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 Betreff des Beitrags: Hellraiser - Das Tor zur Hölle (1987)
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012, 00:49 
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Hellraiser - Das Tor zur Hölle
(Hellraiser)
mit Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Oliver Smith, Robert Hines, Anthony Allen, Leon Davis, Michael Cassidy, Frank Baker, Kenneth Nelson, Gay Baynes
Regie: Clive Barker
Drehbuch: Clive Barker
Kamera: Robin Vidgeon
Musik: Christopher Young
Ungeprüft
Großbritannien / 1987

Frank Cotton öffnet mit Hilfe eines magischen Würfels das Tor zu einer anderen Dimension. Nie gekannte Lust ist ihm versprochen worden, doch den unheimlichen Wesen der Hölle, den Zenobiten, steht der Sinn nach etwas ganz anderem. Sie unterziehen Frank jener Sonderbehandlung, die denen widerfährt, die es wagen, sie zu rufen. Mit Haken, Messern und Ketten wird er zu einem anatomischen Puzzle zerlegt. Jahre vergehen: Ein Blutstropfen setzt die unheimliche Wiedergeburt in Gang...


Mit "Hellraiser hat Clive Barker einen modernen Horrorklassiker geschaffen,der bis zum heutigen Tage schon 7 mehr oder minder gute Nachfolger nach sich gezogen hat. Dieser erste Teil der Saga um die Cenobiten zählt definitiv zu den besten Teilen der Reihe Der Film besticht durch einen sehr straff gespannten Spannungsbogen und eine extrem dichte, sehr düstere und bedrohliche Atmosphäre, die einen von der ersten Minute an in ihren Bann zieht und auch bis zum Ende nicht mehr loslässt. Nicht selten überzieht den Zuschauer während der düster angehauchten Geschichte eine leichte Gänsehaut, die man beim besten Willen nicht unterdrücken kann. Und obwohl sich das Geschehen fast ausschließlich in einem Haus abspielt, erscheint in keiner einzigen Phase auch nur der kleinste Anflug von Langeweile, wofür auch ganz sicher die stellenweise richtig unhelvolle Atmosphäre sorgt. Den gesamzen Film umgibt ganz einfach eine so düstere und teils auch mysteriöse Aura, das es einen während gewisser Passagen schon so richtig frösteln kann und man ein leicht unbehagliches Gefühl verspürt, das sich im Laufe der Zeit immer mehr intensiviert.

Hier stehen auch die Cenobiten noch im Mittelpunkt der Geschichte, was in den späteren Teilen der Reihe leider nicht mehr immer der Fall ist. Diese zur damaligen Zeit neuen Geschöpfe des Horror - Genres waren doch wirklich mal etwas anderes, als die typischen Serienkiller, die das Genre immer wieder hervorgebracht hat. Aus dem Anführer Pinhead ist ja schon längst eine Kultfigur geworden, die bei den Fans einen immens hohen Stellenwert einnimmt. So versprühen die Cenobiten auch jederzeit eine starke Bedrohung und Eiseskälte, die den Zuschauer richtiggehend erschauern lässt. Positive Emotionen scheinen ihnen vollkommen fremd, was ihren Taten eine sehr kaltblütige und entschlossene Note verleiht, in keiner Phase wird dabei der Anschein erweckt, das diese Wesen so etwas wie Gnade oder Barmherzigkeit erkennen lassen würden. So wird dem Geschehen ein extrem endgültiger Anstrich verliehen, denn haben Pinhead & Co. erst einmal eine Entscheidung getroffen, wird diese auch sofort und ohne Zögern umgesetzt. Die äusserst unhemliche und unheilvolle Faszination die sich dadurch immer mehr in den Vordergrund rückt, entpuppt sich so als einzigartige Stärke dieses modernen Horror-Klassikers, die ihre enorme Wirkung auf den Betrachter auch keineswegs verfehlt und ihn fast schon magisch in ihren Bann zieht.

Der Film, wie auch seine Story sind wirklich etwas Innovatives gewesen, was in der heutigen Zeit ja nicht mehr so oft der Fall ist. Fast der gesamte Film spielt sich eigentlich nur in einem Haus ab, was dem ein oder anderen jetzt vielleicht etwas langweilig vorkommen mag, aber das ist keineswegs der Fall. Die Spannung baut sich hier sehr gut auf und hält sich konstant sehr hoch, Spannungseinbrüche sind hier nicht zu verzeichnen. Der dramaturgische Spannungsaufbau ist wirklich sagenhaft, äusserst geschickt hat es Clive Barker verstanden, dem Zuschauer ein kontinuirlich ansteigendes Spannungsthermometer zu präsentieren, das sich ganz immens auf das Sehverhalten auswirkt. Denn folgt man zu Beginn noch ziemlich entspannt den geschehnissen, so ist es mit diesem Zustand doch verhältnismäßig schnell vorbei, so das man die ersten leichten Schweissausbrüche verzeichnen kann. Streckenweise treten sogar Passagen in den Vordergrund, bei denen man durchaus das Gefühl verspürt, die aufgestaute Spannung nicht mehr aushalten zu können, so das man im Prinzip für jeden auch noch so kleien ruhigen Moment dankbar ist, um wieder etwas zu Atem zu kommen. Da es aber wirklich nur ganz wenige dieser Momente gibt, steht man fast die gesamte Laufzeit über unter einem fast bleiernen Druck, der sich erst ganz zum Ende hin entladen kann, so das man erst mit dem Einsetzen des Abspanns ein gewisses gefühl der Erleichterung versoüren kann.

"Hellraiser" ist ein absolut geniales Horrorerlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, nicht umsonst besitzt dieser Film schon längst seinen wohlverdienten Kultstatus. Barker hat hier ganz einfach etwas Neues und Innovatives geschaffen und eine Geschichte in Szene gesetzt, die kaum besser hätte gestaltet werden können. Schon allein die zu damaliger Zeit vollkommen neuen Figuren der Cenobiten sind eine äusserst willkommene Abwechslung gewesen und haben dem Horror-Genre eine ganze Menge an frischem Blut verliehen. Zudem ist der Film auch noch mit sehr überzeugenden und guten Darstellern besetzt, die etwas von ihrem handwerk verstehen. Letztendlich gibt es eigentlich rein gar nichts, was man an diesem ersten Teil der Hellraiser-Reihe bemängeln könnte, der vollkommen zu Recht von vielen Leuten als moderner Meilenstein des Genres angesehen wird. Jeder, der dieses Werk einmal gesehen hat, wird es nicht so schnell wieder vergessen, hinterlässt es doch einen mehr als nachhaltigen Eindruck im Gedächtnis des Zuschauers, der innerlich für dieses Meisterwerk applaudiert.




10/10

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