Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Leviathan (1989)
BeitragVerfasst: 25. Sep 2013, 11:13 
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Leviathan
(Leviathan)
mit Peter Weller, Richard Crenna, Amanda Pays, Daniel Stern, Ernie Hudson, Michael Carmine, Lisa Eilbacher, Hector Elizondo, Meg Foster, Eugene Lipinski, Larry Dolgin, Pascal Druant, Steve Pelot
Regie: George P. Cosmatos
Drehbuch: David Webb Peoples
Kamera: Alex Thomson
Musik: Jerry Goldsmith
FSK 16
USA / 1989

Der Atlantische Ozean in 16.000 Fuß Tiefe - kurz vor dem Ende einer 90-Tage-Schicht trifft die Besatzung der Unterwasserbasis "Shack 7" in einem Meeresgraben auf das Wrack eines russischen Schiffes. Das Logbuch des Wracks gibt Rätsel auf: alle Besatzungsmitglieder starben an einer geheimnisvollen Epidemie. In einem Tresor findet der Taucher Sixpack eine vermeintliche Flasche Wodka, die er mit einem weiblichen Besatzungsmitglied trinkt. Kurz darauf sind beide schwer erkrankt und sterben Stunden später. Aus den Leichen entwickelt sich jedoch ein neuer, schnell wachsender Organismus, dem ein Besatzungsmitglied nach dem anderen zum Opfer fällt. Der Versuch, die Basis zu evakuieren, wird von der Betreibergesellschaft unter falschen Angaben verzögert. Die Überlebenden müssen sich also allein der Bestie stellen ...


Insbesondere Unterwasserfilme entwickeln immer ihre ganz eigene Atmosphäre und vor allem wenn es sich dann auch noch um eine in einer Station eingeschlossene Crew handelt die von einem Monster bedroht wird, ist eine bedrohliche Grundstimmung vorgegeben. Nicht anders verhält es sich bei "Leviathan", der wohl unbestritten zu den besten Filmen seiner Art zählt und dessen offensichtliche Parallelen zu Ridley Scott's Meisterwerk "Alien" unübersehbar sind. Hier spielt sich die Geschichte halt nicht im Weltall sondern unter Wasser ab, doch ansonsten gibt es doch erstaunlich viele Ähnlichkeiten im Story-Ablauf-und in der Erzählweise der Geschichte. Die gelungene Mixtur aus Unterwasser-Horror-und SCI/FI schafft es von Beginn an, den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Das ist ganz sicher auch in der angesprochenen Grundstimmung begründet, die durch den räumlich sehr stark eingeschränkten Schauplatz eine fast schon klaustrophobische Wirkung erzeugt, der man sich keinesfalls entziehen kann.

George P. Cosmatos hat seinem Film dabei sämtliche nötigen Zutaten einverleibt, um dem Betrachter ein herrliches Horror-Erlebnis zu bescheren. Beginnt das Geschehen noch eher ruhig, so ändert sich dieser Zustand nach dem Auffinden des russischen Schiffes "Leviathan" schlagartig, beherbergt dieses doch ein grausames Geheimnis, das die Protagonisten am eigenen Leibe erfahren sollen. Die anfangs noch eher beschauliche Stimmung innerhalb der Crew und einige Streits untereinander weichen auf einmal einer regelrechten Panik, hat man sich doch den wahren Horror in die eigene Station geholt, der sich in einer banalen Wodkaflasche befindet. Ab dem Moment ist es mit der ruhigen Phase des Filmes vorbei, der von Minute zu Minute an Tempo zulegt und dabei einen Spannungsbogen entfaltet, der sich wirklich sehen lassen kann. Dabei ist es auch vollkommen irrelevant, das man bei etlichen Abläufen immer wieder an "Alien" erinnert wird, denn "Leviathan" entfaltet seine ganz eigene Faszination, die sich automatisch auch auf den Zuschauer überträgt.

