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 Betreff des Beitrags: Witchboard - Die Hexenfalle (1986)
BeitragVerfasst: 8. Jun 2013, 20:12 
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Witchboard - Die Hexenfalle
(Witchboard)
mit Todd Allen, Clare Bristol, Burke Byrnes, Ryan Carroll, Gloria Hayes, Tawny Kitaen, J.P Luebsen, Rose Marie, Stephen Nichols, Susan Nickerson, James W. Quinn, Kenny Rhodes, Judy Tatum, Kathleen Wilhoite
Regie: Kevin Tenney
Drehbuch: Kevin Tenney
Kamera: Roy H. Wagner
Musik: Dennis Michael Tenney
Ungeprüft
Großbritannien / USA / 1986

Jim und Linda, ein jungverliebtes Paar ziehen zusammen in eine alte viktorianische Villa. Bei ihrer Einweihungsparty unterhält Brandon, ein ehemals guter Freund von Jim, die Gäste mit einem magischen Spiel, dem Witchboard. Einem Brett welches Kontakt mit Verstorbenen herstellen kann. Brandon nimmt mit David Kontakt auf, einem kleinen Jungen der bei einem Unfall sein leben ließ. Die Party endet sehr abrupt als ohne ersichtlichen Grund ein Reifen an Brandons Auto explodiert. Linda, von der Vorführung des Witchboards sichtlich beeindruckt, fühlt sich immer stärker zu dem Brett hingezogen, das Brandon in der Aufregung im Haus vergessen hat. Was als Spaß begann, wird zum tödlichen Ernst. Zusehends verfällt Linda dem Bann des Witchboard und wird total besessen. Irgendetwas scheint von Linda besitz zu ergreifen und so geschehen die ersten Todesfälle und unerklärbare Vorgänge.....die Ereignisse eskalieren!



Und wieder einmal ein sehr schöner und unterhaltsamer Horrorthriller aus den 80er Jahren, dem bis in die heutige Zeit noch keine offizielle deutsche DVD-Veröffentlichung beschert wurde, obwohl es der Film wirklich verdient hätte. "Witchboard" zog sogar in den 90er Jahren noch zwei Ableder nach sich, die man aber getrost vergessen kann, da sie nicht annähernd so spannend und unterhaltsam geraten sind wie dieser erste Teil. Sicherlich wird dem Zuschauer hier keine filmische Offenbarung präsentiert, doch die erzählte Geschichte ist durchaus interessant und versteht es, eine gewisse Faszination auf den Betrachter auszuüben und ihn so auch an sich zu fesseln. Dabei sollte man allerdings keine Wunderdinge erwarten, die große Stärke des Films ist ganz eindeutig die so typische und sehr dichte Atmosphäre, die fast alle Horrorfilme dieser Zeit so einzigartig und schier unverwechselbar macht. Denn geht es hier am Anfang doch viel eher ausgelassen und locker zur Sache, so ändert sich diese unbeschwerte Stimmung doch ziemlich schlagartig und nimmt phasenweise äusserst bedrohliche Ausmaße an, die man nach der lockeren Anfangsphase des Films in dieser Form gar nicht erwartet hätte.

Hat man zu Beginn noch das Gefühl, das es sich hier vielmehr um eine Art Beziehungsfilm handelt, in dem zwei rivalisierende junge Männer ihre Hahnenkämpfe austragen, um die Gunst einer hübschen Frau zu gewinnen, so nimmt die Geschichte sehr schnell eine andere Wendung und erhält einen herrlich mysteriösen Touch, der ihr sehr gut zu Gesicht steht. Es entwickelt sich ein packender Horrorthriller, der durch seine eingefügten Mystery-Elemente ein teilweise wirklich gelungenes Grusel-Feeling aufkommen lässt, das seine Wirkung keinesfalls verfehlt. Zwar beinhaltet der Film nicht unbedingt besondere oder spektakuläre Highlights, kann aber trotzdem absolut überzeugen und garantiert für einen mehr als kurzweiligen Filmgenuss.

Im Bezug auf die darstellerischen Leistungen kann man durchaus zufrieden sein, man trifft zwar auf keinen neuen Oscar-Anwärter, aber das dargebotene Schauspiel kann sich sehen lassen und bewegt sich im gehobenen Durchschnittsbereich. Und gerade wenn man bedenkt, das man in vielen Horrorfilmen der heutigen Zeit so manches Mal grottenschlechtes Schauspiel serviert bekommt, kann man hier wirklich zufrieden sein.

Neben der schon erwähnten und sehr gelungenen Atmosphäre, die dieses Werk entfaltet, weiss auch der vorhandene Spannungsbogen zu überzeugen, denn die Spannungsschraube wird kontinuierlich immer fester gezogen, wodurch die Spannung immer mehr ansteigt, um sich dann in den letzten Minuten so richtig zu entladen. Dies äussert sich aber keineswegs durch einen hohen Härtegrad und extrem blutigen Szenen, sondern vielmehr in einem teils gruseligen Finale, das ich persönlich als sehr gelungen empfunden habe. So kann man letztendlich festhalten, das "Witchboard" ein insgesamt rundum gelungenes Gesamtpaket darstellt, das aber aufgrund fehlender Härte mit einer 16er Freigabe bestens bedient wäre.


Fazit:


Mit "Witchboard" hat Regisseur Kevin Tenney einen äusserst gelungenen Horrorthriller geschaffen, der zwar nicht besonders hart, aber dafür sehr spannend und atmosphärisch geraten ist. Freunde der etwas härteren Gangart werden nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen, aber jedem, dem das nichts ausmacht, sei dieser tolle und unterhaltsame Film ans Herz gelegt, denn spannende und phasenweise auch leicht gruselige Unterhaltung ist hier garantiert.


7/10

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