Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Popcorn - Skinner... lebend gehäutet (1991)
BeitragVerfasst: 1. Sep 2013, 00:26 
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O-Titel: Popcorn
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1991
Darsteller: u. a. Jill Schoelen, Tom Villard, Dee Wallace, Derek Rydall, Malcolm Danare, Elliott Hurst, Ivette Soler, Freddie Simpson, Kelly Jo Minter, Karen Witter, Ray Walston, Tony Roberts
Regie: Mark Herrier
FSK: SPIO/JK

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler!

Inhalt:


Maggie träumt. Sie schreit um Hilfe. Sie umfasst die Hand eines Mannes. Er hat ein Messer. Er stößt es in jemanden hinein. Auch sie will er erstechen. Dann klingelt der Wecker und Maggie wacht auf. Unten bekommt ihre Tante Suzanne einen Anruf. "Hast du schon vergessen, für wen der 9. Kreis in der Hölle reserviert ist?"

Maggie selbst ist Mitglied in einem Filmclub an ihrer Schule und sie ist während des Tages dabei ein Drehbuch zu diktieren. Ständig werden sie alle von einem in den nächsten Raum verfrachtet. Um ein Filmfest auf die Beine zu stellen, finden sie sich im Dreamland ein, einem ausrangierten Kino, welches kurz vor seinem Abriss steht. Drei Wochen haben sie Zeit den Event durchzuführen. Ziel ist es, die Effekte der Vergangenheit wieder zu beleben. Für dieesn Zweck wählen sie drei Filme aus: Mosquito, einen alten 3-D-Film, Attack of the electrified man, um die Sitze unter Strom setzen zu können, und The Stench, einen Geruchsfilm. In den Requisiten, die ihnen der Besitzer des Kinos überlässt, finden sie auch eine alte Filmdose, die nicht geöffnet werden soll. In ihr finden sie die Filmrolle von "Possessor". Sie sehen ihn an. Es ist ein Auge auf der Leinwand zu sehen. "Kommt in meinen Kopf." Der Schädel aus Maggies Traum taucht auf. Und sie verliert das Bewusstsein. Der Film wurde von Lanyard Gates gedreht. Nur die letzte Szene hat gefehlt. Diese hat er auf der Bühne dargestellt, in dem er seine Familie Familie ermordet hat und anschließend das Kino in Brand setzte. Maggie spricht mit ihrer Tante darüber. Diese will nicht, dass Maggie an dem Filmfest teilnimmt. Das Telefon klingelt. "Ich bin der Besitzer, der Possessor. Ich will sie." Er ist in Dreamland. Suzanne fährt mit ihrem Wagen hin. Eine Waffe hat sie bei sich.

Vor dem Kino gehen bei ihrer Ankunft die Lichter der Leuchtreklame an. Dann fliegen die Buchstaben einzeln auf sie zu, und als alle ab sind, erscheint Possessor. Eine Kinokarte wird ausgegeben. Bald folgt die Gerechtigkeit und Vergeltung für den Tod. Der Film "Possessor" läuft. Von der Leinwand spricht Lanyard zu ihr. Kurz taucht jemand im Scheinwerferlicht auf und verschwindet sogleich wieder. In der Dunkelheit sieht sie einen Mann und schießt auf ihn, doch dann wird sie von hinten gepackt und hinter einen Vorhang gezogen.

Am Morgen wartet auf Maggie eine Nachricht: Heute ist die Nacht der Nächte.

Das Filmfest läuft. Und es ist brechend voll. Maggie wird von einem Mann an der Kasse mit Sarah angesprochen. Keiner dieser Filme schockt so sehr wie der Possessor. Als er weiter geht, glaubt sie, dass es Lanyard Gates selbst gewesen ist, der den Brand im Kino damals überlebt hat. Die Opfer wahren damals nicht zu identifizieren, so dass man seine Leiche nie gefunden hat.

Als erster Film wird Mosquito gezeigt. Die Zuschauer amüsieren sich, als der Darsteller im Film von dem Mosquito ausgesaugt wird. Mark, Maggies eigentlicher Freund, taucht mit Joy bei der Vorstellung auf. Die Mosquitoatrappe wird auf die Zuschauer losgelassen und sie beginnen diese mit Popcorn zu bewerfen. Die Figur wird von Mr. Davis per Fernsteuerung navigiert. Doch dann übernimmt jemand anderes die Steuerung und lenkt den Mosquito geradewegs auf Davis zu. Er wird von dem Stachel durchbohrt und stirbt. Seien Leiche lässt der Mörder verschwinden. Man sieht eine Maske von seinem Gesicht. Menschliche Haut. In einem Wasserbad.

