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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Phantasm IV - Oblvion (1998)
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 01:20 
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Phantasm IV
(Phantasm IV : Oblivion)
mit A. Michael Baldwin, Reggie Bannister, Bill Thornbury, Heidi Marnhout, Bob Ivy, Angus Scrimm, Christopher L. Stone, Chloe Kay, Sylvia Flammer, David Gasster, Sasha Kassel, Aidan Kassel
Regie: Don Coscarelli
Drehbuch: Don Coscarelli
Kamera: Chris Chomyn
Musik: Reggie Bannister / Steve Morrell / Fred Myrow / Malcolm Seagrave / Christopher L. Stone
FSK 18
USA / 1998

Seit Jahren führt der "Tall Man" einen grauenhaften Krieg gegen die Menschheit und bevölkert die Welt langsam mit seiner Legion von Untoten. Aber zwei vom Schicksal auserwählte Helden, Mike und Reggie haben sich geschworen, den Ansturm des Schreckens zu stoppen. Indem sie sich selbst durch ein Tor in das Zeit-Raum-Kontinuum schleudern, sind sie in der Lage, einen lebenswichtigen Anhaltspunkt aus der Vergangenheit ihres Feindes ans Licht zu befördern, der vielleicht dem Horror ein Ende setzen wird. Doch der "Tall Man" ist nicht so einfach zu besiegen. Er versammelt seine dunkle Armee für einen letzten Angriff, der einem das Blut in den Adern erstarren läßt. Michael und Reggie müssen jetzt nicht nur um ihr eigenes Leben kämpfen sondern für die Zukunft der gesamten Menschheit...


Dieser bisher letzte Teil der "Phantasm - Reihe" ist worl der mit Abstand schwächste Film, das steht wohl ausser Frage. Egal, ob es nun am Budget lag, oder ob es noch andere Gründe gab, Don Coscarelli hat sich selbst und vor allem den Fans nicht gerade einen Gefallen getan. Fast alles, was die bisherigen 3 Filme ausgezeichnet hat, vermisst man hier fast völlig. Zu belanglos erscheint das Gesamtszenario und es fällt dem Zuschauer streckenweise nicht unbedingt leicht, die volle Konzentration aufrechtzuerhalten. Der Film siedelt sich maximal auf TV-Niveau an und kann in keinster Weise an die Qualität der 3 vorherigen Teile der Reihe anknüpfen, selbst der reine Unterhaltungswert hält sich in äusserst überschaubaren Grenzen.

Zeichneten sich die Vorgänger noch durch eine sehr dichte und bedrohliche Grundstimmung, einem straff gespannten Spannungsbogen und auch durch etwas Action und härtere Szenen aus, so fehlen diese Zutaten hier fast gänzlich. Teilweise kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, das es sich um eine billige TV - Produktion handelt, deren Story irgendwie seltsam zusammengestückelt wirkt. Der Zuschauer wird mit ständigen Rückblenden berieselt, die alles erklärbarer machen sollen. Und dann gibt es noch die, wie ich finde, ziemlich dürftigen Erklärungsversuche über die Herkunft des "Tall Man", die den Zuschauer vollkommen unbefriedigt zurücklassen. Gerade in dieser Beziehung hätte man von Coscarelli doch etwas mehr erwartet, aber so erhält die von Haus aus schon recht dürftige Story noch einmal zusätzlich einen sehr faden Beigeschmack.

Was hier aber am meisten fehlt, ist die sehr unheilvolle Stimmung, die man von dieser Filmreihe kennt, die Story plätschert hier ziemlich belanglos und ohne irgendwelche Highlights vor sich hin und ist zu keiner Zeit in der Lage, den Betrachter zu faszinieren, oder gar zu fesseln. Lediglich das Ende lässt mal wieder Hoffnung aufkommen, das die Geschichte noch weitergeht, aber wenn, dann bitte wieder mit der gewohnten Qualität. Denn das, was man als Fan der Reihe hier geboten bekommt, kann man letztendlich einfach nur als enttäuschend einstufen und ärgert sich sogar teilweise über die vergeudete Zeit, die man in diesen Film investiert hat und sicher andersweitig besser hätte nutzen können.

Ganz generell stößt die Phantasm-Reihe ja seit dem ersten Teil nicht nur auf positive Meinungen, viele Horror-Fans können die teilweise vorhandene Begeisterung für diese Filme nicht nachvollziehen. Kann man in dieser Beziehung bei den Teilen 1-3 moch mit recht guten Gegenargumenten aufwarten, so muss man sich bei vorliegendem Abschluss der Reihe doch die Frage stellen, ob Coscarelli nicht beser schon nach dem dritten Film hätte aufhören sollen. "Phantasm IV - Oblivon" ist es jedenfalls nicht wert, mit den Vorgängern in einem Atemzug genannt zu werden, da ihm fast sämtliche Zutaten fehlen, die diese Reihe bisher so absolut sehenswert gemacht hat.




4/10

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