Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Nightmare in a damaged Brain (1981)
BeitragVerfasst: 8. Sep 2013, 17:48 
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O-Titel: Nightmare
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1981
Darsteller: u. a. Baird Stafford, Sharon Smith, C.J. Cooke, Mik Cribben, Danny Ronan, Tara Alexander, Randy Arieux, Ray Baker, Tommy Bouvier, Craig Cain, Carl Clifford, Mark Davis
Regie: Romano Scavolini
FSK: ungeprüft

Inhalt:


George wälzt sich im Schlaf umher. Er scheint einen Alptraum zu haben und wacht auf. Eine zerstückelte Frauenleiche liegt vor ihm. Er schreit und befindet sich in einer Zwangsjacke an einen Stuhl gebunden in einer Nervenheilanstalt. Die Pfleger kommen, und verabreichen ihm ein Beruhigungsmittel.

Die erste Nacht: Florida.


Man hört die Kinder oben streiten. Kathy passt auf sie auf. Sie haben angst vor jemandem, der durch das Fenster reingesehen hat. Sie wird von draußen beobachtet. Sie schaut erst aus dem Fenster und geht dann nach draußen. Als sie ein Mann anspringt, schreit sie und George erwacht schreiend im Bett. Die Polizei ist da, jemand hat sie bedroht.

Die erste Nacht: New York.


George träumt. Eine Treppe. Jemand wird von einer Frau ans Bett gebunden. Auf ihm sitzend schlägt sie ihn. Ein kleiner Junge beobachtet die Szenerie von der Tür aus. Dann fängt die Frau an aus der Schlagader zu bluten und besudelt alles und jeden um sie herum. Ihr Kopf ist ab, und eine Quelle von Blut ergießt sich in den Raum. Der Mann in der Irrenanstalt schreit. Patient Tatum, George. Diagnose: Paranoide Schizophrenie, Anfallsucht, Amnesie. Er wird durch verspiegeltes Glas beobachtet. Seit einem Jahr ist er bereits Patient hier. Manchmal ist er das Kind und manchmal denkt er, dass er das Kind sein muss. Er wurde wegen der Ermordung seiner Familie per Gerichtsbeschluss eingewiesen.
Dann verkündet einer der Anstaltsleiter, dass sie es geschafft haben, George Tatum vollständig zu heilen, und dass er keine Gefahr mehr für andere darstelle. Durch ihre Medikamente habe er es geschafft, die Krankheit zu besiegen. Einer seiner ersten Wege in Freiheit führt George in eine Peep-Show. Dabei kommen ihm immer Gedanken von sich selbst, als er noch ein kleiner Junge war. Und dadurch bekommt er einen epileptischen Anfall.

Der zweite Tag.


Sein Psychologe wartet auf ihn in New York. Draußen an der Bay ist Tatum mit seinem Wagen unterwegs. Dieser verreckt auf offener Straße. Gatsby's, eine Country-Kneipe, in der Tatum etwas Trinken war. Dann steht er auf und geht. Draußen auf dem Parkplatz verabschiedet sich Barbara von ihrem Freund. Er ruft aber nochmal an, um sicher zu gehen, dass sie auch heile zu Hause angekommen ist. Sie steigt in ihren Wagen und fährt in ihre Wohnung. Er ruft tatsächlich an, doch es kann nichts mehr gesagt werden, denn Tatum steht hinter ihr und schneidet ihr die Kehle durch. Sie ist nicht sofort tot, so dass er ihr auch noch sein Messer in den Bauch rammt. Anschließend fängt er an zu weinen.

Der dritte Tag.


