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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Absurd (1981)
BeitragVerfasst: 16. Dez 2012, 23:12 
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Originaltitel: Rosso Sangue
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1981
Regie: Joe D'Amato

Darsteller:   
George Eastman
Annie Belle
Charles Borromel
Katya Berger
Kasimir Berger
Hanja Kochansky
Ian Danby
Ted Rusoff
Edmund Purdom
Dirce Funari
Mark Shannon
Michele Soavi

Handlung:

Ein junger Mann wird schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Doch schon kurz nach der Operation sind seine Wunden fast wieder verheilt. Die Untersuchungen der Polizei bringen jedoch sehr schnell Licht in die mysteriösen Vorfälle. Aufgrund einer starken radioaktiven Verseuchung, wurde der Mann zu einer mordenden Bestie. Noch während die Polizei einen wichtigen Zeugen befragt, flieht der Killer aus der Klinik. Sein von Leichen gesäumter Weg führt ihn direkt in das Haus eines gelähmten Mädchens und ihrer Familie...

Quelle: Ofdb

Fazit:

Absurd ist mittlerweile zurecht ein absoluter Klassiker des Splatter-Genres.

Zu seiner Entstehungszeit, Anfang der 80er, war Absurd sicherlich einer der härtesten Splatterfilme überhaupt. Über 30 Jahre später hat der Film (natürlich) in Sachen Splattereffekte etwas den Anschluss gegenüber neueren Werken verloren. Jedoch muss sich Absurd keineswegs verstecken, der Film hat trotz seines Alters wirklich brachiale, ultrablutige und extrem kranke Morde zu bieten.

Der Film hat eine sehr simple Story, ist jedoch, vielleicht auch gerade deswegen, sehr kurzweilig und in keiner Minute langweilig. Hauptsächlich geht es um einen "Nächtlichen Spaziergang" eines mutierten Psychopathen, der alles niedermetzelt was ihm so in die Quere kommt. Dies macht er dann auch mit voller Hingabe und sehr ideenreich. Hier wird gesägt, gebohrt, gebraten und gehackt das es eine wahre Freude ist.

George Eastman passt in die Rolle des Killers perfekt. Der 2 Meter Hüne mit seinem pechschwarzem Vollbart wirkt äußerst bedrohlich und einschüchternd. Der restliche Cast ist in Ordnung, reißt aber keine Bäume aus.

Der Score gefällt mir extrem gut und steigert sich gerade am Ende in einen hämmernden Sound, der das Finale perfekt unterstützt.

Ein Film den man als Splatterfan einfach gesehen haben muss!!!

9/10 Pkt

_________________
Wer im Glashaus sitzt, sollte ich sich im Dunkeln ausziehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Absurd
BeitragVerfasst: 24. Dez 2012, 18:49 
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Ein Klassiker, wo es NUR um Gore geht.

Wer zwecks Spannung bzw. handlung schaut wird ENTTÄUSCHT sein.
:fro: :fro: :fro: :vamp: :vamp: :vamp: :vamp:

a typsicher D'Amato

_________________
Veggie...now
http://www.peta2.de/web/schrittfuerschritt.1102.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Absurd
BeitragVerfasst: 24. Dez 2012, 23:13 
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Ein Zirkel dreht seine Kreise. Dann kommt ein Läufer ins Bild. Ein Mann. Er wird von einem anderen verfolgt. Man sieht, dass der Zirkel von einem Mädchen bedient wird. Von Katia. Sie ist gelähmt. Zumindest zeitweise. Der Verfolger, der sich im weiteren Verlauf als Priester herausstellt, bekommt den Fliehenden, Mikos Stenopolis, zu fassen, aber letzterer kann sich über den Zaun retten, verletzt sich dabei aber schwer und gelangt blutend zum Haus der Bennetts.

Mikos wird operiert, und die Ärzte stellen fest, dass er sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit zu regenerieren scheint. Er macht trotz tiefer Narkose die Augen auf, seine Gefäße scheinen sich schneller zu verschließen, der Herzschlag belibt während der OP ohne Lebensfunktionsbeeinträchtigung aus.

Seargent Engleman untersucht den Fall. Doch was er von dem Priester zu hören bekommt, kann er erst nicht glauben. Der Operatuer aber bestätigt die übernatürlichen Heilkräfte von Mikos. Es sei nach Angaben des Priesters auch nur möglich Mikos zu töten, wenn dieser eine Gehirnverletzung davon träge. Die Heil- und übernatürlichen Kräfte erklärt man sich damit, dass er viel mit Radiaktivität in Kontakt gekommen ist, und dass dadurch nicht nur seine Physis sondern auch seine Psyche verändert wurde: Er wurde zum erbarmungslosen Mörder.

Im Aufwachraum erwacht Mikos. Es kommt zu einer Rangelei zwischen der anwesenden Krankenschwester und dem Patienten, da Mikos am aufstehen gehindert werden soll. Darunter kommt es zum ersten Mordopfer, welches auf grausame Weise umgebracht wird.

Mikos kann fliehen und die Suche oder Fahndung nach ihm beginnt. Während seiner Flucht, wird er von einem Auto angefahren, welches von Katjas Vater gefahren wurde. Doch er begeht Fahrerflucht. Als Mikos allerdings das Auto in einer Garage entdeckt, macht er sich daran in das Innere des Hauses zu gelangen. Die Eltern der beiden Kinder Willy und Katja sind nicht zu Hause, aber Peggy und auch Emily, die beide für einen gewissen Zeitraum für die Kinder verantwortlich sind, bekommen es mit dem Killer zu tun. Selbst der Hund Bliss bleibt nicht verschont.

