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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens (1982)
BeitragVerfasst: 10. Dez 2012, 00:04 
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trashig-exploitativer Chef
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Originaltitel : The Beast within

Herstellungsland : USA

Regie : Philippe Mora

Darsteller : Ronny Cox, Bibi Besch, Paul Clemens, Don Gordon, R.G. Armstrong u.a.

Erscheinungsjahr : 1982

Laufzeit : 98:05 Minuten (Uncut)

FSK : Ungeprüft


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Story :

Mississipi 1964:
Caroline und Eli McCleary sind auf dem Heimweg ihrer Hochzeitsreise und halten kurz an einer Tankstelle. Natürlich verfahren sie sich und landen in einem Moorgebiet unweit der idyllischen Kleinstadt Nioba und (wie sollte es auch anders sein) erschüttert eine zusätzliche Reifenpanne die Stimmung des frisch getrauten Paares endgültig .

Eli schlägt nun seiner Caroline vor, das er zurück zur Tankstelle gehen werde und sie beim Auto warten solle, aber da es in düsteren Mooren immer mysteriös zugeht, gibt er ihr den Rat, sie solle schön die Türen zusperren.
Diesen teuren Rat schlägt Elis Frau aber natürlich aus, weil der Hund aus dem Wagen flüchtet und das einzige was sie von ihm noch zu Angesicht bekommt, ist der bis auf die Knochen abgenagte Kadaver. Da das hierfür verantwortliche Wesen nicht nur Hunde lecker findet, muss Caroline zu allem Überfluss auch noch eine Vergewaltigung über sich ergehen lassen. Eli findet sie kurze Zeit später entkleidet und verwirrt vor und sie wird in ein nahgelegenes Krankenhaus gebracht.

17 Jahre später:
Der Sohn der McClearys, Michael, der sehr schwer erkrankt ist, liegt in einem Krankenhaus, obwohl er einen Monat zuvor noch kerngesund war.
Es handelt sich um eine chemische Störung, die Michael zu schnell wachsen lässt.Der Junge leidet zudem unter starken Halluzinationen, die ihn mit den Bildern eines alten verlassenen Haus konfrontieren, in dessen Inneren er sich befindet und in dem er versucht mit aller Macht eine Luke zum Keller zuzuhalten.
In gleichen Moment wollen die Eltern natürlich erfahren, was damals vor 17 Jahren Caroline McCleary wirklich wiederfahren ist und machen sich auf den Weg nach Nioba.

Dort stoßen sie aber auf nicht allzu große Gegenliebe beim Richter, Bürgermeister, Zeitungsbesitzer und dem Bestatter. Der Bürgermeister kann Eli keine Auskünfte über den Vorfall geben, aber Caroline findet im Zeitungsarchiv einen alten Artikel, der vielleicht ein erster Anhaltspunkt sein könnte.
Der Sheriff gibt ihnen dann aber noch die Auskunft , das sein Vorgänger von einem nichtmenschlichem Wesen zerfetzt wurde. Nett! Zum selbigem Abend hin gelingt Michael die Flucht aus der Klinik. Für seine Flucht „leiht“ er sich ein Auto, aber da er sehr fette Hallos hat, baut er natürlich einen Carcrash, und das er dadurch natürlich nicht sehr weit kommt liegt da wohl auf der Hand. Aber es kann eigentlich kein Zufall sein, das Michael nun vor genau dem Haus aus seinem Traum steht!
Er betritt das Haus und öffnet die Kellerluke und steigt in die unterirdische Katakombe ein, woraufhin etwas seltsames mit dem Jungen wiederfährt. Kurz darauf schleicht er sich dann an das Haus des Zeitungschefs und gibt sich dort als der Essenslieferant aus. Doch statt Essen zu liefern, beisst er ihm nach einer verbalen Auseinandersetzung kurzerhand den Kehlkopf raus. Völlig erschöpft schleppt er sich nun aus dem Haus, aber er wird von der jungen Amanda dort entdeckt, die den Hund füttern will.