Sie wissen nicht, wo Tatum ist. Er ist zwei Wochen lang nicht bei seiner Arbeitsstelle aufgetaucht. Sie wollen ihn wieder haben. Tatum steht an einem anderen Ort gerade auf. Ein blutbesudelter Junge taucht vor seinen Augen auf. Er wirft ein paar Pillen ein. Tief durchatmen.
Susan. Immer wieder taucht sie vor seinem Auge auf. Tatum macht sich wieder mit seinem Wagen auf den Weg. Ihre Kinder spielen am Haus und schleichen hinein. Sie muss gehen. Tatum ist auch dort. CJ bringt gerade den Müll raus, als er Tatum sieht. Susan ist nicht da. Sie ruft an. Auf einmal kommt CJ blutüberströmt ins Haus - der Mann auf der Straße hat ihn versucht mit einem Messer umzubringen. Doch als Susan panisch vor Angst um ihren Jungen nach Hause gerast kommt, stellt sich alles nur als Scherz heraus. CJ hat sich einen Spaß erlaubt. Es ist kein Blut sondern eher Tomatensaft. Sie ist außer sich und schickt CJ nach oben. Susan hasst dieses Haus. Sie hassts es seit dem er verschwunden ist und seit dem jemand ermordet wurde. Zu viert gehen sie etwas Essen und lassen CJ als Bestrafung zurück. Dann klingelt das Telefon. Tatum ist am anderen Ende, doch er legt wortlos auf. Kathy passt wieder auf die Kinder auf. Das Telefon klingelt abermals, doch wieder ist keiner dran. Tatum ist nachts mit seinem Wagen unterwegs. Er öffnet den Kofferraum und entsorgt die Leiche von Barbara, seinem letzten Opfer. Kathy geht unter die Dusche. Im Haus ist noch jemand. Doch es war im Endeffekt nur wieder ein Streich von CJ.

Der vierte Tag.


Kathy berichtet Susan über CJ. Sie kann nicht mehr. Und geht davon. Susan will ihr Haus verkaufen. Deshalb macht sie mit ihrem Freund Bilder, doch auf einem Foto ist ein Mann im Haus hinter einem Fenster zu sehen. Sie sehen nach. Tatum versteckt sich mit einem Messer in der Hand in einem Schrank, so dass sie ihn nicht finden. Sein Auto wurde inzwischen in South Carolina gefunden. Barbara Stocktons Wagen wurde unterdessen kurz nach dem Auffinden des anderen Wagens als gestohlen gemeldet, so dass die Polizei diese beiden Ereignisse miteinander kombiniert. Blutspuren, die nicht von Barbara stammen, wurden in ihrer Wohnung gefunden, so dass man inzwischen von einem Verbrechen ausgeht. Das wahrscheinlichste Ziel für Tatum wird vom Computer ausgewiesen: Daytona Beach.
Susan ist mit ihrer Familie am Strand. Und mit einem Fernglas entdeckt CJ Tatum. Als er seiner Mutter berichtet, glaubt sie nicht, dass er den Mann von Neulich schon wieder gesehen hat. Aber auch ihr Freund kann ihn sehen. Nachts läutet das Telefon, und dieses Mal nimmt Susan selbst ab. Er will sei. Er will sie unbedingt besitzen. Sie schläft in seinem Bett. Susan legt auf.

Der fünfte Tag.


George ruft seinen Psychologen an. Es ist wieder passiert. Es zwingt ihn Dinge zu tun. Schlimme Dinge. Er schreit nach seinem Vater, dann bekommt er wieder einen Anfall. Schaum läuft ihm aus dem Mund. Er hat als Kind jemanden erschlagen.
CJ ist mit dem Fahrrad unterwegs. Er will die Vögel füttern. Am Haus am Strand findet eine junge Frau, die CJ anscheinend kennt, sein Fahrrad und betritt es auch. Drinnen herrscht das reinste Chaos. Sie macht sich auf die Suche nach CJ. Tatum steht auf einmal hinter ihr. Sie schreit. Toni, einer der Freunde von CJ hat auch sein Fahrrad entdeckt und beginnt ihn ebenfalls im Haus zu suchen. Dann findet er die Tote, gefesselt an einen Stuhl. Die Ratten nagen bereits an ihr.
Zu Hause. Die Polizei kommt. Sie bringen Susan und CJ zu dem Haus, in dem CJ gespielt hat. Toni ist tot. CJ leugnet erst mit Toni dort gewesen zu sein, und dass er ihn am Morgen zuletzt gesehen habe. Und er wird gefragt, ob er das Toni angetan hat.

