Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Two Thousand Maniacs (1964)
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 14:03 
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O-Titel: Two Thousand Maniacs!
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1964
Darsteller: u. a. William Kerwin, Connie Mason, Jeffrey Allen, Ben Moore, Jerome Eden, Shelby Livingston
Regie: Herschell Gordon Lewis
FSK: SPIO/JK

Inhalt:


Ein weißer Wagen fährt in Begleitung von Countrymusik mit 4 Insassen die Straße entlang. Als die Bewohner von Pleasant Valley den Wagen kommen sehen, stellen sie kurzerhand ein Schild auf, das ihnen die falsche Richtung direkt zu ihrer Stadt weist. Dort angekommen werden sie belagert von den Einheimischen und sie sollen Ehrengäste auf ihren Feierlichkeiten zur 100 Jahrfeier werden. Auch ein weiterer Wagen mit einem Ehepaar wird abgefangen. Und selbst der Bürgermeister der Stadt, Mr. Buckmann, empfängt seine Ehrengäste persönlich. Dabei ahnen die Neuankömmlinge nicht, dass mit ihnen ein grausames Spiel getrieben wird.

Die Gäste werden kostenlos in einem Hotel untergebracht bis es zu den Feierlichkeiten kommt. Mrs. Miller wird dabei von Harper Alexander als erstes um den Finger gewickelt. Er möchte sich mit ihr Treffen und sie geht auf dieses Treffen ein. Johnny ist für ein paar Stunden weg, so dass sie auf jeden Fall Zeit für ihn hätte und da er zu dem offiziellen Empfangskommitee gehört, ahnt sie nichts Böses als er sie auf das Barbecue vorbereiten möchte.

Sie trifft sich mit ihm am Waldrand, doch es kommt anders, als sie gedacht hätte: Er beginnt, während sie miteinander rummachen, auf sein Messer hinzuweisen, mit dem er sie auch gleich an der Hand verletzt. Doch dabei sollte es nicht bleiben, denn er säbelt ihr direkt den Daumen ab. Sie wird zum örtlichen Arzt gebracht. Sie schreit, doch der Arzt ist ihr auch nicht so wohlgesonnen, wie sie es gerne gehabt hätte. Mit mehreren Männern wird sie festgehalten und es wird ihr mit einer Axt brutal der Arm abgeschlagen. Ein Barbecue halt.

Die anderen im Hotel denken einfach, dass die Einwohner das Ende des Bürgerkrieges von 1865 feiern möchten. Einer von ihnen hat jedoch die Befürchtung, dass irgendwas mit den Leuten dort nicht stimmt, und er versucht einen Kollegen in Chicago zu erreichen, was ihm nicht gelingt.

Beim Fest abends feiern die Stadtbewohner ausgelassen und fröhlich. Dann kommt es zu einem Missgeschick, denn zwei der Gäste entdecken eine Tafel, auf der festgehalten ist, dass die Stadt beim Bürgerkrieg 1865 zerstört wurde und eigentlich nicht mehr existiert. Sie versuchen zu fliegen, doch die Einheimischen bekommen sie zu fassen. Währenddessen geht die Feier weiter. Und auch morgen noch soll gefeiert werden. Aber jetzt soll einer von ihnen am Pferderennen teilnehmen. Dabei wird er an allen vier Extremitäten an Pferde festgebunden und von diesen zerrissen.

Am nächsten Tag geht das grausame Spiel weiter. Einer von ihnen nimmt am Fassrollen teil. Anfangs soll er nur durch das Fass hindurch kriechen, doch die Dorfbewohner hauen Nägel in das Fass hinein und rollen ihn den Berg hinunter, was ihm den Tod bringt.

Die anderen, die begriffen haben, was inzwischen Läuft, versuchen zu entkommen. Doch Harper ist ihnen auf den Fersen.

Das nächste Spiel ist natürlich auch für ihren Ehrengast. Sie muss abschätzen, wann der wackelige Felsbrocken über ihr fallen wird. Sie wird von den anderen vor dem Felsbrocken festgebunden. Dann beginnen sie auf eine Zielscheibe zu werfen, und je nachdem, wer diese trifft, der hat gewonnen und der Felsbrocken fällt.

Die letzten beiden Überlebenden versuchen hingegen mit einem Jungen die Stadt zu verlassen. Sie stehlen hierfür ein Auto, doch die Einwohner werden informiert. Sie können sich zwar auf die Straße retten, doch die Dorfbewohner folgen ihnen mit einem Pick-Up. Den Jungen lassen sie zurück und sie entkommen.

Als die beiden nochmals mit einem Sheriff zurückkehren, um ihm von den Greueltaten zu berichten und möchten, dass die Einwohner von Pleasant Valley verhaftet werden, müssen sie jedoch festellen, dass die Stadt verschwunden ist. Denn die Stadt existiert seit nunmehr 100 Jahren nicht mehr. Einzig eine Gedenktafel erinnert an sie.

Wertung:

Ein Film von Hershell Gordon Lewis aus dem Jahre 1964 und damit einer der frühen Filme, die er gedreht hat, und mein erster, den ich von ihm gesehen hatte.