Zurück im Krankenhaus leidet Mike wieder unter Hallos, die ihm den Mord der vergangenen Nacht noch einmal Revue passieren lassen.
Langsam ist er auf dem Besserungsweg , er stattet Amanda einen Besuch ab und spaziert mit ihr durchs Moor, dort stoßen sie auf einer abgerissenen Arm und der Sheriff und seine Compagneros später auch noch auf 36 andere Menschenleichen.
Was Michael natürlich nicht weiß, ist das Amandas jähzorniger Vater ihn nicht ab kann.
Er hatte damals die Mutter und ihren Liebhaber umgebracht, als er die beiden zusammen in der Kiste erwischte, aber ihm konnte man nichts anhaben, da sein Bruder der Richter ist und wenn man das Gesetzt in der Familie hat....

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Die städtische Polizei befragt nun den Bestatter Dexter, ob er eine Ahnung hat, da man Emilys Hüftknochen, den der anwesende Arzt implantiert hatte, bei den anderen Leichen fand, doch dieser stellt sich natürlich dumm.
Er will anschliessend auch die grosse Biege machen und fordert noch Geld vom Bürgermeister, doch leider fällt er Mike und einem Blutabsauggerät zum Opfer.
Mike wird von seinen Eltern nun bei Amanda vermutet, da sie sich einig sind, das er sich in das Mädchen verliebt hat. Und so ist es auch, doch kurz nach dem Eintreffen von Caroline, Eli und dem Sheriff, trifft auch Amandas Vater ein, der dem Mädchen eine Ohrfeige gibt, da sie sich doch nicht an Michael hängen sollte. Den Begriff „antiauthoritäre Erziehung“ kennt Mandys Daddy nur aus Kreuzworträtzeln, also geht das schon in Ordnung.
Zurück im Krankenhaus, stellt der Arzt nun fest, das Mike eine subkutane Schicht am Bauch besitzt ,was wohl bei Menschen nicht unbedingt üblich ist.
Der McCleary Sprössling fängt nun langsam aber sicher an, zu mutieren und flüchtet erneut.
In seiner Rage würgt er sogar Amanda, aber sein besseres Ich kann ihn doch noch dazu bringen, von ihr zu lassen. Er springt daraufhin aus dem Fenster, da er glaubt, seinem derzeitigem Zustand durch den Freitod entkommen zu können, was aber fehlschlägt.
Auch im Krankenhaus bittet er seine Eltern ihn zu töten, um ihn damit zu erlösen.
Auch der Sheriff ist nun nicht mehr so untätig wie zuvor und fährt zum Haus aus Mikes Albträumen, um im Keller auf einige Leichen zu stoßen.

Mike mutiert immer mehr und Amandas Vater stürmt mit einer Schrotflinte ins Hospital, um ihn umzubringen. Mike gleicht nun mehr einem Dämon als einem Menschen.
Als er Mike in seinem neuen äußeren Erscheinungsbild sieht, kann er nur fassungslos dem mutieren zusehen.

Wie das wohl alles ausgehen wird ....?

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Bewertung :

THE BEAST WITHIN (hierzulande auch bekannt als DAS ENGELSGESICHT) hat wahrscheinlich weder national noch international die Anerkennung und Beachtung gefunden, die sich Regisseur Philipe Mora gewünscht hatte.
Nun gut, der Film hat seine Stärken, aber eben auch seine Schwächen.
Humor kann der Film nicht vorweisen, außer vielleicht unfreiwilligen, der aber mit großer Wahrscheinlichkeit der deutschen Synchro zu verdanken ist.

Er wirkt teilweise wie ein Klon aus mehreren Movies, wie Patricks Höllentrip(wegen der Krankenhaus und Halluzinationsszenen),Nightmare in a damaged Brain(wegen der Unterteilung der Mordnächte(The first Night, The second Night, The third Night))und auch eine Prise Alien- Horror a la X-TRO lässt grüßen. Welcher Regisseur da bei wem ein wenig abgekupfert hat, sei nun dahingestellt.
Die Verwandlungssequenz ist nicht von schlechten Eltern, obwohl man sich dort ein wenig an DER EXORZIST erinnert fühlt, man wartet förmlich darauf das ein Pfarrer den Raum betritt um vollgekotzt zu werden, aber dem ist zum Glück dann doch nicht so.