Maggie unterhält sich mit Tina über Gates und ihre Vermutung, dass sie glaubt, dass er Maggie für seine Tochter halten könnte. Unterdessen wird der nächste Film, Attack of the eleftrified man, gezeigt. Bud steuert hierbei kleine Stromschläge, die entsprechend der Handlung im Film über die Stize an die Zuschauer geleitet werden. Maggie hört ihr Tonband ab, und es ist die Stimme von Gates, die darauf zu hören ist. Sarah. Tina findet Mr. Davis. Der Gag mit dem Mosquito war gut. Die Hinrichtung im Film beginnt, und die Besucher bekommen Stromschläge ab. Davis sieht ein bisschen anders aus, und als er ein wenig mit Tina rummacht, und sie sich von einem Kuss löst, bleibt seine Maske an ihr kleben und zieht sich in langen Fäden von seinem Gesicht. Eine verbrannte Fratze kommt zum Vorschein, und dieser jemand erwürgt Tina. Als Maggie diese endlich findet, spricht der Mörder mit einer veränderten Stimme, um Maggie wieder los zu werden, denn Tina ist bereits tot.

In der Verkleidung von Tina schleicht sich der Mörder an Bud heran und fesselt ihn an seinen Stuhl. Dan verändert er die Kabel am Pult und stellt es auf Automatik entsprechend dem Film. Er stellt auch ein Tonband an. Während der letzten Szene des Films, wird ein Stromschlag auf Bud geleitet, der ihn einem elektrischen Stuhl gleich umbringt. Das Stromnetz des Kinos wird dabei überlastet. Lampen zerspringen und Automaten spielen verrückt. Und dann ist es dunkel. Um die Leute weiter zu unterhalten, tritt eine Band auf, bis der Strom wieder richtig läuft.

Als Maggie den verkohlten Bud findet, sagt Gates ihr, dass sie sich zu ihrer Mutter gesellen soll. Sie flieht aus dem Raum und sie sieht Feuer. Und dann wird es ihr klar. Ihr Unterbewusstsein hat sich die Geschichte und die Art und Weise des Filmfestes ausgedacht, ganz so, wie Gates es damals konstruiert hatte. Er ist ihr Vater und ihr Name ist Sarah. Suzanne, ihre Tante, hat Sarah damals gerettet. In Tobi findet sie momentan einen Zuhörer dafür. Beide gehen in den Keller um den Strom wieder anzustellen, doch Tobi fällt die Treppe hinab. Und Gates ist da. Im Kino geht das Licht wieder an und The Stench hat seine Zeit.

Gates hat Sarah mitgenommen und ihren Kopf in eine Aparatur gespannt. Und er zeigt ihr, dass Tobi eine Maske ist. Er ist Tobi, aber bei dem Feuer damals ist sein Gesicht verbrannt. Er ist nicht Lanyard Gates, denn dieser wurde von Suzanne damals erschossen. Und sie hat ebenfalls das Theater angezündet. Aus diesem Grund will Tobi die Show wiederholen, damit er endlich damit abschließen kann. Ihn hatte das Feuer damals erwischt, als er noch ein Kind war. Seit dem hat er die ganze Zeit über Prothesen getragen. Sein Kopf ist vom Feuer und von den Operationen vernarbt und schrecklich entstellt. Bei seiner Show soll er jetzt nicht verlieren. Suzanne ist auch hier. Tobi hat sie mit einer Waffe in der Hand eingegipst.

Anschließend wird der Nächste mit einer Gasattacke außer Gefecht gesetzt, und da erfährt Tobi, dass es jemanden gibt, die etwas für ihn empfindet. Und geht aus dem Raum. Mark ist unterwegs zu Tobis Wohnung. Er sieht Artikel an der Wand, in der Berichte über ihn und auch das Feuer enthalten sind. Auch, das Gates erschossen wurde, wird erwähnt. Und das Tobi um sein Leben kämpfen musste. Ein Gemälde mit ihm und Maggie hängt an der Wand, worauf er mit einem Messer in der Hand über ihr steht.