Der letzte Tag.


Tatum ist im Haus der Familie unterwegs. Er erinnert sich an Susan. CJ kommt nach Hause. Alle glauben, dass er Toni umgebracht hat, weshalb ihn sein Lehrer nach Hause geschickt hat. Tatum versteckt sich, er schwitzt, und in seiner Nervosität fallen ihm ein paar seiner Pillen auf den Teppich. CJ nimmt diese an sich. Das Telefon klingelt. Tatum ruft von oben an. Er will, dass CJ aus dem Haus verschwindet, aber dieser glaubt lediglich an einen Streich und bleibt.
Der Psychologe, der George behandelt hat, kommt am Flughafen an. Er glaubt allerdings nicht, dass George hier ist.
Kathy soll nochmal auf die Kinder aufpassen, auch wenn diese das eigentlich nicht möchte, da sie zuletzt Probleme mit CJ hatte. Als die Kinder schlafen, schaut sie sich einen Film an. Dann öffnet sich hinter ihr eine Tür und ein Mann nähert sich ihr. Es ist allerdings nur ihr Freund Joey, der sie überraschen wollte. Sie beginnen miteinander rum zu machen und schlafen miteinander. Dabei werden sie beobachtet. Anschließend geht Kathy duschen. Als Joey sich eine Zigarette auf der Treppe sitzend anzündet, wird ihm von hinten eine Schlinge von Tatum um den Hals gelegt und erwürgt. Tatum ist nicht zu erkennen, denn er trägt hier eine Maske. Kathy glaubt erst wieder an einen Scherz von CJ, doch dann tritt der Killer ihr entgegen und erschlägt sie mit einem Hammer. Susan ruft an. CJ hat die Ereignisse in ihrem Haus mitbekommen, und versucht seine Geschwister in Sicherheit zu bringen. Es meldet sich niemand am Telefon. Die Tür ist verschlessen, doch Tatum bahnt sich mit seinem Hammer einen Weg durch die Tür hindurch. CJ holt die Pistole aus dem Nachtschrank seiner Mutter und schießt auf den Angreifer. Mehrmals und der Killer bricht draußen zusammen. Die Kidner bringen sich nach draußen in Sicherheit, doch Tatum ist noch nicht tot. Er rappelt sich irgendwie wieder auf und CJ kann nochmals auf ihn schießen, doch auch das setzt ihn noch nicht außer Gefecht. Er schreit nach CJ und dieser rennt wieder ins Haus hinein. Als er auf ihn schießen will, merkt er, dass der Revolver leer geschossen ist. Aber oben hängt noch ein Gewehr und es ist geladen. CJ schießt noch zwei weitere Male auf den Mann, und er stirbt.
George kommt nach Hause. Er ruft nach seinem Vater und geht die Treppe hoch. Sein Vater wird von einer Frau ans Bett gefesselt. Er will das so. Eine Frau ist über ihm. George sieht alles mit an. Dann schlägt sie ihn und George läuft aus dem Haus. Er geht in den Schuppen im Garten, nimmt eine Axt und geht wieder in das Schlafzimmer seines Vaters. Dieser ist schon blutig geschlagen. Dann holt er aus, und enthauptet die Frau mit seiner Axt. Anschließend bringt er auch seinen Vater mit einem Hieb ins Gesicht um.
Es ist Susans Mann, der hinter der Maske steckte, und CJ lächelt...

