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 Betreff des Beitrags: Stagefright - Aquarius (1987)
BeitragVerfasst: 14. Jul 2013, 20:10 
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Aquarius - Theater des Todes
(Deliria)
mit David Brandon, Barbara Cupisti, Robert Gligorov, Martin Philips, Ulrike Schwerk, Mary Sellers, Joanne Smith, Richard Barkeley, Domenico Fiore, Sheila Goldberg, Danny Gordon, Claude Jurman
Regie: Michele Soavi
Drehbuch: George Eastman / Sheila Goldberg
Kamera: Renato Tafuri
Musik: Guido Anelli / Simon Boswell / Stefano Mainetti
ungeprüft
Italien / 1987

Ein aus der Anstalt entflohener Massenmörder schleicht sich in ein Theater, in dem gerade Proben zu einem Musical laufen. Nach der Ermordung eines Darstellers wollen die anderen Schauspieler aus dem Theater flüchten, doch es ist bereits zu spät: Alle Zugänge sind versperrt, die Telefonleitungen gekappt. Dem Killer fallen weitere Mitglieder der Truppe zum Opfer. Es gibt für die Überlebenden kein Entkommen...


"Aquarius" ist meiner Meinung nach einer der besten Horror/Thriller, die Italien je herausgebracht hat. Dieser Film ist wirklich von der ersten bis zur letzten Minute extrem spannend und weiß den Zuschauer jederzeit zu fesseln. Die unglaubliche Faszination, die von diesem erstklassigen Film ausgeht, nimmt den Zuschauer automatisch gefangen und zieht ihn in ihren Bann. Dabei beginnt die Geschichte eigentlich eher ruhig und am Anfang deutet noch sehr wenig auf ein Horror-Szenario hin, bei dem etliche Leute ihr Leben verlieren sollen. Dennoch liegt von der ersten Minute an etwas Unheimliches über diesem Film, das man kaum in Worte kleiden kann. Die Spannungsschraube wird dabei sehr gekonnt immer mehr angezogen und in atmosphärischer Hinsicht entpuppt sich die Story als eine regelrechte Granate, an der man als Genre-Fan seine helle Freude hat.

Das ist sicherlich auch dem gewählten Schauplatz des Ganzen geschuldet, spielt sich doch fast die komplette Szenerie in einem Theater ab, in dem die Schauspieler auch noch zu allem Überfluss mit dem psychophatischen Mörder eingeschlossen sind. Dadurch ergeben sich fast schon klaustrophobische Züge, die der von Haus aus schon herausragenden Grundstimmung noch einmal einen zusätzlichen Schub verleihen. Gänsehaut pur und eine erhöhte Adrenalin-Zufuhr sind die Folge und einige gut gesetzte Schockmomente runden das Ganze absolut perfekt ab. Zudem beinhaltet der Film auch einige etwas härtere Szenen, abgetrennte Gliedmaßen und eine Menge Kunstblut dürften an dieser Stelle selbst den Freunden der härteren Welle eine Menge Freude bereiten.

Einziger Wermutstropfen sind eventuell einige äußerst dümmliche Verhaltensweisen diverser Protagonisten, denn auch wenn man solche Dinge aus Filmen dieser Art längst gewöhnt ist, möchte man hier so manches Mal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Das soll jedoch der einzige kleine Kritikpunkt bleiben, präsentiert sich doch ansonsten ein in allen Belangen überzeugender Genre-Vertreter, der von vielen Leuten immer noch gnadenlos unterschätzt wird. Michele Soavi hat wirklich ganze Arbeit geleistet und mit "Aquarius" eine atmosphärische Bombe gezündet, die auch nach mehrmaliger Sichtung immer wieder zündet und den Betrachter für sich gewinnen kann. Daran ändert auch die Tatsache nichts, das die erwachsenen Darsteller phasenweise ein dümmlicheres Verhalten an den Tag legen als die obligatorischen Teenager, die ansonsten in Slashern immer wieder ihr Leben lassen müssen. Irgendwie ist das ja auch ein Markenzeichen dieser Filmart und macht diese auf ihre ganz eigene Art extrem liebenswert und unverwechselbar.

Und so stellt das Werk von Soavi eine mehr als nur gelungene Mixtur aus Horror-Thriller-und Slasher dar und zählt zu den etlichen Perlen des italienischen Kinos. So mancher Vertreter der heutigen Zeit kann sich hier noch eine dicke Scheibe abschneiden, denn Zutaten wie Spannung, Atmosphäre und jede Menge Thrill werden in dieser Geschichte groß geschrieben.


Fazit:


"Stagfright - Aquarius" ist immer wieder eine Sichtung wert und bietet dabei durchgehend beste und kurzweilige Unterhaltung. Einige unlogische Momente können den insgesamt hervorragenden Gesamteindruck dabei kaum trüben, so das man ohne ein schlechtes Gewissen jederzeit eine dicke Empfehlung aussprechen kann.


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Stagefright - Aquarius (1987)
BeitragVerfasst: 14. Jul 2013, 20:25 
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Und was den film so super Tutten affengeil macht, ist der Fakt, das eigentlich a Polizeistreife draussen sthet, und de jungen Menschen nicht klopfen hört. Sonst wäre es ja langweilig. Wenn man weiss das hilfe draussen ist, aber man nicht gehört wird

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 Betreff des Beitrags: Re: Stagefright - Aquarius (1987)
BeitragVerfasst: 15. Jul 2013, 19:40 
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Fand den ganz okay. Das Bild aus der Coversuche, welches ich zuletzt gepostet hatte, stammt übrigens von diesem Film :D

Ist halt ein wenig klassischer als andere Horrorfilme. Er war nun aber nicht so gut, als dass er sich sonderlich im Hirn verankert hätte. Deshalb hier von mir keine Wertung. Muss den vielleicht einfach mal wieder ansehen.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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