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 Betreff des Beitrags: Tanz der Dämonen (1990)
BeitragVerfasst: 23. Feb 2013, 23:42 
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Tanz der Dämonen
(Devil Wind)
mit Eric Larson, Francine Lapensee, Rufus Norris, Jack Vogel, Stephen Quadros, Mark David Fritsche, Sherry Leigh, Bobby Johnston, Lynn Clark, Richard Gabai, Mia M. Ruiz, Kym Santelle, Stella Kastner
Regie: Charles Philip Moore
Drehbuch: Charles Philip Moore
Kamera: Thomas L. Callaway
Musik: Bruce Wallenstein
ungeprüft
USA / 1990

Eine Gruppe von Jugendlichen trifft auf ein einsames Farmhaus, welches vor etlichen Jahren Schauplatz eines Kampfes zwischen einer Hexe und Dämonen war. Doch das Böse wird neu geweckt, wodurch die Gäste durch den sogenannten Dämonenwind bei der Hütte festgehalten werden. Als die Nacht einbricht, kommen die Dämonen, um sich einen nach dem anderen zu holen. Der Grausamkeit der Kreaturen sind keine Grenzen gesetzt.


Filme, in denen es sich thematisch um Dämonen dreht haben immer ihren ganz besonderen Reiz und ziemlich oft werden die beiden "Demoni-Teile" von Lamberto Bava als Referenz angeführt. Nun sollte man jedoch bei vorliegendem US-Beitrag von Charles Philip Moore nicht mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte herangehen, denn obwohl die Thematik wie erwähnt in die gleiche Richtung tendiert, sind qualitätsmäßig doch einige Abstriche zu den italienischen Vertretern zu machen. Das bezieht sich in erster Linie auf den vorhandenen Härtegrad und die damit auch verbundene Aktivität der Dämonen, denn bis es hier einmal richtig zur Sache geht vergeht doch eine geraume Zeit und mehr als die Hälfte des Filmes ist schon vorbei. Bis dahin muss man sich mit einer etwas zu lang gestalteten Einführung in die Ereignisse zufrieden geben, die doch einige Längen aufzuweisen hat und in einigen Momenten nicht gerade für extreme Spannung sorgt. So wird man phasenweise vielmehr mit spät-pubertären Auseinandersetzungen von einigen Protagonisten konfrontiert, die man sich auch durchaus hätte sparen können. Auch die Einführung der einzelnen Charaktere erfolgt eher oberflächlich und es fällt nicht unbedingt leicht, einen wirklichen Bezug zu den blassen Figuren zu finden.

In dieser Phase der Story zehrt man im Prinzip lediglich von der meiner Meinung nach gelungenen Grundstimmung die man dem Szenario verpasst hat und die sich auch wie ein roter Faden konstant zu erkennen gibt. Wer dann jedoch im zweiten Teil auf jede Mange blutige Action hofft, wird sich im Endeffekt eher mit einer kleinen Enttäuschung zufrieden geben müssen, denn in dieser Beziehung hält sich "Tanz der Dämonen doch recht bedeckt. Der Film offenbart dabei nur einige wenige blutigere Passagen, weswegen einen die Indizierung dieses Titels auch ein wenig verwundert. Gerade wenn man an die beiden "Demoni-Teile" denkt, herrscht hier doch ein ganz erheblicher Unterschied, was die harten Szenen betrifft. Charles Philip Moore kocht hier ganz eindeutig auf Sparflamme, was man jedoch nicht zwangsläufig als negative Kritik auslegen sollte, denn in seiner Gesamtheit ist "Tanz der Dämonen" ein größtenteils unterhaltsamer Film, der zudem rein atmosphärisch vollkommen überzeugen kann.

Etwas störend erscheinen viel eher die doch maximal durchschnittlichen Schauspieler, die in ihrer Performance doch extrem limitiert erscheinen. In nicht gerade wenigen Momenten hinterlassen die Darstellungen sogar ziemlich theatralische Züge, Vieles wirkt seltsam aufgesetzt und künstlich, was gleichzeitig auch auf die vorhandenen Effekte zu übertragen ist. Diese kommen dem Zuschauer schon etwas arg naiv vor, verleihen dem Geschehen andererseits einen ganz eigenen Charme und verleihen dem Szenario irgendetwas Knuffiges. Wirklich gestört hat mich ehrlich gesagt die deutsche Synchronisation, bei der man sich ganz offensichtlich nicht sehr viel mühe gegeben hat und auch nicht gerade die besten Sprecher verpflichten konnte. Die dabei entstandenen Dialoge treiben einem schon so manchen Schmunzler auf die Lippen und sorgen für einen phasenweise unfreiwillig komischen Anstrich, der teilweise vollkommen fehl am Platz wirkt. Man merkt also, das hier längst nicht alles richtig gemacht wurde, dennoch hat mit der Film insgesamt gesehen nette Unterhaltung geboten, wobei man die eigenen Ansprüche von Beginn an nicht zu hoch ansetzen sollte, können diese doch keinesfalls erfüllt werden.

Letztendlich handelt es sich bei "Tanz der Dämonen" um einen Horrorfilm, den ich leicht über dem normalen Durchschnitt ansiedeln würde. Sicherlich alles andere als ein Genre-Highlight, erscheint das Szenario allein schon in atmosphärischer Hinsicht als absolut lohnenswert. Größere Härten oder gar richtig derbe Sequenzen hat der Film definitiv nicht zu bieten und wer sein Hauptaugenmerk gerade auf diesen Aspekt legt, ist bei den Werken von lamberto Bava auf jeden Fall weitaus besser aufgehoben. Ansonsten kann man sich dieses Werk durchaus mal anschauen, auf einen äußerst nachhaltigen Eindruck der Ereignisse sollte man dabei jedoch nicht unbedingt hoffen, denn dafür beinhaltet die Geschichte doch zu viele Defizite.


Fazit:


Wer Dämonen-Filme mag kann durchaus mal einen Blick riskieren, sollte sich aber nicht zuviel von dieser amerikanischen Produktion versprechen. Eine gute Grundstimmung, ein wenig Action und etwas Härte im zweiten Teil der Geschichte müssen ausreichen, hinzu kommen mittelmäßige Schauspieler und eine nicht unbedingt tolle deutsche Synchronisation, was im Endeffekt einen bessere Bewertung verhindert.


6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Tanz der Dämonen
BeitragVerfasst: 4. Mär 2013, 06:48 
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Beiträge: 12
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Der Film als solches ist schon ganz ok,aber die Qualität die die Mambo DVD bietet ist wohl er chlecht und laut ofdb ist die Neuauflage von Retro auh nicht viel besser.

Fazit netter Film auf miesen VHS Niveau

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 Betreff des Beitrags: Re: Tanz der Dämonen
BeitragVerfasst: 7. Apr 2013, 13:02 
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Der Film strotzt zwar nur so von geklauten Ideen, die Schauspieler find ich auch eher unterdurchschnittlich, der Look ist auch eher billig....aber ich mag den Film trotzdem. Denn eines ist er sicher nicht...langweilig. Ich wurde 90 min super unterhalten.

7,5/10

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Wer im Glashaus sitzt, sollte ich sich im Dunkeln ausziehen!


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