Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: The Wizard of Gore (1970)
BeitragVerfasst: 23. Aug 2013, 00:01 
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O-Titel: The Wizard of Gore
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1970
Darsteller: u. a. Ray Sager, Judy Cler, Wayne Ratay, Phil Laurenson, Jim Rau, Don Alexander, John Elliot, Karin Alexana, Jack Gilbreth, Corinne Kirkin, Monica Blackwell, Sally Brody
Regie: Herschell Gordon Lewis
FSK: SPIO/JK

Inhalt:


Montag - The Magnificant. Ein Zauberer. Er steht auf der Bühne und erzählt. Über Magie und über Grausamkeiten. Er selbst legt sich unter eine Guillotine und trennt sich selbst seinen eigenen Kopf ab. Er fällt in einen Korb. Blut läuft aus dem Hals. Und dann steht er wieder ganz auf der Bühne.

Er will eine Frau in zwei Hälften Sägen. Er weiß, dass das ein sehr alter Trick ist und er eigentlich langweilig ist. Aber nicht so, wie er ihn zeigen wird. Er braucht eine Freiwillige aus dem Publikum. Sie wird von seinem Blick hypnotisiert. Er lässt sich eine Kettensäge bringen. Er demonstriert, dass diese absolut funktionsfähig und echt ist. Und dann zersägt er die Frau blutend und schreiend in zwei Hälften. Die Gedärme werden frei gelegt. Anschließend sind diese verschwunden. Die Frau setzt sich auf, steht auf und setzt sich wieder in Publikum als wäre nie was gewesen. Das Publikum applaudiert.

Nach der Vorstellung geht die Frau etwas Essen, und auf einmal fällt sie blutüberströmt zu Boden. Wie durch Zauberhand ist sie doch zersägt worden. Sie ist tot.

Sherry Carson hat mit ihrem Freund Jack die Show gesehen und will unbedingt ein Interview mit Montag. Aber als sie den Magier fragt, will dieser nicht. Bei seiner Berührung fängt ihre Hand an zu bluten. Und dann ist das Blut wieder verschwunden.

Montag steht auf einem Friedhof. Alles ist in rot getaucht. Er lässt einen Sarg empor schweben und der Deckel öffnet sich. Die zersägte Frau ist in ihm. Er nimmt den Leichnam und bringt ihn zu einer Öffnung an einem weiteren Gebäude.

Nächste Show. Sherry und Jack sind wieder da. Es scheint die gleiche Show mit den gleichen Texten zu sein. Doch das Highlight ist anders: Dieses Mal will er einer Frau einen Schaft ins Gehirn treiben. Von seinem Blick getroffen wird die Freiwillige aus dem Publikum hypnotisiert. An einem aufrechten Tisch wird sie fixiert. Jim prüft dieses Mal selbst den Pfahl, der für diesen Trick verwendet werden soll, aber er ist echt. Auch die Holzprobe wird bestanden. Dann haut Montag ihr den Pfahl in die linke Schläfenseite und holt ihr Gehirn aus dem Schädel. Sie schreit. Die Augen drückt er ihr zusätzlich in die Höhlen zurück. Doch dann ist das Blut wieder verschwunden. Der Pfahl steckt noch in ihr. Montag zieht ihn raus, macht sie los und die Frau verlässt aufrecht die Bühne.

Jack und Sherry erzählen Montag nach der Show von der getöteten Frau vom Vortag. An ihrer Hand taucht wieder Blut auf und verschwindet. Montag wird in ihre Show kommen, aber nicht für ein Interview, sondern für einen Trick. Sherry und Jack sind abermals in die Show des Zauberers eingeladen, da er morgen eine neue Illusion vorführen wird. Jack möchte Sherry dieses Mal aber nicht begleiten. Zu Hause merkt Sherry, dass sie wieder Blut an den Händen hat.