Die Polizei hat aber immer noch keine Idee, wo Mikos zu finden sein kann. Selbst mit Unterstützung durch den Priester, kommen sie nicht gleich auf seine Spur.

Emily hat vor ihrem Tod Willy noch los geschickt, damit dieser Hilfe holt, als sie bemerkt hatte, dass der "schwarze Mann" in ihrem Haus ist, aber erst als Willy mitbekommt hat, was Mikos mit Emily gemacht hat, läuft er davon. Katja versucht sich unterdessen aus ihrem Korsett und ihren Bettgurten, die sie nach einem Unfall an das Bett gefesselt hatten, zu befreien, damit sie ihrem Bruder und auch Emily beistehen kann.

Katja muss sich selbst gegen Mikos wehren, als dieser in ihr Zimmer gelangt. Sie macht ihn erst blind, und versucht dann ihn mit lauter Musik orientierungslos zu machen, was ihr auch in einem kleinen Rahmen gelingt. Willy ist währenddessen auf den Priester getroffen, der bei den Bennetts eingetroffen, gerade noch verhindern kann, dass Katja etwas zustößt, aber die Grausamkeiten nehmen kein Ende, denn es ist noch nicht vorbei, und Mikos will immer noch morden...

Wertung:

Absurd hat mir natürlich schon länger etwas gesagt, auch wenn ich den Film nie gesehen hatte. Und jetzt muss ich gestehen, dass ich recht begeistert bin. Und das nicht, weil er natürlich auch eine Darbietung diverser Mordmethoden und Brutalitäten ist. George Eastman hat mir als Mikos sehr gut gefallen, auch wenn er wenig bis gar keinen Text aufzusagen hatte, aber er verkörperte den Charakter fast schon Zombie-ähnlich, und das fand ich absolut passend zu diesem Film. Auch Katya Berger als Katia gefällt mir recht gut in ihrer Rolle, auch wenn sie in ihrer Handlungsweise durch den erlittenen Unfall eingeschränkt worden ist.

Die Handlung an sich ist, wie könnte es anders sein, absurd, aber das macht in diesem Fall sehr wenig aus. Immerhin hat der Film eine Handlung und beschränkt sich nicht nur auf Gore. Dass allerdings Radiaktivität Zellen so verändert, dass sie eine fast unaufhörliche Regenerationsfähigkeit und somit einen Übermenschen erschaffen kann, ist schon sehr weit her geholt, aber nicht gänzlich abstrus, sondern mit ein wenig Fantasie und Surrealismus durchaus denkbar. Einzig, dass nun ausgerechnet durch eine Gehirnverletzung die Regenerationsfähigkeit eingeschränkt werden soll, und damit Mikos verwundbar gemacht wird, ist (ja ich benutze dieses Wort schon wieder) absurd, denn entweder sind Zellen autonom in der Lage sich zu teilen, wie es z. B. durch Strahlung passieren kann, oder nicht, aber das Gehirn hat damit wenig am Hut.

Die Gore-Szenen sind allesamt heftig. Da ist ein "normales" Erwürgen schon fast als harmlos anzusehen. Kann auf jeden Fall verstehen, dass man aufgrund diverser dieser Szenen den Film zu den 131ern zählt. Während es in anderen Filmen ja noch eine Spur Unrealismus gibt, ist der hier nur in einigen Anteilen der Geschichte nicht aber in der Handlung an sich zu sehen. Auch eine Übertreibung oder ein ins Lächerliche bzw. Komische ziehen wie es ja bei Braindead z. B. geschehen ist, fehlt hier komplett, so dass man eine Beschlagnahmung zumindest verstehen wenn auch nicht gutheißen kann.

Die Synchronisation ist in einigen Anteilen schwach bis ausdruckslos. Gerade die Emotionen werden nicht richtig rüber gebracht. Willy wirkt z. B. als er in Panik gerät als er in Katjas Zimmer möchte, nicht wie jemand, der wirklich Panik hat. Mal ganz abgesehen davon, dass wenn die Tür nach mehreren Minuten immer noch nicht auf ist, ich bestimmt nicht darauf warten würde, bis der Killer hinter mir steht, sondern ich mir irgendwas anderes überlegen würde. Die Sprache wirkt anteilsmäßig ein wenig blechern, was auch an meinen Einstellungen liegen kann.

Das Bild ist in der mir vorliegen Version von XT durchweg gut. Die Kontraste sind im Rahmen. An Helligkeit oder Dunkelheit gibt es nichts auszusetzen. Die hinzugefügten Szenen in der Langfassung kommen in ihrer Qualität einem besseren Amateurfilm gleich, ohne jedoch Störungen aufzuweisen. Das Bild ist etwas zu unscharf und zu dunkel, aber noch in Ordnung.

Die Musik fand ich absolut passend zu diesem Film. Immer, wenn irgendwas passiert, also z. B. jemand ermordet wird, fängt die Musik an, und ich finde sie genial ausgewählt. Erinnerte mich ein wenig an Michael Myers, wenn er mal wieder unterwegs war. Punkt.

Abschließend gebe ich dem Film 9,5/10, da er mich richtig gut unterhalten hat. Die Mängel, die ich hier erwähnt habe, lassen leider keine 10 zu. Einen minimalen Zusatzabzug bekommt der Film, da er nicht richtig Spannung zu erzeugen vermag, auch wenn diese manchmal auch in den Vordergrund drängt.

_________________
Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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