er den Gläubiger in der Downing Road aufsucht, blendet er den Lord mit seinem Ring und hypnotisiert ihn. Und als er die Augen wieder öffnet, steht Dracula vor ihm und rammt ihm einen Pfahl durch sein Herz.

Bei Tageslicht kommt die Fracht in den USA an, wo sich Helene und Hank um die ordnungsgemäße Verladung und Unterbringung in einem Lager kümmern. Nur von John gibt es keine Spur. Erst in der Nacht taucht er bei Hank und Helene auf. Er hat er wieder etwas mitgebracht, doch von Zärtlichkeiten möchte er nichts wissen. Als Hank gegangen ist, hypnotisiert er auch Helene mit seinem Ring, damit sie bei ihm bleibt. Und das über den Tod hinaus, und jedes Mal, wenn er den Ring dreht, soll sie einschlafen. Sie geht nach oben. John aber breitet die Schriftrolle aus, die er wohl von einem adligen Angehörigen erhalten hat. In dieser steht, dass in ihm selbst durch den Brandy das Blut Draculas in seinen Adern fließe. Er streicht einen Namen von einer Liste, denn es sind die Nachkommen derjenigen, die Dracula damals gepfählt hatten, und er will Rache an ihnen nehmen, in Gestalt von John Stone.

Wertung:

Einen Film von dieser Art, hatte ich weniger erwartet, denn ich war auf Slapstick und einiges an Blut eingestellt, doch es gibt weit weniger von beidem. Dieser Film ist eher als fast schon klassischer Vampir-Film anzusehen, und John Stone erinnert von seiner Optik ein wenig Christopher Lee, wie er es in "Dracula - Mächte des Entsetzens" getan hat. Dabei ist die Geschichte um Dracula herum recht ungewöhnlich, da er sich durch das Getränk in einer anderen Person zu manifestieren scheint, auch wenn der eigentliche Charakter des John Stone dadurch nicht gänzlich verschwindet.

Der Horror im Film ist gering ausgeprägt. Ein wenig Blut gibt es, gerade wenn die Morde geschehen, aber das ist nur eine Nebensache. Zu unterhalten vermag der Film aber durchaus.

Wie man es von Herschell Gordon Lewis Filmen kennt, ist der Ton absolut grausam und auch das Bild ist komplett unremastert und mit allen seinen Störungen behaftet, so dass das Bild teilweise sogar leichte Aussetzer zu haben scheint, aber das ist genau das, was ich bei einem Film wie diesem haben möchte. Die Sprache ist wie immer gänzlich englisch und sehr schwer zu verstehen, so dass man ohne die Untertitel nicht weit kommen kann. Musikalisch hat man den Eindruck, dass man einen einzigen Titel für das Gesamtwerk verwendet hat, aber das sehe ich nicht als schlimm an.

Die Story ist hanebüchen, und zumindest am Anfang kommt sie einem extrem absurd vor. Es wird ein wenig zu viel auf dem Slibowitz rumgeritten, damit auch jeder verstanden hat, dass dieser die Ursache für die ganze Geschichte ist.

Schauspielerische Glanzleistungen vermisst man in diesem Film und insgesamt mag der auch wie ein Low-Budget-Projekt rüber kommen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Lewis-Filme nicht in die Kategorie Trash gehören, da sie dafür einfach zu alt sind und einen anderen Eindruck beim Betrachter hinterlassen.

Zum Abschluss bleiben 8,5/10 Vampiren übrig, da die Geschichte, für damalige Verhältnisse, recht ungewöhnlich ist, und man nicht einfach versucht hat, einen weiteren Dracula-Abklatsch zu produzieren.

_________________
Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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