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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Warlock - Satans Sohn (1989)
BeitragVerfasst: 29. Jan 2013, 16:51 
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Warlock - Satans Sohn
(Warlock)
mit Julian Sands, Lori Singer, Richard E. Grant, Mary Woronov, Kevin O'Brien, Richard Kuss, Allan Miller, Anna Levine, David Carpenter, Kay E. Kuter, Art Smith, Robert Breeze, Frank Renzulli
Regie: Steve Miner
Drehbuch: David Twohy
Kamera: David Eggby
Musik: Jerry Goldsmith
keine Jugendfreigabe
USA / 1989

Massachusetts, 1688: Der Hexenmeister Warlock wartet auf seine Hinrichtung und spottet noch einmal über seinen erbitterten Gegner, den Hexenjäger Redferne, als ein Zeitsturm beide fortreißt und in die Gegenwart versetzt. Dort versucht Warlock nun, drei Teile einer Satansbibel zu sammeln, die ihm unermeßliche Macht geben würden. Redferne und die hübsche, von Warlock jedoch zum vorzeitigen Altern verfluchte Kassandra, hetzen ihn durch das Land und stellen ihn schließlich auf einem Friedhof. Redferne kann Warlock vernichten, bezahlt dafür aber mit seinem Leben.


Die Frage nach dem Warum kann ich gar nicht beantworten, aber bisher war "Warlock" ein Film, der nie sonderliches Interesse bei mir geweckt hat. Erst jetzt, über 2 Jahrzehnte nach seinem Erscheinen habe ich eine Sichtung des Filmes gewagt und habe diese wahrlich nicht bereut. Steve Miner hat hier einen wirklich gelungenen Horrorfilm kreiert, der allein schon durch seine Thematik eine Menge Spannung verspricht. Und so entwickelt sich auch von Beginn an eine äußerst atmosphärisch in Szene gesetzte Story, von der eine unglaublich starke Faszination ausgeht, die sich fast schon zwangsläufig auf den Zuschauer überträgt. Nahezu gebannt verfolgt man das Geschehen, in dem es den Hexenmeister Warlock in die Gegenwart verschlägt. Dort will er versuchen die Welt zu zerstören und lediglich sein Gegenspieler Redferne und die junge Kassandra bemühen sich, sein Vorhaben zu torpedieren.

Dabei entwickelt sich eine temporeiche Jagd, bei der es auch manchmal zu einer gewissen Situationskomik kommt, die dem Gesamtbild äußerst gut zu Gesicht steht. Dennoch stehen ganz eindeutig der dramaturgisch sehr gelungene Spannungsaufbau und die dichte Grundstimmung im Mittelpunkt dieser tollen Story, die durchgehend beste und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet. Zugegebenermaßen sind die vorhandenen Effekte ein wenig altbacken und aus heutiger Sicht bestimmt nicht mehr zeitgemäß, andererseits verleiht gerade dieser Punkt dem Werk einen unglaublichen Charme.

Etwas irreführend erscheint lediglich die hohe Alterseinstufung, denn bis auf ganz wenige Ausnahmen ist "Warlock - Satans Sohn" nicht unbedingt ein Film, der durch Härte oder den übersteigerten Einsatz von Kunstblut ins Auge fällt. Eine 16er Freigabe wäre an dieser Stelle vollkommen ausreichend, so das man seine Erwartungen im Bezug auf den Härtegrad des Szenarios von Anfang an runterschrauben sollte. Aber das Werk von Miner hat es auch überhaupt nicht nötig, durch explizite Gewaltdarstellungen auf sich aufmerksam zu machen, die überdurchschnittlich gute Gesamt-Inszenierung spricht nämlich für sich und hinterlässt in allen Belangen einen extrem guten Eindruck. Das liegt auch sicherlich an den sehr gut agierenden Darstellern, wobei man insbesondere Julian Sands ein wenig hervorheben sollte. Mit ihm ist die Rolle des Hexenmeisters absolut perfekt besetzt, schon sein aristokratisch erscheinendes Äußeres verleiht dem Charakter eine dermaßen charismatische Ausstrahlung, das es einem fast die Sprache verschlägt.

Trotz seines blendenden Aussehens geht eine unglaubliche Kälte von dem Mann aus, die einem streckenweise das Blut in den Adern gefrieren lässt. Der diabolische Ausdruck seiner Augen verleiht einem dabei die perfekte Illusion, das man es an dieser Stelle wirklich mit dem leibhaftigen zu tun hat, was letztendlich für ein hohes Maß an Authenzität sämtlicher Ereignisse sorgt, die sich einem offenbaren. So kann man letztendlich nur zu einem absolut guten Gesamteindruck gelangen, denn "Warlock - Satans Sohn" ist ein Horrorfilm der alten Schule, der in erster Linie durch seine interessante Geschichte und die hervorragende Atmosphäre überzeugt. Die satanische Thematik zieht einen dabei von Anfang bis zum Ende in ihren magischen Bann und nimmt einen mit auf eine fantastische Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bei der es um nicht weniger geht, als die Welt vor dem Untergang zu bewahren.


Fazit:


"Warlock" ist ein absolut zeitloser Horrorfilm, den man sich auch in der heutigen Zeit immer wieder gut anschauen kann. Ein perfekt besetzter Haupt-Charakter, jede Menge Spannung und eine tolle Story machen dieses Werk zu einem echten Erlebnis, so das man ohne Weiteres eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann.


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Warlock - Satans Sohn
BeitragVerfasst: 29. Jan 2013, 19:26 
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Beiträge: 416
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Sehr unterhaltsamer "Klassiker", mit einem gut aufgelegten Julian Sands (Romasanta) als Hexenmeister

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das Böse

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das Gute

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und allerlei Zaubertränke ..


Popkornkino mit viel Unterhaltungswert, dafür aber ohne übermässig Gedöhnse und Kunstblut .. da sollte man sich den 2. Teil zu Gemüte führen

8/10

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I don't think runnning will save you.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warlock - Satans Sohn
BeitragVerfasst: 29. Jan 2013, 20:55 
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Auf jeden Fall. Hab ich sogar als Mediabook von NSM zu Hause. Damals noch im Fernsehen gesehen, ist dies hier eine der ebsetn Rollen von Julian Sands. Normalerweise mag ich Filme nicht so sehr, wo sich das Mittelalter in der Neuzeit breit macht. Hier war das aber durchaus vertretbar.

Es ist halt die alte Gut gegen Böse Geschichte, aber wenn es die nicht gäbe, was soll man sich dann ansehen? Kann den Film nur weiter empfehlen, auch wenn er seine allerbesten Jahre vielleicht schon hinter sich hat.

Ebenfalls 08/10

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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