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Das Monster selbst sieht nach dem mutieren eher nach Latexanzug-Trashmonster aus, das ein wenig an die alten CREATURE FROM THE BLACK LAGOON Filme erinnert.
Was positiv zu bewerten sei, ist die Tatsache, das der Film seinen Spannungsbogen doch recht gut beibehalten kann, allein schon, weil man bis kurz vor dem Finale noch sehr wenig über die Vorkommnisse weiß und erst nach und nach eine bessere Einsicht ins Geschehen bekommt.

Die Gore FX sind oft so konzipiert, das sie eher das Resultat zeigen, als das Mordvorgehen, aber es kann ja auch nicht jeder so ein extremer Kameradraufhalter wie Signore Fulci sein.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen eigentlich alle recht überzeugend, aber man darf keinen Al Pacino, Harvey Keitel, Bob de Niro etc. erwarten. Dafür gibt es als bekanntestes Gesicht Ronny Cox aus ROBOCOP, das ist doch auch schon was, oder?
Die Musik von Les Baxter ist sehr gelungen, da sie die Atmosphäre des Films unterstreicht, die Ausnahme stellt hier aber ein seltsames Country-Stück dar, das die Ohren des Zuschauers auf eine harte Geduldsprobe stellt.

Auch von der Kamera darf man keine wilden Fahrten erwarten, eher ist late70ties/early80ties US-Stil zu sehen. Mora hatte vielleicht einen größeren Erfolg des Films erhofft und kopierte inszenatorisch die Filme dieser Zeit recht genau. Ist ja auch okay, soll kein Vorwurf sein.

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Auch das Ende des Films lässt sehr auf einen vielleicht geplanten 2ten Teil schließen, der aber glücklicherweise nicht gedreht wurde, da es sonst peinlich und nervig hätte werden können(wir kennen das Spiel mit den schier endlosen Sequels zu Horrorfilme ja!J)
Alles in allem sind es unterhaltende 98 Minuten, auch wenn man die Erwartungen an diesen zeitweise sehr gesuchten Film nicht zu hoch schrauben darf.



6,5 von 10 Reifenpannen

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens (1982)
BeitragVerfasst: 19. Sep 2016, 19:22 
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Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens
(The Beast Within)
mit Ronny Cox, Bibi Besch, Paul Clemens, Don Gordon, R.G. Armstrong, Katherine Moffat, L.Q. Jones, Logan Ramsey, John Dennis Johnston, Ron Soble, Luke Askew, Meshach Taylor, Boyce Holleman, Natalie Nolan Howard
Regie: Philippe Mora
Drehbuch: Tom Holland / Edward Levy
Kamera: Jack L. Richards
Musik: Les Baxter
ungeprüft
USA / 1982

Im Jahre 1964 hat das junge Paar Eli und Caroline MacCleary in der Nähe einer Kleinstadt eine Autopanne. Während Eli Hilfe holt und Caroline alleine zurücklässt, wird diese von einem Unbekannten angegriffen und vergewaltigt. Sie wird daraufhin schwanger und bekommt einen Sohn. 17 Jahre später wird Michael, der Sohn der beiden, von schlimmen Alpträumen geplagt und verhält sich zunehmend psychotisch. Da Michaels Leiden genetisch bedingt sein könnte, beschließen die ratlosen Eltern in ihrer Verzweiflung zum Ort des damaligen Verbrechens zurückzukehren, um mehr über den Täter herauszufinden. Die Einwohner des kleinen Ortes erweisen sich allerdings als nicht besonders kooperativ und Michaels Zustand wird zusehends schlechter. Und auch körperlich beginnt er sich zu verändern - mit tödlichen Folgen für die Menschen in seiner Nähe...


