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 Betreff des Beitrags: Texas Chainsaw Massacre - Die Rückkehr (1994)
BeitragVerfasst: 3. Jun 2013, 20:13 
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Texas Chainsaw Massacre - Die Rückkehr
(The Return of the Texas Chainsaw Massacre)
mit Renée Zellweger, Matthew McConaughey, Robert Jacks, Tonie Perensky, Joe Stevens, Lisa Marie Newmyer, John Harrison, Tyler Cone, James Gale, Chris Kilgore, Vince Brock, Susan Loughran
Regie: Kim Henkel
Drehbuch: Kim Henkel / Tobe Hooper
Kamera: Levie Isaacks
Musik: Robert Jacks / Wayne Bell
SPIO / JK
USA / 1994

Eigentlich hätte es Jennys schönster Abend werden können. Doch nachts auf dem Heimweg von ihrer Graduation Party geraten sie, ihr Freund Sean sowie das Pärchen Barry und Heather in eine tödliche Falle. Mitten in einem stockfinsteren Wald werden sie von einem Jeep brutal gerammt - der Fahrer scheint bewußtlos. Auf der Suche nach Hilfe landen drei der Verliebten bei der Sexbombe Darla, die über Telefon Hilfe anfordert. Nur Sean war allein bei dem verunglückten Auto zurückgeblieben. Sein Horror könnte nicht größer sein, als aus dem Abschleppwagen der perverse Sadist Vilmer heraushumpelt. Auch den anderen steht das Grauen noch bevor. Per Anhalter lassen sie sich in ein verfallenes Farmhaus mitnehmen, wo schon Leatherface mit seiner blutverschmierten, ratternden Motorsäge wartet...


Dies ist auf jeden Fall der mit großem Abstand schwächste Teil der gesamten Reihe. Man weiß auch wirklich nicht so richtig, wie man diesen Film einordnen soll. Es ist ziemlich schwer, diesen Film als Teil der Reihe zu sehen, denn er kann in sämtlichen Belangen nicht an die Vorgänger anknüpfen. Hier kommt irgendwie nicht die typische TCM - Atmosphäre zur Geltung, die die anderen Teile noch so ausgezeichnet hat.Teilweise wirkt der Film viel eher wie eine total durchgeknallte Komödie mit etwas Sadismus und Sarkasmus, doch selbst, wenn man den Film unter diesem Aspekt betrachtet, kann er nur teilweise überzeugen. Mir fehlt hier irgendwie das total Bedrohliche, das kommt hier so gar nicht richtig zur Geltung. Zwar hat der film einige durchaus gute Momente und phasenweise baut sich sogar ein wenig Spannung auf, doch durch die unfreiwillig komische Note des Geschehens kommt es ständig wieder zu immensen Spannungseinbrüchen, worunter das Gesamtbild doch ziemlich leidet.

In atmosphärischer Hinsicht kommt beim Zuschauer des Öfteren ein innerlicher Zwiespalt auf, denn streckenweise ist die Grundstimmung gar nicht einmal so schlecht, bedrohliche-und düstere Phasen gehen einher mit einer teils herrlich siffigen Atmo, die sich aber leider nicht konstant aufrecht erhalten kann. Denn ganz egal, ob man den vorhandenen Humor beabsichtigt eingefügt hat oder ob er eher unfreiwillig zustande kommt, er passt irgendwie nicht in das Szenario hinein. Anders als beim zweiten Teil, bei dem ich den trashigen Anteil als durchaus gelungen empfand, wirkt das Ganze hier streckenweise vielmehr wie eine etwas misslungene Persiflage auf die gesamte Reihe und das wirkt doch äußerst gewöhnungsbedürftig.

Auch die Darsteller finde ich nicht gerade berauschend, Matthew McConaughey gibt sich zwar die größte Mühe und kann auch in einigen Passagen als Psychopat überzeugen, jedoch sind die hier gezeigten Leistungen nicht konstant. Renee Zellweger kann man dabei sogar schon fast als echte Fehlbesetzung einstufen, denn ihre Performance erscheint doch an den meisten Stellen sehr künstlich und aufgesetzt. Nun erwartet man bei einem Film dieser Art wohl ganz generell keine oscarreifen Leistungen der Akteure, doch was sich einem hier stellenweise bitet, spottet schon jeder Beschreibung. Insgesamt kann man sagen, das man sich den Film ruhig mal ansehen sollte, aber kaufen sollte man ihn eigentlich nur der Vollständigkeit halber.

Ehrlich gesagt ist es durchaus verständlich, das dieser Film die bisher einzige Regie-Arbeit von Kim Henkel geblieben ist, denn sonderlich viel Potential für weitere Filme ist keinesfalls erkenntlich. Dabei sind doch einige durchaus gute Ansätze zu erkennen, die aber leider allesamt im Sand verlaufen, so das letztendlich ein eher unbefriedigender Gesamteindruck dieses teils skurrilen Teils der Reihe zurückbleibt.


Fazit:


Wenn man einmal das geniale Original als Maßstab ansetzt, dann fällt dieses Werk vollkommen durch und entpuppt sich als regelrechter Rohrkrepierer. Mit einem leichten Hang zum gewöhnungsbedürftigen Trash kann man zumindest phasenweise Gefallen an den Abläufen finden, so das sich der Film unter diesem Gesichtspunkt wenigstens noch im Durchschnittsbereich ansiedeln kann.


4,5/10

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