Am nächsten Tag wird von einem weiteren Mord in der Zeitung berichtet. Jack holt Nachforschungen ein. Er will Fotos der Frau sehen, da er bereits vorher glaubt, dass es sich um die Freiwillige der letzten Show des Zauberers halten könnte. Ihr Schädel wurde nämlich durchstochen. Im Autopsieraum taucht Montag auf. Der Präparator wird von ihm in Starre hypnotisiert und Montag nimmt die Frau mit und entsorgt sie auf die gleiche Weise wie die anderen.

Die nächste Vorstellung. Wieder wird eine Dame gesucht. Und es kommt wieder eine auf die Bühne. Wieder Hypnose. Ihr Körper soll durch eine Stanzmaschine zerquetscht werden. Ein Holzstück wird ausgestanzt, damit die Zuschauer sehen, dass die Maschine funktioniert. Er legt die Frau unter die Maschine und die Maschine fährt auf sie herab. Sie blutet und schreit und man sieht allerlei Gedärm aus dem Bauch der Frau quellen. Auch Sherry und Jack sind wieder im Publikum. Doch dann ist alles wieder wie vorher. Kein Blut. Oder doch? Die Frau steht nun unversehrt auf und geht. Das Publikum ist wieder begeistert.

Jack und Sherry spekulieren über den Mörder. Mitten in der Nacht wird die nächste Tote aufgefunden. Mit einem Loch im Bauch. Beide fahren sogleich hin. Dem Inspektor erscheint es unwahrscheinlich, dass Montag der Mörder sein könnte, gerade auch, weil Jack ihm von den Morden erzählt hat. Auch diese Leiche wird von Montag entwendet, dieses Mal aus dem Kühlhaus. Und sie wird wieder zu der seltsamen Stelle gebracht.

Beim nächsten Trick stehen dieses Mal zwei Frauen auf der Bühne. Die Polizei hat damit nicht gerechnet, denn sie wollte die Freiwilligen dieses Mal verfolgen und damit sicherstellen, dass ihnen nichts passieren wird. Beide Frauen sind an den Händen gefesselt. Sie sollen jeweils ein Schwert schlucken. Auch die Schwerter werden überprüft, und es ist wieder Jack, der diese Prüfung unternimmt. Jacks Hand ist anschließend blutig und er muss sich das Blut mit einem Tuch abwischen. Schreiend und blutüberströmt bekommen die beiden Frauen das jeweilige Schwert verabreicht. Oder nicht? Dann eine blitzsaubere Schwertschluckernummer - kein Blut. Beide Frauen scheinen tot zu sein. Dann wieder nicht. Die Schwerter werden entfernt und das Blut ist verschwunden. Beide Frauen können die Bühne lebend verlassen.

Anschließend erfolgt die Verfolgung durch Polizei. Als eine der beiden Frauen an einer Ampel mit ihrem Wagen hält, kann der Polizist nur noch feststellen, dass sie anscheinend durch das Schlucken eines Gegenstandes zu Tode gekommen ist. Die andere Frau wird ebenfalls kurz nach Betreten ihrer Wohnung tot aufgefunden. Die Eingeweide waren jeweils raus gerissen. Die Polizei ist ratlos. Sherry soll in ihrer Show den Köder spielen. Dabei sollen die Polizisten nicht von ihrer Seite weichen. Jack ist skeptisch, dass sie den Mörder dadurch überführen können.

Bei ihrer Show sind alle anwesend. Jack sieht sich die Sendung über seinen Fernseher mit ein paar Kollegen an. Sie sollen sich das Bild am Bildschirm ins Gedächtnis einprägen und werden von Montag hypnotisiert. Ihre Hände fangen an zu bluten. Jack scheint als einziger nicht hypnotisiert zu sein und macht sich auf ins Studio um Sherry vor Schlimmerem zu bewahren. In der Show führt Montag die Moderatorin zu einem Holzstapel, den er wie durch Geisterhand in Brand setzt. Jack gelangt hinein, und bevor Sherry etwas zu stößt, kann er Montag in den brennenden Scheiterhaufen stoßen. Und alle wachen auf, während Montag verbrennt.

