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 Betreff des Beitrags: Scream - Schrei (1996)
BeitragVerfasst: 11. Jun 2013, 10:20 
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Scream - Schrei
(Scream)
mit Drew Barrymore, Roger Jackson, Kevin Patrick Walls, David Booth, Carla Hatley, Neve Campbell, Skeet Ulrich, Lawrence Hecht, Courteney Cox, W. Earl Brown, Rose McGowan, Lois Saunders, David Arquette
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Kevin Williamson
Kamera: Mark Irwin
Musik: Marco Beltrami
FSK 18
USA / 1996

In der beschaulichen kalifornischen Kleinstadt Woodsboro erhält Casey Becker einen Anruf: "Stehen Sie auf Horrorfilme?" Zuerst findet Casey die Frage des unbekannten Anrufers noch lustig. Wenig später findet man sie massakriert und aufgehängt im Garten. Mitschülerin Sidney Prescott, deren Mutter vor einem Jahr auf ähnliche Weise starb, wird als nächste von dem gefährlichen Killer im Halloween-Kostüm heimgesucht, der bald die ganze Provinzstadt in Angst und Schrecken versetzt. Während die skrupellose Reporterin Gale Weathers einen Medienzirkus daraus macht, beteiligen sich neben dem Polizisten Dewey Riley auch Sidneys Freunde an dem mörderischen Suchspiel nach dem maskierten Killer...


"Scream" ist wohl die Mutter aller Teenie - Slasher, die in den 90 er Jahren eine sagenhaft Wiedergeburt erlebt haben. Für mich ist dieser Film ein absoluter Geniestreich von Wes Craven, der damit einem totgeglaubten Genre neues Leben eingehaucht hat. Im Sog von "Scream" gab es dann auch unzählige Nachahmer, von denen einige sogar richtig gut sind, aber an die Qualität dieses Films kommt meiner Meinung nach keiner ran. Obwohl der Slasher an sich ja nicht unbedingt große Innovation beinhaltet, kommt die vorliegende Geschichte wie eine Art Frischzellen-Kur daher und lässt einen neuen-und frischen Wind in das etwas angestaubte Genre einziehen. Dabei beinhaltet auch "Scream" lediglich die nötigen Zutaten, doch was man letztendlich daraus gemacht hat, hebt sich doch sehr wohlwollend von vielen anderen Genre-Vertretern ab.

Craven hat hier eine excellente Mixtur aus Horror - und Humor kreiert, der Film besitzt sehr viel Ironie und nimmt sich auch manchmal selbst nicht so ernst. Und genau diese Mischung und auch kleine versteckte Anspielungen ( z.B Hausmeister Freddy) machen diesen Film so besonders und heben ihn, wie ich finde, von den meisten anderen Teenie - Slashern ab. Der ausgeprägte Hang zur Selbst-Ironie gepaart mit einem dramaturgisch erstklassig aufgebauten Spannungsbogen macht die wesentliche Qualität aus, die dieses Szenario auf jeden Fall beinhaltet. Denn trotz teilweise sehr gelungener Situationskomik und witzigen Dialogen lässt man die ernste Bedrohung der Ereignisse zu keiner Zeit aus den Augen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, das gerade der Killer hier manchmal recht tolpatschig in Erscheinung tritt, um dafür aber danach umso brutaler seine Morde zu verüben.

Trotz des nicht gerade geringen humorigen Anteils kann das Geschehen im Prinzip auf eine extrem dichte Grundstimmung bauen, worin auch der ganz besondere Reiz dieses Filmes liegt. Fühlt man sich nämlich auf der einen Seite pudelwohl inmitten der ganzen Teenager, so verspürt man doch trotz aller vorhandener Leichtigkeit jederzeit die Bedrohung, die über der jungen Sydney und ihren Freunden liegt. Die Motive und die Identität des maskierten Mörders bleiben dabei bis kurz vor dem Ende im Dunkeln und insbesondere bei der ersten Sichtung des Werkes wird man mit der endgültigen Auflösung doch ziemlich überrascht. Bis dahin wird der Zuschauer durch etliche Wendungen und falsch gelegte Fährten immer wieder in die Irre geführt und verdächtigt dabei so ziemlich jeden, bis man kurz vor Schluss dann den echten Täter präsentiert bekommt.

Und so kann man am Ende festhalten, das Wes Craven mit "Scream" ein wirklich großer Wurf gelungen ist, der die Maßen in die Kinos gezogen-und begeistert hat. Es macht immer wieder riesigen Spaß, sich diesen wunderbaren Teenie-Slasher auch in der heutigen Zeit immer wieder anzuschauen, lässt man sich doch immer wieder gern nach Woodsboro entführen, um ein Wiedersehen mit den symphatischen Hauptfiguren zu feiern, die hier von Beginn an dabei sind und die mittlerweile vierteilige Reihe auch immer noch begleiten. Und auch wenn "Scream" nicht unbedingt durch harte Szenen ins Auge fällt, sondern sich in dieser Beziehung eher vornehm zurückhält, handelt es sich bei vorliegendem Film um eine Produktion, die das Horror-Genre auch nachhaltig stark bereichert hat.


Fazit:


Regie-Legende Wes Craven hat hier einmal mehr etwas aus dem Hut gezaubert, was man in dieser Form nicht unbedingt erwarten konnte. Eine nahezu perfekte Mixtur aus Horror-und ein wenig Komödie mit einem ausgeprägten Hang zur Selbst-Ironie. Auch 17 Jahre nach seinem Erscheinen erfreut sich das Werk immer noch großer Beliebtheit und hat in diversen Kreisen auch längst den Kult-Status erreicht


10/10

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