Wertung:


Ein klassischer Horrorfilm mit einem einzigen Killer, der, wie könnte es anders sein, an einer psychischen Krankheit leidet. Und obwohl man ihn als geheilt entlassen hat, fängt er wieder an zu morden. Das ist aus heutiger Sicht natürlich keine neue Story. Man muss allerdings bedenken, dass hier schon mit beachtlicher Brutalität zu Werke gegangen wird, weshalb man zumindest verstehen kann, weshalb der Film hier in Deutschland nicht erhältlich ist. Die Geschichte ist dabei in einigen Abschnitten zu lang gestreckt. Man sieht lange Autofahrten, die in dieser Weise nicht unbedingt gezeigt hätten müssen. Auch der Spannungsbogen ist deutlich reduziert im Vergleich zu anderen Slashern. Dadurch bekommt der Film aber auch eine ganz andere Note, denn Tatum wirkt fast gewöhnlich, wie jeder andere Mensch auf der Straße. Jason oder Michael Myers würde man sowas nie andichten.

Die Story an sich ist gut erzählt, da man gleich zu Beginn weiß, wer welche Rolle und welchen Charakter inne hat. Dabei wird lediglich die Geschichte von George Tatum's Kindheit in Teilschritten dargeboten, was zumindest geringfügig für einen Überraschungsmoment sorgen soll. Dieser ist bis auf die Brutalität aber verpasst worden, denn irgendwie scheint von Beginn an klar zu sein, worauf das hinauslaufen wird. Einzig die Tatsache, dass George wohl Susans Mann ist, ist dann doch geringfügig überraschend. Man hätte aber insgesamt daraus viel mehr machen können.

Von Schauspielern kannte ich keinen, und ich muss sagen, dass sie ihre Sache einigermaßen gut gemacht haben. Vom Regisseur George Scavolini ist als anderer bekannterer Film noch Platoon to Hell erschienen. Was man vom ihm allerdings kennt, ist Un Bianco vestito per Mariale - Spirits of Death, der von Camera Obscura just neu aufgelegt worden ist. Die Schauspieler selbst sind fast alle nur in diesem Film in Erscheinung getreten.

Das Bild befindet sich auf gutem VHS-Niveau. Dabei ist es zwar verbessert worden, allerdings befinden sich viele Störungen von Ablagerungen auf den Bändern immer noch auf der DVD. Das vermittelt einen gewissen Charme, da der Film ja schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber ein remasterted Bild hätte einfach dem Ganzen auch nicht schlecht getan. Im Director's Cut, der ebenfalls hier enthalten ist, gibt es noch weitere Szenen, die das ursprüngliche VHS-Niveau besitzen, und die Qualität dadurch deutlich gemindert ist. Die Sprache ist in Stereo gehalten, aber das ist nicht schlimm, den immerhin gibt es hier neben der deutschen auch noch die englische Sprachversion. Der Score besteht teilweise in Einzeltönen, und das finde ich wiederum richtig passend zu einem Horrorfilm, da hier auch wieder angekündigt wird, dass etwas passiert.

Alles in allem ist dies eine sehr gelungene Veröffentlichung geworden, wobei natürlich der Andrang auf die XT-Dinger enorm hoch war und sie entsprechend schnell (es hat keine Stunde gedauert) ausverkauft waren. Ob die Qualität der Scheiben jetzt besser ist, als die der LP-Varianten, kann ich nicht sagen, aber in der Regel ist alles besser. Im Gesamten ist das mit Sicherheit kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss. Viele sind auch eher nur scharf darauf, da einige Ausgaben mit dem 131er Paragraphen belegt worden sind, was man in einigen Szenen hier durchaus verstehen kann. Von der Wertung gibt es hier 7,5/10, da mich die Story zwar nicht umgehauen hat, aber ich dennoch unterhalten wurde. Geringe Abstriche gibt es daüfr bei den anteiligen Längen, die der Film aufweist. Also wahrlich kein schlechter Film aber es gibt bessere.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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