Eine grpße Stärke des Filmes ist auch die Darsteller-Riege, in der man so einige bekannte Gesichter des B-Movies zu sehen bekommt. Peter Weller, Richard Crenna oder auch Lisa Eilbacher seien hier lediglich als 3 Beispiele für einen bekannten Cast genannt, der durch die bank einen absolut überzeugenden Eindruck hinterlässt. Auch wenn es sich hier nicht um die ganz große Star-Riege aus Hollywood handelt, wird man mit sehenswertem Schauspiel konfrontiert und ganz generell sollte man auch den Film an sich nicht unbedingt in die B-Movie Ecke drängen, da hier doch eine Menge an Klasse vorhanden ist. Selbst einige blutige Passagen bekommt man zu sehen, allerdings beschränkt sich der Härtegrad der Geschichte auf ein normales Level und beinhaltet keinerlei explizite Gewaltdarstellungen. Diese sind jedoch auch gar nicht nötig, den immense Spannung und die sagenhafte Atmosphäre machen "Leviathan" zu einem absoluten Hingucker, der sich auch durchaus mit höher budgetierten Genre-Kollegen messen kann.

Insgesamt gesehen ist das Werk von George P. Cosmatos ganz bestimmt zu den spannendsten-und besten Unterwasser-Horrorfilmen zu zählen, die ja gerade in den 80er Jahren Hochkonjunktur hatten. Atmosphärisch eine echte Granate erzählt der Film zwar nicht unbedingt eine Story voller Innovation, bietet jedoch auf jeden Fall sehr unterhaltsame und weit über dem Durchschnitt anzusiedelnde Horrorkost, die einem in etlichen Passagen eine ordentliche Gänsehaut beschert. Mich wundert es ehrlich gesagt selbst, das ich nicht viel früher auf diese kleine Genre-Perle gestoßen bin, die mich in allen Belangen restlos überzeugt hat und die ich so auch bedenkenlos weiterempfehlen kann.


Fazit:


"Leviathan" kann man ohne Probleme als Unterwasser-Version von Ridley Scott's "Alien" bezeichnen, denn in Sachen Spannung-und bedrohlicher Atmosphäre nehmen sich die Filme meiner Meinung nach nicht viel. Nun mag es wieder genügend Leute geben, die den Film als Abklatsch mit räumlich verlegtem Schauplatz ansehen, doch ändert dies rein gar nichts an der Tatsache, das es sich hier um einen erstklassigen-und faszinierenden Film handelt, der ganzzeitig allerbeste Unterhaltung bietet.


9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Leviathan (1989)
BeitragVerfasst: 25. Jan 2014, 19:51 
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Archivmeister
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Was man hier zu sehen bekommt, ist tatsächlich eine sehr gute Unterwasserversion von Alien, denn das Wesen, welches sich seine Opfer aufgrund des Blutdurstes aussucht, ist fast aliengleich gehalten, wobei es sich hierbei mehr oder minder um einen Fisch handelt. Dabei hat diese Kreatur oder besser gesagt "genetische Veränderung" eigentlich keinen Namen. Nur das russische Schiff, von welchem die Veränderung eingeschleppt wurde, tägt diesen, aber Fantasy- und Horrorfans ist der Leviathan als mythologisches Seenungeheuer ein Begriff, wobei hier das Wort "Ungeheuer" nicht ganz passend ist. Das ist einer der Nachteile des Films, denn man verbindet mit dem Begriff "Leviathan" etwas ganz bestimmtes, und das wird hier auf keinen Fall gezeigt. Die erste Ernüchterung stellt sich ein, wenn gerade mal das Schiff so heißt. Man hat dort bereits die Hoffnung verloren, dass ein richtiger "Leviathan" im Film auftauchen könnte, und das ist bei diesem Filmtitel einfach ein Nachteil.

Die Story an sich ist gut umgesetzt und auch die Begründung, warum jetzt gerade dort jemand eine Station errichtet hat, sind absolut ausreichend. Die Schauspieler kennt man teilweise aus Serien oder anderen Filmen. Daniel Stern ist fast jedem in der Gestalt von Marv in Kevin allein zu Haus ein Begriff. So richtig echt Science-Fiction finde ich den Film allerdings nicht, denn das, was dort gezeigt wird, ist heutzutage fast schon kein Science-Fiction mehr, wenn man von der Kreatur mal absieht.

Die Effekte des Film, was vor allem die Animation des fischählichen Wesens sowie auch der Wunden der Besatzung angeht, sind ausgezeichnet gemacht worden und auch die Bildqualität und Stimmung des Films sind hervorragend.

Insgesamt ein Film, den man auf jeden Fall sehen kann und der so in dieser Form, sieht man mal von Alien ab, auch noch nicht vorhanden war, Von mir gibt es deshalb 08/10.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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