Immer wieder stellen sich die goldenen 80er Jahre als schier unerschöpflicher Fundus fast vergessener und eher unbekannter B-Movies heraus und auch Philippe Mora's "Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens" fällt ganz eindeutig in diese Kategorie. Handelt es sich hier doch um einen eher unbekannten Horrorfilm aus dem Jahr 1982, dem eigentlich nie die Anerkennung zu teil wurde, die im aufgrund seiner Klasse zustehen müsste. So ist es auch nicht verwunderlich, das der Film bisher bei uns in Deutschland noch keine offizielle Veröffentlichung erhielt und lediglich drei verschiedene Bootlegs zu erwerben waren. Dieser Umstand ist nun dank ORFDB Filmworks nur noch Vergangenheit und ehrlich gesagt hat diese kleine und stark unterschätzte Perle die Veröffentlichung in zwei schicken Mediabooks auch wirklich verdient. Das liegt schon allein an der richtig interessanten und sehr gut erzählten Geschichte, die insbesondere aus damaliger Sicht auch mehrere brisante Elemente miteinander vereint.

Neben einer übernatürlichen Note bekommt es der Zuschauer gleichzeitig mit Reinkarnation, Vergewaltigung, Leichenschändung und dezenten Ansätzen des Kannibalismus zu tun. Diese Mischung ist umrahmt von einer durchgehend recht düsteren Grundstimmung, wobei die Geschichte schon gleich zu Beginn atmosphärische Höhepunkte setzen kann, die auch in der Folge immer wieder in den Vordergrund rücken. Man muss zwar nicht unbedingt das Abitur besitzen um zu erkennen worauf das Ganze letztendlich hinaus läuft, doch Mora hat es ganz geschickt verstanden, den vorhandenen Spannungsbogen kontinuierlich immer weiter ansteigen zu lassen. So geschehen in der Gegenwart immer mehr Ereignisse, auf die man sich zu Beginn noch keinen wirklichen Reim machen kann. Erst mit der Zeit werden einem die Zusammenhänge Stück für Stück etwas näher gebracht, wobei die Auflösung der seltsamen Ereignisse bis wenige Minuten vor dem Ende ziemlich geschickt im Dunkeln gehalten werden. Im Laufe des Filmes kann man sich zwar schon diverse Ahnungen zusammen reimen, weiß jedoch bis kurz vor dem Finale nicht, wie die einzelnen Puzzleteilchen denn wirklich zusammen hängen.

Mit diesem simplen Trick sorgt der Regisseur also durchgehend für eine Menge Spannung und lässt es dann in den letzten gut 30 Minuten auch so richtig krachen. Bis dahin gestaltet sich "Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens" nämlich weder sonderlich hart oder brutal, denn bis auf einige kleinere Passagen hält sich das Szenario mit der Härte eher zurück. Im letzten Drittel des Filmes wird dafür umso mehr Gas gegeben und an dieser Stelle kommt dann sogar der geneigte Gorehound durchaus auf seine Kosten. Dabei wartet die Erzählung aber keinesfalls mit einem völlig übertriebenen Härtegrad auf, aber Freunde sehenswerter Effekte werden äußerst gut bedient. Natürlich sollte man dafür nicht unbedingt die heutigen Maßstäbe anlegen, doch es ist auf jeden Fall nachvollziehbar, das zur damaligen Zeit eine gewisse Schockwirkung beim Zuschauer ausgelöst wurde. Wie dem auch sei, es handelt sich definitiv um einen Genrebeitrag, der durchgehend absolut sehenswert daher kommt und vor allem in der Gesamtbetrachtung extrem stimmig wirkt.

Warum dieser Beitrag anscheinend über einen eher mäßigen Bekanntheitsgrad verfügt ist mir persönlich nicht klar, handelt es sich doch wirklich um einen absolut gelungenen B-Movie, der in erster Linie mit einer erstaunlich guten Story aufwarten kann und zudem verschiedene Elemente des Genres äußerst harmonisch miteinander verbindet. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, das man diesem Film mit der offiziellen Veröffentlichung von OFDB Filmworks nun zu einem höheren Bekanntheitsgrad verhilft, denn verdient hätte es diese kleine, aber sehr feine Perle auf jeden Fall.


Fazit:


Einmal mehr wurde hier ein wenig bekannter Film ausgegraben, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Genre Liebhaber sollten auf jeden Fall zugreifen, denn "Das Engelsgesicht - Drei Nächte des Grauens" bietet richtig gute Genre-Unterhaltung, die man sich ganz bestimmt nicht das letzte Mal angeschaut hat.


8/10


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