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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Stuff - Ein tödlicher Leckerbissen (1985)
BeitragVerfasst: 27. Feb 2014, 16:39 
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Stuff - Ein tödlicher Leckerbissen
(The Stuff)
mit Michael Moriarty, Andrea Marcovicci, Garrett Morris, Paul Sorvino, Scott Bloom, Danny Aiello, Patrick O'Neal, James Dixon, Alexander Scourby, Russell Nype, Gene O'Neill, Catherine Schultz, James Dukas, Peter Hock, Colette Blonigan
Regie: Larry Cohen
Drehbuch: Larry Cohen
Kamera: Paul Glickman
Musik: Anthony Guefen
Ungeprüft
USA / 1985

Der ehemalige FBI-Agent David Rutherford wird angeheuert, um die Herkunft der neuen Eiscreme-Sorte "The Stuff" heraus zu finden. Seine Untersuchungen führen ihn in die abgelegene Stadt Stader, nahe Virginia, wo "The Stuff" getestet wurde. Zur gleichen Zeit findet der achtjährige Jason heraus, dass "The Stuff" im Kühlschrank ein Eigenleben bekommt und anfängt sich zu bewegen. Die grausame Wahrheit kommt ans Licht. "The Stuff" ist ein lebender Parasit, der sich im Inneren des menschlichen Körpers einnistet. Wenn man zuviel davon isst, wird man zum lebenden Toten. David und Jason versuchen zusammen mit der Assistentin Nicole die Verbreitung dieses Parasiten zu verhindern. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn "The Stuff" breitet sich über die gesamte Bevölkerung aus...


Larry Cohen's "The Stuff" bietet eine nostalgische Reise zurück in die Mitte der 80er Jahre und bietet eine äusserst gelungene Kombination aus Horror / Komödie-und SCI/FI, die ganzzeitig erstklassige und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet. Gerade den Horrorantel des Filmes sollte man nicht so ganz ernst nehmen, denn kommt das echte Horror-Feeling doch eher sehr selten zum tragen. So sind beispielsweise die vorhandenen Effekte noch echte Handarbeit und bestechen vielmehr durch ihren naiven und fast schon dilletantischen Charme, denn wenn man ein echtes Qualitätsurteil über sie abgeben müsste, bliebe nur die bezeichnung grottenschlecht. Doch in dieser vollkommen hanebüchenen Geschichte sind gerade diese Art von Effekten vollkommen passend und unterstreichen lediglich den vorhandenen Trashgehalt diese Werkes.

Was in dieser teils skurrilen Geschichte auf jeden Fall sehr gut zum Vorschein kommt, ist jede Menge augenzwinkender Humor, stellenweise exzellente Situationskomik und jede Menge Wortwitz, so das man in jedem Fall von einem äusserst hohen Unterhaltungsfaktor ausgehen kann, der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Geschehen zieht, ohne das auch nur ein Anflug von Langeweile aufkommen würde. Viel zu abwechslungsreich gestalten sich die grotesken Ereignisse um die weisse fließende Masse, die einen doch schon fast zwangsläufig an Filme wie "Street Trash" oder "The Blob" erinnert und irgendwo zwischen diesen beiden Filmen siedelt sich "The Stuff" auch wirklich an.

Die tatsache, das der Film eine 18er Freigabe hat, erscheint insbesondere aus heutiger Sicht eher lachhaft, denn die wenigen etwas härteren Passagen animieren hier doch durch die naive Machart vielmehr zum schmunzeln, als das sie wirklich in irgendeiner Weise hart wirken würden. Doch wie schon kurz erwähnt, ist es gerade die dilletantische Machart der Effekte, die der Geschichte einen ganz eigenen Charme verleiht, dem man sich einfach nicht entziehen kann. "The Stuff" ist die nahezu ideale Unterhaltung für einen gemütlichen DVD-Abend, denn man kann einfach einmal sein Gehirn leerlaufen lassen und lässt sich von einer vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Story kurzweilig unterhalten. Dabei genießt man so ganz nebenbei auch noch den herrlichen Humor, der den Ereignissen beigefügt wurde und kann sogar an einigen Stellen eine leicht in den Vordergrund tretende Gesellschafts-Satire erkennen.

Selbst im Bezug auf die Darsteller gibt es keinerlei Grund zur Beanstandung, insbesondere Michael Moriarty weiss ganz besonders zu gefallen, seine coole und lockere Darstellung des ehemaligen FBI-Agenten, der so manches mal durch verbalen Sarkasmus auffällig wird ist einfach grandios. Seine Figur trägt den Großteil eines Filmes, in dem aber auch die anderen Akteure durchaus zu überzeugen wissen. Besonders sollte man hier noch Paul Sorvino erwähnen, der zwar erst zum Ende hin in der Geschichte auftaucht, jedoch mit seiner Interpretation eines übermäßig patriotischen Oberst einer kleinen Privatarmee für einen absoluten Höhepunkt sorgt. Und so ergibt sich dann ein überaus positives Gesamtbild eines Filmes, der ein typisches 80er Jahre Produkt ist und den man sich auch nach nunmehr schon 25 Jahren immer wieder gern anschaut, da er rein gar nichts von seiner Faszination und seinem Reiz eingebüßt hat.


Fazit:


Wer ein Faible für leicht trashige Horror-Komödien mit leichtem SCI/FI Einschlag hat, kommt an diesem kultigen Filmchen einfach nicht vorbei. Jede Menge Spaß und ein naiver Charme, der den Zuschauer in seinen Bann zieht, sind hier garantiert und sorgen so letztendlich für einen außergewöhnlich unterhaltsamen Filmgenuss, an dem man seine helle Freude haben wird. Lediglich die 18er Einstufung erscheint eher lachhaft, aber das ist man ja von etlichen anderen Filmen her schon längst gewohnt.


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Stuff - Ein tödlicher Leckerbissen (1985)
BeitragVerfasst: 27. Feb 2014, 17:02 
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trashig-exploitativer Chef
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Beiträge: 1697
Wohnort: Drive-In Kino
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THE STUFF finde ich einfach nur genial; neben AMERICAN MONSTER mein Lieblingsfilm von Larry Cohen.
Ich muss mir die DVD unbedingt noch zulegen von THE STUFF; der darf in meiner Sammlung nicht fehlen.

Ich liebe den 80ger Flair & Charme der hier zelebriert wird und das der FIlm sich selbst nicht so Ernst nimmt!
Ich finde es nur sehr seltsam das die FSK18 Kaufhausfassung zensiert wurde (die Szene mit dem Truck der den Kerl überfährt fehlt dort) und es ihn ungeschnitten nur ungeprüft gibt.

mMn kann man den locker Uncut mit einer FSK 16 Freigabe durchwinken, da er ja nicht wirklich blutig ist und von selbstzweckhaften Gewaltdarstellungen weit entfernt ist.

Ich würde sogar noch eine halbe Schippe drauflegen und 8.5/10 Bechern Joghurt geben!

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"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


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