Sherry hat viele Fragen, die unbeantwortet sind. Und Jack stimmt ihr zu, doch dann greift er an sein Gesicht und zieht seine Maske vom Kopf. Es ist Montag! Und dann geht er auf Sherry los und versucht sie mit bloßen Händen zu zerfleischen. Doch auch sie macht Illusionen. Und auch Montag befindet sich in einer, denn er muss ganz von vorne Anfangen.

Und so steht er auf der Bühne und erzählt von seiner Zaubershow. Woher weiß man, was Wirklichkeit ist?

Wertung:


Wer hier etwas anderes als einen Herschell Gordon Lewis Film erwartet, der kann meine Meinung hier getrost überspringen und zum nächsten Beitrag wechseln. Dieser Film ist natürlich ein typischer Vertreter und aufgrund seines Alters in einigen Ansätzen recht simpel und billig gemacht. Die Story ist hier fast zu vernachlässigen: Ein Zauberer macht eine Show in grausiger Weise und genau auf diese Art werden die Freiwilligen ermordet aufgefunden. Wer allerdings dafür verantwortlich ist, bleibt ungeklärt. Die Kritiker dieses Films werden genau das dem Werk vorwerfen, da es nicht aufgelöst wird. Gerade zum Ende wird es dann nochmal richtig verwirrend, da zum einen hinter Jacks Maske auch Montag steckt und zum anderen Sherry wohl auch Illusionen macht. Und dann steigt man nicht mehr durch, da es einfach keinen Sinn ergibt. Warum sollte das so sein? Warum steckt Montag hinter der Maske von Jack? Und warum soll alles von vorne beginnen? Nicht nur für Sherry sondern auch für den Zuschauer bleiben Fragen übrig, und dass soll glaube ich auch so sein, denn nicht umsonst steht an letzter Stelle die Frage nach der Wirklichkeit. Und genau das ist es, was nach meiner Ansicht diesen Film gut macht, auch wenn viele damit nichts anfangen können.

Die Schauspieler sind allesamt unbekannt und bewegen sich wie meistens in Lewis-Filmen auf Amateurniveau. Dabei fällt auf, dass in übertriebener und fast schon lautstarker Weise einige Szenen dargestellt werden, so dass eine gewisse Komik und Deplaziertheit entsteht. Das ist mit dem ein oder anderen Charakter eigentlich in allen seinen Filmen so vorgekommen.

An Horrormomenten gibt es nicht viel aber an Splatter ist einiges vorhanden. Dabei ist hier wohl die günstigste Variante veranschlagt worden, denn gerade am Anfang sieht man deutlich, dass es sich um Kunstmasken handelt. Vor allem als der Kopf von Montag im Korb landet, kann man diesen einfach nicht für echt halten. Ob das Absicht war oder ob es nicht besser möglich gewesen ist, sei dahingestellt. Einige andere Effekte waren dagegen richtig gut (wie z. B. die Stanzmaschine). Das Gedärm hätte auf jeden Fall auch eine entsprechende Rolle in einem Ittenbach spielen können. Auch vom Sound gab es die typischen Matscheffekte, wenn Innereien zu sehen waren. Der Ton ist sonst schwer zu verstehen und wie immer blechern, was es nötig macht sich diesen Film mit Untertiteln anzusehen. Auch hier kann man der Handlung ohne Probleme folgen.

Insgesamt ist es einer der besseren Lewis-Filme, der sich nicht vor The Gore Gore Girls zu verstecken braucht. An diesen kommt er aber nicht ran, sondern er findet sich eher auf 2000 Maniacs Niveau. Deshalb gibt es hier 08/10 Magnificans.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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