Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Shopping (1986)
BeitragVerfasst: 28. Jul 2013, 08:39 
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Eine Gruppe junger Leute verbringt die Nacht in einem Einkaufszentrum, das von Robotern bewacht wird. Nur mit Berechtigungsausweis, der von den “Blech-Wärtern” nach Aufforderung gescannt wird, darf man sich nachts dort aufhalten. Doch die Roboter entwickeln ein Eigenleben und haben nur noch ein Ziel: alles zu töten, was sich nach Schließung des Einkaufszentrums noch dort bewegt.

Wer geht nicht gerne shoppen, vor allem wer würde nicht gerne in einem amerikanischen Shopping Center auch Shopping Mail auf Entdeckungstour gehen? Dies dachte sich wohl auch Regisseur Jim Wynorski und drehte 1986 den Film Shopping, auch bekannt unter dem Alternativ – Titel „Killbots“. Wynorski ist ein Mann der viele Namen hat, er liebt es unter zig verschiedenen Pseudonymen seine Werke den Zuschauern zu präsentieren. Er ist immer noch als Regisseur aktiv dabei und dreht hauptsächlich Trash – Filme.

Shopping handelt, wie es der Titel eigentlich schon verrät, vom einkaufen, und wer hat nicht schon mal dran gedacht, wie es wäre, eine ganze Nacht in einem Einkaufszentrum eingeschlossen zu sein?! Eine junge Gruppe erfüllt sich diesen Traum ohne auch nur ahnen, das die Betreiber der Shopping Mail ein neues Sicherheitssystem im Betrieb hat, und zwar Roboter die Eindringlinge fernhalten soll. Personen die sich nachts dort aufhalten dürfen, tragen einen Ausweis den die Roboter scannen und somit Überprüfen ob alles seine Richtigkeit hat. Doch was nützt dies alles wenn die Technik versagt oder sogar ein Eigenleben entwickelt?

Die Story hört sich ziemlich simpel und schlicht an und das reicht aber auch vollkommen aus, so waren die Ansprüche an die Schauspieler nicht allzu hoch, ihre Hauptaufgaben bestanden darin gut auszusehen, schnell laufen zu können und nicht zu vergessen: die Mädels mussten auch noch schreien können. Manche Gesichter der Darsteller kann man sich auch in diversen anderen Streifen ansehen, am erwähnenswerten sei die Schauspielerin Barbara Crampton ans Herz gelegt, sie spielte noch in „Puppetmaster“, „Re-Animator“ und „Space Truckers“ mit. Die Atmosphäre die Shopping versprüht wird durch Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit gut unterstützt, was nützt das wenn man wegrennt und man eingeschlossen ist?

Was die Effekte angeht, kann man die Laser Strahlen der Roboter ruhig müde belächeln, aber bei den Tötungsszenen hat man doch mehr auf Qualität gesetzt. Und die Morde sind in Shopping auch abwechslungsreich, sei es ein Kopf explodiert, einer verbrennt und einiges mehr. Das Tempo in Shopping ist gut gewählt und bringt dem Zuschauer einen guten Unterhaltungswert. Und Trash Fans kommen auch auf ihre Kosten in Shopping, es ist doch schon sehr amüsant wenn ein Roboter nach einem Kill dem Opfer „Have a nice day“ noch wünscht. Shopping macht auch ohne Alkohol viel Spaß aber in einer geselligen Runde ist er unschlagbar.

Shopping gibt es auf VHS und DVD, doch die DVD ist ein Bootleg. Ob eine offizielle DVD Veröffentlichung noch kommt, ist ungewiss, hoffen können wir Filmfans dies aber allemal. 1989 wurde die VHS von Shopping auf dem Index gesetzt und befindet sich immer noch dort. Aber einer Neuprüfung könnte nichts im Wege stehen.

Fazit: Unterhaltsamer Horrorstreifen, zwar Klischeevoll aber temporeich und recht amüsant in Szene gesetzt worden. Nicht nur was für Einkaufssüchtige.

Ich gebe Shopping 8 / 10 Einkaufswagen

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 Betreff des Beitrags: Re: Shopping (1986)
BeitragVerfasst: 28. Jul 2013, 09:36 
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Jim Wynorskis Film von 1986 könnte man auch problemlos als bösartige Version von "Nummer 5 lebt" ansehen, denn allein schon die optische Ähnlichkeit der Roboter lässt darauf schließen. Nun hat man es bei diesem B-Movie sicherlich nicht mit einem Meilenstein des Horror-Genres zu tun, bekommt aber doch knapp 75 Minuten absolute Kurzweil geboten, bei der es auch in einigen Phasen etwas härter zur Sache geht. Allerdings darf man hier keine besonders tiefsinnige Geschichte erwarten, sondern vielmehr einen Horrorfilm, der besonders das 80er Jahre Feeling gut rüberbringt und absolut kurzweilig in Szene gesetzt wurde, so das man hier wirklich seinen Spaß für zwischendurch hat und nicht großartig nachzudenken braucht.

So schrill wier das Jahrzehnt, in dem er gedreht wurde, ist auch dieser kleine aber sehr feine Genre-Beitrag, der über eine recjt interessante, wenn auch nicht gerade innovative Story-Line verfügt, deren Erzählweise sehr temporeich und actiongeladen daherkommt und sogar so manche härter geratene Szene enthält, die man in dieser Form nicht unbedingt erwartet hätte. Auf jeden Fall aber ist das Geschehen jederzeit spannend und man begleitet interessiert die Jugendlichen auf ihrer Flucht vor den zu Killermaschinen mutierten Roboter. Dabei sind die schauspielerischen leistungen sicher nicht gerade oscarreif, genügen aber diesem leicht trashigen Horrorfilm vollkommen.

So hanebüchen die hier erzählte Geschichte einem auch vorkommen mag, so ist sie dennoch äusserst unterhaltsam. Es herrscht zwar zu keiner Zeit die absolute Hochspannung, wofür allein schon die phasenweise vollkommen klischeebehafteten und unlogischen Verhaltensweisen der Darsteller sorgen, aber nichtsdestotrotz ist der Spannungsbogen als recht solide anzusehen. Und wenn man einmal etwas um die Ecke denkt, dann kann man diesen Film sogar als Trashversion des Romero-Klassikers (Dawn of the Dead) von 1978 ansehen, nur das eben statt Zombies Roboter die Gegner der Menschen sind. Allein unter diese Sichtweise des Szenarios macht "Shopping" gleich doppelt soviel Spaß und der Unterhaltungsfaktor steigt gleich noch einmal gehörig an.

Hier hat man es letztendlich mit einem wirklich witzigen und teilweise harten 80er Jahre Horrorfilm zu tun, bei dem man nicht über Sinn und Unsinn nachdenken sollte, sondern ganz einfach das Gehirn auf Leerlauf stellt und sich angenehm sanft berieseln lässt, denn dann kommt man auf seine Kosten und kann sich an dieser netten B-Movie Perle erfreuen.


Fazit:


"Shopping" ist ganz sicher kein Film, der höheren cineastischen Ansprüchen genügen kann, aber er bietet für jeden Horror-Fan äusserst unterhaltsame 75 Minuten, in denen man sich an Humor und etwas Härte erfreuen kann. Hinzu kommen ein paar Effekte, über die man aus heutiger Sicht viel eher schmunzeln kann, als das man sie bewundert (z.B. Laserstrahl) und ein gut gewähltes Erzähltempo, so das Langeweile erst gat nicht aufkommen kann. Leider gibt es immer noch keine offizielle DVD-Veröffentlichung, obwohl es der Film sicherlich verdient hätte.


6,5/10

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