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 Betreff des Beitrags: Tanz der Dämonen 2 (1988)
BeitragVerfasst: 8. Sep 2013, 17:29 
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Tanz der Dämonen 2
(Slaughterhouse Rock)
mit Toni Basil, Nicholas Celozzi, Tom Reilly, Donna Denton, Hope Marie Carlton, Tammy Hyler, Steven Brian Smith, Ty Miller, Al Fleming, Michael J. Scherlis, Danny Somrack, Lenka Novak, Julie Rohde-Brown, Richard Hench
Regie: Dimitri Logothetis
Drehbuch: Dimitri Logothetis / Sandra Willard
Kamera: Nicholas Josef von Sternberg
Musik: Gerald V. Casale / Mark Mothersbaugh
ungeprüft
USA / 1988

Alex Gardner ist ein ganz normaler amerikanischer Teenager, besucht ein ganz normales amerikanisches College - doch seine Träume unterscheiden sich von denen eines normalen Amerikaners. Denn seine Schreckensvisionen nehmen Gestalt an und bedrohen sein Leben! Er wird von Wesen verfolgt, die aus dem Vorhof der Hölle kommen! Alex wendet sich an die Traumdeuterin Carolyn Harding, die herausfindet, dass das Grauen seinen Ursprung auf der berühmten Gefängnisinsel Alcatraz hat. Gemeinsam mit ihr, seinen Freunden und seinem Bruder Richard fährt Alex auf das düstere Eiland, um sich den blutrünstigen Dämonen zu stellen. Dort machen die finsteren Mächte Alex's Bruder zu einem der ihren und verwandeln ihn in ein mordendes Monster. Was folgt, ist ein schreckliches Massaker, bei dem einer nach dem anderen sein Leben lassen muss! Es gibt nur eine Möglichkeit, das Gemetzel zu beenden - Alex muss die eiskalte Welt der Toten durchqueren, um die Kreaturen zu besiegen.


Manchmal verhält es sich schon recht komisch mit den Dingen, denn obwohl dieses Werk von Dimitri Logothetis schon 1988 erschien, wird der Film im Arbeitstitel als "Tanz der Dämonen 2" geführt und das obwohl "Demon Wind (Tanz der Dämonen)" erst 1990 heraus kam. Ist aber im Prinzip auch vollkommen egal, da die beiden Filme sowieso nichts gemeinsam haben und 2 vollkommen voneinander unabhängige Geschichten erzählen. Der Begriff Geschichte erscheint bei der vorliegenden Rahmenhandlung allerdings ganz generell etwas befremdlich, denn die Handlung des Filmes passt auf einen halben Bierdeckel. Zudem stellt sich das Geschehen ehrlich gesagt auch phasenweise als ziemlich konfus dar, so das die größtenteils hanebüchenen Ereignisse nicht wirklich viel Sinn ergeben. Dazu fehlt es dem Szenario ganz einfach an echten Zusammenhängen, die ganze Chose scheint ziemlich an den Haaren herbeigezogen, so das sich stellenweise ein eher etwas wirres Filmchen ohne jegliche Höhepunkte offenbart. Das mag sicherlich in erster Linie am äußerst schwachen und löchrigen Drehbuch liegen, an das man ganz offensichtlich nicht viel Zeit verschwendet hat und so entwickelt sich dann auch lediglich ein maximal mittelmäßiges Filmchen ohne jeglichen Anspruch, das höchstens zur einmaligen Sichtung geeignet scheint und keinen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Was sich in der Inhaltsangabe noch einigermaßen spannend anhört und Appetit auf einen typischen 80er Jahre Slasher macht, entpuppt sich schon nach einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne als eher lahmer Dämonen-Aufguss, in dem sich zu keiner Zeit ein wirklicher Spannungsaufbau erkennen lassen will. Viel mehr scheint der Regisseur gesteigerten Wert darauf zu legen, den Zuschauer mit einer übernatürlichen Note zu begeistern, doch dieser Versuch geht leider vollkommen nach hinten los. Lediglich die aufkommende Atmosphäre kann sich durchaus sehen lassen, denn die auf Alcatraz spielenden Passagen sind ziemlich düster in Szene gesetzt worden. Damit sind die Pluspunkte von "Slaughterhouse Rock" aber auch schon aufgezählt, denn mehr positive Argumente kann man nicht in die Waagschale werfen. Zu vorhersehbar sind sämtliche Abläufe, die zum Teil noch nicht einmal einen echten Sinn ergeben wollen. Am schlimmsten ist allerdings das dargebotene Schauspiel der Akteure, denn auch wenn man in einem Film dieser Machart sicherlich kein oscarreifes Schauspiel erwatet, sind Dinge wie Ausdruckskraft und Überzeugung doch ganz elementare Sachen, die jeder Darsteller beherrschen sollte.

Davon ist jedoch weit und breit nichts zu sehen, vielmehr erscheinen die Akteure durch die Bank extrem hölzern und in manchen Passagen kann man ihnen sogar jegliches Talent an ihrem Beruf absprechen. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, übertreffen sich die Figuren auch noch in unlogischen-und kaum nachvollziehbaren Handlungsweisen. Sicher, aus Horrorfilmen ist man diesen Aspekt ja gewöhnt und irgendwie zeichnet das ja auch das Genre aus, was sich einem hier aber streckenweise offenbart, das geht auf keine Kuhhaut mehr und überschreitet die Grenzen des Erträglichen. Eigentlich ist das schade, denn ganz bestimmt wäre hier genügend Spielraum für ein weitaus besseres Gesamtbild gewesen, doch die Inszenierung von Dimitri Logothetis beinhaltet so viele Defizite, das man sie unmöglich alle aufzählen kann. So ist es für mich auch schwer nachvollziehbar, wie dieses doch recht billig wirkende Filmchen anscheinend ein Budget von 2.000.000 $ verschlungen haben soll, wo doch wirklich überhaupt nichts auf eine solch hohe Summe hindeutet. Und dann wäre da auch noch der ominöse Aspekt, das bis zum Erscheinen der DVD von Retrofilm bisher lediglich eine zensierte deutsche DVD erhältlich war, denn auch in der ungeschnittenen Version bietet das Werk kaum Nennenswertes, was auf diese Tatsache hindeuten würde.

Im Prinzip ist das aber auch alles vollkommen egal, denn "Tanz der Dämonen 2" ist ein eher schwacher Genre-Beitrag aus den späten 80er Jahren, den man sich zwar durchaus mal anschauen kann, der jedoch keinerlei nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer hinterlässt und schnell wieder in Vergessenheit gerät. Eine schlecht umgesetzte-und teilweise wenig sinnvolle Geschichte, kaum Spannung und jede Menge schlechtes Schauspiel sind nicht unbedingt dafür geeignet, diesem Film ein gutes Gesamtzeugnis zu attestieren. Da gibt es etliche weitaus besser gelungene Werke mit ähnlicher Thematik, zu denen ich jederzeit eher greifen würde, als das ich vorliegenden Film noch einmal in den DVD-Player lege.


Fazit:


Eine nett klingende Inhaltsangabe gibt längst nicht das Fiasko wieder, das "Slaughterhouse Rock" streckenweise beim Betrachter hinterlässt. Zu unausgegoren erscheint der Plot und die schlechten Darsteller tragen ihr Übriges dazu bei, das sich dieses Werk lediglich im unteren Durchschnitts-Bereich ansiedeln kann, wo es allerdings bestens aufgehoben ist.


4,5/10

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