Tobi unterbricht den aktuellen Film und legt Possessor auf. Und anschließend zeigt er sich den Leuten ohne Maske. Mark versucht einen Weg ins Kino zu finden, und kann hinein gelangen. Tobi dreht seine eigene Szene mit Maggie und Suzanne. Er stellt die Szene aus Possessor nach und zieht den Vorhang auf. Und das Publikum jubelt ihm zu. Es glaubt an eine Inszenierung. Und sie fangen an nach seinem Kommando von 30 an rückwärts zu zählen. Mark gelangt in den Zuschauerraum und sucht nach einer Lösung um Maggie zu befreien. Er rutscht an dem Seil, an dem der Mosquito aufgehängt ist in Richtung Bühne hinab. Dabei produziert er einen Kurzschluss und der Mosquito setzt sich in Bewegung und kann Tobi aufspießen. Tobi stirbt. Die Vorstellung ist zu Ende.

Wertung:


CMV hat diesen Film in der Trash-Collection veröffentlicht, aber nicht überall wo Trash drauf steht, ist auch wirklich Trash drin. Und hier ist das ganz und gar nicht der Fall, denn allein schon die Story ist dafür recht ausgereift: Alles konzentriert sich auf Lanyard Gates, der allem Anschein nach einen Film produziert hat und zum glorreichen Finale seine Familie vor den Zuschauern ermordete und anschließend die restlichen Gäste bei dem Brand tötete, und man glaubt, dass dieser Lanyard Gates in diesem Film hier der Bösewicht ist. Als dann Maggie/Sarah auch noch hinter ihr eigenes Geheimnis kommt, in dem sie erfährt, dass sie die Tochter von Lanyard ist, und dieser auch noch ihre Mutter umgebracht hat, scheint die Sache klar zu sein. Dass aber eine Wendung eintritt, in dem ein Überlebender des Massakers mehr oder minder seine eigene Befriedigung erfahren möchte, indem er das zu Ende bringt, was damals Missglückte und dass Suzanne, die man ursprünglich für die Mutter von Maggie gehalten hat, die eigentliche Schuldige des Ganzen Schlamassel ist, ist extrem gut umgesetzt.

Und dabei hat es der Film gar nicht nötig auf einen entsprechenden Gore-Gehalt zu setzen, denn den gibt es nicht oder nur in sehr geringem Maße. Dabei ist der deutliche Titel "Skinner" ein wenig eindeutiger als der amerikanische Originaltitel "Popcorn". Denn Tobi ist hier natürlich der Skinner, der den Menschen ihre Haut abzieht. Dabei bringt er sie aber von der Story her erst um, und macht das nicht bei lebendigem Leib.

Von den Effekten befinden wir uns stromtechnisch auf gutem Scanners-Niveau. Ton und Bild sind durchaus gut und entsprechend aufgewertet worden im Vergleich zum Originaltrailer. Schauspieler sind viele vorhanden und bis auf Maggie scheint keiner eine wirkliche Hauptrolle zu spielen. Dabei dürfte gerade sie aus Filmen wie "Chiller", "Stepfather I" und "The Bite" bekannt sein. Mark Herrier hat neben Skinner jedenfalls keine entsprechend gute Arbeit abgeliefert.

Wer also mit einer guten Horrorgeschichte um einen mysteriösen Killer ohne entsprechende Härten der heutigen Zeit etwas anfangen kann, dem sei Skinner hier empfohlen. Unterm Strich bekommt der nämlich entgegen landläufiger OFDB-Meinung 08/10 Popcorn-Tüten mit Salz. Und ohne Trashwertung.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Popcorn - Skinner... lebend gehäutet (1991)
BeitragVerfasst: 2. Sep 2013, 21:18 
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trashig-exploitativer Chef
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Den Film finde ich richtig knorkke!
Schöne frühe 90ger Atmosphäre und auch sehr zu begrüßen ist, das sich selbst auch POPCORN nicht zu ernst nimmt.

Wirklich toll ist hier auch das "Film im Film" Erlebniss und ich selbst würde ja gerne mal "The Stench" in Smellovision sehen :)

Da fällt mir auch direkt wieder der Slogan aus dem US Trailer ein :
Popcorn - buy a bag, go home in a box! :)


8 von 10 Bechern Popcorn mit Butter

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 Betreff des Beitrags: Re: Popcorn - Skinner... lebend gehäutet (1991)
BeitragVerfasst: 2. Sep 2013, 21:21 
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Archivmeister
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DanGore hat geschrieben:
Den Film finde ich richtig knorkke!
Schöne frühe 90ger Atmosphäre und auch sehr zu begrüßen ist, das sich selbst auch POPCORN nicht zu ernst nimmt.

Wirklich toll ist hier auch das "Film im Film" Erlebniss und ich selbst würde ja gerne mal "The Stench" in Smellovision sehen :)


Das würde ich nicht wirklich wollen. Den Geruch von Leichen finde ich nicht wirklich empfehlenswert :mumie:

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