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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Ab in die Ewigkeit (1981)
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 17:19 
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Ab in die Ewigkeit
(Happy Birthday to Me)
mit Melissa Sue Anderson, Glenn Ford, Lawrence Dane, Sharon Acker, Frances Hyland, Tracey A. Bregman, Jack Blum, Matt Craven, Lenore Zann, David Eisner, Lisa Langlois, Michel-Rene Labelle, Richard Rebiere, Lesleh Donaldson, Earl Pennington
Regie: J. Lee Thompson
Drehbuch: John C.W. Saxton
Kamera: Michael A. Jones / Miklos Lente
Musik: Bo Harwood / Lance Rubin
FSK 16
Kanada / 1981

Die beliebte Highschool-Studentin Virgina Wainwright (Melissa Sue Anderson) überlebt einen unerklärlichen Unfall, leidet aber fortan unter Gedächtnislücken und traumatischen Blackouts. Als sie versucht, ihr normales Leben wieder aufzunehmen, werden ihre Freunde nacheinander auf brutalste Weise ermordet. Wird Virginia das nächste Opfer - oder ist sie am Ende selbst die Mörderin? Die schreckliche Wahrheit kommt an den Tag, als sie ihren 18. Geburtstag feiert … und wir sind eingeladen!


Für mich persönlich ist es doch ziemlich erstaunlich, das diese kanadische Produktion aus dem Jahr 1981 meist eher durchschnittliche Wertungen erhält, denn hier handelt es sich doch um ein echtes Juwel des Genres. Die hier gefundene Mischung aus Slasher-und Horrorthriller ist so gut gelungen, das man als Liebhaber dieser Filme eigentlich restlos begeistert sein müßte. Dabei ist das nicht in erster Linie auf den Härtegrad bezogen, denn dieser bewegt sich in einem eher überschaubaren Rahmen. Es gibt zwar einige etwas blutigere Passagen, doch der Film ist keineswegs übermäßig hart gestaltet, so das die 16er Freigabe auch vollkommen ausreichend ist.

Im Vordergrund steht hier aber ganz eindeutig die meiner Meinung nach wirklich gut durchdachte und sehr interessante Geschichte, die den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute vollkommen in ihren Bann zieht und richtiggehend fesselt. Die Spannungsschraube wird nach und nach immer fester angezogen, phasenweise ist der Spannungsbogen so straff gezogen, das man es kaum noch aushalten kann, die Lösung dieser sehr mysteriösen Geschichte endlich zu erfahren. Doch die endgültige Lösung wird einem erst ganz zum Schluß präsentiert, bis dahin wird man auf etliche falsche Fährten gelockt. Immer wenn man der Meinung ist, das man des Rätsels Lösung auf der Spur ist, kommt die nächste überraschende Wendung, die alles wieder über den haufen wirft. Und gerade die vielen Wendungen und Überraschungen, die "Ab in die Ewigkeit" beinhaltet sind es, die dieses Werk ganz besonders auszeichnen, denn sie garantieren für absolute Hochspannung.

Das sich hierbei fast zwangsläufig eine extrem dichte Atmosphäre entwickelt, muß man fast schon nicht mehr erwähnen, das ist ja eigentlich ein generelles Markenzeichen der Filme dieser Zeit. Doch hier kommt eine so bedrückende und unheilvolle Grundstimmung auf, das einem phasenweise schon kalte Schauer über den Rücken laufen können. Es entsteht ein regelrecht beklemmendes Gefühl, das man bis zum Ende auch nicht mehr los wird. Ganz automatisch überträgt sich diese Stimmung auch auf den Zuschauer, der sich deren ausgehender Faszination einfach nicht entziehen kann. Teilweise fühlt man sich in seiner eigenen Haut ziemlich unwohl, saugt aber gern die unheimliche Atmosphäre in sich auf. Besonders intensiv und atmosphärisch wirkt hierbei das Ende des Films, was noch zusätzlich dadurch unterstützt wird, das die letzten Minuten bei Nacht und strömendem Regen stattfinden.

Auch im darstellerischen Bereich gibt es nichts zu bemängeln, sicherlich gibt es keine oscarreifen darbietungen zu begutachten, doch die hier agierenden Schauspieler sind überzuegend und liefern durch die Bank einen guten Job ab. Gerade, wenn man das hier gezeigte Schauspiel der Jungdarsteller mit einigen der heutigen Zeit vergleicht, wirkt hier doch alles recht authentisch und zumeist auch ausdrucksstark. Besonders tut sich hier die junge Melissa Sue Anderson hervor, die in der Rolle der Virginia absolut glaubhaft wirkt.

Insgesamt gesehen bekommt man es hier mit einem erstklassigen Genre-Vertreter zu tun, der in jeder Beziehung begeistern kann. Atemlose Spannung, eine fantastische Atmosphäre, gute Darsteller und eine extrem spannend erzählte Story sorgen hier für einen Horror-Genuß der Extraklasse, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Hinzu kommen noch etliche Story-Wendungen und Überraschungsmomente, die dafür garantieren, das die Spannung bis zur letzten Minute keinen Einbruch erleidet.


Fazit:


Auch wenn "Ab in die Ewigkeit" meiner Meinung nach sehr oft unterschätzt und unterbewertet wird, ist dieser Film ein echtes Juwel des 80er Jahre Horrorfilms. Vielleicht ist dieses kanadische Werk auch nicht ganz so bekannt wie andere Horrorfilme dieser Zeit, aber dennoch wird einem hier beste und kurzweilige Horror-Unterhaltung geboten, die jeder Fan des Genres kennen sollte.



9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Ab in die Ewigkeit
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 21:18 
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Beiträge: 71
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"Ab in die Ewigkeit" ist auch ein recht früher Streifen (da durfte ich gerade selbst Videos ausleihen). Damals fand ich den nicht schlecht, aber es war für mich nur Mittelmaß, ein Vertreter der Slasher-Welle eben. Heutzutage weiss ich den Film aber auch viel mehr zu schätzen. Der Film ist ja wirklich durchweg gut. Die Mordszenen sind knapp und schnell geschnitten, aber gut. Das Finale am Tisch fand ich auch gut.

8.5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Ab in die Ewigkeit
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 21:21 
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Ging mir so wie dir, zu Beginn eher normal, aber mittlerweile eine echte Perle des Genres. Manche Filme weiß man erst in der heutigen Zeit richtig zu schätzen.

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