Wenn man diesen kategorisieren möchte, so trifft es vielleicht Country-Western-Splatterlight-Komödie am Besten.
Gerade auch, wenn man das Erscheinungsjahr berücksichtigt, finde ich den Film sehr abgedreht. Teilweise kommen sind Stummfilmelemente in Form von schneller Country-Musik und schnellen, bewegten Bildern vor. Die Splatterelemente sind natürlich nicht mit den heutigen vergleichbar, aber es ist schon recht drastisch und mit den damaligen Mitteln recht gut gemacht, was dort gezeigt wird. Dabei ist das Splatterhighlight die Armszene, die sich auch vor heutigen Effekten im Amateurbereich nicht zu verstecken braucht.

Die Geschichte der Handlung ist natürlich absurd: Ein paar Neuankömmlinge werden von einer Stadt als Spielobjekte für eine 100 Jahrfeier missbraucht. Aber gerade das macht den Charme eines Herschell Gordon Lewis Films aus.

Die Bilder sind von der Coloration in Ordnung, der Ton ist grausam und teilweise sehr blechern. Das macht es etwas schwierig den Film ohne deutsche Untertitel zu verstehen. Die einzig vorhandene Sprache ist Englisch, was für mich normalerweise kein Problem darstellt, aber man versteht die Schauspieler leider manchmal einfach nicht. Mit Untertiteln ist es aber kein Problem der Handlung zu folgen.

Schauspielerisch gibt es keine Höchstleistungen, aber das habe ich hier auch nicht erwartet, da der gesamte Film eher mit einfachen Methoden gedreht worden ist.

Alles zusammen ist typisch für einen Herschell Gordon Lewis Film, und man mag das auch nur, wenn man seine Filme mag, denn es ist in allen Werken ähnlich gehandhabt.

Wer einen richtige Splatterfilm erwartet, der ist hier falsch, denn es gibt hier wesentlich mehr komödiante Elemente, die schon durch die fröhliche, stets unpassende Countrymusik dargestelllt werden. Der Film ist deshalb aber auch eine Erfahung wert, und bekommt von mir abschließend 08/10 Punkten.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Two Thousand Maniacs
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 14:05 
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Grauenvoll! Ultramies und billig. Ich HASSE H.G. Lewis und seine total überbewerteten Güllefilme.

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Wer im Glashaus sitzt, sollte ich sich im Dunkeln ausziehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Two Thousand Maniacs
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 14:06 
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Dieser 1964 entstandene Low Budget Splatter ist ein absoluter Kultfilm des Genres. Es ist einer der ersten Splatter - Filme überhaupt und ist doch für die damalige Zeit recht hart. Aus heutiger Sicht kann man natürlich eher darüber schmunzeln, aber immerhin hat der Film ja auch schon über 40 Jahre auf dem Buckel.

Vor allem aber besticht der Film auch durch seinen Humor und seine teilweise sehr skurilen Charaktäre, die dem Film eine leicht trashige Note geben, die hier aber auch sehr gut hinpasst. Herrschel Gordon Lewis, der ja auch als Begründer des Splatter / Gore Films gilt und mit dem Beinamen "Godfather of Gore" ausgestattet ist, hat mit diesem herrlich schrägen Film jedenfalls einen Meilenstein geschaffen, dem ja auch 2005 das Remake "2001 Maniacs" gewidmet wurde.

Dieses tolle Original besticht auch durch seine ganz eigene Atmosphäre, die trotz des vorhandenen Humors sehr bedrohlich ist und den Zuschauer zu fesseln und faszinieren weiss. Die extrem sarkastische Note, die hierbei mitschwingt, verleiht dem Ganzen das gewisse Etwas, was den Film so aussergewöhnlich macht und ihn von anderen Genre - Vertretern abhebt.

Wer jedenfalls das Remake mag, der sollte es nicht versäumen, sich auch dieses geniale Original anzusehen. Es gibt diesen Film zwar nur im englischen Original mit deutschen Untertiteln, aber das macht gar nichts, denn der Film spricht für sich selbst.


8/10

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Bild Big Brother is watching you


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 Betreff des Beitrags: Re: Two Thousand Maniacs
BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 14:13 
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trashig-exploitativer Chef
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Ein Klassiker des Old School Horror Films vom Godfather of Gore.
Splatter Movies; wer hat's erfunden? Wohl nicht die Schweizer sondern H.G.Lewis !:)
2000 Maniacs ist ohne Zweifel ein Klassiker des Hixploitation Horrorfilms und man sollte ihn gesehen haben; hier paaren sich (für die damalige Zeit) harte FX mit Humor so das es ein wahres Freudenfest ist!
Selbst wenn man eventuell kein Fan der Filme von Lewis ist sollte man sich zumindest BLOOD FEAST und 2000 MANIACS angesehen haben um dem Godfather of Gore den nötigen Respekt zu zollen.
Ich selbst würde mich durchaus als Fan von Lewis bezeichen; bislang gibt es nur einen Film, SCUM OF THE EARTH, denn ich wesentlich schwächer fand als z.B. BLOOD FEAST, 2000 MANIACS, GRUESOME TWOSOME,GORE GORE GIRLS oder WIZARD OF GORE.
Und das der Mann es immer noch drauf hat tortz seines nahezu schon biblischen Alters wirklich gute & gorige Filme zu drehen die auch auf Humor & Gesellschaftskritik/Medienkritik nicht verzichten hat er in meinen Augen zuletzt mit THE UH-OH SHOW bewiesen!

9 von 10 Redneck BBQ Parties

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"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


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