Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Im Augenblick der Angst (1987)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2013, 17:45 
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Im Augenblick der Angst
(Angustia)
mit Zelda Rubinstein, Michael Lerner, Talia Paul, Angel Jove, Clara Pastor, Isabel Garcia Lorca, Nat Baker, Edward Ledden, Gustavo Gili, Antonio Regueiro, Joaquin Ribas, Janet Porter, Patrice Manget, Merche Gascon, Jose M. Chucarro
Regie: Bigas Luna
Drehbuch: Bigas Luna / Michael Berlin
Kamera: Josep M. Civit
Musik: Jose Manuel Pagan
Ungeprüft
Spanien / USA / 1987

Für Patty soll der Kinobesuch zum Alptraum werden, der sie niemals loslassen wird. Denn etwas Unheimliches geht von dem Film aus, dessen Handlung das Mädchen in Schrecken versetzt...Unter dem Bann einer zwergwüchsigen Frau sperrt ein Artzt Menschen in das Kino ein und sticht ihnen die Augen aus. Patty spürt den Schmerz in der Pupille - und sie weiß, daß der Mann neben ihr im Kino unter Zwang den Befehlen im Film folgen wird. Wie der Arzt, steht auch er unter Hypnose, und killt! Eine bizarre Situation entsteht. Das Kino - so wie das Kino im Kino- wird zur Horror-Bühne... Im Augenblick der Angst wird Fiktion zur Realität und Realität zur Fiktion. Ein Entrinnen ist unmöglich...


Es dürfte wohl kaum übertrieben sein, wenn man diesen Film als Perle des Psycho-Horrors ansieht, denn was dem Zuschauer hier geboten wird, ist ein dermaßen intensives und eindringliches Filmerlebnis, das einem nicht selten das Gefühl verleiht, das man selbst ein Teil des Geschehens ist, das sich hier abspielt. Die ungeheure Intensität, die dieses Werk entfaltet ist wohl hauptsächlich in der Tatsache begründet, das sich "Im Augenblick der Angst" auf zwei Ebenen abspielt, denn hier wurde der "Film im Film Drehstil" angewendet, den man ja zum Beispiel auch aus Filmen wie zum Beispiel "Scream 2" kennt. Der Unterschied besteht lediglich darin, das sich hier der gesamte Film so abspielt und dadurch eine extrem beklemmende und unheimliche Atmosphäre entsteht, das man sie fast körperlich spüren kann.

So denkt man eigentlich in den ersten Minuten, das man es mit einem waschechten Slasher zu tun hat, in dem ein psychophatischer Augenarzt seinen Opfern die Augen rausschneidet, bevor man dann feststellen muß, das man sich in einem Kino befindet, in dem dieser Film gezeigt wird. Und hier trifft man auf Patty, die mit ihrer Freundin diesen Film anschaut, der sich unwillkürlich in Pattys Kopf schleicht und eine unbändige Angst in ihr auslöst. Alles, was danach folgt, sollte man hier nicht näher erwähnen, da ansonsten viel von der einzigartigen Spannung dieses Werkes verloren geht.

Es ist jedoch zu erwähnen, das dem Zuschauer hier ein ultimatives Spannungserlebnis geboten wird, das nicht spurlos an ihm vorbeigehen wird, denn vor allem der schleichende und subtile Horror, der hier geboten wird, geht sehr stark unter die Haut und sorgt für so manch kalten Schauer, der einem fast zwangsläufig über den Rücken läuft. Auch wenn dieser Film mittlerweile schon 22 Jahre auf dem Buckel hat, so hat er im Laufe der Zeit rein gar nichts von seiner Intensität und seiner angsteinflössenden Wirkung verloren, die er auf den Betrachter ausübt. Es gibt wohl nur sehr wenige vergleichbare Filme, die einen wirklich fast körperlich mitnehmen, da sie das Gefühl vermitteln, das man selbst tief in die Geschichte involviert ist.

Da ist es dann auch kein Wunder, das man in vielen Passagen der Meinung ist, auch in dem Kino zu sitzen und den dort entstehenden Horror selbst mitzuerleben. Zu diesem extrem starken Gefühl, ein Teil des Geschehens zu sein, tragen hier auch ganz sicher die excellenten Darsteller bei, die durch ihr überzeugendes und authentischen Schauspiel einen großen Anteil an der ungeheuer starken Wirkung dieses Filmes haben. "Im Augenblick der Angst" ist für mich persönlich eine echte Perle des Genres, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, doch leider ist es bei uns in Deutschland noch zu keiner offiziellen DVD-Veröffentlichung gekommen, was bei der vorhandenen Klasse dieses Werkes wirklich mehr als nur verwunderlich ist. man kann nur hoffen, das sich dieser Zustand irgendwann einmal ändert, damit auch wirklich jeder in den Genuß dieses Meisterwerkes des Psycho-Horrors kommen kann.


Fazit:


Wer einen wirklich intensiven Film zu schätzen weiss, der kann an diesem Film einfach nicht vorbei. Eine tolle Geschichte, die eine sagenhate Atmosphäre entfaltet, der man sich auch beim besten Willen nicht entziehen kann. Hinzu kommt ein Spannungsbogen, der ganzzeitig sehr straff gespannt ist und zu keiner Zeit auch nur den kleinsten Einbruch zu verzeichnen hat. "Im Augenblick der Angst" ist ein herausragendes Filmerlebnis, das an Intensität nur schwerlich zu überbieten ist.



9,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Augenblick der Angst
BeitragVerfasst: 17. Feb 2013, 11:48 
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Mein Fazit bzw. Review:

21:30, soll ich pokern gehen oder Film gucken??? gehe ich doch mal Film gucken, aber was? "Im Augenblick der ANgst", den der dauert nur ca. 81 Minuten.

Der Anfang mit der fröhlichen Vogeljagd gefiel mir ganz gut. Auch bei seiner Tätigekit in der Klinik war sehr gut, bzw. der TyP (der aussieht wie WAYNE KNIGHT) spielt den Psycho sehr gut, und die ältere Dame die Mutter von dem Hansl da auch super, wirkten wie ein eingespieltes Team, da sie perfekt harmonierten.

Die Kinoszenen im "Real Life" war auch sehr gut, da mehrere Charaktere vorkamen, was gut in die Tat umgesetzt wurde. Der Film wirkte die ganze zeit über wie ein Katz und maus Spiel, mit einer erdrücketen Atmosphäre, die ich selten erlebt habe in letzter Zeit. Aber der Film zog sich leider unnötig bzw. im falschen Ansatz in die Länge.

Bleibt zu sagen: Der Film wird öfter im DVD Player laufen, und ich muss in Zukunft besser pokern, weil so FAHRLÄSSIG wurde ich noch NIE 10.- € los, aber das ist ein anderes Thema.

benotung:

7/10

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